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Episoden

53 Minuten
Die Talksendung «Persönlich» auf Radio SRF 1 wird am Sonntag, 13. September 2026, um 10.00 Uhr live mit Publikum aus dem Fabriktheater in Schwanden übertragen. Dafi Kühne (44) ist Plakatgestalter und Buchdrucker, aufgewachsen in Mollis. Während fast alles digital wird, setzt er bewusst auf tonnenschwere Pressen, Blei- und Holzlettern – und verbindet sie mit zeitgenössischem Grafikdesign. Statt auf Schnelligkeit und perfekte Reproduzierbarkeit setzt er auf jahrhundertealtes Handwerk und Zeit. Er sammelt und repariert alte Maschinen, ergänzt fehlende Lettern selbst und arbeitet oft Tage, manchmal Wochen, an einem einzigen Plakat. Gerade aus diesem scheinbar anachronistischen Handwerk entstehen seine grossformatigen, farbintensiven und unverwechselbar modernen Plakate. Ein weltweit beachteter, eigenwilliger Kosmos, der dazu führt, dass Dafi Kühne auf der ganzen Welt unterrichtet und auch Ausstellungen in Japan hat. Gabi Aschwanden (56) wuchs in einfachen, schwierigen Verhältnissen in Linthal auf – und wurde mit 20 Jahren quasi ohne Berg- oder Kochkenntnisse Hüttenwartin der Fridolinshütte auf 2111 Metern. Was als blauäugiger Aufbruch begann, wurde für sie zur Lebensschule: Schnee schmelzen, Feuer machen, Gäste bewirten, Verantwortung übernehmen. 28 Jahre lang lebte und arbeitete sie unterhalb des geliebten Tödi; aus der jungen Frau, die selbst kaum wusste, wo die Hütte liegt, wurde eine kundige Wanderleiterin und Vermittlerin von Bergen und Natur. Heute bringt sie diese Erfahrung auch als Gemeinderätin ein: Sie kämpft dafür, dass die Bergwelt nicht bloss touristische Kulisse, sondern ein schützenswerter Lebensraum bleibt. Moderation: Olivia Röllin
51 Minuten
Musik, Medien und Mut zum eigenen Weg: Manoush Toth und Beni Thurnheer geben im «Persönlich» bei Michèle Schönbächler Einblick in ihr Leben. Manoush Toth, Pianistin Manoush Toth ist eine aussergewöhnliche junge Musikerin. Bereits als Achtjährige entdeckte sie das Klavier für sich, nachdem sie schon früh mit dem Geigenspiel begonnen hatte. Die Musik spielte in ihrem Leben eine besondere Rolle: Nach einem einschneidenden Erlebnis fand sie durch ihre Instrumente ihre Stimme wieder. Aufgewachsen auf den Kanarischen Inseln und im Berner Oberland, führte Manoush Toth ein ungewöhnliches Leben. Gemeinsam mit ihren Geschwistern wurde sie zu Hause unterrichtet. Die Familie lebte zeitweise als Selbstversorger. Mit 16 Jahren trat sie in die Klavierklasse der Hochschule für Musik Basel ein, wo sie heute ihr Masterstudium absolviert. Ein weiterer Meilenstein folgte 2026: Als Schweizer Vertreterin nahm sie am renommierten Wettbewerb «Eurovision Young Musicians» in armenischen Eriwan teil. Im Rahmen der SRF-Talentförderung hatte sie sich zuvor in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchgesetzt. In der «Sternstunde Musik» spricht Manoush Toth über ihren ungewöhnlichen Lebensweg, und ihre Leidenschaft für die Musik. Dazu sagt sie: «Es ist so viel Gefühl und Persönliches in der Musik, und ich liebe diese Dinge, die muss man sich bewahren.» Bernard Thurnheer, Fernsehlegende Wenn es um das Schweizer Fernsehen geht, fällt sein Name unweigerlich: Beni Thurnheer. Seit Jahrzehnten gehört der Winterthurer zu den bekanntesten Medienpersönlichkeiten des Landes. Als Sportreporter, Fussballkommentator, Quizmaster und Moderator grosser Samstagabendshows prägte er Generationen von Fernsehzuschauerinnen und Fernsehzuschauern. Sendungen wie «Tell-Star» und später «Benissimo» machten ihn zur Fernsehlegende und brachten ihm den Übernamen «Beni national» ein. Aufgewachsen ist Beni Thurnheer als Einzelkind in einem zweisprachigen Elternhaus. Die Mutter stammte aus der Waadt, der Vater aus der Deutschschweiz. Früh lernte er, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzubringen und Kompromisse zu finden. Nach dem Jurastudium an der Universität Zürich führte ihn sein Weg allerdings nicht in die Gerichtssäle, sondern direkt in die Medienwelt. 