klima update° - der Podcast von taz und klimareporter° Archiv
301 Episoden
15 Minuten
Diesmal mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) setzt sich in Brüssel für eine Verschiebung der EU-Methan-Verordnung ein. Dafür erhält sie Lob aus der fossilen Wirtschaft - ist aber Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) in den Rücken gefallen. Rechtsruck bei der Weltbank: Die internationale Entwicklungsbank hat sich von ihrem Ziel verabschiedet, 45 Prozent ihrer jährlichen Kreditvergabe für Projekte mit positivem Klimaeffekt vorzubehalten. Dafür hatten die USA unter Trump lobbyiert. Warum bei NGOs neben Sorge trotzdem Erleichterung herrscht. Die Rekordhitze macht vor den Ozeanen nicht Halt: Die Meere waren zuletzt so heiß wie noch in keinem Juni zuvor. Das hat Auswirkungen für die Tiere und Pflanzen, die in dem warmen Wasser leben - aber auch auf die Menschen. - Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
15 Minuten
Diese Woche mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner. 01:20 Klimakrise verschärft Hitzewelle Die Hitzewelle, die weite Teile von Europa erfasst hat, erreicht historische Ausmaße – mit Temperaturen von bis zu 41 Grad und lebensgefährlichen Folgen. Studien zeigen: Ohne den menschengemachten Klimawandel wäre dieses Extremwetter physikalisch fast unmöglich. 05:15 Bundesregierung will Energiesparregeln lockern Weniger Pflichten, weniger Bürokratie – aber auch weniger Energiesparen? Die Bundesregierung will das Energieeffizienzgesetz entschärfen. Während Wirtschaftsverbände noch weitere Lockerungen fordern, befürchten Kritiker:innen, dass damit wichtige Anreize für mehr Energieeffizienz verloren gehen – ausgerechnet in Zeiten hoher Energiepreise und wachsender Rechenzentren. 10:26 Klagerechte für Umweltverbände beschnitten Der Bundestag hat das Klagerecht von Umweltverbänden reformiert, um Bauprojekte wie Straßen, Bahnverbindungen oder Kraftwerke schneller voranzubringen. Umweltverbände sehen ihre Rechte dadurch beschnitten und warnen vor einer Schwächung des Umweltschutzes. - Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
17 Minuten
Diese Woche mit Katharina Schipkowski und Verena Kern Fast jedes Kind weltweit ist einem der acht häufigsten Klimarisiken ausgesetzt, und fast jedes zweite Kind mehreren dieser Risiken. Davor warnt das UN-Kinderhilfswerk Unicef in seinem aktuellen "Children's Climate Risk Report" – und appelliert an die Regierenden, endlich ehrgeizige Maßnahmen zum Schutz des Klimas und damit zum Schutz der Kinder zu ergreifen. Energiearmut ist in den USA ein weit verbreitetes Problem. Bislang wurde noch nicht untersucht, was das für LGBTQ-Haushalte bedeutet. Eine neue Studie holt das nun erstmals nach. Ergebnis: Haushalte mit lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans oder queeren Personen sind häufiger betroffen als alle anderen Bevölkerungsgruppen – mit einer Ausnahme. Der staatliche deutsche Strom- und Gaslieferant Sefe GmbH will bis 2050 Flüssiggas aus Kanada beziehen – obwohl Deutschland dann schon fossilfrei sein soll. Das Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche sieht darin kein Problem. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
20 Minuten
Diesmal mit Verena Kern und Susanne Schwarz. Kaum eine deutsche Stadt ist baulich gut auf Hitze vorbereitet: zu viel Beton, zu wenig Grün, zu wenig Schatten. In welchen Orten es besonders schlecht läuft - und wo die Lichtblicke liegen. Wie schneidet deine Stadt ab? Die Bundesregierung will die klimaschädliche Luftfahrt stärken, aus wirtschaftlichen und militärischen Gründen. Das zeigt die neue Luftfahrtstrategie, die das Kabinett diese Woche beschlossen hat. Spielt das Klima dabei eine Rolle? Die Erde erhitzt sich nicht nur - der Prozess beschleunigt sich auch noch. Das zeigen die Indicators of Global Climate Change, die Wissenschaftler*innen jährlich aktualisieren. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
