Mit Herz und Haltung Archiv
363 Episoden
44 Minuten
Wie könnte die katholische Kirche mit ihren Glaubensinhalten besser zu den Menschen durchdringen, die moderne Medien nutzen? Oder ist der Absender “katholisch” dank Missbrauchsskandal, Kirchenkrise und Reformstau von vornherein chancenlos im Social-Media-Game? Über diese Fragen kommen wir mit dem Kommunikationsberater und Theologen Tobias Sauer ins Gespräch.
35 Minuten
Die Sommerferien haben begonnen, die Freibäder sind eröffnet und für viele steht auch der lang ersehnte Sommerurlaub vor der Tür. Neben dem Trubel von Gartenpartys und Last-Minute-Urlaubsvorbereitungen bietet der Sommer Zeit und Gelegenheit, sich etwas Ruhe zu gönnen und das ein oder andere Buch zur Hand zu nehmen. Wir haben deshalb den Pastoraltheologen und Literaturkenner Prof. Dr. Erich Garhammer um seine Lesetipps für den Sommer 2023 gebeten.
38 Minuten
Soziale Netzwerke sind aus der tagtäglichen Kommunikation kaum mehr wegzudenken. Was macht das mit unserer Kommunikationskultur? Wie haben sich Debatten auch außerhalb der Bildschirme durch gut 15 Jahre mit Social Media verändert und welche Herausforderungen liegen vor uns? Über diese und weitere Fragen haben wir mit der Philosophin Claudia Paganini gesprochen.
37 Minuten
Kürzlich veröffentlichte das römische Dikasterium für Kommunikation unter dem Titel [„Towards Full Presence“](https://www.vatican.va/roman_curia/dpc/documents/20230528_dpc-verso-piena-presenza_en.html) – übersetzt: „Auf dem Weg dahin, ganz gegenwärtig zu sein“ - ein Dokument mit pastoralen Überlegungen zum Umgang mit Sozialen Medien. Dr. Falk Hamann aus dem Team von "Mit Herz und Haltung" gibt zu Beginn des Podcasts einen Überblick über dessen Kernaussagen. Es folgt ein Gespräch mit der Direktorin der Pastoralabteilung des Dikasteriums, Nataša Govekar, das wir im November 2022 auf dem Katholischen Medienkongress in Bonn geführt haben. Im Fokus standen dabei besonders die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten, den digitalen Raum für eine moderne Glaubenskommunikation zu nutzen. Denn ist nicht gerade das Potenzial, Menschen aus der ganzen Welt zusammenzubringen, der katholischen Weltkirche und Social Media gemein?
47 Minuten
Kurz nach der Einigung der EU-Innenminister*innen auf eine restriktivere Asylpolitik, nach dem Schiffsunglück vor der griechischen Küste und nachdem vor einem Monat der Flüchtlingsgipfel zwischen Bund und Ländern zu Ende ging, fand am 15. Juni in der Katholischen Akademie Berlin der 7. Katholische Flüchtlingsgipfel statt. Rund 100 Expert*innen, Haupt- und Ehrenamtliche kamen an diesem Tag zusammen, um sich den Anliegen vulnerabler Schutzsuchender zu widmen. Das heißt, dass insbesondere Menschen mit Behinderung, Betroffene von Menschenhandel und unbegleitete minderjährige Flüchtende im Mittelpunkt des Austauschs standen.
38 Minuten
In vielen deutschen Städten erinnert eine Straße an den 17. Juni 1953. 2023 jährt sich der Volksaufstand, der rund um diesen Tag in über 700 Städten und Dörfern in der DDR stattfand, zum 70. Mal. Es handelte sich um die erste große Volkserhebung gegen die kommunistischen Machthaber im gesamten Ostblock. Innerhalb weniger Stunden entfaltete sich eine ungeahnte Dynamik mit rund einer Million Teilnehmenden, welche die Parteiführung der SED überraschte. Auf Bildern sind anfangs glückliche, gelöste Menschen zu sehen, die sich ihre Freiheit und Würde zurückerstritten. Doch am Ende rollten sowjetische Panzer zur Einschüchterung gegen die Demonstrant*innen und waren 50 Todesopfer zu beklagen. Es folgten Schauprozesse, ein Umbau der Sicherheitsorgane, eine verstärkte Repression (auch gegen kirchliche Gruppierungen), und schließlich am 13. August 1961 der Bau der Berliner Mauer. Wie blicken wir - 70 Jahre später - auf den 17. Juni 1953 zurück? Wie ordnet sich das Gedenken in aktuell wieder virulente Ost-West-Diskurse ein? Was bedeutet dies für die künftige Aufarbeitung der SED-Diktatur und unseren Blick auf die DDR?
49 Minuten
Angesichts weltweiter Naturkatastrophen ist das Thema Umwelt- und Klimaschutz so aktuell wie nie zuvor. Gleichzeitig sorgen sich viele Menschen, wie dies sozial gerecht gelingen soll. Die Diskussionen um den verpflichtenden Einbau alternativer Heizungstechniken ab 2024 ist da nur das jüngste Beispiel. Sind wir imstande, Ökonomie und Ökologie in ein neues Gleichgewicht zu bringen, Bewahrung des Wohlstandes und Bewahrung der Lebensgrundlagen miteinander zu verbinden? Und dabei die soziale Dimension zu wahren?
