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Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage Archiv

1660 Episoden
26 Minuten
Christian Lindners Plan, die Mehrwertsteuer auf die Gas-Umlage zu streichen, hat die EU-Kommission abgelehnt. Nun prüft die Regierung andere Optionen zur Entlastung der Verbraucher. Verbraucher müssen nun doch Mehrwertsteuer auf die im Oktober anlaufende Gasumlage zahlen. Finanzminister Christian Lindner hat von der EU-Kommission prüfen lassen, ob ein Aussetzen der Steuer möglich ist. Dieser Vorschlag wurde allerdings abgelehnt. Ein Sprecher der Kommission zeigte zwar Verständnis für die Situation der Mitgliedstaaten, die Richtlinie sehe aber keine Möglichkeit vor, die Abgabe von der Mehrwertsteuerpflicht auszunehmen. Nun beginnt eine Diskussion über Alternativen, die Verbraucher entlasten können. „Viele Kommentatoren halten es für die wahrscheinlichste Lösung, dass die Mehrwertsteuer auf Gas gesenkt wird und nicht nur auf die Umlage“, sagt Handelsblatt-Redakteur Christoph Herwartz im Gespräch mit Handelsblatt-Today-Host Lena Jesberg. Was die anderen Möglichkeiten sind und woran genau der Vorschlag des Finanzministers gescheitert ist, erklärt er in der heutigen Sendung. Außerdem: Das russische Gasunternehmen Gazprom hat nach eigenen Angaben zuletzt rund 60 Prozent mehr nach China exportiert. „Gazprom will dieses Signal nach Europa senden: Wir brauchen euch nicht“, erklärt Handelsblatt-Energieexpertin Catiana Krapp. Der Plan des Gaskonzerns ist, den europäischen durch den chinesischen Absatzmarkt zu ersetzen. Eine Handelsblatt-Analyse zeigt jedoch, dass das Ziel noch lange nicht erreicht ist. „Russland hat bisher sehr wenig nach China exportiert. Europa bekommt immer noch neunmal so viel Gas wie China“, sagt Krapp. Gazprom sei also durchaus abhängig vom Westen als Abnehmer. Ein Fakt, der Europa noch zugutekommen kann. Ab sofort sind wir bei WhatsApp, Signal und Telegram über folgende Nummer erreichbar: 01523 80 99 427. Schicken Sie uns gerne Ihren Feedback und Kommentare. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
27 Minuten
Die US-Börsen verzeichnen seit Mitte Juni kräftige Kursgewinne. Doch es gibt auch mahnende Stimmen. Wall-Street-Experte Markus Koch ordnet die Lage ein. Egal ob Dow Jones, Nasdaq oder S&P 500 – alle großen US-Indizes sind zuletzt kräftig gestiegen. Doch wie kann man diese Entwicklung interpretieren? Stehen wir vor dem Beginn eines neuen Bullenmarktes oder ist das alles nicht mehr als ein Strohfeuer im Rahmen einer Bärenmarktrally? Fakt ist, dass die lange Zeit gebeutelten Tech-Werte die aktuelle Rally an der Wall Street maßgeblich antreiben. Der technologielastige Nasdaq legte in den vergangenen zwei Monaten um mehr als 20 Prozent zu. Star-Investor Michael Burry traut dem Höhenflug aber nicht und hat zuletzt fast alle seine Aktien verkauft. Warren Buffett hingegen hat die Schwächephase im ersten Halbjahr genutzt, um seinen Anteil an Apple weiter auszubauen. Wall-Street-Experte Markus Koch ordnet in der heutigen Folge von Handelsblatt Today die Lage ein. Er spricht mit Host Anis Mičijević darüber, welche Chancen sich nun für Anlegerinnen und Anleger ergeben und welche Risiken bei aller Euphorie nicht ausgeblendet werden sollten. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
22 Minuten
