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DIE SUCHT ZU SEHEN. Der Grisebach Podcast Archiv

139 Episoden
29 Minuten
David Hadda liebt Kunst und macht Entertainment. Er ist Fernseh-Produzent, und das ziemlich erfolgfreich: Nach dem Deutschen Fernsehpreis wurde er gerade auch noch mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, und zwar für die sehr junge, sehr moderne WDR-Talkshow Freitagnacht Jews. Nach einem Jura-Studium arbeitete der gebürtige Frankfurter zunächst als Autor für Sendungen wie Switch Reloaded und Schillerstraße. 2018 gründete er dann in Berlin seine eigene Firma »Turbokultur«, die sich seitdem immer mehr zum Katalysator für unkonventionelle, deutsche Comedy-Formate entwickelt hat. Wir freuen uns sehr, dass er heute bei uns ist und sagen Herzlich Willkommen in Folge 49 von Die Sucht zu SEHEN: lieber David Hadda!
35 Minuten
Ayumi Paul wurde in Gießen geboren, als Tochter eines Deutschen und einer Japanerin. Die drückten der Fünfjährigen eine Geige in die Hand, was den späteren Berufsweg von Ayumi besiegelte; jedenfalls machte sie zunächst erfolgreich Karriere als Violinistin und Komponistin. Bis sie irgendwann merkte: Das war noch nicht alles. Ayumi begann sich mehr und mehr der Bildenden Kunst zuzuwenden. Nach einem Stipendium an der Villa Massimo in Rom und einer Einzelausstellung in der Kunsthalle Osnabrück ist sie seit einigen Wochen Resident Artist im Berliner Gropius Bau, wo sie eine gesungene Skulptur realisiert. Was das heißt und wie zielstrebig man sein muss, um in gleich zwei kulturellen Disziplinen zu reüssieren, erzählt sie uns jetzt, in Folge 48 von Die Sucht zu SEHEN. Herzlich willkommen, Ayumi Paul!
23 Minuten
Die Colsmans waren ein kunstbegeistertes nordrhein-westfälisches Unternehmer-Ehepaar. Und außerdem verschwägert mit den Gründern des Folkwang-Museums. So hatten sie früh Zugang zu zahlreichen modernen Künstlern und begannen ab dem beginnenden 20. Jahrhundert, ihre Expressionisten-Sammlung aufzubauen. 70 dieser Werke werden im Sommer bei Grisebach versteigert. Meisterwerke von Emil Nolde, Otto Dix, Christian Rohlfs und vielen anderen. Mit den Hintergründen kennt sich kaum jemand besser aus als der deutsche Kunsthistoriker, Literaturwissenschaftler und Publizist Rainer Stamm. Zusammen mit seiner Frau hat er jüngst im Beck-Verlag ein Buch veröffentlicht, das die Geschichte der Folkwang-Gründung beleuchtet. Und er ist unser Gast in Folge 47 von Die Sucht zu SEHEN. Herzlich willkommen, lieber Rainer Stamm!
35 Minuten
Dieser Tage erscheint Mirna Funks neues Buch Who cares. Es ist lustig, debattierfreudig und feministisch geprägt; dennoch wird es einige – wie die Autorin sie nennt – »Mainstream-Feministinnen« wahrscheinlich ein bisschen ärgern. Auch sonst hat Mirna keine Angst vor Widersprüchen. Sie wurde mit dem Uwe Johnson-Preis für das beste literarische Debüt ausgezeichnet, ist aber auch mit dem größten Vergnügen Sexkolumnistin bei der Cosmopolitan. Sie ist geprägt von ihrer jüdischen Identität, aber auch von ihrer ostdeutschen Herkunft; eine Kombination, die gar nicht häufig vorkommt. Sie schreibt am liebsten über ihr Leben zwischen Berlin und Tel Aviv. Und sammelt gerne Kunst; allerdings ausschließlich von Künstlern, die noch leben. Wie die Wände in ihrer Dachgeschosswohnung aussehen und wie ihr nächstes ehrgeiziges Etappenziel lautet, erzählt sie uns jetzt, in Folge 46 von Die Sucht zu SEHEN: Herzlich willkommen, liebe Mirna Funk.
47 Minuten
Andreas Murkudis ist ihn einem Punkt kompromisslos. Ihn interessieren nur Dinge, die eine Erzählung, ein Narrativ haben. Sein eigenes ist dabei ziemlich spannend: Er ist der Sohn griechischer Immigranten, die mit ihm und seinem Bruder in die DDR und schließlich weiter nach West-Berlin fliehen. Früh interessiert er sich für Mode und Qualität, vielleicht, weil beides zuvor, in der Mangelwirtschaft, nicht immer selbstverständlich war. Vor der Schule jobbt er im Supermarkt, um sich genau so eine gelbe Versace-Lederjacke leisten zu können, wie Richard Gere sie in American Gigolo trägt. Mit Anfang Zwanzig heuert er im Berliner Designmuseum, dem »Museum der Dinge«, an. Er bringt es bis zum Geschäftsführer. Und eröffnet schließlich einen Concept Store, für den die Kunden heute aus Nah und Fern anreisen. Ob Mode, Möbel, Kosmetik oder Bücher, bei Andreas Murkudis gibt es nur Dinge, die schön sind, Stil haben und, genau: ein Narrativ. Und heute, anlässlich seines 20. Jubiläums, erzählt er uns davon. Herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN: lieber Andreas Murkudis!
