Lobo – Der Debatten-Podcast Archiv
179 Episoden
1 Stunde 1 Minute
Die Zukunft hat begonnen, diesmal wirklich! Am Dienstag hat Wing, ein Unternehmen aus der Google-Familie, die weltweit erste Lizenz für Drohnenlieferungen bekommen. Die neue Welt der Luftroboter erfüllt gleich mehrere Gruselkriterien und sie sind keine Spielerei sondern sie müssen als etwas kategorial Neues betrachtet werden: Als Digitalisierung der Luft.
Man kann die Digitalisierung der Luft auch schlicht als nächste Stufe der Automatisierung begreifen. Und wenn man das tut, offenbart sich - abseits der Dystopie - das bisher selten adressierte, aber aus Sascha Lobos Sicht tiefgreifendste Problem der Drohnenzukunft: Veränderung der Arbeitswelt.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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Man kann die Digitalisierung der Luft auch schlicht als nächste Stufe der Automatisierung begreifen. Und wenn man das tut, offenbart sich - abseits der Dystopie - das bisher selten adressierte, aber aus Sascha Lobos Sicht tiefgreifendste Problem der Drohnenzukunft: Veränderung der Arbeitswelt.
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1 Stunde 3 Minuten
Bei YouTube finden sich menschenverachtende Verschwörungstheorien, die über viele Jahre absichtlich blühen gelassen wurden. Die Verschwörungstheorien haben so weit geführt, dass Menschen ausgegrenzt und massiv bedroht worden sind, vermutlich mit suizidalen Folgen. Die Engagement-Maschine YouTube ignorierte die Warnungen und ließ toxischen Videos freien Lauf.
Das muss sich ändern, sagt Sascha Lobo.
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Das muss sich ändern, sagt Sascha Lobo.
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1 Stunde 18 Minuten
Wir müssen über präfaktische Politik sprechen: Von der Realität losgelöste Politik, die auf dieser Grundlage Fakten schafft. Die vom Europaparlament beschlossene Urheberrechtsreform ist ein Musterbeispiel präfaktischer Politik. Die Urheberrechtsreform ist der Versuch, die Regeln des analogen 20. Jahrhunderts dem digitalen 21. Jahrhundert überzustülpen, das muss zwingend scheitern.
Urheberrechtsexperten von führenden europäischen Universitäten und Instituten erklären, dass die Reform sowohl potenziell schädlich wie auch unwirksam sein wird. Weltweit anerkannte und meist unabhängige Wissenschaftler-Gruppen haben sich gegen diese Reform ausgesprochen. Präfaktische Politik ist, solchen Stimmen kein Gewicht beizumessen.
Und jetzt? Die Reform wird kaum jemandem substanziell nützen, aber Kollateralschäden mit sich bringen. Die Befürworter dieser Reform glauben, das Rennen gewonnen zu haben. Sie werden feststellen, dass sie in eine Sackgasse gerannt sind, in eine sehr, sehr einsame Sackgasse.
In dieser Episode stellt Sascha Lobo die Frage: Wie können wir präfaktische Politik vermeiden und das Generationenproblem lösen? Zu Gast sind die CDU-Politikerin Jenna Behrends und die Philosophin Isolde Charim.
Dieser Podcast wird präsentiert von Horizn Studios, Europa's führender Reisegepäckmarke für Smart Luggage. Horizn definiert mit Tech-Features wie der integrierten Powerbank und dem persönlichen Travel Assistant Horizn GO die nächste Generation Reisegepäck. Urbane Nomaden und Sascha Lobo Hörer sparen jetzt 50 Euro für ihren Einkauf bei Horizn. Einfach den Aktionscode LOBO50 auf www.horizn-studios.com eingeben und bestellen.
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Und jetzt? Die Reform wird kaum jemandem substanziell nützen, aber Kollateralschäden mit sich bringen. Die Befürworter dieser Reform glauben, das Rennen gewonnen zu haben. Sie werden feststellen, dass sie in eine Sackgasse gerannt sind, in eine sehr, sehr einsame Sackgasse.
