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Einfach Politik Archiv

50 Episoden
28 Minuten
Seraina Greub und Delia Schellhammer gehen freiwillig ins Militär. Die beiden sind damit Teil einer kleinen Minderheit innerhalb der Armee. Wir haben die beiden in der Offiziersschule getroffen und gefragt: Was motiviert sie? Das Militär soll weiblicher werden. Das will VBS Chefin Viola Amherd. Bis ins Jahr 2030 soll der Anteil der Frauen um Militär auf zehn Prozent steigen. Aktuell liegt der Wert bei 2.5 Prozent. Damit dies gelingt, hat das Militär eine Fachstelle gegründet: «Frauen in der Armee und Diversity» – kurz FIAD. Das Ziel: Das Militär soll für Frauen attraktiver werden. Der Besuch im Feld zeigt allerdings, dass vieles im Militär immer noch nur auf Männer zugeschnitten ist. Kleider, Sprache, Ausstattung der Räumlichkeiten: Bisher gehen die Frauen noch oft vergessen. Dabei werden sie dringend gebraucht. Weil der Anteil Rekruten immer mehr sinkt, sind Rekrutinnen plötzlich attraktiv geworden, um den Bestand der Armee zu sichern. Politisch sind daher verschiedene Vorstösse im Gange, um mehr Frauen zu motivieren, ins Militär zu gehen. Eine Idee ist beispielsweise, den Orientierungstag für alle Geschlechter zur Pflicht zu machen. Bislang müssen nur die Männer zwingend dahin. Diese Idee unterstützen auch Seraina und Delia. Sie sehen im Militär die ideale Lösung, um sich den Traum vom Fliegen zu ermöglichen. Deshalb haben sie sich für die RS entschieden. Bislang sind sie zufrieden mit ihrem Einsatz.  «Einfach Politik» ist ein Podcast von SRF – und wenn ihr uns etwas mitteilen wollt: Schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch. Inhalt und Recherche dieser Folge: Valérie Wacker und Iwan Santoro, Produktion: Janis Fahrländer, Technik: Franz Baumann.
21 Minuten
Auch die grösste Partei ist manchmal chancenlos: So politisiert die SVP im Stadtzürcher Parlament oft allein – und noch arger stehts um die SP im Nidwalder Kantonsparlament. Wie fühlt sich das an? Und lohnt es sich überhaupt, ohne Mehrheit zu politisieren? «Einfach Politik» hat Antworten. Roger Bartholdi ist schon seit 20 Jahren auf mehr oder weniger verlorenem Posten, als SVP-Parlamentarier in der rot-grünen Stadt Zürich. Seine Partei ist mit ihren Anliegen oft chancenlos. Sie verliert fast jede Abstimmung, jede Wahl und muss im Stadtparlament stets Verbündete suchen. Und das, obwohl die SVP eigentlich die stärkste Partei der Schweiz ist. Noch schwieriger ist die Ausgangslage von Sandra Niederberger. Sie politisiert für die SP im bürgerlichen Kanton Nidwalden. Ihre eigentlich grosse Partei ist in Nidwalden ein Winzling. Die SP hat in Nidwalden nicht einmal eine eigene Fraktion, also eine eigene Gruppe im Kantonsparlament. Sandra Niederberger musste sich deshalb den Grünen anschliessen. Wie geht es den beiden in der Minderheit? Der Kantonsparlamentarierin im falschen Kanton und dem Gemeinderat in der falschen Stadt? Für die neue Folge von «Einfach Politik» haben wir den beiden den Puls gefühlt – und festgestellt: Es lohnt sich trotzdem, im Politbetrieb mitzumischen. «Einfach Politik» ist ein Podcast von SRF – und wenn ihr uns etwas mitteilen wollt: Schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch. Beim nächsten Mal geht es um Frauen im Militär. Inhalt und Recherche dieser Folge: Valérie Wacker und Iwan Santoro, Produktion: Marisa Eggli, Technik: Mirjam Emmenegger
23 Minuten
