Der Achte Tag. Der Gesellschafts-Podcast mit Alev Doğan Archiv
622 Episoden
8 Minuten
Alev Doğan spricht mit Autorin Kerstin Decker : Beide sind Kosmopoliten, Opportunisten und Allesfresser - der Mensch und die Ratte. Weil der Mensch sich als Krönung der Schöpfung sieht, fehlt ihm ein Gegenüber, das ihm den Spiegel vorhält. Vielleicht kann das vermeintlich niedrigste und verächtlichste Tier, die Ratte, diese Vakanz übernehmen, hat sich die Philosophin und Autorin Kerstin Decker gedacht. Ihr Buch “Die Geschichte des Menschen - Von einer Ratte erzählt” ist eine kluge, witzige und manchmal schmerzhafte Expedition durch die Geschichte des Homo sapiens. Alev Doğan spricht mit Decker über die modernen Herausforderungen der Menschheit - von denen Überbevölkerung und Klimawandel nur zwei unter vielen sind -, über die aus der distanzierten Sicht der Ratte befreiter denn je diskutiert werden kann.
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7 Minuten
Alev Doğan spricht mit Lerntherapeutin Corinna Rüster : Wenn Kinder Lernschwierigkeiten haben und sich nicht über einen längeren Zeitraum konzentrieren können, liegt das selten daran, dass sie nicht wollen. Lernschwierigkeiten haben Ursachen und die sind manchmal ganz anderer Natur, als man vermuten würde. Corinna Rüster ist integrative Lerntherapeutin und Präventionspädagogin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der ganzheitlichen Diagnostik, wenn Schule und das Lernen zum Problem geworden sind. Im Gespräch mit Alev Doğan erklärt sie, weshalb Konzentrationsschwächen oft nicht an kognitiven oder psychischen Schwächen des Kindes liegen, sondern an körperlichen. Was das Lernen mit Schuhebinden, Tisch decken und dem Schulweg zu tun hat, erläutert sie im Achten Tag.
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6 Minuten
Alev Doğan spricht mit Beraterin Anouk Ellen Susan : Wenn die Welt immer komplexer, digitaler und globaler, die Gesellschaft immer diverser und anspruchsvoller wird, wie hebt man sich dann von der Konkurrenz ab? Wie gewinnt man die richtige Zielgruppe und bindet sie nachhaltig an sich? Dafür braucht es „Mehr als Marketing“, sagt Marketing-Coach Anouk Ellen Susan. Im Gespräch mit Alev Doğan erklärt sie, welche Auswirkungen die globale Corona-Pandemie auf die Kommunikationsbranche hatte und weshalb Empathie wichtiger denn je ist für modernes Marketing.
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7 Minuten
Das viel zitierte Brennglas, es hat seit Beginn der Corona-Pandemie vieles sichtbar(er) gemacht, was in unserer Gesellschaft bisher vielleicht nicht so gut gelaufen ist. Einen Einblick in die Familien hierzulande wie wenige andere haben Hebammen wie Raica Vermeegen aus Solingen. Sie erzählt im Gespräch mit Alev Doğan, wie stark Schwangerschaften und Geburten von den Lockdown-Regeln beeinflusst wurden und werden: “Die Verlierer auf der ganzen Linie sind definitiv die Partner und Partnerinnen. Es gab anfangs in den meisten Kliniken keine Familienzimmer. Väter, die sich das leisten konnten, haben drei Tage vor dem Krankenhaus im Camper gewohnt. Viele Väter sind tief erschüttert, dass sie ihre Kinder im Krankenhaus maximal eine Stunde am Tag besuchen durften, wenn überhaupt.”
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5 Minuten
Auch der Fußballplatz ist ein Ort gesellschaftlicher Verantwortung.
Es wäre ein Zeichen der gesellschaftlichen Verantwortung gewesen, das die UEFA aber hat vorbeiziehen lassen. Stattdessen verbietet sie, das Münchner Stadion zum EM-Spiel der Deutschen gegen Ungarn in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Für die UEFA ist dies eine politische Frage, und Politik habe im Sport nichts zu suchen, so die Begründung des europäischen Fußballverbands.