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1 Stunde 3 Minuten
Kreative, wir haben ein Problem und es besteht Handlungsbedarf: Das EU-Parlament stimmt über die Urheberrechtsreform ab, und dieses Gesetzeswerk muss abgelehnt werden. Diese Urheberrechtsreform ist eine Reform von Verwertern für Verwerter. Der wahre Hintergrund der Urheberrechtsreform ist ein Kampf zwischen zwei unterschiedlichen Formen von Verwertungskonzernen. Eine Regulierung der neuen Verwerter, der Plattformen, ist wichtig - sie muss aber sinnvoll und für uns und nicht gegen uns geschehen.
Die Verwerterreform soll in erster Linie klassische Verwerter alternativlos machen. Kreative werden in die Abhängigkeit großer Verwerterstrukturen gezwungen. Lasst uns Kreative nicht auf diese Fake-Reform hereinfallen! In dieser Episode fragt Sascha Lobo seine Community: Wie könnte eine sinnvolle Urheberrechtsreform aussehen? Und bringt auch selbst ein paar Ideen ein.
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1 Stunde 31 Minuten
Ein neuer Typus Terrorist ist entstanden und entsteht noch. Ein Troll-Terrorist, der den Massenmord als Instrument einer hypermedialen Inszenierung betrachtet. In dem Manifest des Attentäters vermengt sich Vieles: Verschwörungstheorien, Frauenfeindlichkeit, der Klimawandel als Endzeitszenario. Und es ist geschrieben wie eine Pressemappe. Bestimmte Formulierungen sind nur für Journalisten geschrieben, sie sind eine zu Worten geronnene PR-Strategie, die auf maximale Verbreitung abzielt.
In dieser Sonderepisode des Debattenpodcasts spricht Sascha Lobo mit der Journalistin Ferda Ataman, sie schreibt u.a. über und gegen Rechtsextremismus und gehört zu den Zielpersonen des Attentäter-Manifests.
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59 Minuten
Die Steuersysteme der Welt sind viel zu stark auf dingliche Güter und traditionelle Dienstleistungen zugeschnitten. In Irland zahlen große Digitalkonzerne beispielsweise durch Steuertricks effektiv weniger als vier Prozent Unternehmenssteuern. Manche sogar gar keine. Die Digitalsteuer sollte bewirken, dass drei Prozent Steuern auf den Onlinewerbeumsatz gezahlt werden. Eine solche Steuer hätte zur Folge, dass ein zusätzliches Leistungsschutzrecht (Artikel 11 der Urheberrechtsreform)obsolet würde. Doch die amerikanische Regierung droht, dass sie im Falle einer Digitalsteuer den wirtschaftlichen Druck auf europäische Autokonzerne noch weiter erhöhen könnten. Das träfe das Autoland Deutschland ins Mark. Die dringend notwendige Digitalsteuer wird also nicht eingeführt. Deutschland hat es wieder einmal digital verhorstet. Dabei hätten u.a. Deutschland den Druck auf andere EU Staaten erhöhen können und eine Digitalsteuer hätte eingeführt werden können. In dieser Podcast-Episode diskutiert Sascha Lobo mit der Netzaktivistin und Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg und seinen Hörern: Digitalsteuer - gut oder schlecht? Dieser Podcast wird präsentiert von Horizn Studios, Europas führender Reisegepäckmarke für Smart Luggage. Horizn definiert mit Tech-Features wie der integrierten Powerbank und dem persönlichen Travel Assistant Horizn GO die nächste Generation Reisegepäck. Urbane Nomaden und Sascha Lobo-Hörer sparen jetzt 50 Euro für ihren Einkauf bei Horizn. Einfach den Aktionscode LOBO50 auf horizn-studios.com eingeben und bestellen. Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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1 Stunde 3 Minuten
"Die SPD ist die Mitmach-Partei!" Mit diesem Spruch versuchten die Sozialdemokraten junge Leute für die Demokratie zu begeistern. Laut Sascha Lobo hat die SPD dieses Ziel inzwischen übererfüllt. Denn sie ist von der Mitmach-Partei zur Alles-Mitmach-Partei geworden. Man konnte das aktuell beispielsweise beim digitalen Streit über die EU-Urheberrechtsreform beobachten: Obwohl sich im Koalitionsvertrag gegen Upload-Filter ausgesprochen wurde, stimmte die SPD neuerdings der Urheberrechtsreform zu. Damit hat sich die SPD jede Chance verbaut, eine politische Stimme für Menschen zu sein, die im Internet eine Heimat in der Jackentasche sehen. Sascha Lobo stellt sich die Frage: Wird die SPD jemals die digitale Generation vertreten?