19 Minuten
Diese Woche mit Verena Kern und Katharina Schipkowski Die KI-Branche wächst schneller als jede andere Branche. Das hinterlässt Spuren und sorgt für einen massiv steigenden Verbrauch an Energie, Wasser, Land. Wie groß der Ressourcenverbrauch von Rechenzentren heute ist, wie er sich bis 2030 voraussichtlich entwickeln wird und welcher Anteil daran auf die Künstliche Intelligenz entfällt, das zeigt nun ein umfangreicher Bericht der Universität der Vereinten Nationen. Klimabedingte Flucht ist kein Zukunftsthema mehr, sondern schon heute – durch eine zunehmende Zahl von Extremwetterereignissen – auf einem sehr hohen Stand. Das ist die Kernbotschaft des "Reports Globale Flucht 2026", dessen Schwerpunkt das Wechselverhältnis von Klimawandel und Flucht ist. Das Thema ist brisant: Denn die UN erkennen zwar heute die Klimakrise als Fluchtgrund an. Einen Rechtsanspruch auf Aufnahme gibt es aber nicht. Ist der Eindruck eigentlich richtig, dass die aktuelle Bundesregierung dem Klimathema kaum noch Aufmerksamkeit schenkt? Das lässt sich nun mit einem Analysetool überprüfen, das von dem Rechercheportal "Frag den Staat" entwickelt wurde. Es enthält sämtliche Transkripte der Regierungspressekonferenzen der letzten zwölf Jahre, die nach Schlagworten durchsucht werden können. Dabei zeigt sich: Klima ist vor allem ein Thema, wenn Bürger:innen in großer Zahl auf die Straße gehen (wie 2019 Friday for Future) oder wenn die Koalition darüber streitet (wie 2023 bei Habecks Heizungsgesetz). -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
20 Minuten
Diese Woche mit Verena Kern und Sandra Kirchner. 01:45 WMO warnt vor neuen Hitzerekorden Eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle hat weite Teile Westeuropas erfasst – mit Temperaturen von bis zu 38 Grad in Spanien und neuen Rekordwerten in Großbritannien. Laut einem Bericht der Weltwetterorganisation WMO sind solche Extremereignisse kein Ausreißer, sondern Teil eines klaren Trends: Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die kommenden Jahre bis 2030 noch heißer als das bisherige Rekordjahr 2024. 08:04 Fußball-WM mit Klima-Problem Die Fußball-WM 2026 dürfte nicht nur die größte, sondern auch die klimaschädlichste Weltmeisterschaft der Geschichte werden. Durch das neue XXL-Format mit 48 Teams und Austragungsorten in den USA, Mexiko und Kanada steigen die Treibhausgasemissionen massiv an. Gleichzeitig bedrohen die Folgen der Klimakrise längst auch den Sport. Extreme Hitze wird für Spieler und Fans zunehmend zum Gesundheitsrisiko – und könnte viele Stadien künftig zeitweise unbespielbar machen. 15:03 UN-Beschluss stärkt internationales Klimarecht Die UN-Generalversammlung hat eine Resolution verabschiedet, die die Verpflichtung aller Staaten zum Klimaschutz stärkt. Grundlage ist das wegweisende Gutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom Juli 2025. Mit dem UN-Beschluss wird die völkerrechtliche Klimaschutz-Verpflichtung von Staaten weiter gestärkt – und zugleich steigen die Chancen, Regierungen künftig juristisch für unzureichenden Klimaschutz oder entstandene Klimaschäden zur Verantwortung zu ziehen. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
17 Minuten