Damian Bright ist eine Ausnahme. Der 30-Jährige darf abstimmen und wählen, obwohl er eine geistige Beeinträchtigung hat. Dieses Recht musste er sich erkämpfen. Weshalb, hört ihr in der neuen Folge von «Einfach Politik». In der Schweiz leben rund 14'000 Erwachsene, denen der Staat das Recht zum Abstimmen und Wählen abgesprochen hat. Es sind Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung. Zu ihnen gehörte auch Damian Bright. Er hat das Down-Syndrom und wurde deshalb auch als Erwachsener bevormundet und als nicht urteilsfähig betrachtet, was bedeutete: Er hatte auch kein Stimmrecht. Doch damit gab sich Damian Bright nicht zufrieden. Er hat sich dieses Recht mit Hilfe seiner Eltern erkämpft. Ein mühsames Unterfangen. Aber Bright findet, nur so gehöre er zur Gesellschaft dazu. Allerdings fällt es ihm manchmal schwer, sich seine Meinung zu einem Abstimmungsthema zu machen. Die Schweiz ist in Punkto Stimmrecht gegenüber Menschen mit einer Beeinträchtigung kein Vorzeigeland. Wir haben sogar eine Rüge der UNO kassiert. Die Vereinten Nationen bemängeln, die Schweiz widerspreche der internationalen Behinderten-Konvention. Welche Standpunkte in dieser Diskussion wichtig sind und welcher Kanton eine Vorreiterrolle spielt beim Abstimmungs-Recht für Menschen mit einer Beeinträchtigung – all das erfahrt ihr bei «Einfach Politik», in der neuen Folge. «Einfach Politik» ist ein Podcast von SRF – und wenn ihr uns etwas mitteilen wollt: Schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch. Inhalt und Recherche dieser Folge: Valérie Wacker und Curdin Vincenz, Produktion: Marisa Eggli, Technik: Mirjam Emmenegger
23 Minuten
Daniel und Anna sind verlobt. Die beiden zögern aber noch mit dem Heiraten. Denn nach der Hochzeit würden sie mehr Steuern zahlen. Der Grund: Die Heiratsstrafe. Diese Ungleichbehandlung soll schon lange abgeschafft werden, doch die Parteien streiten sich um das wie. Dabei hat das Bundesgericht bereits 1984 entschieden: Die Heiratsstrafe ist verfassungswidrig und gehört abgeschafft. Allerdings bezog sich das Urteil nur auf die Kantonssteuern – nicht aber auf die Bundessteuern. Die Kantone haben seither reagiert und haben die Heiratsstrafe abgeschafft. Auf Bundesebene hat sich seither aber nichts verändert. Zwar sind sich alle Parteien mehrheitlich einig, dass die Ungleichbehandlung zwischen verheirateten und nicht verheirateten Paaren abgeschafft gehört. Doch über das wie wird seither gestritten. Schaut man sich die Vorschläge der Parteien genauer an, zeigt sich, dass dahinter mehr steckt als reine Steuerpolitik. Vielmehr lässt sich der ideologische Hintergrund der Parteien erkennen. Die Liberalen wollen das Individuum, die Konservativen die traditionelle Familie stärken und Links will die gutverdienenden steuerlich nicht entlasten. Es zeigt sich: Steuerpolitik ist eine Frage der Weltanschauung – und knallharte Parteipolitik. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Einfach Politik ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Valérie Wacker und Iwan Santoro, Produktion: Janis Fahrländer, Technik: Björn Müller
18 Minuten
Die Nationalrätin Ursula Schneider-Schüttel steckt in der Zwickmühle: Ihre Partei, die SP, will die Energiewende schaffen und von russischem Gas und Öl wegkommen. Doch Schneider-Schüttels Herz schlägt auch für die Natur. Weshalb diese Kombination Tücken hat, hört ihr bei «Einfach Politik». Von linken bis zu bürgerlichen Parteien sind sich eigentlich viele einig: Die Schweiz muss die Energiewende schaffen - und wegkommen von Erdöl und Erdgas, den fossilen Brennstoffen. Wegen des Ukraine-Krieges soll diese Wende hin zu erneuerbaren Energien nun noch schneller vorwärts gehen. Doch so einfach ist das nicht: Wie die Energiewende erreicht werden soll, darüber scheiden sich die Geister und diese Frage stürzt auch manch linke Politikerin in ein Dilemma – wie die SP-Nationalrätin Ursula Schneider-Schüttel aus dem Kanton Freiburg. Als SP-Frau steht sie zwar zur grünen