Reisewarnung - mit missio München unterwegs Archiv
137 Episoden
44 Minuten
Nach zwölf Jahren Krieg gibt es in Syrien eine ganze Generation von Kindern, die noch nie Frieden erlebt haben. Gleichzeitig liegt das staatliche Schulsystem darnieder, weil es kaum Lehrkräfte gibt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat ihre Heimat verlassen, davon wiederum die Hälfte lebt im Ausland. Die Salesianer Don Boscos in Damaskus bieten den jungen Menschen dort Bildung und einen Ort, an dem sie Kind sein dürfen und sich vom oft schwierigen Alltag erholen können. Kristina Balbach hat das Kinder- und JugendZentrum besucht und Jugendliche kennengelernt, die ihr Land wieder aufbauen wollen. Buchtipp: [Rafik Schami /Marie Fadel: Damaskus – Der Geschmack einer Stadt](https://www.michaelsbund.de/product/9783458358879-damaskus.html)
43 Minuten
Eine Schlägerei, ein Toter und ein Mann, den die Polizei als Verdächtigen verhaftet - das ist der Stoff, aus dem gute True-Crime-Podcasts gemacht sind. Christian Selbherr hat erlebt, wie ein Vater versucht hat, seinen Sohn aus der Untersuchungshaft frei zu bekommen, wie ein Steyler Missionar versucht hat, zu helfen und wie das Rechtssystem versagt hat. In Madagaskars Gefängnissen sind mehr Untersuchungshäftlinge als verurteilte Verbrecher - ein Fakt, den auch amnesty international immer wieder anprangert. Außerdem: Ein Blick in ein Projekt für Straßenkinder Musiktipp: [Neil Young, Cortez the killer](https://www.youtube.com/watch?v=uX9k9aoX6gk) Buchtipp: [Antonia Michaelis, Die Wiederentdeckung des Glücks](https://www.michaelsbund.de/product/9783426282601-die-wiederentdeckung-des-gluecks.html?lang=0&searchparam=Die%20Wiederentdeckung%20des%20Gl%C3%BCcks&redirected=1)
51 Minuten
Madagaskar ist der zweitgrößte Inselstaat der Welt - nach Indonesien. Christian Selbherr ist in diese fremde Welt gereist und hat die Waldmenschen in einem entlegenen Dorf besucht. Außerdem hat er zu einem Tabu recherchiert: In einigen Orten wird die Geburt von Zwillingen als Unglück angesehen - mit schlimmen Folgen. Musiktipp: [Neil Young, Cortez the killer](https://www.youtube.com/watch?v=uX9k9aoX6gk) Buchtipp: [Antonia Michaelis, Die Wiederentdeckung des Glücks](https://www.michaelsbund.de/product/9783426282601-die-wiederentdeckung-des-gluecks.html?lang=0&searchparam=Die%20Wiederentdeckung%20des%20Gl%C3%BCcks&redirected=1)
42 Minuten
Es sind Namen wie Bora Bora, Tahiti oder Fidschi, die man liest, wenn man auf der Landkarte nach Ozeanien sucht. Aber Liegestuhl, Cocktail, Palmen und Meer sind nur die eine Seite. Jan Pingel arbeitet beim Ozeanien-Dialog in Hamburg. An diesem Zusammenschluss ist missio München beteiligt. Wenn er in das Gebiet reist, spricht er mit den Menschen und erklärt Politikern hier im Norden, was Klimawandel, Tiefseebergbau oder die Folgen der Atomtests auf den rund 7500 Inseln mit uns in Europa zu tun haben. Mehr Infos zum Ozeanien-Dialog gibt es [hier](https://www.ozeanien-dialog.de/)
51 Minuten
Die Energie in Kenia kommt zu 90 % aus erneuerbaren Energien und in Indien baut ein Pater ganze Wälder an, die unglaublich schnell wachsen. Junge Aktivisten sammeln Müll und arbeiten als Incluencer für den Klimaschutz. Dabei sind die Menschen in den Ländern des globalen Südens nicht die Verursacher der Erderwärmung. Diesmal hat Moderatorin Brigitte Strauß-Richters gleich drei missio-Kolleginnen zu Gast im Studio, die von Engagement für die Natur in Afrika und Asien berichten. [Und hier geht´s zum missio-Magazin](https://www.missio.com/angebote/publikationen/missio-magazin)
22 Minuten
