#digdeep - Neues aus der digitalen Welt Archiv
167 Episoden
33 Minuten
Barcelona, Tel Aviv, Hongkong, Singapur, Tokyo, Seoul – Mika Mänz hat die innovativen Hot Spots besucht und viele Fragen gestellt. Dürft ihr Neues versuchen und Regeln brechen? Wie offen geht ihr mit Innovationen um? Und warum ist Innovation etwas Gutes? Seine Erfahrungen fasst er in sechs Erfolgsfaktoren für eine offene Innovationskultur zusammen. Mikas Reise hat ihn mit vielen Menschen zusammengebracht, ohne viel zu planen – über LinkedIn fanden sich die Gesprächspartner. Neben Gründern und Investoren auch staatliche Vertreter und kommunale Bildungsinitiativen. Nur selten stieß er auf Abschottung. Wir fragen Mika, was er von dieser Reise mitgebracht hat. Welche Rolle spielt die lokale Kultur für den Umgang mit Innovationen? Gibt es überhaupt ein universelles Verständnis von „Innovation“? Und wir fragen ihn natürlich auch, welchen Blick er nach dieser Reise auf Deutschlands Weg der Digitalisierung wirft.
29 Minuten
Andreas Loos ist Mathematiker und Journalist: Als Data-Scientist arbeitet er für die Zeit Online. Für seine Recherchen bekam er den deutschen Reporterpreis und wurde für den Nannen-Preis nominiert. Wir fragen ihn: Was ist guter Journalismus in Zeiten von Facebook, Fake-News und Suchmaschinen-Optimierung? Und gibt es überhaupt so etwas wie Objektivität in der Zeitung? Die Produktion guter Artikel benötigt dabei den engen Dialog zwischen Data-Scientisten und Journalisten. Da Journalismus zu guten Stücken Filtern, Verdichten und Sortieren ist, ist aber auch er anfällig für den schnellen Klick. Was ändert sich für den Qualitätsjournalismus, wenn jeder alles im Netz verbreiten kann und die Orientierung abhanden kommt? Andreas Loos ist sich sicher: Auch in Zukunft werden gute Medien noch vom Menschen gedacht und gemacht. Seinen Kindern rät er: Seid skeptisch, ertragt Ambiguität und Ungewissheit und fragt nach dem „Cui bono“ – wem nützt es?
21 Minuten
Die letzte disruptive Innovation im Maschinenbau war die CNC-Technik – und das ist mehr als 40 Jahre her. Werden in der Fabrikhalle der Zukunft Drohnen fliegen und mit hochflexiblen Werkzeugen drucken, fräsen und zusammenbauen? Was sich nach Science Fiction anhört ist vielleicht gar nicht so weit weg. Jürgen R. Schmid, einer der führenden Industriedesigner Deutschlands, denkt mit uns über den Maschinenbau 4.0 und seine Werkzeuge nach. Hochflexibel, kleinteiliger, selbstorganisiert – mehr Schwarm als Produktionslinie ist seine Vision des „Werkzeugs der Zukunft“, die er gemeinsam mit Produktionsexperten erarbeitet hat. Für den klassischen Maschinenbauer wird da die Luft enger. Jürgen Schmid empfiehlt, die guten Gewinne der Gegenwart in die Methoden der Zukunft zu investieren. Das wird viele neue Kompetenzen erfordern – und Kooperationsnetzwerke, um schneller zu sein.
24 Minuten
Habe ich Super-Hero-Gene? Wird mein Kind intelligent? Werde ich an Alzheimer erkranken? Kein Problem – Startups bieten für kleines Geld DNA-Analysen an. Nach den Fitness-Armbändern kommt nun die Vermessung unserer Gene. Die Kartierung eines Menschen kostet bald weniger als 1000$ und verspricht Aussagen über Krankheiten und menschliche Eigenschaften. Die meisten dieser Vorhersagen sind umstritten und wissenschaftlich oft nicht haltbar. Viel wertvoller sind DNA-Datenbanken aber für die Weiterentwicklung von Therapien und Medikamenten. Hier zeigen die Daten: Viele Behandlungen sind heute höchst unwirksam und effizient. Staatliche Initiativen laufen, um Bio-Banken mit hunderttausenden von DNA-Profilen zu befüllen. Schneller als der Staat sind aber wieder einmal die Unternehmen. Doch wem kann man die intimsten seiner Daten anvertrauen? Der Facebook-Skandal um den Datenmissbrauch durch Cambridge Analytica zeigt, wie schwierig es ist, geltendes Regeln dann auch sicher umzusetzen. Unsere Klicks und Likes haben wir für digitale Glasperlen verhökert – droht unseren Genen das gleiche Schicksal?
