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WDR 5 Erlebte Geschichten Archiv

619 Episoden
22 Minuten
Heang Ja Fischer war eine von 10.000 koreanischen Krankenschwestern, die in den 1960er-Jahren nach Deutschland kamen - viele ins Ruhrgebiet. Fachkräfte wie sie wurden händeringend gesucht, für Fischer ein großes Glück. Autorin: Andrea Kath Von Andrea Kath.
24 Minuten
Der Rothaarsteig in Südwestfalen läutete 2001 als „Weg der Sinne“ eine neue Ära des Wanderns ein. Auch Rüdiger Grebe aus dem Wittgensteiner Land konzipierte Wanderwege, die mit allem Gewohnten brachen. Vorbei die Zeit, in denen Naturfreunde auf geschotterten, endlos langen Forstwegen laufen mussten. Rüdiger Grebe schuf rund um sein Heimatdorf schmale Pfade, auf denen Äste unsere Körper streifen, wo wir mit Hilfe von Trittsteinen Bäche überwinden und die Landschaft sukzessive "erobern" dürfen. Von Andrea Klasen.
22 Minuten
Als Pionierin der Frauenforschung leitete Hildegard Macha von 2003 bis 2012 das Gender Zentrum Augsburg für wissenschaftliche Studien zur Diversity- und Gleichstellungsforschung und Weiterbildung. Damit erarbeitet die Wissenschaftlerin für 40 mittelständische Firmen Gleichstellungskonzepte, schiebt Projekte wie "Future is Female" und "Zukunft gestalten mit Gender und Diversity" an. Von Melahat Simsek.
21 Minuten
Durch einen Intendantenwechsel an den Städtischen Bühnen Münster wird ihr Vertrag nicht verlängert - und das kurz vor ihrer Unkündbarkeit als Schauspielerin. Doch für die quirlige, zupackende Schwäbin bricht deshalb nicht die Welt zusammen. Sie beschließt, ein eigenes Theater zu eröffnen, in dem nur Komödien gespielt werden. Der münstersche Geschäftsmann Franz Josef Görtz stellt ihr Räume in der Innenstadt zur Verfügung. Von Andrea Lieblang.
23 Minuten
Die Literatur ist seine Leidenschaft. Sechs Jahrzehnte lang hat Otto Stender zusammen mit seiner Frau als Buchhändler gearbeitet. Und 2014 das eigene Geschäft geschlossen. Seitdem engagiert sich der Ruheständler verstärkt für den Verein "Mentor - Die Leselernhelfer", den er 2002 selbst gegründet hat. Von Ralf Gödde.
45 Minuten
Günther Koch, 1941 in Posen geboren, ging 1964 als Realschullehrer nach Nürnberg und blieb bis zur Pensionierung an derselben Schule. Als Sportreporter und kommentierte 1977 sein erstes Spiel./Es ist das Jahr 1970. Der aus Utrecht stammende Hilfsarbeiter Ruud van Laar möchte Jazz, Rock & Roll und Soul nach Dortmund bringen. Sein Projekt: ein Musikladen, genannt "Fantasio". Der junge Ruud mietet ein altes Kino und verwandelt es in einen psychodelischen Laden, der schnell Kultstatus erlangt. Von Melahat Simsek ;Juan Yanes-Mejias.
22 Minuten
Günther Koch, 1941 in Posen geboren, ging 1964 als Realschullehrer für die Fächer Deutsch, Englisch und Evangelische Religion nach Nürnberg und blieb bis zur Pensionierung an derselben Schule. Als Sportreporter und kommentierte 1977 sein erstes Spiel. So begann seine legendäre Reporterkarriere und seine leidenschaftliche Liebe zum 1. FC Nürnberg. Der mehrfach ausgezeichnete Sportmoderator Günther Koch begleitete für den ARD-Hörfunk mehr als 1.000 Fußballspiele. Von Melahat Simsek.
22 Minuten
"Manfred Lemms Interpretationen zählen zum Eindrücklichsten, was die deutsche Jiddisch-Musikszene hervorgebracht hat", schrieb die "Jüdische Rundschau" aus Basel, nachdem der Sänger in den 90er Jahren seine Aufnahmen mit Liedern von Mordechaj Gebirtig veröffentlichte. 2001 wurde ihm für sein jahrelanges Schaffen am jiddischen Lied und für die engagierte musikalische Arbeit mit Jugendlichen das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Von Thomas Daun.
