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Der Achte Tag. Der Gesellschafts-Podcast mit Alev Doğan Archiv

622 Episoden
5 Minuten
Was ist Gerechtigkeit? Gibt es die Gerechtigkeit überhaupt oder ist sie ein ideelles Konstrukt, das am Ende gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse steht und permanent neu verhandelt wird? Darüber spricht Alev Doğan mit dem ehemaligen Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof, Thomas Fischer. Ein Gespräch über postmodernen Vertrauensverlust in den Rechtsstaat, über Wahrheit und Täuschung, Kommunikation und Konstruktion und über Gleich- und Ungleichheit.

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5 Minuten
Hat Deutschland einen blinden Fleck in seiner Erinnerungskultur? Wie bewusst gehen wir mit dem Erbe der deutschen Kolonialgeschichte um? Mark Terkessidis forscht seit 25 Jahren zum Thema Rassismus in seinen verschiedenen Ausprägungen – und dazu gehören auch die Auswirkungen der kolonialen Vergangenheit auf die Gesellschaft heute. Im Gespräch mit Alev Doğan erläutert der Migrationsforscher, wie besonders in jüngster Zeit öffentliche Diskurse zu einem Umdenken in Politik und Zivilgesellschaft geführt hätten. Gleichzeitig zeigten Beispiele wie das Humboldt Forum in Berlin, weshalb im Umgang mit kolonialer Kunst noch ein weiter Weg zu gehen sei.

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5 Minuten
Die eigenen vier Wände haben für Menschen eine hohe emotionale Bedeutung – im besten Fall als sicherer Zufluchts- und Rückzugsort, als Raum für Privatsphäre und Selbstverwirklichung. Doch welchen Stellenwert wird das Zuhause in Zukunft haben? Werden wir überhaupt ein festes Zuhause haben? Oder werden wir moderne, kosmopolitische Nomaden sein, die als flexible Weltenbürger überall und nirgendwo zu Hause sind? Darüber spricht Alev Doğan mit Prof. Sascha Schmidt. Er hat die aktuelle Delphi-Studie „Das Zuhause 2030“ der WHU Otto Beisheim School of Management geleitet und liefert einen Ausblick auf die Zukunft des Zuhauses vor dem Hintergrund der wesentlichen Treiber Digitalisierung, alternde Gesellschaft, Klimawandel und Globalisierung.

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5 Minuten
Mental Health First Aid – Erste Hilfe für seelische Gesundheit: Das Konzept wurde vor rund 20 Jahren von einer Krankenschwester und einem Psychologieprofessor in Australien entwickelt. Annette Heuser hat es mit ihrer Beisheim Stiftung und in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim deutschlandweit eingeführt. Die Kurse basieren darauf, dass Teilnehmer Basiswissen über Störungsbilder wie Angststörungen, Depression ebenso wie über Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch erlernen. Im Achten Tag plädiert Annette Heuser für die Enttabuisierung mentaler Erkrankungen und eine Gesellschaft, die sich um psychische Gesundheit ebenso kümmert wie um körperliche.

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6 Minuten
Buchhaltung hat nicht das beste Image:  Dröge, reines Zahlenwerk; eher Pflicht als Kür. Doch sie ist nicht nur die nackte Abbildung unternehmerischen Handelns. Sie basiert auf theoretischen Annahmen. Auf Klassifizierungen, Zuordnungen, Rechenregeln. Was aber, wenn Investitionen in Grundlagenforschung oder Ausbildung eben nicht nur reine Kosten sind, sondern Investitionen? Was, wenn langfristige Unternehmensstrategien gar nicht erfassbar sind, über die Kennzahlen-Berichte in Jahresabschlüssen? Diese Fragen treibt den Gast dieser Folge vom Achten Tag um: Simone Menne, Multi-Aufsichtsrätin in deutschen und US-amerikanischen Unternehmen und eine der stimmgewaltigsten Top-Managerinnen Deutschlands. 

Immer freitags kuratiert die Unternehmerin und Publizistin Diana Kinnert diese Podcast-Reihe.

