WDR 5 Erlebte Geschichten Archiv
619 Episoden
23 Minuten
Millionen Menschen weltweit hungern in den 60er Jahren. Da müssen wir etwas tun! Diesen Eindruck haben nicht allein die gerade gegründeten kirchlichen Hilfswerke "Brot für die Welt" und "Misereor". Auch Bundespräsident Heinrich Lübke regt maßgeblich an, dass eine konfessionell neutrale Organisation den Hunger bekämpft: die "Welthungerhilfe". Bernd Dreesmann bringt das Projekt in der deutschen Öffentlichkeit und in den Empfängerländern auf den Weg. Autorin: Irene Dänzer-Vanotti Von Irene Dänzer-Vanotti.
23 Minuten
Schon in jungen Jahren bewirbt sich die heute 76jährige Badenerin Hannelore Hensle um einen humanitären Einsatz bei der Diakonie. Der erste führt sie 1969 nach Sao Tomé vor der Küste Afrikas, von wo aus im nigerianischen Bürgerkrieg die Luftbrücke nach Biafra organisiert wird. Danach folgen Einsätze in Angola und in Gabun. Von 1970 an leitet Hannelore Hensle das Südasien-Referat von "Brot für die Welt". 1982 übernimmt sie die Leitung der "Diakonie Katastrophenhilfe". Autorin: Andrea Kath Von Andrea Kath.
23 Minuten
Auf der Facebook-Seite der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wird er der "Meerschweinchen-Papst" genannt. Norbert Sachser nimmt es gelassen. Tatsächlich ist der 66-jährige renommierte Verhaltensforscher fasziniert von den munteren Nagern. Sind sie doch in der Lage, auf engstem Raum friedlich zusammenzuleben und stabile soziale Bindungen aufzubauen. Autorin: Andrea Lieblang Von Andrea Lieblang.
24 Minuten
Carmen Rohrbach, 1948 in der ehemaligen DDR geboren, arbeitete am Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung in Seewiesen bei München. Ein Jahr lang erforschte sie das Leben der Meeres-Echsen auf den Galapagos Inseln. Inzwischen ist Carmen Rohrbach eine der bekanntesten Reiseschriftstellerinnen Deutschlands und hat fast die halbe Welt erkundet - immer allein, höchstens in Begleitung von Dromedar, Pferd oder Esel. Autorin: Rebecca Hillauer Von Rebecca Hillauer.
21 Minuten
Fritz Eckenga ruht in sich - ganz tief unten drinne. So wie et sich füan ächten Ruhrie gehört! Geboren 1955 in Bochum, verbüßt er seine "Wohnhaft" in Dortmund. Nach Schule und kaufmännischer Lehre, Zivildienst, Abi auf dem 2. Bildungsweg und nach abgebrochenen Publizistik-Studium fand er zum Wort - dat Gesprochene in Ruhrdeutsch, dat Geschriebene nich!. Von zu Hause aus dichtet er sich die Welt zusammen. Autorin: Ariane Hoffmann Von Ariane Hoffmann.
22 Minuten
Klaus Theweleit, 1942 im ostpreußischen Ebenrode geboren, beschäftigt sich seit seinem vor rund 40 Jahren erschienen spektakulären Buch "Männerphantasien" mit den kulturhistorischen Auswirkungen männlicher Gewalt. Nach der Flucht der Familie aus der Heimat wuchs er in Schleswig-Holstein auf, studierte Germanistik und Anglistik in Kiel und Freiburg. Klaus Theweleit gilt international als einer der wichtigsten Analytiker der Grundlagen von rechtsradikaler Gewalt. Autor: Ingo Zander Von Ingo Zander.
24 Minuten
Wenn Bärbel Bracht als Kind ein Krankenhaus betrat, fühlte sie sich wohl. Die Atmosphäre gefiel ihr, der Geruch, die Geschäftigkeit. Bärbel Bracht beschloss früh, Hebamme zu werden, ging diesem Lebensfaden nach und machte 1975 ihr Examen als Geburtshelferin. Die heute 67-jährige Gevelsbergerin hat zahlreiche Geburten miterlebt. Im Laufe der Jahrzehnte habe sich allerdings viel verändert. Autorin: Andrea Klasen Von Andrea Klasen.