Seit heute ist klar: Die ab 1. Oktober geltende Gas-Umlage beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Das teilte Trading Hub Europe (THE) mit, ein Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber in Deutschland. Die Umlage soll Mehrkosten bei Gashändlern wie Uniper zu 90 Prozent kompensieren, die angesichts der Drosselung der russischen Gaslieferungen kurzfristig teure Alternativen auf dem Weltmarkt einkaufen müssen. Von der Umlage betroffen sind sowohl private Haushalte als auch Unternehmen. Für Gaskunden heißt das: Die schon hohen Preise steigen noch weiter. Das trifft Millionen von Menschen in Deutschland, denn fast jede zweite Wohnung wird mit Gas beheizt. Auf einen Durchschnittshaushalt kommen Zusatzbelastungen in Höhe von mehreren hundert Euro zu. Energieintensive Industrien wie Stahl, Chemie oder Papier warnen vor Mehrbelastungen in Milliardenhöhe. Wie viel teurer es am Ende tatsächlich wird, hängt aber auch davon ab, ob auf die Umlage noch 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden und welche Maßnahmen das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung vorsieht. Kathrin Witsch, Leiterin des Handelsblatt-Energieteams, und Julian Olk, wirtschaftspolitischer Korrespondent im Berliner Hauptstadtbüro, sprechen in der heutigen Folge mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević darüber, wie stark die Gas-Umlage die Privathaushalte und die Wirtschaft belasten wird und welche Entlastungsmaßnahmen diskutiert werden. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
31 Minuten
Einige Unternehmen im Dax haben ihre Gewinnprognosen aufgrund von Inflation und Krieg gesenkt, andere heben an. Welche Branchen von der Anhebung betroffen sind und wie Anleger davon profitieren können. Der deutsche Leitindex hat sich von seinem Jahrestief von Anfang Juli deutlich erholen können. Zuletzt konnte der wichtigste deutsche Index für drei Wochen in Folge an Wert zulegen, bis am vergangenen Donnerstag die Rally wieder ein abruptes Ende fand. Dax-Unternehmen befinden sich nun in zwei unterschiedlichen Lagern: Während viele Unternehmen in Anbetracht von Inflation, Rezessionsängsten, Ukrainekrieg und Lieferengpässen für eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das Wirtschaftsjahr 2022 aussprachen, verkündeten einige Unternehmen tatsächlich eine Anhebung ihrer Gewinnprognosen an. Aktienanalyst Ulf Sommer hat analysiert warum es zum Teil sogar innerhalb der Branchen zu einer Zweiteilung gekommen ist und bespricht es mit Host Ina Karabasz in dieser Folge Handelsblatt Today Extended. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten
30 Minuten
Trotz hoher Energie- und Rohstoffpreise sowie angespannter Lieferketten haben Chemieunternehmen volle Orderbücher. Einige trotzen sogar der reduzierten Gasmenge. In dieser Woche haben Evonik und Brenntag, zwei der führenden deutschen Chemie-Unternehmen, ihre Quartalsergebnisse vorgelegt. So unterschiedlich die Geschäftsmodelle der beiden Firmen sind, eines teilen sie sich: ihre Zuversicht. Damit sind sie nicht alleine. Während die Konjunktur schwächelt und die Sorgen um einen russischen Gasstopp die Wirtschaft umtreiben, sind viele Akteure der Chemie-Branche weitgehend optimistisch in Bezug auf die weitere Geschäftsentwicklung in diesem Jahr. Evonik und Brenntag etwa rechnen mit starken Gewinnen. Auch das letzte Quartal lief zu ihrer Zufriedenheit: Evonik zum Beispiel konnte trotz steigender Energie- und Rohstoffpreise den Umsatz um 31 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro steigern. Der Sprung bei Brenntag war sogar noch größer: Da ging es um 37 Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro aufwärts. Die Auftragsbücher sind voll. „Erst in den Sommermonaten wird absehbar, ob sich an der Orderkraft etwas ändert“, sagt Markus Mayer, Leiter der Research Abteilung der Baader Bank. Die ökonomischen und politischen Probleme in China trübten die Aussichten. „Für Evonik beispielsweise ist China der wichtigste Markt. Dort wird ein Drittel aller chemischen Produkte weltweit produziert“, erklärt Mayer. Die wachsenden Unsicherheiten auf Seiten der Energielieferungen und -preise sieht Mayer dagegen gelassener: „Ich glaube schon, dass die europäische und gerade die deutsche Chemieindustrie Bremsspuren in Zuge eines Gasstopps sehen wird. Aber ich glaube nicht, dass dann bei der deutschen Chemieindustrie die Lichter ausgehen.