23 Minuten
Die South by Southwest in Austin/Texas hat sich als neuer Leitkonferenz für die digitale Elite etabliert. 1986 startete die SXSW als Festival für Musik und Film, heute geht es im Bereich „Interaktive“ um den Einfluss der technologischen Entwicklung auf die Gesellschaft, und alle großen Namen waren da: von Elon Musk über Ray Kurzweil bis Dieter Zetsche. Wir interviewen Lukas Bessis, der als „digitaler Evangelist“ einer von 70.000 Besuchern war und fragen: Was waren die Trends und Meinungen? Was gibt es Neues zur Künstlichen Intelligenz? Und was hat John Lennon mit der für 2045 prognostizierten Singularität zu tun, an denen die Maschinen uns überlegen werden?
22 Minuten
The Women in Data Science Conference (WiDS 2018) aims to inspire and educate data scientists worldwide, regardless of gender, and support women in the field. Started originally at Stanford, today more than 100 locations share simultaneously one day on the latest data science research and applications. All genders participate, but only women on stage! Frauke hosted the German branch of WiDS at Mannheim and interviews in this session two of the participants on their work and experiences in data science. Alicia Hickey from Berlin is an expert on fintech and security issues, Evgenia Samoilova is working in the International Program in Survey and Data Science (IPSDS) on factors influencing engagement in digital environments.
30 Minuten
We speak with David Orban, an investor, entrepreneur, author, blogger, keynote speaker, and thought leader of the global technology landscape. He was part in the foundation of the famous Singularity University in California and the first one to get Ether in 2014 (hopefully he still is invested). David strongly believes that we live in exponential times, leaving behind most of our believes and ground rules. He encourages everyone to search for the right question and to reinvent our lifes again and again. But David’s inspiring vision on the upside of a disruptive and exponential world also includes worries about the impacts on a personal level and our responsibility to find answers for our society. Exciting but challenging times ahead.
20 Minuten
Johannes Ellenberg ist ein Urgestein der Stuttgarter Startup-Szene und hat seine Erfahrungen im Buch "Der Startup-Code" zusammengefasst. Wir diskutieren mit ihm, wie das Herzstück der deutschen Industrie - der Mittelstand - die digitale Transformation schaffen kann. Klar ist: Was bislang erfolgreich gemacht hat, kann für morgen der Stolperstein werden. Digitale Transformation ist dabei keine Technologiefrage, sondern erfordert vielmehr Change in Organisation und Kultur. Viele Beispiele zeigen, dass auch sicher geglaubte Geschäftsmodelle auf einmal unter Druck geraten. Wird die Politik den Weg frei machen?
20 Minuten
Für viele Probleme fehlt immer noch die Rechenpower. Können Quantencomputer die Lösung sein? Statt Terabytes und Gigahertz und bieten sie heute gerade mal 50 Qubits – aber das könnte täuschen. Erste Quantenrechner stehen für jedermann bereit. Bis zur „quantum supremacy“ gibt es aber noch viele technische Hürden. Artikel in der Zeit – Wie funktioniert ein Quantencomputer? http://www.zeit.de/zeit-wissen/2018/01/quantencomputer-funktion-technologie-investition Quantum-Computing im Gartner Hype-Cycle D-Wave – die ersten kommerziellen Quantenrechner https://www.dwavesys.com IBM Q – selber mit 20 Qubits rechnen https://quantumexperience.ng.bluemix.net/qx/editor Social Science Foo Camp – Un-Conference mit Facebook https://ocean.sagepub.com/blog/socscifoo2018
24 Minuten
Der Hype-Cycle soll den typischen Lebenslauf von Innovationen zeigen: langsames Anschleichen, mediale Überbewertung, Absturz ins Tal der Tränen und dann ein langer Weg bis zur Produktivität. Funktioniert diese Glaskugel? Die Daten zeigen – nicht so richtig. Innovationen springen vor und zurück, andere tauchen unter dem Radar durch. In Wirklichkeit spiegelt der Hype-Cycle wohl vor allem eines wieder: Unser Bedürfnis nach Orientierung in einer sich extrem schnell drehenden Welt. Wir werfen einen Blick auf die „heißen“ Themen des Jahres 2018 und diskutieren, warum es Innovationen in großen Firmen oft schwer haben. Und wir fordern Welpenschutz! Der aktuelle Hype-Cycle… https://www.gartner.com/smarterwithgartner/top-trends-in-the-gartner-hype-cycle-for-emerging-technologies-2017/ ...und ob er wirklich funktioniert https://www.linkedin.com/pulse/8-lessons-from-20-years-hype-cycles-michael-mullany
11 Minuten
Die Blockchain etabliert ein „Internet of Trust“: dezentral, sicher, vertrauensvoll können wir Transaktionen ganz leicht abwickeln. Wenn es nur so leicht wäre. Der Stuttgarter Blockchain Hackathon fordert mehr als 100 Entwickler heraus: Wer findet die beste Anwendung von Blockchain, Ethereum & Co? Ein Mentoren-Team von P3 war dabei, um die Teams in den 48 heißen Stunden von der Idee bis zur Pitch-Präsentation zu unterstützen. Viele Teams stürzten sich mit Begeisterung auf die neuen Technologien, doch was wirklich zählt sind: echter Mehrwert und funktionierende Geschäftsmodelle. Ist die Blockchain noch Hype oder schon reif für die Anwendung?