24 Minuten
Die Zahl der Asylerstanträge ist aktuell so hoch wie lange nicht mehr. Immer mehr Menschen suchen Schutz und Hilfe, doch wie Deutschland die Menge der Menschen realistisch aufnehmen kann und sollte, ist umstritten. Im Kanzleramt ging jüngst der Flüchtlingsgipfel zwischen Bund und Ländern zu Ende. Es wurde intensiv diskutiert, wie die Asylpolitik zukünftig geführt werden soll, jedoch wurden unter anderem kirchliche Wohlfahrtsverbände nicht eingeladen, obwohl sie vielerorts zahlreiche Flüchtlingsprojekte betreiben. Wir, bei „Mit Herz und Haltung“ haben den Hamburger Erzbischof Heße eingeladen, in einem Interview über die Polarisierung und die aktuellen Brennpunkte der deutschen Flüchtlingspolitik zu sprechen. Erzbischof Dr. Stefan Heße ist seit 2015 Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen und seit 2016 Vorsitzender der Migrationskommission. 2015 empfing er die Bischofsweihe und ist seitdem Erzbischof von Hamburg. Interview: Dr. Karin Wollschläger Redaktion: Dr. Thomas Arnold, Daniel Heinze, Jonatan Burger, Paulin Krause, Emily Siegel Intro/Outro, Schnitt und Produktion: Daniel Heinze Der Podcast wird als Projekt mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
24 Minuten
Das Jahr 1923 steht für eine komplizierte Zeit: Besetzung des Ruhrgebietes, Inflation, Wirtschaftskrise, Hitlerputsch und schließlich die sogenannten kommunistischen Putschversuche in Sachsen. Von rechts und links wird die junge Demokratie erschüttert. Sachsen wird zu einem der Zentren. Während die evangelische Kirche gerade die Trennung von Krone und Kreuz verarbeiten muss, sucht das neu gegründete katholische Bistum nach seiner Verortung in der Minderheit.
38 Minuten
Sexueller Missbrauch in öffentlichen Räumen und noch dazu gedeckt vom Staat? Ende Februar wurde in Schwerin eine weitere Missbrauchsstudie vorgestellt, bei der es nun einige Neuerungen im Forschungsvorgehen gegeben hat: Die vom Erzbistum Hamburg in Auftrag gegebene Studie erforscht zum ersten Mal speziell die katholische Kirche in der DDR. Im Interview mit der Leiterin des Forschungsteams bringen wir für euch die wichtigsten Hintergründe und Erkenntnisse noch einmal zusammen.
42 Minuten
Während die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche in der öffentlichen Wahrnehmung steht, tritt das Thema der Prävention oft in den Hintergrund. Was passiert aktuell in der katholischen Kirche, um Kinder und Erwachsene vor sexualisierter Gewalt zu schützen, und wo gibt es noch Handlungsbedarf? Darüber haben wir Pater Hans Zollner SJ gesprochen.
48 Minuten
Der Überfall Russlands auf die Ukraine vor gut einem Jahr hat in vielen Lebensbereichen Spuren hinterlassen. Der Begriff der Zeitenwende ist längst auch in den Alltag vorgedrungen. So wird auch von einer ökumenischen Zeitenwende gesprochen. Es muss neu darüber nachgedacht werden, unter welchen Voraussetzungen der Dialog zwischen den Kirchen möglich sein kann und wann er möglicherweise nicht mehr zu verantworten ist. Darüber spricht der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hier im Podcast.
39 Minuten
An kaum einem anderen Ort greifen Religion, Politik und gesellschaftliche Fragen derart ineinander wie in Israel. Derzeit ist das Land so häufig Thema in den Nachrichtensendungen wie schon lange nicht mehr: Wir hören von Razzien des israelischen Militärs im Westjordanland, von mehr als einem Dutzend Toten Israelis durch palästinensische Angriffe. Noch dazu versetzt eine geplante Justizreform das Land in Unruhe. Und mittendrin drei der großen Weltreligionen – Juden, Christen, Muslime, deren Verhältnis in Israel alles andere als unkompliziert ist.
40 Minuten
Vor einer Woche ging die letzte Vollversammlung des Synodalen Wegs in Frankfurt zu Ende. Ein dramatischer Showdown blieb zwar aus, aber über die Ergebnisse des Projekts wird weiter heftig diskutiert. Das Ringen um Einheit und Konsens führt nun zu der Frage, was wir realistisch von der Kirche in Zukunft erwarten dürfen. Karin Wollschläger und Benjamin Leven haben sich für uns über die Ereignisse und Debatten der letzten Synodalversammlung unterhalten.
32 Minuten
In Frankfurt geht dieser Tage der Reformprozess der katholischen Kirche, der Synodale Weg, in die vorerst letzte Runde. Manche hoffen auf ein positives und konstruktives Ende, aber viele vermuten ein dramatisches Finale voller Enttäuschungen. Wir haben uns mit dem irischen Journalisten Derek Scally über den Synodalen Weg unterhalten.