34 Minuten
Die Produkte der Mayer’schen Hofkunstanstalt sind auf der ganzen Welt vertreten, im Palast des jordanischen Königs in Amman ebenso wie in der New Yorker U-Bahn. Das Familienunternehmen stellt in der 5. Generation Mosaike und Glaskunst her, hat zwei Weltkriege, etliche Baustile, Moden und Trends überdauert und produziert heute auch Einzelkunstwerke und auch für Editionen mit Künstlern Georg Baselitz, Marcel Dzama oder Silvie Fleury. Geleitet wird es von dem Ehepaar Michael und Petra Mayer, und ein Teil davon ist heute bei uns zu Gast, wir sagen herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN: liebe Petra Mayer.
33 Minuten
Willkommen bei »Die Sucht zu SEHEN«, dem Grisebach-Podcast. Wir gehen heute bereits in die 43. Folge und haben Felix Krämer zu Gast. Der Sohn des Stern-Fotografen Volker Krämer ist halber Brite, war Kurator, dann Sammlungsleiter am Städel Museum in Frankfurt am Main, mittlerweile ist er Generaldirektor der Stiftung »Museum Kunstpalast« in Düsseldorf. Dort öffnet er, ganz nach britischem Vorbild, sein Haus für den popkulturellen Ansatz, indem er beispielsweise Claudia Schiffer als Kuratorin anheuert oder Ausstellungen ansetzt wie derzeit: »Electro. Von Kraftwerk bis Techno«. Damit hat er großen Erfolg, und wir freuen uns, dass er heute bei uns ist und uns darüber erzählt. Herzlich willkommen bei »Die Sucht zu SEHEN«: lieber Felix Krämer!
23 Minuten
Willkommen in Folge 42 von Die Sucht zu SEHEN, dem Grisebach-Podcast. Zu Gast ist heute der Maler Emmanuel Bornstein. In seinem Werk setzt sich der gebürtige Franzose mit der historisch-menschlichen Katastrophe des 20. Jahrhunderts auseinander. Und derzeit auch mit einer sehr aktuellen. Dieser Tage wollte er mit dem russischen Maler Vladimir Potapov eine gemeinsame Ausstellung in Russland eröffnen, das Thema: Dialog in der Isolation. Doch nach der russischen Invasion in der Ukraine sagten die beiden alles ab und schrieben stattdessen einen offenen Brief, in dem sie die Situation in der Ukraine anprangern. Was das jeweils für sie bedeutet – denn Emnmanuel Bornstein lebt in Berlin, Vladimir Potapov hingegen in Moskau – wie derzeit die Lage in der Moskauer Künstlerszene ist und warum auch Schweigen lauter Protest sein kann; das erzählt uns Emmanuel Bornstein jetzt. Und weil er sich im Englischen noch ein bisschen sicherer fühlt als im Deutschen, führen wir das Gespräch, genau, auf Englisch. Herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN.
30 Minuten
Herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN, dem Grisebach-Podcast. In Folge 41 sind Johanna und Friedrich Gräfling zu Gast. Sie ist Wirtschaftswissenschaftlerin und Kunsthistorikerin, er ist Architekt und Dozent, beide sind Anfang dreißig und sammeln seit über zehn Jahren zeitgenössische Kunst. Eine ziemlich namhafte Sammlung ist da zustande gekommen, man findet kaum nur ein Werk einer künstlerischen Position, vielmehr geht es den beiden darum, Künstler über Jahre zu begleiten; und nicht zuletzt auch um die Freundschaften, die sich daraus ergeben. Deshalb betreiben sie in Frankfurt den Salon Kennedy, in dem sie gleichzeitig leben, Kunst ausstellen und entstehen lassen. Wie sich das so anfühlt, erzählen sie uns jetzt, herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN: Johanna und Friedrich Gräfling!
30 Minuten
Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN, dem Grisebach-Podcast. In der 40. Folge ist Martin Heller zu Gast. In den Neunzigern hat der aus dem Ruhrgebiet stammende Jurist in der Berliner Kunstszene angedockt. Im Learning by doing hat er Künstler beim Aufbau ihrer Studios beraten, er hat Galerien vertreten sowie Institutionen bei ihrer Entwicklung begleitet. Lange war er im Vorstand der Kunst-Werke, und in seinem Büro wurde das Gallery Weekend gegründet. 2021 hat er zusammen mit Beat Raeber und Michael Oswaldt die Initiative »theArtists« gegründet, eine digitale Platform für Künstler, die (noch) nicht von Galerien vertreten werden, mit Kunst, die (noch) nicht teuer sein muss. Wir sagen herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN: Martin Heller.
