HerStory - Geschichte(n) von Frauen und Queers Archiv
129 Episoden
6 Minuten
Mein ebook "Paris 1926. Neun Frauen zwischen Salon und Bühne" ist am 6. Oktober erschienen. Im Buch begegnen euch Kiki de Montparnasse, Janet Flanner, Natalie Clifford Barney, Joséphine Baker, Eileen Gray, Gertrude Stein und Alice B. Toklas und andere. Für sie alle hatte das Jahr 1926 eine besondere Bedeutung. Das E-Book hat 110 Seiten und ist auf Ko-Fi erhältlich. ko-fi.com/paris1926
51 Minuten
Sie war die Frau, die einen König den Thron kostete. Auf diese Zeile wird Wallis Simpson immer wieder reduziert, weil Edward VIII. die britische Krone aufgab, um mit ihr zusammen zu sein. Kaum eine Frau des 20. Jahrhunderts wurde so zur Projektionsfläche wie Simpson: sie gilt als manipulativ, berechnend, kaltherzig. Ein Blick auf das Leben der Frau, die durch einen Skandal berühmt wurde.
52 Minuten
Sie war so avantgarde wie die Maler*innen ihrer Zeit: Gertrude Stein experimentierte Anfang des 20. Jahrhunderts mit Sprache wie kaum jemand vor ihr. Die breite Masse las ihre Bücher kaum, doch sie prägte den Stil von Zeitgenossen wie Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald. Erinnert wird Stein bis heute für ihre Bildersammlung mit Gemälden von Picasso, Marie Laurencin und Juan Gris. Stein und ihre Partnerin Alice B. Toklas waren ein intellektueller Fixstern im Paris der 20er Jahre.
38 Minuten
Trưng Trắc und Trưng Nhị lösten vor fast zweitausend Jahren den ersten großen Aufstand gegen die chinesische Herrschaft in Vietnam aus. Ihre Herrschaft war kurz, der Freiheitskampf endete in einer Niederlage. Doch die Trưng Schwestern sind bis heute in Vietnam bekannt und werden verehrt.
57 Minuten
Sie war Anarchistin, Feministin und unterstützte Lebensentwurfe jenseits des Heteronormativen: Emma Goldman stieg von der armen jüdischen Einwanderin zur politischen Aktivistin auf, die vor allem für zwei Dinge eintrat: Freiheit und Gleichheit. Warum sie deshalb bald als "gefährlichste Frau der USA" galt und schließlich abgeschoben wurde, erfahrt ihr in dieser Folge.
1 Stunde 15 Minuten
Live-Mitschnitt des Panels im Mai 2026 im Rahmen des Wiborada-Jubiläums. Moderiert von Judith Grosse vom Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz sprechen Historikerin Caroline Arni von der Universität Basel und ich darüber, wie wirFrauenbiografien populär erzählen und ihnen dennoch aus historischer Perspektive gerecht werden können. Wie erzählt man Geschichten differenziert, ohne die Protagonistinnen zu idealisieren oder zu Anti-Heldinnen zu machen?
40 Minuten
Wiborada von St. Gallen ließ sich freiwillig einmauern. Die Inklusin beriet Bischöfe und Herzöge und rettete die Bibliothek von St.Gallen vor der Zerstörung. 926 von ungarischen Reitern erschlagen, ist Wiborada die erste Frau, deren Heiligsprechung durch einen Papst dokumentiert ist.