“ *** Unsere Handelsblatt-Leserfavoriten: [„Die Stimmung kippt“: Bauträger stoppen Projekte wegen zu hoher Kosten](https://app.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/konjunktur-die-stimmung-kippt-bautraeger-stoppen-projekte-wegen-zu-hoher-kosten/28587720.html) [Tesla hat in Deutschland die größte Anzahl illegal betriebener Ladesäulen](https://app.handelsblatt.com/unternehmen/ladestationen-tesla-hat-in-deutschland-die-groesste-anzahl-illegal-betriebener-ladesaeulen/28521356.html) [25 Prozent Wärmepumpen: Die Strom-Revolution am Heizungsmarkt beginnt](https://app.handelsblatt.com/unternehmen/energieversorgung-25-prozent-mehr-waermepumpen-die-strom-revolution-am-heizungsmarkt-beginnt/28588310.html) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
21 Minuten
Erhöhte Bauzinsen, Inflation, Rohstoffmangel - die Konditionen für den kauf einer eigenen Immobilie stehen denkbar schlecht. Wie Anleger dennoch am Immobilienmarkt davon profitieren können. Der Immobilienmarkt ist angespannt, für viele Menschen droht der Traum von den eigenen vier Wänden nun zu platzen: Grund dafür sind vor allem die stark gestiegenen Bauzinsen. Die haben sich seit Beginn des Jahres verdreifacht und liegen aktuell bei etwa 3 Prozent. Aber auch die Inflation, der Rohstoff- und Handwerkermangel sorgen zusätzlich für Verunsicherung - sowohl bei Käufern als auch Verkäufern. „Die Menschen sind vorsichtig und zurückhaltend. Sie schauen, in welche Richtung sich der Markt bewegt,“ sagt Jörg Utecht, Chef des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp, im Podcast Handelsblatt Today. Mit Host Agatha Kremplewski bespricht Utecht, warum er gerade wegen der hohen Bauzinsen Chancen für Immobilienverkäufer sieht. „Wir können hier noch nicht von einem Ende des Immobilienbooms sprechen, doch leichte Preisrückgänge von ca. einem Prozent sind jetzt schon sichtbar“, erklärt Utecht. Wie Käufer von der aktuellen Lage profitieren können, erklärt er in der aktuellen Podcast-Folge. Außerdem: Siemens hat im dritten Quartal 2022 rote Zahlen geschrieben: 1,5 Milliarden Euro hat der Konzern verloren. Woran das liegt, erklärt Axel Höpner im Podcast. Er ist Leiter des Handelsblatt-Büros in München. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
27 Minuten
Neigt sich der Bärenmarkt dem Ende zu? Das jedenfalls hoffen derzeit viele Anleger. Ganz so eindeutig ist das aber nicht. Denn es gibt nach wie vor Anlass zu Pessimismus. Mit dem Dax geht es wieder bergauf. Der deutsche Leitindex legte innerhalb eines Monats um zehn Prozent zu. Mittlerweile hat er sich wieder mehr als 1000 Punkte von seinem Jahrestiefpunkt Anfang Juli erholt – das schürt die Hoffnung bei Anlegern, dass das Schlimmste an der Börse nun überstanden ist. Ist der Bärenmarkt nun vorbei? Noch können Anleger nicht aufatmen, erklärt Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer im Gespräch mit Ina Karabasz bei Handelsblatt Today Extended. „Das beste Signal für einen endenden Bärenmarkt ist, dass die Börse nicht mehr auf schlechte Nachrichten reagiert, weil alle die verkaufen wollen, schon verkauft haben“, sagt er in der heutigen Sendung. „So weit sind wir aber noch nicht.