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Geschichte ist Gegenwart! Der History & Politics Podcast der Körber-Stiftung Archiv

101 Episoden
42 Minuten
Beinahe unbemerkt sind fünfzig Jahre seit dem Kniefall von Warschau und dreißig Jahre seit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags vergangen – beide bedeutende Wegmarken einer Versöhnungspolitik, die Deutschland und Polen gestärkte Rollen innerhalb Europas ermöglichte. Der Historiker Krzysztof Ruchniewicz erläutert, wie der Dialog das Verhältnis beider Nachbarn stärken kann: Von einer Überwindung der aktuellen politischen Irritationen bis zu gemeinsamen Zukunftsprojekten wie dem geplanten Polendenkmal in Berlin.
33 Minuten
Die Beziehungen Deutschlands zu den Nachfolgestaaten der Sowjetunion sind bis heute geprägt von der Erinnerung an den deutschen Vernichtungskrieg im Osten, der mit dem Überfall der Wehrmacht im Juni 1941 begann. Wie prägt das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg in der Politik und Gesellschaft Russlands heute? Was bedeutet der Zerfall der Sowjetunion vor 30 Jahren heute für den Status Russlands als Großmacht und für Russlands Verhalten gegenüber anderen Ländern des postsowjetischen Raums? Und welche Begriffe und ihre unterschiedlichen Interpretationen spielen für die deutsch-russische Verständigung wirklich eine Rolle? Darüber spricht der Autor und Politikwissenschaftler Jens Siegert in der aktuellen Folge des History & Politics Podcasts.
39 Minuten
In Belarus demonstriert die Bevölkerung seit August 2020 für demokratische Reformen. Regierung und Behörden gehen massiv gegen die Proteste vor und der Rest Europas bleibt überwiegend in der Rolle des Zuschauers. Die belarussische Philosophin Olga Shparaga spricht über die Ziele der Protestbewegung, welche Rolle nationale Symbole und die belarussische Geschichte für die Demokratiebewegung spielen und welche Unterstützung die Menschen in Belarus von europäischen Nachbarn brauchen.
54 Minuten
Die Verwicklung der Hohenzollern, insbesondere des Kronprinzen Wilhelm von Preußen, in die Etablierung der NS-Diktatur steht im Mittelpunkt einer Forschungskontroverse und öffentlichen Auseinandersetzung, die als bedeutendster geschichtspolitische Konflikt Deutschlands in der Gegenwart gilt. Was ist der Hintergrund der heutigen Entschädigungsforderungen des Hauses Hohenzollern? Welche Rolle hatte der Adel in der Etablierung des Nationalsozialismus in der Zwischenkriegszeit? Und in welchem Spannungsverhältnis stehen die Verstrickungen des Adels zum späteren Widerstand rund um die Attentäter vom 20. Juli 1944? Darüber spricht der Historiker Stephan Malinowski in der neuen Folge des History & Politics Podcasts.
50 Minuten
Unter welchen Bedingungen konnten Jüdinnen und Juden nach dem Zweiten Weltkrieg im Land der Täter ihr Leben wieder aufbauen und wie hat sich das Zusammenleben zwischen ihnen und der deutschen Mehrheitsgesellschaft seither verändert? Wie sehr ist jüdisches Leben heute in Deutschland heute durch Antisemitismus und rechte Hasskriminalität bedroht? Und welche Chancen gibt es, dass Jüdischsein trotz der notwendigen Erinnerung an nationalsozialistischen Verfolgungs- und Gewaltgeschichte in Deutschland irgendwann einmal gelebte Normalität werden kann? Darüber spricht die Historikerin Miriam Rürup in der neuen Folge des History & Politics Podcasts
40 Minuten
Was haben »Kaiserproklamation« und die Gründung des Deutschen Reiches im Spiegelsaal von Versailles 1871 mit den deutsch-französischen Beziehungen heute zu tun? Wie sehr trägt das Bild von der Freundschaft der ehemaligen »Erbfeinde« und vom »deutsch-französischen Motor« in der Europäischen Union aktuell noch? Und warum geht es neben Emotionen zwischen Berlin und Paris auch immer um politisches Kalkül? Darüber spricht der Historiker Jörn Leonhard in der neuen Folge des History & Politics Podcasts.