In der heutigen Ausgabe spricht Tugba Tekkal darüber. Sie war Spielerin beim 1. FC Köln, dem sie zum Aufstieg in die Bundesliga verholfen hat. Sie ist eine Tochter kurdischer Jesiden und seit frühester Kindheit dem Fußball verbunden. Tugba Tekkal bedauert die Entscheidung der UEFA. Warum Verantwortung auch auf den Fußballplatz gehört, hören Sie in dieser Folge.
Immer freitags kuratiert die Unternehmerin und Publizistin Diana Kinnert diese Podcast-Reihe.
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Es wäre ein Zeichen der gesellschaftlichen Verantwortung gewesen, das die UEFA aber hat vorbeiziehen lassen. Stattdessen verbietet sie, das Münchner Stadion zum EM-Spiel der Deutschen gegen Ungarn in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Für die UEFA ist dies eine politische Frage, und Politik habe im Sport nichts zu suchen, so die Begründung des europäischen Fußballverbands.
In der heutigen Ausgabe spricht Tugba Tekkal darüber. Sie war Spielerin beim 1. FC Köln, dem sie zum Aufstieg in die Bundesliga verholfen hat. Sie ist eine Tochter kurdischer Jesiden und seit frühester Kindheit dem Fußball verbunden. Tugba Tekkal bedauert die Entscheidung der UEFA. Warum Verantwortung auch auf den Fußballplatz gehört, hören Sie in dieser Folge.
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8 Minuten
Fast jeder kennt in seinem Familien- oder Freundeskreis jemanden, der an Demenz erkrankt ist oder einen an Demenz erkrankten Angehörigen hat. In Deutschland leben nach neuesten Schätzungen rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Demenz betrifft nicht nur die Erkrankten, sondern auch deren Angehörige. Wie damit umgehen? Wie verändern sich die Leben? Der Gerontologe und Rechtswissenschaftler Thomas Klie hält Demenz für „ein Thema mit symbolischer Bedeutung für unsere Gesellschaft”, wie er in seinem Buch „Recht auf Demenz – Ein Plädoyer“ schreibt. Im Gespräch mit Alev Doğan spricht Klie sich für einen normalen Umgang mit der Erkrankung aus: “Worum es im Kern geht, ist, mit Demenz leben zu lernen. Weil wir Demenz nicht heilen können. Insofern müssen wir Demenz als Lebensform akzeptieren, auch für uns selbst.”
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8 Minuten
Sie haben eigentlich zwei Jobs - die Tätigkeit, mit der sie ihr Geld verdienen und dann noch das unbezahlte Management ihrer Familie: Frauen in der Rush Hour ihres Lebens. Nicht mehr am Ende der Ausbildungs- oder Studienzeit, eigentlich beruflich schon etabliert, weit entfernt vom Ruhestand. Daniela Fonrobert, langjährige Journalistin und nun Gründerin der Plattform “Frau Wertvoll” beobachtet diese Gruppe schon länger. Sie sagt im Gespräch mit Alev Doğan: viele dieser Frauen unterschätzen ihren Wert im Berufsleben, setzen sich selbst unter Druck und vergessen dabei sich selber weiterzubilden. Wie Frauen das ändern können, beschreibt Daniela Fonrobert in dieser Folge vom Achten Tag.
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7 Minuten
Das Weltklima verändert sich und auch Tempo und Umfang der Digitalisierung nehmen zu. Das bedeutet für viele Unternehmen, permanent Schritt halten zu müssen und Anpassungen an den Abläufen vorzunehmen. An wem sollen sie sich dabei orientieren? Der Wuppertaler Autor und Unternehmer Jörg Heynkes meint: nicht die Politik, sondern die Weltkonzerne sind längst der Taktgeber beim Thema Klimaneutralität. Darauf müssten sich alle Unternehmen einstellen; nicht nur die Zulieferer der Multis. Denn wir stecken mitten in der vierten industriellen Revolution: “Und die Veränderungsprozesse, die dadurch erzeugt werden in der Gesellschaft, werden um ein Vielfaches größer sein als die der drei davor. “ Wie das funktionieren kann und welche Herausforderungen Handel und Hersteller dabei begegnen, beschreibt Heynkes im Gespräch mit Alev Doğan.