Diese Woche mit Verena Kern und Tabea Kirchner Der Expertenrat für Klimafragen hat in dieser Woche seinen Prüfbericht vorgelegt. Ergebnis: Nach heutigem Stand wird Deutschland alle gesetzlichen Klimavorgaben von 2030 bis 2045 reißen. Das Gremium fordert eine Überarbeitung des gerade beschlossenen Klimaschutzprogramms 2026. "Der Klima-Horror ist vorbei, alles war übertrieben." Mit solchen Falschbehauptungen haben Klimaleugner von Trump bis AfD Stimmung gegen Klimaforschung und Klimapolitik gemacht. Der Anlass: Fachleute des "World Climate Research Programme" haben die 15 Jahre alten Szenarien in Klimamodellen aktualisiert. Das Worst-Case-Szenario wurde gestrichen, aber auch das Best-Case-Szenario. Ein normaler Vorgang. Doch die AfD zog das Thema sogar in den Bundestag. Wir machen den Faktencheck. Die Bundesregierung sucht nach Einsparungen im Haushalt, etwa im Klimafonds. Auch Förderprogramme für Haushalte mit wenig Einkommen geraten in Gefahr. Die Einsparungen wären gering, der Schaden nicht. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
21 Minuten
Diese Woche mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner. 01:41 Nationaler CO2-Preis für Heizen und Tanken wird nicht erhöht Union und SPD haben beschlossen, den CO2-Preis für Heizen und Tanken 2027 nicht anzuheben. Begründet wird das mit den gestiegenen Energiepreisen. Die Entscheidung hat Folgen für den Klimaschutz, aber auch für den Bundeshaushalt. Denn ohne höheren CO2-Preis fehlen dem Klima- und Transformationsfonds nun vier Milliarden Euro. 07:03 Super-El-Niño Ein Klimaphänomen aus dem Pazifik könnte schon bald weltweit neue Extremwetter-Rekorde auslösen. Mehrere Klimamodelle deuten auf einen besonders starken El Niño in den Jahren 2026 und 2027 hin. Das Phänomen bringt Meeresströmungen durcheinander, heizt die Ozeane zusätzlich auf und verstärkt Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen rund um den Globus. 12:01 Bahnpaket der EU Die EU will Bahnreisen durch Europa einfacher machen: Grenzüberschreitende Zugreisen sollen künftig leichter planbar und buchbar werden. Doch Bahnunternehmen wehren sich gegen die Pläne aus Brüssel. Warum das neue Bahnpaket trotzdem Hoffnung auf günstigere und attraktivere Zugreisen macht. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
23 Minuten
Diesmal mit Susanne Schwarz und Tabea Kirchner vom Insta-Kanal @klima.taz. Seit drei Jahren gibt es das Deutschlandticket. Mit der Fahrkarte kann man den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland nutzen. Der Preis ist allerdings immer weiter gestiegen. Hat das Ticket bisher was fürs Klima gebracht? Regelmäßig hört man jetzt: Wenn die Sonne scheint und der Wind weht, gibt es jetzt oft so viel Strom, dass die Preise im Großhandel negativ werden. Sprich: Wer den Strom abnimmt, bekommt sogar Geld statt zu zahlen. Außerdem lassen die Netzbetreiber Windräder und Solaranlagen regelmäßig zwangsabschalten, damit die Stromnetze nicht überlastet sind. Die Regierung bremst deshalb bei der Förderung der erneuerbaren Energien. Gibt es denn wirklich zu viel davon? Die Bundesregierung will das Heizungsgesetz der Ampel abschaffen, das ein weitgehendes Ende fossiler Heizungen besiegelt hat. Darüber wird seit Monaten gestritten. Jetzt ist ein Referentenentwurf da, zu dem Verbände und Interessengruppen Stellung nehmen sollen. Ist es fürs Klima so schlimm wie erwartet? -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
17 Minuten
