Kulturleben Archiv
551 Episoden
23 Minuten
Die Donaueschinger Musiktage sind DAS Festival der sogenannten Neuen Musik, einer Fortführung der klassischen Musik in die Gegenwart. Vor über 100 Jahren gab es einen historischen Einschnitt: Mit der Entwicklung von Zwölftonmusik und Atonalität wurden den Hörerinnen und Hörern von Konzerten auch Klänge außerhalb der gewohnten Dur-und-Moll-Tonalität angeboten. Seither gilt diese zeitgenössische Musik vielen als schwierig, elitär und unzugänglich. Lydia Rilling, die künstlerische Leiterin der Donaueschinger Musiktage 2025, und Moritz Eggert, Komponist und Professor an der Musikhochschule München, wollen die Neue Musik aber aus dem Elfenbeinturm holen. Mit ihnen diskutiert Kathrin Hasselbeck in dieser Kulturleben-Debatte.
39 Minuten
Bereits mit "Kolonialismus in den Dingen" hat sich das Münchner Museum Fünf Kontinente kritisch mit seiner eigenen Sammlung befasst. Das ist auch bei der neuen Ausstellung mit Kunstwerken der Maori der Fall. Außerdem stellen wir den Schauspieler Thorsten Krohn vor und blicken auf das Programm der Kunstmesse Highlights und der Langen Nacht der Museen in München.
41 Minuten
Jahrelange schwere sexuelle und körperliche Misshandlungen haben Frauen dem Musiker Sean Combs, alias P. Diddy, vorgeworfen. In Deutschland stieß der Fall um Rammsteinsänger Till Lindemann vor zwei Jahren die Debatte um Machtmissbrauch in der Musikbranche an. Wir stellen die Fragen: Was ist seitdem passiert und was hat sich verändert?
26 Minuten
Die dauer-beschwipste Mary from Bavary hat Kinsehers Publikum besonders ins Herz geschlossen. Und Luise Kinseher selbst offenbar auch. Ihr neues Programm nämlich ist nun ein Solo für "Mary from Bavary" / Neu im Kino: "A House of Dynamite" von Kathryn Bigelow / Julius Grimm, Regisseur, im Gespräch über seine Komödie "Zweigstelle"
29 Minuten
László Krasznahorkai war schon öfter im Gespräch für den Nobelpreis. Nun hat er ihn zugesprochen bekommen. Welcher Autor und welches Werk da zu entdecken sind, das diskutieren die Buchhändlerin Sabine Abel, BR-Literaturkritikerin Marie Schoeß und Jo Lendle, Verleger des Carl Hanser Verlags.
37 Minuten
Es gilt als eines der humoristischsten und tiefsinnigsten Werke von Mark Twain: "Die Tagebücher von Adam und Eva". Der Stoff aus dem Jahr 1906 wird ab dem Wochenende im Theater Hof als Musical aufgeführt.
39 Minuten
Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Anzahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland deutlich zugenommen, auch Kulturschaffende sind davon betroffen. Wir blicken auf das Theaterstück "Die Tore von Gaza" das den Terror dieses Tages verarbeitet. In ihrem Buch "Lauter Hass" analysiert die Politikwissenschaftlerin und Autorin Maria Kanitz Antisemitismus in der Popkultur.
31 Minuten
Thinktanks - Der Bund förderte bisher sechs davon, unter anderem die proeuropäische Bürgerinitiative Europa-Union sowie die Deutsche Atlantische Gesellschaft. So weit so gut und bisher unumstritten. Im September aber bewilligte der Haushaltsauschuss mit den Stimmen von Union und SPD auch die finanzielle Förderung von Republik21. An dieser Denkfabrik scheiden sich die Geister. Sie selbst beschreibt sich als "Thinktank für neue bürgerliche Politik in Deutschland und Europa". Kritiker dagegen bescheinigen Republik21 eine rechtspopulistische Ausrichtung. Sind die staatlichen Gelder für die Denkfabrik also (in-)akzeptabel? Es diskutieren: Florian Oßner, Obmann der Unionsfraktion im Haushaltsausschuss des deutschen Bundestages, und Marlene Schönberger, Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen.
