Der Achte Tag. Der Gesellschafts-Podcast mit Alev Doğan Archiv
622 Episoden
22 Minuten
Die Krise schärft unseren Blick dafür, was Führung bedeutet, sagt der Managementberater.Wie sollen Politikerinnen und Politiker in einer Situation entscheiden, die niemand durchschaut? Und wenn alles ungewiss ist, wie sollen wir darauf vertrauen, dass sie richtig entscheiden? Gar nicht, sagt Reinhard K. Sprenger, weil es in so hyperkomplexen Lagen keine richtige oder falschen Entscheidungen gibt. Warum das nicht schlimm ist, erklärt der Führungsexperte in dieser Ausgabe von “Der achte Tag”.
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23 Minuten
Der Philosoph sieht eine Chance für mehr Wissenschaftsverständnis und selbstkritisches Denken.Die Corona-Krise konfrontiert uns mit Realitäten, die wir sonst gerne ausblenden. Zum Beispiel unserer Sterblichkeit. Oder mit der Tatsache, dass unsere Gesellschaft nicht nur in der Pandemie Entscheidungen darüber treffen muss, wann sie Leben rettet und wann der Aufwand nicht zu rechtfertigen ist. Der Philosoph Philipp Hübl sieht darin eine Chance für eine Besinnung darauf, was unser Denken leiten sollte.
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59 Minuten
Deutschland neu denkenIn dieser Ausgabe hören Sie die Psychologin und Autorin Marina Weisband, den Wissenschaftsjournalisten Dirk Steffens, Henkel-Aufsichtsratschefin Dr. Simone Bagel-Trah, den Soziologen Prof. Dr. Martin Schröder und den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Herfried Münkler.
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17 Minuten
Der Politikwissenschaftler sagt, Europa muss in der Abwehr von Gefahren handlungsfähiger werdenDie Voraussetzung, dass wir als Europäer an der Umgestaltung der Weltordnung und der Globalisierung eine Rolle spielen, ist dass wir in der Krise zusammen handeln können, glaubt Prof. Dr. Herfried Münkler. Sollten wir dazu in der Lage sein, die Herausforderungen dieser Pandemie und ihrer ökonomischen und sozialen Erschütterungen umzugehen, dann haben wir uns als lernfähig erwiesen. Im anderen Fall aber droht uns, nur zum Objekt der Entscheidung anderer zu werden, so Münkler.
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27 Minuten
Alte Ideologien versperren uns in der Krise den Blick auf die Wirklichkeit, sagt der Soziologe.Ob Corona- oder Flüchtlingskrise: Wir führen zu viele sinnlose Diskussionen, die nicht auf Daten beruhen, sondern auf unserem Bauchgefühl - und das ist geprägt von Ideologien, miserabel in Vorhersagen und neigt zum Pessimismus, sagt der Soziologie-Professor Martin Schröder. Wenn wir mehr auf die Fakten blicken würden, wären nicht nur unsere Prognosen besser - wir hätten auch mehr Hoffnung.
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26 Minuten
Die Aufsichtsratsvorsitzende und Chefin des Gesellschafterausschusses des Henkel-Konzerns über die Chancen, die Corona eröffnet.Simone Bagel-Trah hat eine Vorstellung von dem, was der Standort Deutschland jetzt braucht, um seine Position in der Wirtschaftswelt zu behaupten. Sie spricht auch über Persönliches - zum Beispiel wie sich in den vergangenen Wochen ihr Leben verändert hat und was davon bleiben wird. Außerdem teilt sie mit uns inspirierende Buch-Empfehlungen über das, was kommt oder kommen sollte.
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21 Minuten
Der Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator über die Chance für die UmweltBekannt ist Dirk Steffens vor allem durch die ZDF-Reihe “Terra X”, die er seit 12 Jahren moderiert. Darüber hinaus engagiert er sich für den WWF, den World Wide Fund For Nature, eine der weltweit einflussreichsten Naturschutzorganisationen. Seit Ende 2017 betreibt er mit der Biodiversity Foundation eine eigene gemeinnützige Stiftung. Sein Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über den Artenschutz und die Folgen des Artensterbens verständlich zu erklären.
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24 Minuten
Die Autorin und Psychologin fordert neue Anstrengungen, um Menschen das Gefühl der Selbstwirksamkeit zurückzugeben.Heute Marina Weisband - Autorin, Psychologin und ehemalige Bundesgeschäftsführerin der Piratenpartei, die bei Bündnis 90/Die Grünen eine neue politische Heimat gefunden hat.Sie ist auch Teil unseres ThePioneer-Teams. Zusammen mit Michael Bröcker moderiert Sie unserem Podcast “Die Überstunde”.Sie also ist ihre Gastgeberin heute Abend: Marina Weisband sagt, die drastisch veränderten Lebensumstände sollten uns nicht nur zu denken geben. Sie spricht von einer zweiten Welle der Aufklärung, vor der wir als Gesellschaft stehen.