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7 Minuten
Für viele Frauen ist diese Frage zentral: Kinder bekommen oder nicht? Also Eltern werden oder nicht? Mutter sein oder nicht? Warum diese Frage und ihre Antwort so wichtig zu sein scheint und wer sie wie für sich beantwortet, dem ist die Journalistin Johanna Dürrholz (“Frankfurter Allgemeine Zeitung”) nachgegangen. Dürrholz hat ihre Erkenntnisse in dem Buch “Die K-Frage: Was es heute bedeutet, (k)ein Kind zu wollen”. In dem Gespräch mit Alev Doğan erklärt Dürrholz auch, warum sich aus ihrer Sicht “die Benachteiligung von Frauen leider multipliziert, sobald sie Mütter werden.”
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6 Minuten
Konzerne statt Konsumenten in Verantwortung bringen.
Nachhaltigkeit ist mehr als nur eine private Konsumentscheidung, zu diesem Schluss kommt Thekla Wilkening in der heutigen Ausgabe. Individuelle Entscheidungen lösen nicht die globalen Probleme. Sie erklärt, warum die Verantwortung für Umweltfragen, Arbeitsbedingungen und Tierwohl nicht auf den Konsumenten abgewälzt werden kann.
Es geht um Manöverkritik an globalen Konzernen, um Wachstumsexzesse und Gewinnmaximierung um jeden Preis. Es geht aber auch darum, Filterblasen zu verlassen. Denn die eigene Überzeugung darf kein Spaltpilz werden.
Thekla Wilkening ist Expertin für Kreislaufwirtschaft in der Mode und Beraterin für nachhaltige Unternehmen. In wenigen Wochen erscheint ihr Buch „Das Bio-Pizza-Dilemma“. Was es damit auf sich hat und wie ein Weg aus dem Dilemma zu finden ist, darüber spricht sie hier.
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Nachhaltigkeit ist mehr als nur eine private Konsumentscheidung, zu diesem Schluss kommt Thekla Wilkening in der heutigen Ausgabe. Individuelle Entscheidungen lösen nicht die globalen Probleme. Sie erklärt, warum die Verantwortung für Umweltfragen, Arbeitsbedingungen und Tierwohl nicht auf den Konsumenten abgewälzt werden kann.
Es geht um Manöverkritik an globalen Konzernen, um Wachstumsexzesse und Gewinnmaximierung um jeden Preis. Es geht aber auch darum, Filterblasen zu verlassen. Denn die eigene Überzeugung darf kein Spaltpilz werden.
Thekla Wilkening ist Expertin für Kreislaufwirtschaft in der Mode und Beraterin für nachhaltige Unternehmen. In wenigen Wochen erscheint ihr Buch „Das Bio-Pizza-Dilemma“. Was es damit auf sich hat und wie ein Weg aus dem Dilemma zu finden ist, darüber spricht sie hier.
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8 Minuten
Wenige Monate nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie ging ein Geist durch die Talkshows, Leitartikel und auch durch privaten Gespräche: die Rede von einem neuen Normal. Nach der Pandemie, den vielen Umbrüchen, den kleinen und großen Disruptionen, die sie bedeutet hat, soll irgendwann wieder Normalität einkehren - aber eben eine neue. Doch wie sieht die eigentlich aus? Was wird kommen, was kann bleiben? Der ehemalige Profi-Schwimmer Michael Groß - nach Summe seiner 21 Titelgewinne bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften der zweiterfolgreichste deutsche Schwimmsportler - ist heute Unternehmensberater und wagt im Gespräch mit Alev Doğan einen Blick in die Zukunft, in der das Unnormale Standard ist.