Energie. Doch als Naturschützerin und Präsidentin des Umweltverbandes Pro Natura sieht sie deren Umsetzung auch kritisch, wie beim geplanten Stausee beim Triftgletscher im Berner Oberland. So geht es bei der Energiewende häufig – und immer wieder dreht es sich um die Frage: Natur ja oder nein. Wie die Nationalrätin Schneider-Schüttel mit diesem Dilemma umgeht, und wo die Energiewende sonst noch ins Stocken gerät, hört ihr in der neuen Folge von «Einfach Politik». «Einfach Politik» ist ein Podcast von SRF – und wenn ihr uns etwas mitteilen wollt: Schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch. Beim nächsten Mal geht es um die Heiratsstrafe. Inhalt und Recherche dieser Folge: Raphaël Günther und Ruth Wittwer, Produktion: Marisa Eggli, Technik: Franz Baumann
26 Minuten
Tausende Menschen flüchten wegen des Krieges in der Ukraine in die Schweiz. Sie werden hier mit offenen Armen empfangen. Ganz anders war es bei Hamit Zeqiri. Er kam aus dem Kosovo in die Schweiz und stiess auf offene Ablehnung. Weshalb unterscheiden wir zwischen verschiedenen Flüchtlingsgruppen? Die Parallelen sind offenkundig: In den 1990er Jahren flüchten Menschen – wie heute die Ukrainer und Ukrainerinnen – vor einem Krieg in Europa. Während die einen mit offenen Armen empfangen werden, wurden andere nur widerwillig aufgenommen. Dabei bezieht sich die Schweiz oft stolz auf ihre langjährige «Humanitäre Tradition». Wie diese aber ausgelegt wird, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: die Weltlage, die innenpolitischen Diskussionen, die Fluchtursachen und die gefühlte Nähe zu den geflüchteten Personen. Das sagt uns Migrationshistorikerin Francesca Falk. Wie wir geflüchtete Menschen bei uns aufnehmen, hat direkte Auswirkungen auf die Betroffenen. Wer sich aufgehoben fühlt, kann besser verarbeiten, wenn er oder sie schlimmes erlebt hat. Das sagt Naser Morina. Selbst aus dem Kosovo stammend, leitet der Psychologe die Trauma-Station für Flüchtlinge am Uni-Spital Zürich. Was hinter dem viel genutzten Begriff der humanitären Tradition steckt und wie sich diese Tradition in den Jahren verändert hat, hört ihr in der aktuellen Folge von Einfach Politik. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Einfach Politik ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Valérie Wacker und Curdin Vincenz, Produktion: Janis Fahrländer, Technik: Roland Fatzer
23 Minuten
Anissa Kempf hat als Forscherin das grosse Los gezogen und hätte von der EU viel Forschungsgeld erhalten. Aber: Die EU zahlt nicht. Was das mit der Schweizer Europapolitik zu tun hat und weshalb es für Kempfs Fruchtfliegen-Forschung doch noch Hoffnung gibt – erfahrt ihr von «Einfach Politik». Die Schweiz und die EU streiten sich – über die einfache Frage: Wie wollen sie zusammenarbeiten? Die Antwort darauf ist wesentlich weniger einfach und hat im letzten Jahr zu einem einschneidenden Schlussstrich geführt: Der Bundesrat hat das lang verhandelte Rahmenabkommen mit der europäischen Union bachab geschickt. Was das bedeutet, spüren wir nicht täglich und nicht alle direkt. Aber die Neurobiologin Anissa Kempf zum Beispiel schon. Die Assistenz-Professorin an der Universität Basel hat sich ein ausgeklügeltes Forschungsprojekt mit Fruchtfliegen ausgedacht – um den menschlichen Schlaf besser zu verstehen. Und sie hatte sich damit eigentlich Förder-Millionen der europäischen Union ergattert, vergeben ihm Rahmen des renommierten Forschungsprogramms Horizon Europe. Doch mit dem Abbruch des Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU lösten sich diese Gelder in Luft auf und Anissa Kempf stand vor der schwierigen Entscheidung: Verlässt sie nun die Schweiz und zügelt ihr Labor mitsamt Fruchtfliegen ins Ausland – oder bleibt sie trotzdem? Einfach Politik ist ein Podcast von SRF – und wenn ihr uns etwas mitteilen wollt: Schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch. Inhalt und Recherche dieser Folge: Valérie Wacker und Curdin Vincenz, Produktion: Marisa Eggli, Technik: Björn Müller
