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Alles Geschichte - Der History-Podcast Archiv

535 Episoden
22 Minuten
Mit dem Warschauer Pakt reagierte die Sowjetunion auf die Gründung der NATO und die Aufnahme der Bundesrepublik in das westliche Verteidigungsbündnis. Der Ministerpräsident der DDR Otto Grotewohl nannte den Warschauer Vertrag 1955, im Jahr seiner Unterzeichnung, eine "kraftvolle Demonstration des Friedens- und Verständigungswillens der beteiligten Staaten". 1991 wurde der Pakt aufgelöst. (BR 2011)
22 Minuten
Alexander Solschenizyn bekam 1970 den Literaturnobelpreis. Mit seinem Werk "Archipel Gulag" durchbrach der Schriftsteller das Schweigen über den Roten Terror und setzte den Opfern von Stalins Lagern ein Denkmal. Vier Jahre später bürgerte ihn die Sowjetunion aus. Erst viel später kehrte er zurück. Solschenizyns Biographie ist nicht frei von Widersprüchen. Auch Putin beruft sich heute auf den Autor. (BR 2017)
23 Minuten
Der Polarforscher Ernest Shackleton rettete seine Mannschaft aus auswegloser Lage in der Antarktis. Dem Kapitän der Endurance gelang es immer wieder, seine Leute umso mehr aufzubauen, je schrecklicher und aussichtsloser die Situation schien. (BR 2013)
22 Minuten
Der Krieg gilt als männliches Terrain. Frauen spielen eher eine untergeordnete Rolle. Umso wichtiger sind weibliche Berichterstatterinnen. Denn Tod und Gewalt machen nicht vor Geschlechtergrenzen Halt. (BR 2020)
12 Minuten
Als im Kosovo die Luftschläge der NATO begannen, gab es nur wenige Journalist:innen in der Provinzhauptstadt des Kosovo. Und "embedded" war damals so gut wie niemand - eingebettet in die jugoslawische Armee oder die NATO-Streitkräfte, so wie man das von den "Medienkriegen" heute kennt, die vor laufenden Kameras geführt werden. (BR 2011)
22 Minuten
Der Erste Weltkrieg war auch der erste totale Propagandakrieg. Es galt, den jeweiligen Feind zum Unmenschen zu stempeln. Die Waffen: Parolen, Lügen, Symbole. Die Schlachtfelder: Zeitungen, Plakate, das Kino. (BR 2014)
23 Minuten
Vor 40.000 Jahren formen Menschen aus Elfenbein Statuetten: Pferde, Mammuts, die Figur einer Frau und heute ganz prominent: einen Löwenmenschen. Es sind die ältesten bisher gefundenen Kunstwerke der Welt. Überbleibsel aus einem Zeitalter, das wir Aurignacien nennen. Doch warum ersinnen diese ersten modernen Menschen Kunst? (BR 2017)
23 Minuten
Ohne Landwirtschaft wäre die Menschheit nicht das, was sie heute ist: Der Übergang von der Kultur der Jäger und Sammler zur Kultur der Bauern bildet die Grundlage unserer Zivilisation. Aber wie hat alles angefangen? Warum setzte sich die neue Lebensweise überhaupt durch? Anfangs hatten die Bauern sogar sehr viel schlechtere Überlebenschancen als die Jäger und Sammler. Und doch sind sie heute die Gewinner der Geschichte. (BR 2014)
23 Minuten
Schrift ist eine ziemlich neue Erfindung innerhalb der Menschheitsgeschichte. Vor rund 5.200 Jahren tauchen im heutigen Irak erste Tontafeln auf, in die strukturierte Zeichen eingeritzt wurden. Doch es waren keine Texte im heutigen Sinn. Und im Gegensatz zu heute gab es einen eigenen Beruf des "Schreibers": Schon fünfjährige Kinder wurden dafür ausgewählt und über viele Jahre hinweg ausgebildet. (BR 2018)
23 Minuten
1932/33 herrschte in der Sowjetunion eine Hungersnot, die in der Ukraine Millionen Opfer forderte. Noch heute ist umstritten, inwieweit Stalin den Hungertod als politische Waffe gegen die renitenten Ukrainer benutzte. (BR 2019)
23 Minuten
Die Ukraine ist ein junger Staat im Osten Europas mit einer turbulenten, leidvollen Geschichte. Ist das Land zerrissen zwischen Ost und West? Oder ein modernes multiethnisches Staatsgebilde? Die Deutung der Vergangenheit beeinflusst, wie die Ukraine heute gesehen wird. (BR 2021)
24 Minuten
Haben Deutschland und Russland ein ganz besonderes Verhältnis zueinander? 1922 wurde der Vertrag von Rapallo zwischen zwei Außenseitern der Weltpolitik geschlossen: Sowjetrussland und Deutschland wollten damit ihre internationale Isolierung durchbrechen. Besonders Frankreich, Polen und Großbritannien waren geschockt. Bis heute spricht man von dem "Rapallo-Komplex", wenn eine zu starke Annäherung Deutschlands an Russland befürchtet wird. (BR 2022)
23 Minuten
Alles begann mit einer Reise der jungen Ida B. Wells im Jahre 1883. Der Schaffner will sie aus dem Wagen der Ersten Klasse gewaltsam in den Wagen für Schwarze Fahrgäste zerren. Sie wehrt sich. Später wird Ida B. Wells als eine der ersten Schwarzen investigativen Journalistinnen der USA gegen die grausamen Lynchmorde ankämpfen. Ihnen fielen Tausende zum Opfer. (BR 2022)
23 Minuten
Bei der Geburt der Vereinigten Staaten von Amerika galten keineswegs für alle Bevölkerungsgruppen dieselben Rechte. Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776 gab es mehr als 460.000 Sklaven und Sklavinnen. Bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges rund 100 Jahre später hatte sich ihre Zahl in den Südstaaten nahezu verzehnfacht. Der Weg der afro-amerikanischen Bevölkerung zu einer vollen Gleichberechtigung mit der weißen Mehrheit war lang und schwierig. Er ist noch nicht zu Ende. (BR 2014)
23 Minuten
Systematische Haftstrafen wurden erst Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt. Vorher gab es vor allem Leibes- und Todesstrafe, Verbannung und Geldbußen. Im 16. Jahrhundert entstanden die ersten Vorläufer von Gefängnissen im modernen Sinn. Sie waren zunächst Einrichtungen der Armenpflege und verpflichteten zur Arbeit. (BR 2015)