“ Trotzdem gibt es in den letzten vier Wochen mehr Optimisten als Pessimisten – das zeigen die steigenden Kurse. Wie sieht also die langfristige Perspektive an der Börse aus? Neigt sich der Bärenmarkt nun wirklich dem Ende zu oder werden doch eher die pessimistischen Stimmen diejenigen sein, die recht behalten? Außerdem: Das 1,5-Grad-Ziel ist angesichts konstant steigender CO2-Emissionen wohl nicht mehr zu halten. Berlin und Brüssel müssen jetzt damit anfangen, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, fordert Handelsblatt-Redakteur Kevin Knitterscheidt in seinem Kommentar. Er erklärt, warum wir uns seiner Ansicht nach Rücksicht auf klagende Anwohner und artenschützende Umweltverbände nicht mehr leisten können. Host der heutigen Ausgabe ist Tobias Gürtler. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
32 Minuten
Der Deutsche Leitindex konnte sich im vergangenen Monat von seinem Allzeittief Anfang Juli erholen. Trotzdem setzen Hedgefonds vermehrt auf fallende Kurse. Welche Strategie dahintersteckt. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen sind die Kurse vieler Aktienunternehmen gestiegen. Das ließ sich zuletzt auch am Dax ablesen. Der Leitindex konnte in den letzten Wochen einen neuen Rekord für das laufende Börsenjahr aufstellen: Drei Wochen in Folge legte der wichtigste deutsche Index zu. Binnen eines Monats ist der Kurs um rund 10 Prozent gestiegen und hat seit dem Jahrestief Anfang Juli mehr als 1000 Punkte zurückgelegt. Viele Anlegerinnen und Anleger hoffen deshalb auf eine Trendwende am Markt. Doch eine entscheidende Anlegergruppe bleibt skeptisch: Hedgefonds bzw. Shortseller, die aktiv auf fallende Aktienkurse spekulieren. Die Zahl der Short-Positionen bei den 160 größten deutschen Aktien liegt derzeit 22 Prozent über dem Niveau von März. Bei jedem zweiten Wert gibt es aktuell mindestens eine Short-Wette. Das hat eine Handelsblatt-Auswertung von Bundesanzeiger-Daten ergeben. „Derzeit gibt es verschiedene Risikofaktoren, die auf den Konjunkturaussichten lasten und sich auch in den Aktienmärkten niederschlagen“, sagt Finanzökonom Volker Brühl vom Center for Financial Studies in Frankfurt in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. Mit Host Lena Jesberg spricht er über die Auslöser für fallende Kurse, wie etwa die Folgen des Ukrainekrieges, die steigenden Energiepreise und die hohe Inflation. Durch den kontinuierlichen Strom an Neuigkeiten werden diese Risikofaktoren laut Brühl stetig von allen Marktbeteiligten neu bewertet. „Am Ende ist die Aktienbörse auch nichts anderes als ein Schmelztiegel von Informationen, die von Investoren unterschiedlich verarbeitet werden“, erklärt der Ökonom. In der aktuellen Folge geht es darum, welche Strategien Anlegerinnen und Anleger aus dem derzeitig „bärischen“ Verhalten der Profianleger ableiten können, mit welchen Risiken Anleger beim Shortselling rechnen müssen und welche Indikatoren für bzw. gegen eine anstehende Trendwende am Aktienmarkt sprechen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
19 Minuten