40 Minuten
Talentschmiede am Forggensee: Das Festspielhaus Füssen startet mit einer eigenen Musical-Ausbildung. Gino Thanner war bei einem der ersten Unterrichtstage dabei / Schauspiel ist, wenn zwei sich kloppen: Regisseur Armin Petras bringt immer wieder Krisen auf die Bühne. Dieses Mal ist es "Der lachende Mann" von Victor Hugo in Augsburg / 100 Jahre Alf Lechner: Die Landshuter Galerie LA Projects ehrt den 2017 verstorbenen Künstler mit einer Ausstellung seiner eher unbekannteren kleinen Werke. Roland Biswurm war vor Ort / "Tradition und Moderne": Mode und Tracht: Die Galerie Handwerk zeigt Dirndl, Schmuck, Hüte und Stoffproben vom Allgäu bis Paris. Andrea Mühlberger im Gespräch mit Julie Metzdorf / Meisterwerke der italienischen Renaissance sind derzeit im Diözesanmuseum Freising zu sehen. Stefan Mekiska hat die Ausstellung "Göttlich!" schon gesehen und mit Museumsleiter Christoph Kürzeder gesprochen / "Ghosts of Versailles": Peter Jungblut war bei der Premiere dieser ebenso außergewöhnlichen wie selten gezeigten Oper in Regensburg dabei.
41 Minuten
1950 veröffentlichte Charles M. Schulz den ersten Strip seiner Comicreihe: "Die Peanuts". Fast 50 Jahre lang erschien in US-Zeitungen jeden Tag ein neues Abenteuer der US-Vorstadtkinder. Und obwohl die Zeichenserie seit Schulz‘ Tod im Jahr 2000 nicht mehr fortgesetzt wird, gehören Snoopy, Lucy oder Charlie Brown bis heute zu den beliebtesten Comicfiguren der Welt. Wie erklärt sich dieser Erfolg? Martin Zeyn mit einem Erklärungsversuch. / Kniebeugen für Cicero: Porträt der Performance-Künstlerin und Choreografin Nicola Kötterl. Von Astrid Mayerle / Kleines Land, große Robe: Warum hat das kleine Belgien so einen großen Einfluss in der Modeindustrie? Ein Besuch in der berühmten Modeschule in Brüssel von Sabrina Fritz / Wie mir langsam die Freude an den deutschen Nationalfarben wieder vergeht: Kommentar von Jochen Rack
27 Minuten
"Das Lob der Gerechten" am Theater Regensburg, eine Gesellschaftssatire von Sarah Nemitz und Lutz Hübner. Unsere Autorin Rebekka Markthaler war bei den Proben dabei / Solidarität auf globalem Level darf nicht am Enthusiasmus Einzelner hängen, sagt der Filmemacher David Bernet. Sein Film-Essay "Solidarity" läuft ab sofort im Kino/ Und wie immer am letzten Freitag im Monat: Der Satirische Monatsrückblick, diesmal von Mathias Tretter.
27 Minuten
Das Programm Palantir durchleuchtet für die Polizei Millionen von Datensätzen unbescholtener Bürger - täglich. Im digitalen Raum sind Durchsuchungen Standard, keine Ausnahme. Unsere Privatsphäre - ein leerer Begriff. Was geht da verloren? Und wie sich dagegen wehren? Eine Debatte mit dem bayerischen Datenschutzbeauftragten Thomas Petri und Jochim Selzer vom Chaos Computer Club. Es moderiert Judith Heitkamp.
38 Minuten
Münchner Theater im Ödön von Horváth-Fieber / In Augsburg startet die Spielzeit mit Büchner: Intendant André Brücker über seine Inszenierung von Leonce und Lena / Der "Menschenmaler" - Johannes Grützke erstmals in Aschaffenburg ausgestellt / Familien-Saga "Lehman Brothers" - Doku-Theater in Memmingen / Ein mythischer Ort? Uraufführung von "Untersberg" in Salzburg / Sonnen-Kunst von Iris Nitzl in der Rochus-Kapelle in Landshut
36 Minuten
Die Büste der Nofretete ist heute eine globale Ikone, alle kennen sie, alle wollen sie sehen. Gefunden wurde sie 1912 von deutschen Archäologen in Ägypten, seitdem befindet sie sich in Berlin. Natürlich hätte Ägypten die Statue gern im eigenen Land. Julie Metzdorf zur schwierigen Frage: Wem gehört die Nofretete? / Archäologie im 21. Jahrhundert: Wie gräbt man heute in Ägypten? Knut Cordsen im Gespräch mit Dietrich Raue vom Deutschen Archäologischen Institut in Kairo / Die Pyramiden, die Sphinx, die Hieroglyphen, die Goldmaske des Tutanchamun: an faszinierenden Objekten mangelt es der altägyptischen Kultur wahrlich nicht. Entsprechend groß war und ist das Interesse der westlichen Kultur, zeitweise befand sich Europa in einem regelrechten Ägyptenfieber. Julie Metzdorf über die europäische Ägyptomanie.
25 Minuten