Kulturleben Archiv
551 Episoden
53 Minuten
Das Zeitalter der männlichen Stararchitekten gehört der Vergangenheit an. Die spannendsten Projekte kommen jetzt aus jüngeren und regionalen Büros: von Kollektiven und wechselnden Teams. Moritz Holfelder über die junge Architekturszene in Bayern.
53 Minuten
Vampire sind die erotischsten aller Monster - ungezügelt, lustbetont und auf ewig einander zugetan. In neueren Serien dürfen sie auch offen homosexuell sein. Aber das ist gar keine neue Erscheinung: 1872 erscheint die Novelle "Carmilla" - und schildert eine erotisch aufgeladene Beziehung zwischen einer Vampirin und einer Frau.
52 Minuten
Viele Menschen haben das Gefühl, Pausen, Erholung und Schlaf wären eher störend als notwendig. Wo liegen die Ursachen für den permanenten Zeitmangel? Wer profitiert von der Gehetztheit der Vielen? Und was ließe sich dagegen tun? Darüber sprechen wir mit der Autorin und Journalistin Teresa Bücker sowie mit dem Schriftsteller Heinz Helle.
53 Minuten
Die Bundeswehr war in der deutschen Nachkriegsgesellschaft immer umstritten. Doch mit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine ist eine neue Wertschätzung der Bundeswehr zu bemerken. Jochen Rack über den Imagewandel der Truppe mitten in der Zeitenwende.
53 Minuten
In der Corona-Pandemie regelte der Staat sehr persönliche Dinge: wen man wo treffen, wohin man reisen, wie man arbeiten durfte. Regiert zu werden, wurde ein Alltagsgefühl. Zu unserem Bild, selbstbestimmte Individuen zu sein, passte das nicht. Aber müssen wir deshalb zu Anarchisten werden? Beate Meiefrankenfeld auf der Suche nach einem wirklich demokratischen Gemeinwesen.
53 Minuten
Divers, klimafreundlich, vegan, sexuell vielfältig: "Woke" zu sein gehört heute zum Einmaleins der Unternehmenskommunikation. Doch was sich kurzfristig fortschrittlich anfühlen mag, könnte die Ziele progressiver Bewegungen auf lange Sicht aushöhlen - und die Grundfesten unserer Demokratie untergraben.
52 Minuten
Weil der Rassismus überall ist, ist er so schwer zu erkennen. Denn er ändert ständig sein Gesicht, ist wandelbar und spricht heute nicht mehr explizit von Rassen. Michael Reitz geht der Frage nach, wie rassistisches Denken viel tiefer in unser westlich-europäisches Selbstverständnis eingebettet ist, als wir es wahrhaben wollen.
50 Minuten
Rechtsradikalismus war nie weg. Das haben die Attentate in Halle 2019 und Hanau 2020 deutlich gemacht. Doch Rechtsextremismus hat sich gewandelt - und mit ihm die Gruppen von Menschen, die sich ihm entgegenstellen. Eine Diskussion mit Journalistin und Autorin Nora Burgard-Arp und Historiker Volker Weiß.
49 Minuten
Der Schriftsteller Jan Snela sitzt am Sterbebett seines Vaters. Als das gemeinsame Deutsch versiegt, spricht der Vater nur noch im polnischen Idiom, in das er vor einem knappen Jahrhundert hunderte Kilometer entfernt hineingeboren wurde. Snela begibt sich auf die Spuren der Dialoge zwischen Vater und Sohn.
53 Minuten
Die Beziehung zwischen Zukunft und Wetter ist keine einfache. Sie bewegt sich zwischen Prognose, auf die wir uns verlassen wollen, und ihrem zuverlässigen Versagen. Mit der Ersetzung des Begriffs Wetter durch Klima steht heute zudem der kommende Untergang der menschlichen Zivilisation im Raum. Andreas Ammer wagt einen lustvoll wetterwendischen Blick in den Himmel.
49 Minuten
Warum mobilisiert die Debatte um Transrechte so sehr? Wen mobilisiert sie? Welche wunden Punkte gesellschaftlichen Selbstverständnisses berührt sie? Und was sagt das alles über das Verhältnis von Biologie und Gesellschaft?
53 Minuten
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, heißt es im Grundgesetz. Heißt: Die Bürgerin oder der Bürger entscheidet über politische Fragen mit - direkt oder indirekt. Doch wie gelingt Repräsentation, wenn Positionen kleinteiliger und heterogener werden, wenn Gruppenzugehörigkeit durch begrenzte Lebenswelten definiert wird?
59 Minuten
Jean Genet ist der Wegbereiter für queere Literatur. Der französische Schriftsteller schilderte früh sein homosexuelles Begehren. Seine Sprache ist ein überbordendes Theater der Grausamkeit, das die Schönheit von Männern feiert.
54 Minuten
Gerade ist Hans Magnus Enzensberger kurz nach seinem 93. Geburtstag gestorben. Über 15 Jahre lang hat Knut Cordsen Enzensberger immer wieder getroffen. Aus diesen Begegnungen und dem Gespräch mit Weggefährten ist ein einfühlsames Porträt entstanden.
54 Minuten
Wie singulär ist die Shoah? Darf sie mit anderen Genoziden verglichen werden? Dieser Beitrag betrachtet die Debatte aus einer persönlichen und jüdischen Perspektive. Hat Deutschland wirklich seine Geschichte aufgearbeitet? Oder nutzt es diese Behauptung gar dazu, um endlich mit der Debatte um Schuld aufhören zu können?