29 Minuten
Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN, dem Grisebach-Podcast. Wir haben eine kleine Winterpause gemacht und melden uns nun zurück, unser erster Gast im neuen Jahr ist eine Gästin: nämlich die Schweizerin Valérie Favre. Als Professorin für Malerei an der UdK in Berlin erzieht sie die Künstler von morgen. Darüberhinaus ist sie selber eine international erfolgreiche Malerin. In einer ihrer bekanntesten Arbeiten befasst sie sich mit 120 unterschiedlichen Arten, sich umzubringen. Darauf würde man nicht kommen, wenn man der lebhaften, engagierten und selbstironischen Favre so zuhört. Ob sie eine strenge Lehrerin ist und was man braucht, um bei ihr studieren zu können – das erzählt uns Favre in der 39. Folge von Die Sucht zu SEHEN.
35 Minuten
Willkommen in Folge 38 von Die Sucht zu SEHEN, dem Grisebach-Podcast. In dieser Folge blicken wir zurück: Was hat das Kunstjahr 2021 bestimmt, was waren die Highlights, was die Fails – und was lernen wir daraus für die Zukunft? Das zu beurteilen, haben wir einen der renommiertesten Kunst- und Architekturkritiker des Landes gebeten: Niklas Maak von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der gebürtige Hamburger lebt in Berlin, und wenn er nicht gerade wunderbare Artikel für die FAZ schreibt, lehrt er Architekturgeschichte in Frankfurt am Main, in Harvard oder schreibt spannende Bücher. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns ist, mit uns das zurückliegende Jahr bespricht und einen kleinen Ausblick auf das kommende riskiert. Herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN: lieber Niklas Maak!
29 Minuten
Herzlich willkommen in Folge 37 von Die Sucht zu SEHEN: Kata Krasznahorkai. Sie hat bei ihrer Arbeit als Kuratorin ein superspannendes Schwerpunktthema; die Schnittstelle von Kunst und Geheimdiensten. Jahrelang hat Kata sich durch Stasi-Akten gelesen und nun eine Ausstellung mitkuratiert, die von einem Kollektiv handelt, das von der Stasi verfolgt wurde: die Künstlerinnengruppe Erfurt. Die Ausstellung heißt »Hosen haben Röcke an«, ist zu sehen in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin – und unbedingt empfehlenswert. Wir freuen uns umso mehr, dass Kata heute bei uns ist und uns von ihrer faszinierenden Arbeit erzählt.
36 Minuten
Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN, Folge 36. Diese Woche zu Gast ist der Kunsthistoriker Dr. Friedrich Meschede. Er war lange Direktor der Kunsthalle Bielefeld, zuvor holte er junge Künstlerinnen und Künstler in das Artist-in-Residence-Programm des DAAD in Berlin; viele davon sind mittlerweile weltberühmt. Heute zieht Meschede noch bei einer weiteren Institution die Strippen. Er sitzt in dem Ausschuss, der darüber entscheidet, welche Kunst in die Bundeskunstsammlung wandert. Wir sind gespannt, was er uns zu diesen Institutionen erzählen kann und sagen: Herzlich Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN.
25 Minuten
Einen »Unrughegeist« hat ihn vor weniger Tagen der Tagesspiegel genannt. Tatsächlich ist der Kunsthändler Bernd Schultz wohl einer der umtriebigsten Bürger Berlins: Mit einem Röntgenblick für bedeutende Kunst und gesellschaftliche Zusammenhänge. Der Bremer Kaufmannssohn hat einen guten Teil dazu beigetragen, dass die Hauptstadt wieder so wurde, wie sie heute ist: weltoffen und kunstvernarrt. Vor 35 Jahren, im Jahr 1986, rettete er eine wunderschöne, allerdings heruntergekommene Villa im Berliner Westen vor dem Abriss und entwickelte sie mit seinen vier Partnern zu einem Auktionshaus von Weltrang: dieVilla Grisebach. Aus dem operativen Geschäft hat er sich mittlerweile zurückgezogen. Trotzdem ist er allgegenwärtig. Dabei wird er auch noch an anderer Stelle gebraucht: als einer der Mitinitiatoren des Exilmuseums, das hier in Berlin hinter dem Anhalter Bahnhof entstehen soll. Dieser Tage wird Bernd Schultz außerdem 80 – gemessen an seinem Pensum offenbar kein Alter mehr. Wir sagen Herzlichen Glückwunsch und Herzlich Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN – lieber Bernd Schultz!
DIE SUCHT ZU SEHEN. Der Grisebach Podcast

DIE SUCHT ZU SEHEN. Der Grisebach Podcast

Der GRISEBACH-Podcast mit Rebecca Casati