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6 Minuten
Im Zweifel für den Angeklagten – gilt dieser juristischer Grundsatz (In dubio pro reo) tatsächlich? Oder bewegt sich Deutschland in Richtung eines neuen Opferkultes? Alev Doğan spricht in diesem Achten Tag mit der langjährigen Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, die beschreibt, wie sich sowohl im Justizsystem als auch in der Gesellschaft ein bedenklicher Trend zur Vorverurteilung vermeintlicher Täter entwickelt, der automatisiert Solidarität mit vermeintlichen Opfern bekundet noch bevor Hintergründe, Tat oder Schuld geklärt sind. Ein Gespräch über eine in Opfer und Täter gespaltene Gesellschaft, die Gier nach Schauprozessen und die Notwendigkeit mehr Zurückhaltung, Perspektivwechsel und Fairness walten zu lassen.

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5 Minuten
Sieht man Menschen an, dass sie erfolgreich sind? Gibt es eine Aura, die Erfolg versprüht? Und wenn ja, macht diese Aura Menschen schöner? Darüber spricht Alev Doğan in dieser Folge des Achten Tags mit einem Mann, der Erfolg sehr oft vor seiner Kamera hatte: Jim Rakete. Der Fotograf, Fotojournalist und Dokumentarfilmer wurde durch seine meist in Schwarz-Weiß gehaltenen Porträtfotografien von Prominenten bekannt – ob Helen Mirren, Natalie Portman, Christoph Waltz oder Quentin Tarantino. Er meint, dass die Gesellschaft Erfolg falsch versteht und auf den öffentlichen Erfolg mehr achtet als auf persönliche Erfolge.

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22 Minuten
Sieht man Menschen an, dass sie erfolgreich sind? Gibt es eine Aura, die Erfolg versprüht? Und wenn ja, macht diese Aura Menschen schöner? Darüber spricht Alev Doğan in dieser Folge des Achten Tags mit einem Mann, der Erfolg sehr oft vor seiner Kamera hatte: Jim Rakete. Der Fotograf, Fotojournalist und Dokumentarfilmer wurde durch seine meist in Schwarz-Weiß gehaltenen Porträtfotografien von Prominenten bekannt – ob Helen Mirren, Natalie Portman, Christoph Waltz oder Quentin Tarantino. Er meint, dass die Gesellschaft Erfolg falsch versteht und auf den öffentlichen Erfolg mehr achtet als auf persönliche Erfolge.

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5 Minuten
Auf der einen Seite dörfliche Idylle, Natur- und Erholungsräume, auf der anderen Seite unzureichende Infrastruktur und Abwanderung. Sind das bloß Klischees oder stellt das die Wahrheit des Lebens auf dem Land dar? Diese Fragen bespricht Alev Doğan mit Stefan Ewert. Der Politikwissenschaftler und Landschaftsökologe forscht an der Universität Greifswald und publiziert regelmäßig zur Entwicklung ländlicher Räume. Den einheitlichen ländlichen Raum gibt es nicht, sondern Ländlichkeit in ganz verschiedenen Ausprägungen, sagt er. Darüber, wie es den ländlichen Räumen geht, was sie belastet und welche Chancen ihnen die Zukunft bringen könnte, spricht Ewert im Achten Tag.

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5 Minuten
Mehr als 200 Jahre ist die Epoche der Aufklärung her. Ist die Welt seitdem ein Zusammenschluss vernünftiger, rational handelnder, die Grundrechte aller gleichermaßen achtender Menschen geworden? Wie kommt es, dass sich menschenverachtende Ideologien wie Antisemitismus sich über Generationen hinweg halten, gepaart mit wissenschaftsfeindlichen Verschwörungsmythen gar neu florieren? Gegen Mythen, Geschichten und Erzählungen kommt man nicht nur durch Zahlen, Fakten und Bildung an. Geschichten kann man auch mit Geschichten bekämpfen. Welche aufklärerische Kraft steckt in der Kunst? Diese Frage erörtert Alev Doğan mit der Autorin Sineb El Masrar, die anhand ihres neuen Theaterstücks erklärt, wie durch Kultur hinterfragt werden kann, an welche Erzählungen wir glauben.

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5 Minuten
Wo lernen wir eigentlich, wie unsere Demokratie funktioniert und was ihre Vorzüge sind?