1973 wurde er in einem Talentwettbewerb für Sportreporter entdeckt und legte damit den Grundstein für eine aussergewöhnliche Karriere. Mit seiner Sprachgewandtheit, seinem Humor und seinem enormen Faktenwissen wurde er zu einer der markantesten Stimmen des Landes. Heute, mit 77 Jahren, steht Beni Thurnheer nicht mehr regelmässig im Rampenlicht. Wie erlebt jemand diesen Lebensabschnitt, dessen Gesicht und Stimme über Jahrzehnte allgegenwärtig waren? Was bleibt vom Ruhm, wenn die Kameras seltener werden? Und wie gestaltet die Fernsehlegende ihren Alltag zwischen Rückblick, neuen Projekten und der Freiheit eines Lebens nach der grossen Karriere? Im «Persönlich» erzählt Beni Thurnheer auch vom Älterwerden in der Öffentlichkeit und davon, weshalb Neugier und Gelassenheit für ihn bis heute zu den wichtigsten Begleitern des Lebens gehören. Moderation: Michèle Schönbächler
52 Minuten
Kuhversteher Christian Manser trifft auf die langjährige Älplerin Gerlinde Neff. Bei Dani Fohrler sprechen die beiden über das Leben mit Tieren, und die Realität der Landwirtschaft. Christian Manser (57), Kuhsignale-Trainer Christian Manser gilt als einer der bekanntesten «Kuhversteher» der Schweiz. Als «Kuhsignale-Trainer» beobachtet er Körperhaltung, Verhalten und Aussehen der Tiere und erkennt daraus, ob es ihnen gut geht. Mit seinen Erkenntnissen berät er Bauernfamilien bei Fragen zu Tierhaltung und Stallbau. Aufgewachsen ist Manser auf einem Pachtbetrieb mit Milchwirtschaft und Schweinehaltung in Andwil SG. Eigentlich wäre er gerne selbst Bauer geworden. Weil er jedoch den Hof nicht übernehmen konnte, studierte er an der ETH Agronomie. Während 27 Jahren arbeitete er als Lehrer und Berater am Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen. Heute ist er mit seiner Familienfirma «Kuhsignale.ch» selbständig. Einem breiten Publikum ist Christian Manser auch als langjähriger Moderator des «Säulirennens» und Verantwortlicher der Tierausstellungen an der OLMA bekannt. Zudem war er Gossauer Stadtrat und Dirigent eines Jodlerchörlis. Für sein Engagement wurde er mit dem «Prix Agro-Star Suisse» ausgezeichnet. _______________________ Gerlinde Neff (65), Älplerin und ehemalige Pflegefachfrau Gerlinde Neff verbringt seit fast vier Jahrzehnten jeden Sommer auf der «Altenalp» hoch über dem Seealpsee. Die Alp liegt auf rund 1600 Metern über Meer, ist nur zu Fuss erreichbar und gilt wegen ihres steilen Geländes als besonders anspruchsvoll. Neff ist im Grossraum Stuttgart auf einem Bauernhof aufgewachsen und wurde Pflegefachfrau. Diese Tätigkeit brachte sie 1986 ins Appenzellerland zu einer Stelle ins Spital nach Teufen (AR). Ihr damaliger Wunsch war es, einmal für ein paar Tage auf einer Alp mit anzupacken. Für einen zweiwöchigen Arbeitseinsatz ging sie auf die Altenalp, wo sie sich prompt in Bruno, den Älpler verliebte. Die beiden heirateten 1988, zogen vier Kinder gross und sind heute Grosseltern von zehn Enkelkindern. Heute führt der eine Sohn und seine Frau den Bauernbetrieb. Gerlinde kümmert sich auf der Alp aber immer noch um Kühe, Ziegen und Schweine, hilft beim Melken und Käsen und empfängt Übernachtungs- und Gastwirtschaftsgäste. Neben ihrer Arbeit als Bäuerin engagierte sich Gerlinde Neff in verschiedenen Kommissionen. Bis heute ist sie Geschäftsführerin Verein «Bäuerlicher Sorge-Chratte». Zudem war sie 7 Jahre lang Grossrätin von Appenzell Innerrhoden. Moderation: Dani Fohrler
54 Minuten