Die Inflation in Europa ist schon jetzt so hoch wie noch nie seit der Euro-Einführung. Doch in den kommenden Monaten könnte es weitere Preisschübe geben. Die Inflation hat Europa fest im Griff. Im Euro-Raum ist sie im Juli auf 8,9 Prozent und damit auf einen neuen Rekordwert seit der Euro-Einführung gestiegen. Nicht ohne Grund ist laut einer Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey die Inflation die zurzeit größte Sorge der Deutschen. Doch die massiven Preisanstiege könnten bald zu Ende sein – zumindest in den USA. Viele Ökonomen und auch Tesla-Chef Elon Musk sehen Anzeichen dafür, dass der Höhepunkt der Inflation in den Vereinigten Staaten bereits erreicht sein könnte oder vielleicht sogar schon überschritten wurde. „Im Euro-Raum wird es noch ein bisschen dauern. Da wird mit dem Wendepunkt im September oder Oktober gerechnet“, erklärt Geldpolitik-Experte Jan Mallien in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today. Er spricht mit Host Anis Micijevic darüber, warum Europa den USA bei der Inflationsentwicklung hinterherhinkt, welche besonderen Risikofaktoren es zu berücksichtigen gilt und ob er eine Fortführung des Neun-Euro-Tickets als sinnvoll erachtet. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
27 Minuten
Die geplante Gas-Umlage sorgt dafür, dass Gas-Versorger nicht mehr auf den hohen Beschaffungskosten sitzen bleiben. Für Privathaushalte wird es dadurch jedoch noch teurer. Am Donnerstag hat das Bundeskabinett die geplante Gas-Umlage der Regierung gebilligt. Mit diesem Verfahren plant die Koalition, die Gas-Importeure zu entlasten. Diese müssen ihr Gas nämlich an anderer Stelle einkaufen als beim Hauptimporteur Russland, der die Liefermengen gedrosselt hat. Zukünftig sollen Versorger wie der Konzern Uniper die gestiegenen Kosten an ihre Kunden aus der Industrie und an Privathaushalte weitergeben können, statt darauf sitzen zu bleiben. Durch diese Umstellung soll schließlich der Kollaps der Gas-Versorgung entlang der gesamten Lieferkette verhindert werden. Dieses Unterfangen belastet allerdings die privaten Verbraucher, die schlussendlich mehr bezahlen müssen, verrät Handelsblatt-Redakteur Klaus Stratmann im Gespräch mit Handelsblatt Today-Host Sonja Schlacht. Denn die Umlage kommt zusätzlich zu Preiserhöhungen auf die Rechnung, die regionale Gas-Versorger bereits angekündigt haben. In der heutigen Sendung erfahren Sie, was Sie als Privathaushalt durch die Gas-Umlage erwartet. Außerdem: Sowohl bei der Plattform Pinterest als auch beim Bezahldienst Paypal ist ein neuer Großinvestor eingestiegen. Dabei handelt es sich um einen namhaften aktivistischen Investor. Was das genau heißen soll, erklärt Handelsblatt-Redakteur Peter Köhler. Er spricht darüber, wie solche Aktionäre auf Unternehmen einwirken können, wieso bei ihrem Einstieg Kurse klettern und warum sie sich plötzlich auch für europäische Firmen interessieren. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
35 Minuten
Amazon hat die Entwicklung des Onlinehandels maßgeblich geprägt. Doch um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben, sind Veränderungen notwendig. Die Amazon-Aktie ist seit Jahresbeginn um 18 Prozent gefallen. Der Konzern steht aktuell vor großen Herausforderungen, muss sich neu erfinden und weitere Geschäftsmodelle entwickeln. Zuletzt investierte Amazon rund vier Milliarden Dollar in den Gesundheitsbereich. Das Unternehmen One Medical betreibt in den USA insgesamt 182 Hausarzt-Filialen und gehört nun ebenfalls zum Marktführer des Onlinehandels. Während Amazon-Chef Andy Jassy enthusiastisch in die Zukunft blickt, ist sich Handelsblatt-US-Korrespondent Felix Holtermann sicher, dass es noch einige Themen gibt, an denen der Onlinehändler dringend arbeiten muss. Im Gespräch mit Handelsblatt-Today-Host Ina Karabasz nennt Holtermann sechs Problembereiche, die optimiert werden müssen, damit Amazon weiter erfolgreich bleibt. Denn auch die Politik nimmt den Konzern immer stärker ins Visier. Was das Ganze auch aus Anlegersicht bedeutet, erfahren Sie in der heutigen Folge von Handelsblatt Today. Außerdem: China macht seine Drohungen wahr und lässt das Militär vor Taiwan für Manöver auflaufen. Eine solche Entwicklung hatte Handelsblatt-Meinungschef Jens Münchrath schon befürchtet. Hören Sie in der heutigen Folge seinen Kommentar dazu. Hier geht es zu unserer Umfrage: https://app.sli.do/event/dRKK9vd3wkpTMf31aXPYYg/embed/polls/6f9aaa9a-a827-418b-aff2-6e1995908920 *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