Im Elternhaus, in der Schule, als Wähler? Aber reicht das, was wir da lernen?

Vor allem in einer Zeit, in der hier und da Zweifel gestreut werden. Der Gast dieser Folge hat einen Vorschlag, wo und wie auch Erwachsene in Demokratie geschult werden.

Jan-Jonathan Bock ist Anthropologe und Demokratie-Wissenschaftler. Er leitet den Business Council for Democracy bei der gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Bock treibt ebenfalls die Frage um und an, wie wir im Zuge veränderter gesellschaftlicher Bedingungen wie technologischen Errungenschaften oder Bewegungen wie der Individualisierung Demokratie dennoch beschützen und weiterentwickeln können.

Für ihn spielen vor allem Arbeitgeber und der Arbeitsplatz als Trainingsort für demokratische Kultur eine zentrale Rolle.

Immer freitags kuratiert die Unternehmerin und Publizistin Diana Kinnert diese Podcast-Reihe.

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5 Minuten
Wie erklärt man den Klimawandel? Anders als man es Jahre lang getan hat, sagt Karsten Schwanke. Der Diplom-Meteorologe ist verantwortlich für die Wettervorhersagen der ARD und hat sich dem Erklären des Klimawandels und seiner Auswirkungen verschrieben. Darüber, wie Meteorologie funktioniert, was der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist und weshalb man beides miteinander in Bezug setzen muss, um die Phänomene des globalen Klimas verstehen zu können, spricht er mit Alev Doğan. Und er blickt zurück auf die Unwetter-Katastrophe im Ahrtal im vergangenen Sommer und erklärt, woran es lag, dass man das Hochwasser zwar sehr wohl hatte vorhersehen können - die Katastrophe allerdings nicht.

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5 Minuten
Eine Disziplin, die die Corona-Pandemie aus dem Hintergrund in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit katapultiert hat, ist die Medizinethik. Über diese Disziplin, die die Moral und das Wertegerüst in der Medizin zum Gegenstand hat, spricht Alev Doğan mit Prof. Dr. Dominik Groß. Der Mediziner und Geisteswissenschaftler leitet das Klinische Ethik-Komitee sowie das Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der RWTH Aachen. Er erklärt im Achten Tag, wie seit der Corona-Krise neue Anforderungen an die Medizinethik gestellt werden – indem die Frage der Autonomie gänzlich neu diskutiert und Selbst- und Fremdgefährdung neu ausgehandelt werden. Ein Gespräch über die Conditio Humana, über Leben und Tod – und über die Impflicht.

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6 Minuten
Sollten als Antwort auf die ökologische Krise Produktion und Konsum reduziert werden? Sollten wir unsere Lebensweise radikal umstellen, Bescheidenheit sowie Entfaltung nach innen walten lassen statt Expansion nach außen? Müssen wir den Gürtel enger schnallen? Die Ideen der Degrowth-Bewegung könnten als eine regelrechte Kulturrevolution verstanden werden. Ralf Fücks hält sie für Realitätsflucht. Der ehemalige Grünen-Vorsitzende, „Veteran der Ökobewegung“ (Selbstbeschreibung) und Gründer des Thinktanks Zentrum Liberale Moderne spricht mit Alev Doğan über intelligentes Wachstum als einzigen Weg in eine Zukunft der globalen Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit. Welche drei Aspekte intelligentes Wachstum konkret ausmachen, erläutert er im Achten Tag.

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5 Minuten
Nur die Freiheit der Frau kann die Freiheit der Gesellschaft hervorbringen – wer diese These zum Mittelpunkt seiner Politik macht, steht global vor großen Herausforderungen. Am Beispiel Irans erläutert die Autorin und Fernseh-Korrespondentin Golineh Atai, wie sehr despotische Regime von der Unterdrückung der Frauen abhängen – und inwiefern der Erfolg freiheitlicher Reformbewegungen vom mutigen Kampf der Frauen abhängt. Weshalb Atai vor einem naiven Umgang mit dem Kopftuch warnt, was sie unter feministischer Außenpolitik versteht und welche Erwartungen sie an Außenministerin Annalena Baerbock hat bespricht sie mit Alev Doğan im Achten Tag.

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