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8 Minuten
Fußball ist Volkssport - übrigens auch der Volkssport der Frauen. Darauf macht die Sportjournalistin Felicia Mutterer aufmerksam, indem sie immer wieder auf mehr Repräsentation von Frauen auf und neben dem Rasen drängt. Sie ist überzeugt davon, dass Sport eine einende Funktion für die gesamte Gesellschaft übernehmen und eine entscheidende Rolle im Kampf um Geschlechtergerechtigkeit und gegen Misogynie spielen kann. Im Gespräch mit Alev Doğan erläutert Mutterer, warum der Deutsche Fußballbund immer peinlicher werde und wieso es an der Zeit sei, einen Fußballclub für Frauen zu gründen.
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6 Minuten
Starke Kinder brauchen starke Eltern. Doch gerade die haben unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders gelitten. Viele mussten Homeoffice, Kinderbetreuung und Homeschooling weitestgehend ohne Hilfe von außen unter einen Hut bringen - einige kümmern sich gleichzeitig auch um pflegebedürftige Eltern. Was bei vielen Müttern und Vätern dann als erstes herunterfällt, sind oft sie selbst. Viele neigten nach der Geburt ihrer Kinder dazu, sich selbst gehen zu lassen, sich nicht mehr um sich zu kümmern, berichtet der Sportwissenschaftler Steven Greul. Dabei könnten nur glückliche und gesunde Eltern gute Eltern sein, so Greul. Weshalb Selbstfürsorge die erste Pflichtübung für ein fürsorgliches und ausgeglichenes Familienleben ist, erläutert Steven Greul im Achten Tag.
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8 Minuten
Teilen heißt überleben, zumindest aus Sicht der menschlichen Evolution. In unserer stürmischen Entwicklung hat sich die Verteilung von Arbeit, Wissen und Risiken als unsere größte Stärke und zugleich einzige Chance herausgestellt. Bis heute prägt sie Gehirn und Gesellschaft - vom solidarischen Sozialstaat über die Lust, Informationen zu tauschen (oder Katzenfotos), bis zur komplexen Arbeitsteilung in jedem Lebensbereich. Was aber, wenn Teilen nicht mehr als Grundbedingung gilt, sondern nur noch als Verlustgeschäft? Wenn Besitz das Gleichgewicht aus Kosten, Nutzen und Risiken kippt? Und wenn dabei alles, was wir einst geteilt haben - ob Bildung, Nahrung oder Care-Arbeit - als Erstes unter den Tisch fällt? Im Gespräch mit Alev Doğan erläutert Kognitions- und Neurowissenschaftlerin Franca Parianen, weshalb die Kunst des Teilens eine Überlebensfrage ist.
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7 Minuten
Juri Schnöller über politische Kommunikation im digitalen Raum.
Der Wandel von Möglichkeiten, Mechanismen und Spielregeln in der öffentlichen Arena steht im Mittelpunkt der heutigen Ausgabe. Über die Verantwortung der Akteure der politischen Kommunikation spricht Juri Schnöller. Ihm geht es um die Frage, wie eine zeitgemäße Ethik die Demokratie auch im digitalen Raum schützt.
Der Unternehmer gilt als einer der profiliertesten Experten für moderne politische Kommunikation. Mit seiner Arbeit trägt er dazu bei, dass Spielregeln neu gesetzt werden. Er stellt einen Wertekompass vor, der zugleich ein konkreter Leitfaden für einen respektvollen, aber auch ehrlichen Umgang miteinander ist.
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Der Wandel von Möglichkeiten, Mechanismen und Spielregeln in der öffentlichen Arena steht im Mittelpunkt der heutigen Ausgabe. Über die Verantwortung der Akteure der politischen Kommunikation spricht Juri Schnöller. Ihm geht es um die Frage, wie eine zeitgemäße Ethik die Demokratie auch im digitalen Raum schützt.
Der Unternehmer gilt als einer der profiliertesten Experten für moderne politische Kommunikation. Mit seiner Arbeit trägt er dazu bei, dass Spielregeln neu gesetzt werden. Er stellt einen Wertekompass vor, der zugleich ein konkreter Leitfaden für einen respektvollen, aber auch ehrlichen Umgang miteinander ist.
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