30 Minuten
Der Taiwan-Besuch von US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi erzürnt China. Eine Eskalation des Konflikts hätte weitreichende Folgen. Nancy Pelosi, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, hat trotz scharfer Drohungen aus China den demokratischen Inselstaat Taiwan besucht. Die kommunistische Führung in Peking sieht Taiwan als Teil der Volksrepublik an und empfindet Pelosis Besuch als große Provokation. China hat inzwischen als Reaktion darauf erste Wirtschaftssanktionen gegen Taiwan verhängt. Weitere könnten folgen – möglicherweise auch gegen westliche Unternehmen. Zudem hatte es schon vor Pelosis Besuch Befürchtungen gegeben, dass sich China die Inselrepublik gewaltsam einverleiben könnte – erst recht seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine. Das Risiko einer militärischen Eskalation ist nun deutlich gestiegen. Chinas Volksbefreiungsarmee erhöht die Drohkulisse mit Manövern, Schießübungen, Militärflugzeugen und Kriegsschiffen nahe Taiwan und der Sperrung von Seegebieten. China-Expertin Dana Heide spricht mit Handelsblatt Today-Host Anis Mičijević über die geopolitische Dimension des Konflikts. Außerdem: Taiwan ist systemrelevant für die globale Halbleiterindustrie, die ohnehin schon seit zwei Jahren mit Lieferkettenproblemen kämpft. Der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC produziert nicht nur Chips für Tech-Riesen wie Apple, sondern auch für deutsche Autokonzerne wie Volkswagen. Chipexperte Joachim Hofer erklärt, wie sich die jüngsten Spannungen zwischen China und Taiwan auf die Branche auswirken und wie es generell um das Geschäft der großen Hersteller steht. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
35 Minuten
Die Notenbanken haben offenbar zu spät auf die Probleme der Weltwirtschaft reagiert. Das ergab eine Studie eines bekannten Ökonomen. Er kommt unter anderem zu dem Schluss: Die Banker hätten genauer hinschauen müssen. In ihrer letzten Ratssitzung hat die Europäische Zentralbank (EZB) nach elf Jahren die Ära der ultralockeren Geldpolitik beendet und den Leitzins stärker als erwartet um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Der Beschluss fand in Reaktion auf die stark erhöhte Inflation im Euro-Raum statt, welche im Juni auf 8,6 Prozent gestiegen ist. Doch als Hüter der europäischen Geldwertstabilität, kommt die Reaktion auf den erhöhten Preisdruck in Europa aber auch den USA spät, kritisieren nun einige Ökonomen. Eine Studie der London School of Economics, welche unter der Leitung des prominenten Ökonomen Ricardo Reis durchgeführt wurde, bestätigt dies. „Neben der falsch eingeschätzten Auswirkungen der Covid-Pandemie, haben die Notenbanken laut Reis unter anderem auch die Rolle der Inflationserwartungen unterschätzt, die eigene Glaubwürdigkeit überschätzt und den für die Geldpolitik entscheidenden Gleichgewichtszins zu niedrig eingeschätzt“, erklärt Handelsblatt Finanzredakteur Frank Wiebe. Im Podcast Handelsblatt Today bespricht Wiebe mit Host Ina Karabasz die Ergebnisse der Studie und inwieweit die Notenbanken anders hätten reagieren können. Außerdem: Bei ihrem ersten Staatsbesuch als Bundesaußenministerin in der Türkei und Griechenland hat Grünen-Politikerin Annalena Baerbock mit ihren klaren Worten den Tonus