23 Minuten
Die Lebensgeschichten der Opfer des Nationalsozialismus in die Gegenwart und Zukunft weitertragen: Das ist seit Jahrzehnten die Aufgabe von Christoph Heubner. Mit Jugendlichen aus ganz Europa besucht er die Gedenkstätte auf dem Gelände des Konzentrationslagers Auschwitz, dem Ort, der zum Synonym für den Holocaust wurde. Christoph Heubner ist heute Vizepräsident des Internationalen Auschwitzkomitees und Schriftsteller. Autorin: Irene Dänzer-Vanotti Von Irene Dänzer-Vanotti.
24 Minuten
Michael Sallmanns Stationen: Eine dörfliche Kindheit im Erzgebirge, eine Schulzeit in der frühen DDR, eine Nazi-Clique, der Aufstand ’68 in der Tschechoslowakei, lange Haare und Rockmusik und eine Lehre als Baumaschinist. Dann der Aufbruch nach Leipzig. Michael Sallmann wird Liedermacher, Dissident. Er kommt in den "Stasi-Knast" und wird schließlich in den Westen abgeschoben. Autor: Joachim Schönfeld Von Joachim Schönfeld.
21 Minuten
"Wenn bei der Hausfrau Inke Beyer das Telefon schellt, denkt sie weniger an einen gemütlichen Plausch als an einen Jugendlichen in Not." So begann im November 1970 ein Artikel in der Kölnischen Rundschau, in dem die Kinder-Notruf vorgestellt wurde. Damals gab es noch keine Adresse und keine Rufnummer an die sich Kinder und Jugendlich in Not wenden konnten. Der Kinderschutzbund wollte das ändern und setzte auf ehrenamtliche Helferinnen wie Inke Beyer. Autorin: Veronika Bock Von Veronika Bock.
23 Minuten
Sein Land Luxemburg hat in etwa so viele Einwohner wie Düsseldorf. Doch Jean-Claude Juncker machte Politik für 450 Millionen Menschen in der EU. Ein Christdemokrat, dessen Wurzeln im Arbeitermilieu lagen. Juncker, ein hartnäckiger Aufsteiger und ein föderal denkender Europäer par excellence. Jovial und anpassungsfähig, vor allem aber zäh. Autor: Heiner Wember Von Heiner Wember.
24 Minuten
Heide Sommer hat ein halbes Jahrhundert als Sekretärin für berühmte Chefs gearbeitet. Machtmenschen und Geistesgrößen, denen sie mit Leidenschaft und ständig wachsender Kompetenz diente. 1963 begann sie bei der Zeit und lernte dort ihren Mann, den späteren Zeit-Chefredakteur Theo Sommer kennen. In der Schweiz arbeitete sie für den Schriftsteller Carl Zuckmayer und - zurück in Hamburg - für Günter Gaus, den Spiegel-Gründer Rudolf Augstein und schließlich auch für Helmut Schmidt. Autor: Ralf Gödde Von Ralf Gödde.
22 Minuten
Nichts ist ihm in den Schoß gefallen, nur seine große Begabung. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich, wird übermorgen 90 Jahre alt. Er zählt zu den beliebtesten Gesichtern der deutschen Fernseh- und Filmlandschaft. Bekannt geworden ist der Schauspieler als unheimlicher Massenmörder in dem Kinofilm "Nachts, wenn der Teufel kam" aus dem Jahr 1957. Daraus entwickelte sich einer der populärsten deutschen Finsterlinge des deutschen Films. Autorin: Melahat Simsek Von Melahat Simsek.
21 Minuten
Reinhard Griebel ist mit Wichteln, ihren Zipfelmützen und Laternen aufgewachsen. Sein Urgroßvater gründete 1874 eine Keramik-Manufaktur in Gräfenroda in Thüringen. Sie gilt als "Wiege der Gartenzwerge", und für Ur-Enkel Reinhard Griebel stand schon als Kind fest, dass er eines Tages den Betrieb übernehmen würde. Von ehemals 16 Manufakturen in der Region ist nur seine geblieben. In ganz Europa gibt es niemanden mehr, der Gartenzwerge aus Ton in Serie herstellt. Autorin: Martina Meißner Von Martina Meißner.
24 Minuten
Professor Walter Möbius ist 83 Jahre alt, lebt in Bonn, wo er 40 Jahre lang als Arzt gearbeitet hat, 24 Jahre war er Chefarzt im Bonner Johanniter-Krankenhaus. Und dort, wegen der Nähe damals zur Bundesregierung und zum Bundestag, hat er auch viele Staatsmänner und Prominente behandelt, darunter Bundeskanzler Helmut Kohl. Autorin: Irene Geuer Von Irene Geuer.