23 Minuten
"Manfred Lemms Interpretationen zählen zum Eindrücklichsten, was die deutsche Jiddisch-Musikszene hervorgebracht hat", schrieb die "Jüdische Rundschau" aus Basel, nachdem der Sänger in den 90er Jahren seine Aufnahmen mit Liedern von Mordechaj Gebirtig veröffentlichte. 2001 wurde ihm für sein jahrelanges Schaffen am jiddischen Lied und für die engagierte musikalische Arbeit mit Jugendlichen das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Von Thomas Daun.
23 Minuten
Als der renommierte Physiker Hans Joachim Schellnhuber (Jahrhgang1950) kurz nach der Wende zum Gründungsdirektor des "Potsdam Institut für Klimafolgenforschung" berufen wurde, war noch nicht klar, ob es einen menschengemachten Klimawandel überhaupt gibt. Der gebürtige Niederbayer begründete nicht nur die interdisziplinäre Klima- und Klimafolgenforschung, sondern entwickelte auch Modellierungsmethoden, mit denen sich der Klimawandel und seine Folgen besser verstehen lassen. Von Sabine Jäger.
24 Minuten
Es war einer der größten Falschgeldfunde in Deutschland: Dollarnoten, geschreddert in Müllsäcken auf einer Kölner Deponie - perfekte Blüten. Polizei und CIA vermuteten im Jahr 2007 einen hoch organisierten Fälscherring. Aber dann stellte sich heraus: Der Fälscher war Hans-Jürgen Kuhl, Kölner Popart- und Lebenskünstler - damals schon im Rentenalter. Heute arbeitet der fast 80-Jährige in seinem Atelier in einem Hinterhof in Köln-Bickendorf - an Kunst, nicht an Scheinen. Von Martin Herzog.
22 Minuten
Geboren wurde sie in der Heidelberger Pfaffengasse. . Ihre Eltern wohnten dort schon in Zeiten der Weimarer Republik. Doch als Sinti mussten sie unter dem Nationalsozialismus wegziehen, sie wurden entrechtet und während des Krieges in den Osten verschleppt. 24 Angehörige Lagrenes starben im Völkermord an den Sinti und Roma. Ilona Lagrene wuchs nach dem Krieg in einer Zeit des Schweigens über den Genozid auf. Mit ihrem Mann Reinhold wurde sie zur einer Bürgerrechtlerin für Sinti und Roma. Von Heiner Wember.
22 Minuten
Der Engländer Stephen Harrap studierte Klavier, Dirigieren und Komposition, assistierte Komponisten wie Hans Werner Henze und Karlheinz Stockhausen, Dirigenten wie Michael Gielen und Nikolaus Harnoncourt. 1978 vermittelte eine Musikagentur den jungen Dirigenten nach Deutschland, wo er zunächst in Mainz als stellvertretender Generalmusikdirektor tätig war. Von Ingo Zander.
21 Minuten
Wolfgang Wujciak aus Datteln war 42 Jahre lang Polizist im Ruhrgebiet. Bereut hat er seine Berufsentscheidung nie, weil er seine Aufgabe als wichtig empfand und unter den Kolleginnen und Kollegen auch Freundschaften entstanden. Die Arbeit selbst als Polizist war für Wujciak herausfordernd. Zunächst im Streifendienst, dann in der Mordkommission und schließlich im Einsatz gegen die Organisierte Kriminalität. Von Heiner Wember.
23 Minuten
Heide Sommer hat ein halbes Jahrhundert als Sekretärin für berühmte Chefs gearbeitet. Machtmenschen und Geistesgrößen, denen sie mit Leidenschaft und ständig wachsender Kompetenz diente. 1963 begann sie bei der Zeit und lernte dort ihren Mann, den späteren Zeit-Chefredakteur Theo Sommer kennen. In der Schweiz arbeitete sie für den Schriftsteller Carl Zuckmayer und - zurück in Hamburg - für Günter Gaus, den Spiegel-Gründer Rudolf Augstein und schließlich auch für Helmut Schmidt. Von Ralf Gödde.