28 Minuten
Wir interviewen die Harvard-Professorin Sonja Dümpelmann zum Thema Landschaftsarchitektur – einem sehr analogen Thema, dachten wir zunächst. Aber auch hier schafft die digitale Technik neue Möglichkeiten beim Planen, Simulieren und Visualisieren. Landschaftsarchitekten nutzen inzwischen Tools aus der Film- und Computerspiel-Industrie. Die Digitalisierung hat aber auch Nachteile – sie verführt zum Einheitsbrei mit schicker Verpackung und wenig Inhalt. Eine große Herausforderung auch für die universitäre Ausbildung: Was die Studenten liefern, ist optisch top, lässt inhaltlich aber kaum noch auseinanderhalten. Wie bringen wir wieder Anspruch und Qualität in eine Welt, in der sich alles downloaden lässt? Zum Abschluss interessiert uns die Frage, ob wir alle als „Kunden“ der Landschaftsarchitekten mit angewachsenem Smartphone überhaupt noch mitbekommen, dass fast alles unter freiem Himmel bewusst gestaltete Räume sind. Und welche neuen Anforderungen ein digitaler Lebensstil auf die Architektur hat.
34 Minuten
Was bedeutet es für unsere Gesellschaft, wenn wir ständig online und vernetzt sind? Prof. Peter Vorderer ist Soziologe an der Uni Mannheim und erforscht die Auswirkungen der ständigen Erreichbarkeit. Können wir noch ohne soziale Netze und Selfie-Wahnsinn überleben – oder wird „digital detox“ zum neuen Luxus? Studien tasten sich heran an die Auswirkungen, die eine ständige Kommunikation auf jeden Einzelnen und unsere Gesellschaft hat. Wir geraten unter Kommunikationsdruck – und wollen doch gleichzeitig offline und ausgeschlossen sein. Vieles sieht nach Sucht aus, und das Selfie macht auch das Zuhause zum öffentlichen Raum. Dennoch ist Prof. Vorderer zuversichtlich: Ja, wir müssen uns aktiv darum kümmern, wie wir damit umgehen werden. Aber die Kassandra-Rufe nach der „digitalen Demenz“ hält er für weit übertrieben und auch wissenschaftlich nicht belegbar.
21 Minuten
In unserer Weihnachtsfolge dreht sich wieder mal alles um die künstliche Intelligenz. Aus gutem Grund: Es geht in großen Schritten weiter. Wir berichten von den Fortschritten im Deep Learning und kreativen Netzen, die sich die Welt ausmalen können. Aber bis zu einer „starken KI“ ist es weiterhin ein langer Weg… Wir wünschen euch ein wunderbares Weihnachtsfest, viel Spaß beim Hören und einen guten Start in ein spannendes Jahr 2018!
16 Minuten
Bald werden alle ausgelieferten Fahrzeuge „alway online“ sein – das Auto wird ständiger Knoten des Internet. Damit könnte die Mobilität für den Kunden nahtloser und angenehmer werden – wenn den Automobilherstellern die Integration von Fahrzeug, Smartphone und Infrastruktur gelingt. Die Connected Car Experience Days in Berlin ermöglichten eine Bestandsaufnahme bei 10 Automobilherstellern. Unser Fazit: Noch viel Luft nach oben.