24 Minuten
Der Aargau braucht ein neues Strassengesetz. Eine Aufgabe für Hans-Martin Plüss. Vier Jahre lang arbeitet der Jurist daran. Einfach Politik gibt euch einen Einblick in Vorgänge, die sonst verborgen bleiben: Wir waren bei allen Stationen dabei. Vom ersten Entwurf bis zur Annahme im Kantonsparlament. Es brodelt im Kanton Aargau. Verschiedene Seiten stören sich am alten Strassengesetz. Im Kern geht es um die Frage: Wer soll wie viel für die Renovierung von Kantonsstrassen zahlen? Der Kanton – dem die Strasse gehört – oder doch die Gemeinde – durch deren Gebiet die Strasse führt. Dabei gibt es verschiedene Interessen, die alle im Gesetz berücksichtigt werden müssen. Hans-Martin Plüss von der Aargauer Bauverwaltung macht sich an einen ersten Entwurf – die erste Station eines langen Weges, bis das Gesetz in Kraft ist. Es ist ein zentraler Vorgang innerhalb eines Rechtsstaates – und das meiste findet im Verborgenen statt. Wenn die Öffentlichkeit den Gesetzesentwurf präsentiert bekommt, ist der grösste Teil der Arbeit bereits erledigt. Wir zeigen euch jetzt alle Stationen auf: die Diskussionen und das Ringen um den Gesetzestext. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Einfach Politik ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Valérie Wacker und Stefan Ulrich, Produktion: Janis Fahrländer, Technik: Björn Müller
24 Minuten
Auftrag nicht erfüllt! Diesen Vorwurf müssen sich die Behörden beim Thema Lärm gefallen lassen. Seit bald 40 Jahren gelten strenge Grenzwerte, und noch immer werden sie weitgehend nicht eingehalten. Jetzt kommt aus der Politik die Forderung: Wir müssen die Normen beim Lärmschutz lockern. Zu Recht? Eigentlich hat sich Philippe Kühni einen Traum erfüllt: ein eigenes Haus für seine Familie, mit Garten, und das mitten in Aarau. Wenn da nur diese Strasse nicht wäre. Die ist so laut, dass bei den Kühnis die Fenster in der Regel geschlossen bleiben.  In der Schweiz leben über eine Million Menschen an Orten, an denen die Lärmgrenzwerte permanent überschritten werden. Das ist nicht nur lästig, sondern eine Gefahr für die Gesundheit. Gemäss Studien kann Lärm die Ursache sein für Diabetes und für Herzkreislauf-Erkrankungen. Viele Gemeinden wollen darum jetzt mit dem Lärmschutz endlich ernst machen. Sie senken die Hürden für die Schaffung von Tempo-30-Zonen. Oder sie planen Strassensanierungen mit so genannten Flüsterbelägen. Doch mit diesen Plänen stossen sie teils auf politischen Widerstand. Und es gibt auch die, die sagen: Wenn wir die gesetzlichen Vorgaben beim Lärmschutz nicht erfüllen können, müssen wir sie halt lockern. Die Forderung kommt vor allem aus der Baubranche. Wenn das nicht geschehe, heisst es da, könne vor allem in den Städten vielerorts gar nicht mehr gebaut werden. Philippe Kühni ist nicht nur lärmgeplagter Anwohner, sondern auch Präsident der Grünliberalen Partei des Kantons Aargau. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Einfach Politik ist ein Podcast von SRF. Inhalt und Recherche: Eliane Leiser und Iwan Santoro, Produktion: Marco Morell, Technik: Roland Fatzer
2 Minuten
«Einfach Politik» meldet sich zurück aus der Winterpause. In der ersten Folge in zwei Wochen geht es um Verkehrslärm. Über eine Million Menschen in der Schweiz leiden darunter. Gehörst du dazu? Melde dich! 079 859 87 67 oder einfachpolitik@srf.ch. Was euch sonst noch erwartet, hört ihr im Trailer.