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1 Stunde 3 Minuten
Demokratie ausmachen. Trotzdem fiel Friedrich immer wieder mit rechten, teils schrillen Äußerungen auf. Fast niemand aus dem Regierungslager attackierte Angela Merkel so offen, so harsch, so rechtsgedreht wie er - auch auf Twitter. Als die Kanzlerin später zurücktritt - scheint Friedrich wie ausgewechselt.
Er teilt keine Artikel des rechtsgerichteten Mediums "Tichys Einblick" mehr, er feiert die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer in einer Vielzahl von Tweets, begeistert nimmt er am Europawahlkampf der Union teil. Ist Friedrich inzwischen wieder auf den Pfad der Unionstugend eingeschwenkt? Nein. Sascha Lobo wirft ihm aufgrund eines aktuellen Tweets Antisemitismus vor und stellt für den Podcast die Frage: Wer ist Hans-Peter Friedrich und warum?
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Er teilt keine Artikel des rechtsgerichteten Mediums "Tichys Einblick" mehr, er feiert die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer in einer Vielzahl von Tweets, begeistert nimmt er am Europawahlkampf der Union teil. Ist Friedrich inzwischen wieder auf den Pfad der Unionstugend eingeschwenkt? Nein. Sascha Lobo wirft ihm aufgrund eines aktuellen Tweets Antisemitismus vor und stellt für den Podcast die Frage: Wer ist Hans-Peter Friedrich und warum?
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1 Stunde 5 Minuten
Das europäische Festland lacht und weint über den Brexit und stellt nebenbei ihren eigenen Dig-xit her, meint Sascha Lobo. Beiden Exits ist gemein, dass die herrschende Generation aus egozentrischem Unwillen, die Perspektive auch nur um ein My vom eigenen Nabel zu lösen, auf Jahre die Chancen und Möglichkeiten der Nachfolgenden mindert oder ruiniert. Deutschland tritt bei diesem Prozess als treibende Kraft auf, allen voran Angela Merkels Regierung und ihre hinterlassene Trümmerlandschaft von digitaler Infrastruktur.
Zum antidigitalem Vermächtnis von Merkel gehört jetzt zusätzlich noch die EU-Urheberrechtsreform. Die gegenwärtige Ausformulierung gleicht einer Farce, die in Sachen Realitätsverleugnung mit der "Flat-Earth"-Bewegung gleichzieht.
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55 Minuten
Viele Menschen haben sich von der EU abgewandt. Am Beispiel der europäischen Urheberrechtsreform lässt sich dieses Versagen der Politik erklären. Es geht vor allem um die Artikel 11 und 13. Der erste steht für ein europäisches Leistungsschutzrecht, der zweite letztlich für Upload-Filter.
Hier zeigen sich Lobbyhörigkeit, Bigotterie und die Visionslosigkeit der Politik. Man läuft Presseverlegern und Urheberrechtskonzernen hinterher. Man preist die Wichtigkeit der Digitalwirtschaft, handelt aber gegenteilig. Ideen, wie eine demokratisch geprägte Öffentlichkeit entstehen und refinanziert werden kann fehlen. Sascha Lobo fordert eine Politik für EU-Fans und stellt sich den kritischen Kommentaren aus dem SPOn-Forum-
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50 Minuten
In österreichischen sozialen Medien läuft aktuell eine spannende Debatte: Darf man Fotos oder Filme von (mutmaßlichen) Tätern privat veröffentlichen? Und warum? Der Anlass: Ein Mann hat in sozialen Medien das Foto eines gewalttätigen Typen veröffentlicht, der eine Frau angegriffen hatte. Mit der Veröffentlichung wollte er andere Frauen warnen.