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1 Stunde 30 Minuten
Deutschland neu denkenMit Weltwoche-Verleger und SVP-Nationalrat Roger Köppel, Familienunternehmerin Sarna Röser, Filmregisseur Christian Schwochow, den Management-Coaches Dr. Anke Houben und Dr. Kai Dierke, Foodwatch-Gründer Dr. Thilo Bode, Politik- und Kommunikationsberater Dr. Daniel Dettling, Architekturkritiker Niklas Maak, dem Vorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué und der Chefredakteurin des Philosophie-Magazins Dr. Svenja Flaßpöhler.
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15 Minuten
Die Philosophin mahnt, nicht nur die ökonomischen Folgen von Corona zu diskutieren, sondern auch die gesellschaftlichen.Die Chefredakteurin des ‘Philosophie Magazins’ fordert, dass die Politik sich nach der Krise nicht nur von ökonomischen Anforderungen treiben lässt, sondern aktiv das gesellschaftliche Gespräch über Folgen und Ausmaß der Globalisierung führt und auch darüber spricht, welche Grenzen die Corona-Krise dieser Globalisierung aufzeigt. Ein Zurück zur gewohnten Normalität wird es nicht geben, so Flaßpöhler. Denn der Weg dorthin ist schlichtweg versperrt.
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20 Minuten
Der Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung hofft auf eine Globalisierung mit Sicherheitsnetz nach der KriseDer frühere Finanzminister von Sachsen-Anhalt und Volkswirt sagt, wir sollten die Globalisierung jetzt keinesfalls zurückdrehen oder einschränken. Stattdessen brauchen wir ein neues Frühwarnsystem, eine Politik der Wachsamkeit, mehr Reserven im Gesundheitsbereich, eine Digitalisierungs-Welle und mehr europäische Kooperation.
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26 Minuten
Der Architektur-Kritiker fordert nach der Krise mehr Staat, aber weniger Bürokratie im Wohnungs- und StädtebauCorona hat nicht nur die Schwächen des Gesundheitssystems aufgedeckt. Sie zeigt auch, dass unsere Städte und der Wohnungsbau weder auf Krisen-Zeiten noch auf die Zeit nach der Krise gut vorbereitet sind. Home Office, Bewegungseinschränkungen und Abstandsgebot fordern neue Konzepte der Stadtplanung. Viele Einkaufszentren, Postämter und Bürotürme könnten bald überflüssig werden und leer stehen. Niklas Maak spricht darüber, wie das neue städtische Leben nach der Krise aussehen könnte.
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19 Minuten
Der Politikberater sieht uns nach der Krise am Scheideweg zwischen Zentralmacht oder aufgeklärtem Individualismus.Der Gründer des “Instituts für Zukunftspolitik” sagt, Europa und die Welt haben nach der Krise zwei Möglichkeiten. Zum einen die Abschottung, strenge Marktregulierung und die soziale Abwärtsspirale für Millionen. Auf der anderen Seite aber gibt es aus seiner Sicht die Chance für ein neues Gleichgewicht der Staaten, die Rückbesinnung auf Kooperation und einen lokalen und globalen Digitalisierungs-Ruck. Dr. Daniel Dettling spricht darüber, wie das eine und das andere Szenario konkret aussehen könnten.
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23 Minuten
Der Foodwatch-Gründer fordert den Reset nach dem Lockdown.Thilo Bode war lange Jahre der Chef von Greenpeace International. Schon vor der Corona-Krise hat er sich als Aktivist engagiert - erst für den Umweltschutz, später für den fairen und transparenten Umgang mit Lebensmitteln. Bode vergleicht die Corona Pandemie mit dem „Krieg gegen den Terror“ und der Weltfinanzkrise und warnt vor diesem Hintergrund vor dem Irrglauben, Krisen wird automatisch zur Selbstheilung der Gesellschaft führen. Wir müssten, sagt er, ganz bewusst den Reset-Button drücken.
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26 Minuten
Die Management-Coaches sagen, dass wir mit richtigen Haltung an der Angst vor Corona wachsen könnenDr. Anke Houben und Dr. Kai Dierke coachen Führungskräfte im Mittelstand und den Top 30-DAX-Unternehmen. Sie lehren zudem “Leadership” an der Graduate School of Management in Leipzig. Beide sprechen darüber, wie eine neue Bescheidenheit und Demut unsere bisherige Selbstüberschätzung ablösen kann und warum wir nicht ängstlich vor der Angst sein sollten, sondern ihr auf Augenhöhe begegnen sollten, um die Krise zu überwinden.
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