31 Minuten
Eine ganze Folge lang gibts Erklärungen und Einschätzungen zum Politgeschehen in der Schweiz. Das Team von «Einfach Politik» hat sich auf die Suche nach Antworten auf Hörerinnen- und Hörerfragen gemacht. Warum sagt man «Halbkantone»? Wem gehören unsere Wasserquellen? Oder: Weshalb müssen Frauen eigentlich nicht ins Militär? Immer wieder schicken uns Hörerinnen und Hörer des SRF Podcast «Einfach Politik». Zum Beispiel: Warum sagt man politisch «links» und «rechts»? Oder wie gut sind eigentlich Schweizer im Ausland bei uns im Land vertreten? In der Folge zum Jahresende hat das Podcast-Team ein paar Fragen, die Euch unter den Nägeln brennen, herausgepickt. Habt Ihr weitere Fragen? Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Inhalt und Recherche: Valérie Wacker, Iwan Santoro und Curdin Vincenz, Produktion: Michael Sahli, Technik: Jakob Liechti.
32 Minuten
Der Klimaschutz kommt nicht voran. Das CO2-Gesetz ist an der Urne gescheitert, an der Klimakonferenz in Glasgow rückt das 1.5 Grad Ziel in weite Ferne. Das frustriert Anna, Julia und Reto - alle Teil der Klimabewegung. Der SRF-Podcast «Einfach Politik» fragt: Ist die Klimabewegung gescheitert? Anna, Reto und Julia kämpfen alle gegen den Klimawandel, aber sie haben drei verschiedene Lösungsansätze: Reto Wigger ist Teil der Bewegung «Extinction Rebellion». Er will mit zivilem Ungehorsam auf die Klimakrise aufmerksam machen. Am Ende soll in sogenannten Bürgerversammlungen eine Lösung des Problems erarbeitet werden. Anna Lindermeier gehört zur Ursprungsbewegung der Klimaaktivisten: dem Klimastreik. Sie will nichts weniger als einen Wandel der Gesellschaft auf allen Ebenen. Über breit abgestützte Streiks will sie den wirtschaftlichen Druck erhöhen, um den Wandel zu erzwingen. Julia Küng geht den Weg der institutionalisierten Politik. Sie ist CO-Präsidentin der Jungen Grünen Schweiz. Ihre Partei hat eine Volksinitiative lanciert, die den Klimaschutz in der Schweiz vorwärtsbringen soll. Die drei zeigen die Vielfalt der Klimabewegung. Eine Bewegung, um die es in den letzten Monaten ruhig geworden ist. Nach spektakulären Aktionen und Demonstrationen gelingt es der Bewegung immer weniger, grosse Massen zu mobilisieren. Das sei zu einem gewissen Grad normal, sagt die Politologin Cloé Jans. Die Aufmerksamkeit bei einem Thema nehme mit der Zeit ab. Aber: was bedeutet das für die Zukunft der Klimabewegung? Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Inhalt und Recherche: Valérie Wacker und Curdin Vincenz, Produktion: Janis Fahrländer, Technik: Remo Panzeri
20 Minuten
Dahergelaufene Büsis. Vernachlässigte Hunde. Das Schweizerische Recht schützt unsere Tiere zu wenig, sagen Tierschutzorganisationen. Die Behörden wehren sich: Man mache, was man könne. Der Podcast «Einfach Politik» fragt: Ist das Tierrecht für die Katz? Streunende Katzen vermehren sich rasant. Gleichzeit verwahrlosen etliche vierbeinige Vagabunden. Das zeigt unsere Reportage. Ein Fall für den Tierschutz. Das Ziel: Katzen kastrieren, um Tierelend zu verhindern. Zahlen zeigen: Verurteilungen wegen Misshandlungen steigen seit Jahren. Die Veterinärbehörde betont aber: Missstände sind Einzelfälle. «Einfach Politik» zeigt auf: Tierschützerinnen kritisieren eine large Auslegung des Rechts für Tiere, während Behörden auf die stetig steigende Zahl von Strafuntersuchungen verweisen. Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Inhalt und Recherche: Valérie Wacker und Ruth Wittwer, Produktion: Michael Sahli, Technik: Remo Panzeri