Diese Woche mit Verena Kern und Sandra Kirchner. 01:58 Europa erwärmt sich besonders schnell Europa wird heißer, trockener – und ist der Kontinent, der sich am schnellsten erwärmt. Der aktuelle Klimazustandsbericht des EU-Dienstes Copernicus zeigt deutlich: Der Klimawandel ist längst spürbar. Rekordhitze, schmelzende Gletscher und großflächige Waldbrände treten immer häufiger auf. 06:00 Millionengewinne für Öl- und Gaskonzerne Öl- und Gaskonzerne verdienen gerade so viel wie lange nicht, denn der Iran-Krieg lässt die Ölpreise nach oben schießen. Allein sechs der größten Unternehmen machen täglich Millionen an Extra-Profit. Währenddessen wächst die Forderung: Diese Gewinne sollen stärker besteuert werden, etwa um die Energiewende zu finanzieren. 10:46 Allianz für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen Fast 60 Staaten haben sich diese Woche in Kolumbien getroffen, um den Ausstieg aus fossilen Energien voranzubringen. Eine "Koalition der Willigen" will zeigen, wie dies konkret gelingen kann. Frankreich hat dafür einen Fahrplan vorgelegt. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
18 Minuten
Diesmal mit Jonas Waack und Susanne Schwarz. 40 Jahre ist die Reaktorkatastrophe im ukrainischen Ort Tschornobyl her, der in seiner russischen Schreibweise Tschernobyl berühmt geworden ist. Die Gefahren der Atomkraftnutzung sind spätestens seither klar, ein sicherer Umgang mit dem über hunderttausende Jahre radioaktiven Atommüll ist auch noch nicht gefunden. Trotzdem gelten Atomkraftwerke manchen als Lösung für die Klimakrise. Sind sie das? Der Petersberger Klimadialog hat diese Woche in Berlin stattgefunden. Jedes Jahr lädt die Bundesregierung zu diesem Event rund 30 wechselnde Staaten ein, um die Weltklimakonferenz im Herbst vorzubereiten. Dieses Jahr stand das Treffen unter dem Eindruck der Energiekrise durch den Iran-Krieg. Und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat klimapolitisch ein klein wenig dazugelernt. Eine gute Nachricht: Im vergangenen Jahr sind die weltweiten Emissionen in der Stromproduktion leicht gesunken. Das lag vor allem am Boom der Solarenergie. Schwankungen sind in Zukunft wieder möglich. Es spricht allerdings auch einiges dafür, dass es bei der globalen Energiewende strukturelle Fortschritte gibt. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
20 Minuten
Diese Woche mit Susanne Schwarz und Sandra Kirchner. 01:45 Nachfrage nach E-Autos zieht an Hohe Spritpreise treiben viele Menschen dazu, über die Anschaffung eines E‑Autos nachzudenken – und das zeigt sich auch in steigenden Suchanfragen und Zulassungszahlen. Doch vieles deutet darauf hin, dass hinter dem aktuellen Nachfrageboom mehr steckt als nur die Energiekrise. 10:20 Deutschlandticket senkt CO2-Ausstoß Wie groß der Klimaeffekt vom Deutschlandticket ist, hat eine Analyse im Auftrag des Verkehrsministeriums untersucht – und beziffert die eingesparten Treibhausgase auf rund 2,5 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Der Effekt könnte noch größer sein, wenn sich mehr Menschen das Ticket leisten könnten und das Angebot des ÖPNV besser wäre. 16:46 Nord- und Ostsee warm wie nie Die deutschen Meere werden spürbar wärmer: In der Nordsee wurde mit 11,6 Grad ein neuer Temperaturrekord gemessen, hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitgeteilt. Auch für die Ostsee war 2025 das zweitwärmste Jahr. Fachleute warnen vor den Folgen wie Hitzewellen im Meer und steigenden Sturmflutrisiken. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
16 Minuten
Diese Woche mit Jonas Waack und Verena Kern In der derzeitigen Energiepreiskrise hat Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) keinen leichten Job. Doch statt auf mehr Tempo bei der Energiewende zu drängen, um die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren, stellt Reiche die europäischen Klimaziele infrage und schreibt einen Gastbeitrag in der Frankfurter AllgemeinenFrankfurter Allgemeinen, in dem sie vor den Kosten eines schnellen Erneuerbaren-Ausbaus warnt. Was ist dran an Reiches Argumenten? Bislang gibt es in Deutschland keine verpflichtende Elementarschadenversicherung für Wohngebäude. Die