1 Stunde 33 Minuten
Helene Stöcker war Frauenrechtlerin, Sexualreformerin und Pazifistin. Ich spreche mit Historikerin, Podcasterin und Autorin Bianca Walther über eine Frau, die aneckte. Stöcker entwickelte mit ihrer „Neuen Ethik“ eine Philosophie der Liebe, mit der sie jedoch auch in der Frauenbewegung auf Widerstand stieß. Sie teilte außerdem zeitgenössische eugenische Ansichten, die wir in der Folge einordnen. Fragt eure Buchhandlung nach Biancas Buch: Bianca Walther: Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde Ihr findet Bianca online unter www.frauenvondamals.de und auf Instagram: @frauenvondamals HerStory unterstützen: bei [Steady](https://steadyhq.com/de/herstory/about) oder [PayPal](https://www.paypal.com/paypalme/Jazzemin)
31 Minuten
Marlow Moss war Konstruktivist*in, Bildhauer*in, queere Ikone. Moss' revolutionäre Erfindung der Doppellinie hat nachweislich Künstler Piet Mondrian beeinflusst hat. Trotzdem wurde nur Mondrian international bekannt. Eine Spurensuche, wer Marlow Moss war, warum die Erfindung der Doppellinie eine Revolution war – und wie Moss vergessen wurde. Wenn ihr Moss' Werke sehen wollt: Vom 2. April bis 26. Juli 2026 läuft im Georg Kolbe Museum die Ausstellung "Creating Space. The Constructivist Marlow Moss"
38 Minuten
Therese von Bayern war Prinzessin und zugleich Forschungsreisende im 19. Jahrhundert. Von ihr wurde erwartet, höfische Pflichten zu erfüllen und standesgemäß zu heiraten. Stattdessen eignete sich die wissbegierige Prinzessin autodidaktisch Sprachen und wissenschaftliches Wissen an. Sie bereiste Europa, Russland, Nord- und Südamerika, sammelte Pflanzen, Tiere und ethnologische Objekte und veröffentlichte ihre Forschung.
3 Minuten
„Stalino – Geschichten einer besetzten Stadt“ erzählt in fünf Episoden von der deutschen Besatzung der ukrainischen Stadt Donezk während des Zweiten Weltkrieg. Damals trug die Stadt den Namen des sowjetischen Diktators Joseph Stalin – Stalino. Ich begleite euch als Host durch den Podcast. Wir folgen fünf Menschen, die die deutsche Besatzung ganz unterschiedlich erleben – von einer Ballerina, die für die Deutschen tanzt, über den Bürgermeister, der im Auftrag der Deutschen die Stadtverwaltung umbaut, bis hin zu einem jüdischen Mädchen, das den Holocaust überlebt. Das Projekt wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
39 Minuten
Die Kommunistin und Widerstandskämpferin Olga Benario ging als Leibwächterin mit dem Revolutionär Luis Carlos Prestes nach Brasilien. Als ein dort geplanter Aufstand gegen das Regime scheiterte, lieferte der brasilianische Diktator die schwangere Benario an Nazi-Deutschland aus. Die Revolutionärin musste ihr Kind im Gefängnis zur Welt bringen. Das Kind wurde gerettet, Benario wurde ermordet. HerStory unterstützen: bei [Steady](https://steadyhq.com/de/herstory/about) oder [PayPal](https://www.paypal.com/paypalme/Jazzemin)
31 Minuten
Catharina Linck wurde 1721 wegen "Sodomie" angeklagt und als letzte Frau in Europa für "Unzucht mit einem Weibe" hingerichtet. Vor ihrer Verurteilung lebte Linck jahrelang ein genderfluides Leben mit weiblichen und männlichen Rollen. Doch dass sie in ihrer Identität als "Augustinus Rosenstengel" in eine Frau verliebte, wurde ihr zum Verhängnis.
27 Minuten
Als Frau mit afroamerikanischen und indigenen Wurzeln hatte Edmonia Lewis im 19. Jahrhundert wenig Chancen auf eine Karriere in der Kunst. Sie schaffte es trotzdem. Lewis überlebte Gewalt, wandte sich gegen Bevormundung und fand ihre künstlerische Freiheit in Italien. Dort schuf sie ein Meisterwerk, das 1876 in der Presse gefeiert wurde und dann für beinahe 100 Jahre verschwand - bis es an sehr ungewöhnlicher Stelle wiederentdeckt wurde.
25 Minuten
Olympe de Gouges schrieb mitten in der Französischen Revolution die Erklärung der Frauen- und Bürgerinnenrechte. Geboren als Metzerstochter, die Bildung rudimentär, bildete sie sich selbst weiter und begann zu schreiben. De Gouges war von Anfang an politisch - und wurde für ihre Überzeugungen schließlich hingerichtet.