27 Minuten
Joachim Telgenbüscher, Ressortleiter Geschichte beim Verlag Gruner & Jahr, spricht über die Chancen, Besonderheiten und Herausforderungen von Geschichtsvermittlung im digitalen Raum. Zudem erörtert er, wie viel Kürze komplexe Zusammenhänge vertragen und wie wir damit umgehen, wenn historische Fakten verdreht und instrumentalisiert werden.
34 Minuten
Welche Alltagserfahrungen machten Millionen von Menschen in Ost- und Westeuropa während des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Besatzung? Wie wird in Deutschland heute an die Besatzungsgeschichte weiter Teile Europas erinnert und welches Potenzial bietet das Thema für die Verständigung mit den ehemals besetzten Ländern? Darüber spricht die Historikerin Tatjana Tönsmeyer im Gedenkjahr 2020 im History & Politics Podcast.
40 Minuten
Über die Geschichte(n) Schwarzer Menschen in Deutschland wissen wir immer noch zu wenig: Mit der Kommunikationssoziologin Natasha A. Kelly sprechen wir im neuen History & Politics Podcast über die historischen Wurzeln und strukturelle Verankerung des Rassismus von der Kolonialzeit bis heute und natürlich auch über aktuelle Diskurse wie sie unter anderem von der Black Lives Matter-Bewegung angestoßen werden. Dabei geht es auch um den Rassismus dem Schwarze Deutsche ausgesetzt sind und waren.
37 Minuten
In der Corona-Krise wurde deutlich: Sport nimmt eine wichtige Rolle für die Gesellschaft ein. Wie war die Beziehung von Sport und Gesellschaft in der Geschichte? Und wie haben sich politische Regime den Sport für ihre Ideologien zunutze gemacht und wie geschieht dies heute noch? Welche Körperbilder gibt es und wie haben sich Geschlechterrollen im Sport abgebildet? Darüber spricht die Sporthistorikerin Sandra Günter im neuen History & Politics Podcast.
40 Minuten
Staaten verschulden sich seit jeher, um ihre Aufgaben zu finanzieren. Doch: Welche Schulden gelten als legitim? Wer kann das entscheiden? Und: Wie werden diese zurückgezahlt? Fragen die uns durch die Corona-Krise wieder verstärkt beschäftigen, auch durch die Diskussion um eine Vergemeinschaftung von Schulden in der Europäischen Union. Darüber spricht die Historikerin Stefanie Middendorf im neuen History & Politics Podcast.
34 Minuten
Wie „anders“ ist Großbritannien im Vergleich zu Kontinentaleuropa? Welches Geschichtsverständnis steht hinter dem Konzept des „Global Britain“, das die Diskussionen rund um den Brexit bis heute prägt? Und was sagen historische Vorbilder über das Selbstverständnis aktueller britischer Politikerinnen und Politiker aus? Darüber spricht die Historikerin und Großbritannien-Kennerin Helene von Bismarck im neuen History & Politics Podcast
24 Minuten
Mit Blick auf die Geschichte der EU analysiert Aleida Assmann Quellen für den europäischen Zusammenhalt ebenso wie aktuelle Bruchlinien und erklärt, warum es dringend einen neuen Nationenbegriff braucht.
29 Minuten
Wie hat die Corona-Pandemie soziale Gegensätze verschärft? Hat sie Mängel in der Gleichberechtigung der Geschlechter offenlegt oder verstärkt? Wie und warum entstehen Geschlechterunterschiede und wie wirken sich Krisen darauf aus? Die Historikerin Birte Förster gibt darauf im neuen History & Politics Podcast Antworten und erklärt auch, warum in solchen Zeiten des Umbruchs eine Chance liegt.
30 Minuten
Die Corona-Pandemie fordert uns als Gesellschaft heraus. Gibt es noch genug Raum für Streit, für die Auseinandersetzung mit abweichenden Meinungen? Wie ist es um das Vertrauen zwischen Regierung und Regierten bestellt? Und welche Rolle spielt das demokratische Grundvertrauen, das nach 1945 entstehen konnte, in der aktuellen Krise? Darüber spricht Gabriele Woidelko mit dem Historiker Till van Rahden von der Universität Montreal im Podcast History and Politics der Körber-Stiftung.