24 Minuten
Am Anfang war das Mail – von Hörer David. Er wollte von uns wissen, wieso Unternehmen in seinem Kanton Kirchensteuer zahlen müssen und was mit dem Geld überhaupt passiert. Als Privatperson kann er sich von der Steuer befreien, als selbstständiger Unternehmer nicht. Unfair, so scheints.  Wir fanden: Spannend und sind den Fragen nachgegangen. Schnell haben wir gemerkt, dass es, wie so oft, mal wieder von Kanton zu Kanton verschieden ist. Deshalb fokussieren wir uns auf Luzern, den Heimatkanton von Hörer David. Obwohl in der Schweiz Kirche und Staat getrennt sind, wird die Kirchensteuer in Luzern vom Kanton eingezogen. Die Kirche nutzt das Geld, um die eigene Verwaltung zu bezahlen. Der Grossteil des Geldes fliesst aber in soziale Projekte und die Seelsorge. Davon profitiert nicht zuletzt auch der Staat. Mit den Einnahmen aus der Kirchensteuer finanziert sich zum Beispiel der «Schalter 20». Das Projekt unterstützt Menschen mit Suchtkrankheiten. Konkret in der Finanzverwaltung und der Sozialberatung.  Im SRF-Podcast «Einfach Politik» lernen wir auch Roger kennen. Er nutzt das Angebot seit 20 Jahren und ist froh darum. Er selbst ist nicht Mitglied der Kirche, das wird von ihm auch nicht verlangt. Das Projekt hat keinerlei missionarischen Auftrag, sondern nur eine soziale Aufgabe.  Beschäftigt euch auch schon lange etwas? Wollt ihr, dass wir für euch auf Recherche gehen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns wie David auf einfachpolitik@srf.ch Inhalt und Recherche: Valérie Wacker und Curdin Vincenz, Produktion: Janis Fahrländer, Technik: Remo Panzeri. Die versprochene Übersicht über die Regelungen in allen Kantonen findet ihr hier: https://www.estv.admin.ch/dam/estv/de/dokumente/allgemein/Dokumentation/Publikationen/dossier_steuerinformationen/d/Die%20Kirchensteuern.pdf.download.pdf/d_kirchensteuern_d.pdf
23 Minuten
Nick und Micha wurden in Zürich 10 Meter vor ihrer Haustüre angegriffen. Plötzlich, aus dem Nichts. Einfach, weil sie schwul sind. Das ist kein Einzelfall: Die Homophobie wächst in der Gesellschaft. Der SRF-Podcast «Einfach Politik» fragt: Tut die Politik genug gegen Homophobie? Mit der Abstimmung zur «Ehe für alle» erreichte die LGBTQ-Community ein historischer Meilenstein: Die rechtliche Gleichstellung für Schwule und Lesben in der Schweiz ist damit Tatsache. Und trotzdem steigt die Ablehnung gegenüber Homosexuellen in der Gesellschaft. Der Hass schlägt manchmal auch in Gewalt über: Immer wieder hört man in den Medien von «hate crimes». Ob die Zahl der «hate crimes» tatsächlich steigt, lässt sich allerdings nicht sagen. Diese Art von Verbrechen wird nicht registriert. Allerdings zeigen Studien, dass vor allem immer mehr junge Menschen negativ eingestellt sind gegenüber Homosexuellen. Woher kommt das? Und wo kann da die Politik ansetzen? Antworten gibt es bei «Einfach Politik». Wollt ihr uns etwas mitteilen? Dann schickt uns eine Sprachnachricht auf 079 859 87 57 oder schreibt uns auf einfachpolitik@srf.ch Inhalt und Recherche: Valérie Wacker und Iwan Santoro, Produktion: Janis Fahrländer, Technik: Jakob Liechti.
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