Bundesregierung plant dazu ein Gesetz, Details sind noch unbekannt. Nun hat die NGO Urgewald einen Vorschlag vorgelegt, der sich von den Vorstellungen der Versicherungsbranche stark unterscheidet. Vorbild ist Frankreich, wo es bereits eine Pflichtversicherung gibt – und zwar für kleines Geld. Hitze und Dürre werden künftig häufiger gleichzeitig und mit größerer Intensität auftreten, also als kombinierte Hitze-Dürre-Extreme. Das zeigt eine neue Studie des Alfred-Wegener-Instituts, die in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters erschienen ist. Bei einer Erderwärmung um 2,7 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts werden 2,6 Milliarden Menschen oder 28 Prozent der Weltbevölkerung betroffen sein. Bei einem Plus um 3,6 Grad wären es 40 Prozent, bei 4,4 Grad sogar mehr als die Hälfte, nämlich 53 Prozent. -- Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
15 Minuten
Diese Woche mit Verena Kern und Jonas Waack Der Deutsche Wetterdienst hat seine Klimabilanz 2025 vorgestellt. Sie zeigt: Letztes Jahr war weniger heiß als das Extremjahr 2024, dennoch nehmen klimatische Risiken wie Trockenheit, Hitze und Wasserknappheit zu. Zwischen den Regionen gibt es große Unterschiede. Der Iran-Krieg treibt nicht nur die Preise für Öl und Gas nach oben. Er führt auch vor allem in Asien zu einer zunehmenden Energieknappheit. Die betroffenen Länder fahren deshalb ihre Kohleanlagen wieder hoch oder lockern Beschränkungen für alte Kraftwerke, aber sie versuchen auch, ihren Energieverbrauch zu senken. Obwohl es in Europa derzeit keine Mangellage gibt, wird auch hier eine Rückkehr zur Kohle ins Gespräch gebracht. Italien beispielsweise hat seinen Kohleausstieg nun auf 2038 verschoben. Das arktische Meereis-Maximum, also die maximale Eisausdehnung in der Arktis, hat in diesem Winter erneut einen Negativrekord erreicht. Sie lag sogar leicht unter dem Wert des Vorjahres. Das berichtet das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) der US-Universität Colorado Boulder, das die Daten seit 1979 erhebt. Mittlerweile darf das Institut nicht mehr die Daten von Satelliten des US-Militärs nutzen, arbeitet nun aber mit der japanischen Raumfahrtbehörde zusammen, um weiterhin aktuelle Meereis-Daten erheben zu können. - Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).
15 Minuten
Diese Woche mit Jonas Waack und Sandra Kirchner. Die Bundesregierung hat ihr Klimaschutzprogramm vorgelegt. Mit klimafreundlicheren Kraftstoffen, mehr Windrädern und Mischwäldern will sie die Klimaziele für 2030 erreichen. Doch mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Ziele nur auf dem Papier erfüllt, denn zentrale Vorhaben der Merz-Regierung bremsen zugleich den Fortschritt aus. Die Deutsche Umwelthilfe wollte BMW und Mercedes per Gericht zu einem früheren Verbrenner-Aus verpflichten und ist nun damit vor dem Bundesgerichtshof gescheitert. Das Urteil setzt klare Grenzen für Klimaklagen gegen Unternehmen und macht deutlich: Für strengere Vorgaben ist die Politik zuständig. Währenddessen bleibt der Verkehrssektor eines der größten Problemfelder beim Klimaschutz. Der neu gewählte Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire will den Kurs seiner Vorgängerin fortführen und den Stadtumbau weiter vorantreiben – mit mehr Radwegen, besserem Nahverkehr und Eingriffen in den Wohnungsmarkt. Die französische Hauptstadt bleibt Vorbild für die Transformation von Städten. - Das klima update° wird jede Woche von Spender:innen unterstützt. Wenn auch du dazu beitragen willst, geht das HIER https://www.verein-klimawissen.de/spenden. Wir danken hier und jetzt - aber auch noch mal namentlich im Podcast (natürlich nur, wenn ihr zustimmt).