Christian Zeugin begrüsst die langjährige Fernsehmoderatorin und Leadership-Coach Eva Wannenmacher sowie den profilierten Radiomoderator und Nacht-Talker Ralph Wicki. Eva Wannenmacher (55) Über zwei Jahrzehnte hinweg prägte sie als unverwechselbares Gesicht das SRF-Kulturmagazin «Kulturplatz» und schrieb zuvor als jüngste «10vor10»-Anchorwoman Fernsehgeschichte. Schon früh sorgte die gebürtige Zürcherin dafür, sich nie allein über den Bildschirm zu definieren: Inspiriert von einer Ehetherapeutin baute sie sich über viele Jahre fundierte psychologische Ausbildungen auf. Nach ihrem bewussten Abschied vom Fernsehen im Jahr 2025 begleitet sie heute als zertifizierter Leadership Coach Führungskräfte aus Wirtschaft und Kultur, unterrichtet an der Universität Basel und verbindet klassische Rhetorik mit Atemarbeit und Nervensystem-Regulation. Privat lebt die dreifache Mutter und junge Grossmutter ein eng verbundenes Patchwork-Modell über Generationen hinweg. _______________________________________ Ralph Wicki (65) Mit seiner sonoren Stimme, langen Haaren und ausgeprägtem Einfühlungsvermögen begleitete er ab 2014 im «Nachtclub» auf Radio SRF 1 schlaflose Menschen durch dunkle Stunden. In über 1500 Livesendungen führte der einstige Musikchef und passionierte Plattensammler rund 7500 ungeschminkte Gespräche über Freud, Leid und existenzielle Lebensfragen. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen in Luzern, wagte er nach abgebrochenen Studien in Medizin und Geisteswissenschaften den Sprung ans Radiomikrofon. Nach tiefen Sinnkrisen fand er im nächtlichen Austausch mit dem Publikum seine Lebensaufgabe. Stets an seiner Seite: Sein Stoffschaf «Lämmli», das ihn seit über 30 Jahren durchs Leben begleitet. Mit Erreichen des Pensionsalters verabschiedet sich der bekennende Nachtmensch von der SRF-Bühne, um als moderner Nomade die Welt zu bereisen. _______________________________________ Moderation: Christian Zeugin _______________________________________ Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
51 Minuten
Karatemeister Bruno Humbel trifft bei Olivia Röllin auf Schauspieler Mike Müller Mike Müller (62) gehört zu den bekanntesten Schweizer Schauspielern und Satirikern – und will sich doch nicht auf eine Rolle festlegen lassen. Aufgewachsen im Kanton Solothurn, arbeitete er schon als Jugendlicher neben der Schule in Apotheke, Gastronomie und auf dem Bau und gründete mit Freunden eine Theatergruppe. Nach 27 Semestern schloss er sein Philosophiestudium ab, fuhr Taxi und wurde in der Late-Night-Show mit Viktor Giacobbo, und später als Bestatter in der Rolle des Luc Conrad schweizweit bekannt. Seit einem Jahr ist er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich. Heute ist er zusammen mit seinem Hund Pesche und dem Circus Knie auf Tournee; für Rollen lernt er immer wieder Neues – vom Reiten bis zu Karate. Bruno Humbel (69) wuchs mit seinem jüngeren Bruder und seiner alleinerziehenden Mutter in Wettingen auf. Geld war knapp, der Vater starb, als Humbel fünf Jahre alt war. Früh begeisterte er sich der Junge Naturwissenschaften: Er experimentierte mit Chemikalien, baute Hygrometer und setzte auch mal den Küchentisch in Brand. An der ETH Zürich studierte er Biochemie. Über Stationen in München, Utrecht und Lausanne führte ihn sein Weg 2017 nach Okinawa, Japan, wo er die Mikroskopieabteilung des Okinawa Institute of Science and Technology leitete. Seine grosse zweite Leidenschaft ist Japan und der Kampfsport: Seit 33 Jahren praktiziert er Aikido, trainiert Schwertkampf und hat den schwarzen Gurt im Karate. _______________________________________ Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat. ________________________________________
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Über diesen Podcast

«Persönlich» ist die erste Live-Radio-Talksendung der Schweiz. Sie wird jede Woche von über 400'000 Hörerinnen und Hörern am Radio verfolgt. Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Im «Persönlich» sind Gäste eingeladen, die aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat
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