Dagegen hat sich Florian Klenk ausgesprochen, Chefredakteur des österreichischen "Falter". Für die Veröffentlichung ausgesprochen hat sich Nicole Schöndorfer, feministische Publizistin.
Sascha Lobo fordert in diesem Zusammenhang die Anerkennung der Existenz einer Social-Media-Notwehr, die es möglich macht als Privatperson Missetaten anderer gegen sich oder Menschen im persönlichen Umfeld in sozialen Medien zu veröffentlichen.
"Gibt es eine Social-Media-Notwehr und was bedeutet das?". Das bespricht Sascha Lobo anhand der Kommentare und mit den beiden österreichischen Publizisten Florian Klenk und Nicole Schöndorfer.
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Sascha Lobo fordert in diesem Zusammenhang die Anerkennung der Existenz einer Social-Media-Notwehr, die es möglich macht als Privatperson Missetaten anderer gegen sich oder Menschen im persönlichen Umfeld in sozialen Medien zu veröffentlichen.
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58 Minuten
Die unterschiedlichsten politischen Lager nehmen für sich in Anspruch, einzig aus Vernunft zu argumentieren. Doch im politischen Alltag ist "Vernunft" selten anders gemeint als "erscheint mir und meiner Crowd angenehm". Allerdings muss sich der politische Vernunftbegriff verändern und dem derzeitigen digitalen, gesellschaftlichen und umweltbezogenen Wandel anpassen. Die Antworten im 21. Jahrhundert sind oft andere als die aus dem 20. Jahrhundert. Viele aktuelle Streite, von Brexit über Bildung bis Klimapolitik, sind eigentlich Kämpfe zwischen Altvernunft und Jugendvernunft.
Das jüngste Beispiel aus Deutschland ist der Digitalpakt - dringend notwendig für eine deutschlandweit digitale Bildung, aber einstimmig von den Ländern abgelehnt. Ein Machtspiel, findet Sascha Lobo. Was meint das SPON-Forum: Ist die deutsche Politik jugendfeindlich, und wenn ja, warum? Das bespricht Sascha Lobo mit der Politikerin, Journalistin und Schauspielerin Samira El Ouassil und anhand der Kommentare.
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1 Stunde 4 Minuten
Jan Fleischhauers Kolumne “Nazis rein” wertet Sascha Lobo als schiere Provokation der Linken und Liberalen. Dahinter steckt ein Identitätsmechanismus, den Konservative von Rechten übernommen haben. In dieser Folge des Debattencasts reagiert Sascha Lobo nicht nur auf Kommentare aus dem Forum, sondern konfrontiert Jan Fleischhauer direkt in einem Telefongespräch.
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Sascha Lobo macht es wütend, wie sehr redaktionelle Medien sich instrumentalisieren lassen: von Trump, Brexit und AfD. Ja vielmehr sich ihrer Verantwortung oftmals nicht bewusst sind. Denn der Aufstieg der autoritären Kräfte weltweit wäre ohne Medien nicht möglich gewesen, und zwar sowohl sozialer wie redaktioneller Medien.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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1 Stunde 1 Minute
Nach dem Leak von Daten und Dokumenten Hunderter Politiker machte Grünen-Chef Robert Habeck mit seinem Abschied aus sozialen Netzwerken von sich reden. Auffällig für Sascha Lobo dabei ist, wie hilflos Deutschland im Digitalen agiert. Viele Stimmen meldeten sich mit ihren persönlichen Lösungsvorschlägen zu Wort: Egal ob Datenschützer, Facebook-Hasser oder Digitalpolitiker – sie alle legten die “die Lösung bin ich" Schablone an.
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