ihrer Vorgänger: Kontroversen mit den Gesprächspartnern wurden nicht nur im Vier-Augen-Gespräch ausgetragen, sondern öffentlich während der Konferenz angesprochen. Vor allem der Insel-Streit zwischen Griechenland und Türkei war ein Teil der Konfrontation. Während des vorangegangenen Besuchs in Athen hatte sich Baerbock klar auf die Seite Griechenlands gestellt. Die angespannte Situation in der Türkei könnte sich demnächst sogar noch verschärfen: Seit Kriegsbeginn nutzt Moskau die bestehende Energieabhängigkeit des Landes als politischen Hebel. Der Hebel wirkt zunehmend stärker, weil die Inflation in der Türkei mittlerweile bei knapp 80 Prozent liegt und die türkische Lira immer mehr an Wert verliert. Im Podcast spricht Handelsblatt Türkei-Korrespondent Ozan Demircan über die Zukunft der türkischen Lira und wie das Land nun zunehmend versucht eigene Quellen zu erschließen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
32 Minuten
Anlageberater müssen ihre Kunden ab Dienstag zu ihren Nachhaltigkeitspräferenzen befragen und ihnen entsprechende Finanzprodukte fürs Depot anbieten. Das sehen neue EU-Regeln für die Branche vor. Die EU will, dass Anlegerinnen und Anleger ihre Investitionsentscheidungen künftig stärker an Nachhaltigkeitszielen ausrichten, um so einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Doch die neue Abfragepflicht stellt die Beraterbranche vor zahlreiche Probleme: Nach Auffassung von Experten kommen die neuen komplizierten Vorschriften zu einem generell schwer greifbaren Thema zu früh, weil sie nicht zu Ende vorbereitet sind. Außerdem gelten die Regeln für Zigtausende Berater im Land nicht, was selbst bei den Betroffenen für Unverständnis sorgt. Allein die Frage, wann ein Finanzprodukt wirklich nachhaltig ist, lässt sich derzeit nicht klar beantworten. Dazu fehlen zum einen wichtige Daten und zum anderen gibt es auch keine einheitliche Berechnungsgrundlage. „Die Sparkassen handeln seit einem Monat, als gäbe es die Beratungspflicht schon“, sagt Geldanlage-Expertin Anke Rezmer im Interview mit Handelsblatt-Today-Host Anis Mičijević. Das Fazit: Das Ganze sei zu kompliziert und die Berater „schlagen vor, die Regeln etwas abzuschwächen“. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: www.handelsblatt.com/sommer-special
28 Minuten
Auf beiden Seiten des Atlantiks stemmen sich die Notenbanken mit Zinserhöhungen gegen die anhaltend hohe Inflation. Im Euro-Raum ist die Inflationsrate im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent gestiegen – auf ein neues Rekordhoch. Die Inflation in den USA kletterte im Juni auf 9,1 Prozent. Und während die EZB den Leitzins erstmals seit elf Jahren auf 0,5 Prozent angehoben hat, liegt das Zinsniveau in den USA bereits deutlich höher – seit der jüngsten Fed-Sitzung am Mittwoch in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Doch der Kampf gegen die Inflation hat seinen Preis: Denn höhere Zinsen lassen die Konjunktur abkühlen, das Wirtschaftswachstum wird gebremst und die Gefahr einer Rezession wächst. Für den Aktienmarkt sind das denkbar schlechte Bedingungen. Jan Altmann vom Informationsportal JustETF erklärt in der neuen Folge von Today Extended, warum es sich aus seiner Sicht auch in Krisenzeiten lohnt, eine passive Anlagestrategie zu verfolgen und beispielsweise in ETFs zu investieren. Im Gespräch mit Host Anis Micijevic gibt er darüber hinaus einige Tipps, wie Anlegerinnen und Anleger ihr Portfolio in Zeiten der Zinswende diversifizieren können. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Extended-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/sommer-special