Arbeitsmigrantinnen, die behandelt werden wie Sklaven, finden Zuflucht im Schutzhaus der Caritas in Beirut. Kristina Balbach hat mit diesen Frauen, die an Körper und Seele verletzt sind, gesprochen. Außerdem berichtet die missio-magazin-Redakteurin von ihrem Besuch in einem Krankenhaus. Auch dort machen sich die Auswirkungen der galoppierenden Inflation bemerkbar, denn die Mehrheit der Ärzte und Pflegekräfte wandert aus, sobald sie ihre Ausbildung beendet hat. Viele Menschen, die Kristina Balbach besucht hat, betonen aber, dass der Libanon immer wieder aufstehen wird. Diese Lebenseinstellung zieht sich durch alle Generationen und gesellschaftlichen Schichten. Literaturtipp: [Chaza Charafeddine, Beirut für wilde Mädchen](https://www.michaelsbund.de/product/9783982225203-beirut-fuer-wilde-maedchen.html) Musiktipp: [Playlist von Roger Fakhr und Habibi Funk Records:](https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_lhPmHPxfBU-CZ5_Pw8NVMzTSM3tVWQscA)
43 Minuten
Nach nur einem Jahr ist Kristina Balbach erneut in den Libanon gereist und konnte in dem Land viele Veränderungen feststellen. Vor allem die Inflationsrate von fast 270% führt dazu, dass viele gut ausgebildete Menschen das Land verlassen. Unter anderem Lehrer, die doch so dringend benötigt werden. Außerdem erzählt die missio-Redakteurin von ihrem Besuch bei einem Fernsehsender, der auch Bildungsprogramme anbietet. Literaturtipp: [Chaza Charafeddine, Beirut für wilde Mädchen](https://www.michaelsbund.de/product/9783982225203-beirut-fuer-wilde-maedchen.html) Musiktipp: [Playlist von Roger Fakhr und Habibi Funk Records:](https://youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_lhPmHPxfBU-CZ5_Pw8NVMzTSM3tVWQscA)
58 Minuten
Als der Südsudan 2011 unabhängig wurde, war Pater Gregor Schmidt schon im Land. Er hat lange in einer ländlichen Pfarrei gelebt, zu der 80 Orte gehören, an denen katholische Gottesdienste gefeiert werden. Weil die Gegend seit mehreren Jahren ununterbrochen vom Nil überschwemmt ist, muss er auch schon mal schultertief durchs Wasser laufen, um die Gläubigen zu besuchen. In dieser Folge spricht er mit Christian Selbherr und Brigitte Strauß über sein Leben als Missionar und erklärt, warum Polygamie manchmal die bessere Lösung ist. Und hier der Link zu den Infos über [Pater Gregor Schmidt](http://comboni.de/missionare/p-gregor-schmidt) Der Musiktipp: [Silver X und der Song mit der Zeile "Come tomorrow"](https://youtu.be/xOAKFHkRc_o)
51 Minuten
Die Reise von Christian Selbherr ist zwar schon 12 Jahre her, aber missio und andere Hilfswerke wollen in diesem Monat an vergessene Krisen erinnern. Er hat das Land kurz nach der Unabhängigkeit besucht und erzählt in dieser Folge von seinem Besuch in einem traditionellen Cattle-Camp, bei Soldaten und in einem Krankenhaus, das er heute auf der Karte nicht mehr findet. Seine Erfahrungen will er in der nächsten Folge mit einem Missionar abgleichen, der seit vielen Jahren im Südsudan lebt. Die Aktion #indenfokus findet ihr[ hier ](https://www.indenfokus.de/de ) Der Literaturtipp: [Dave Eggers, "Weit gegangen"](https://www.michaelsbund.de/product/9783462042030-weit-gegangen.html) und der nicht ganz so ernst gemeinte Lesetipp, der aber auch immer wieder schön ist: [Jules Verne, fünf Wochen im Ballon](https://www.michaelsbund.de/product/9783962690045-fuenf-wochen-im-ballon.html )
20 Minuten
In Lagern liegen große Elfenbeinvorräte, die nicht mehr verkauft werden dürfen. Schon seit 1000 Jahren wird in Sambia Kupfer abgebaut und es gibt große Kohlevorkommen. Eigentlich müsste jeder einzelne Einwohner Sambias gut leben können. Doch den Profit machen in der globalisierten Welt immer die Anderen. Barbara Brustlein erklärt die Zusammenhänge und weiß, wo man den Hebel ansetzen könnte.
45 Minuten
Für Touristen ist es das Schönste, wenn sie einem Elefanten sehr nahe kommen. Für die Bauern, die rund um die Nationalparks wohnen, allerdings weniger. Barbara Brustlein erzählt, wie der Balanceakt zwischen Tierschutz und Maisernte gelingt. Ein weiteres Thema: der König vom Barotseland zieht mit seinem Gefolge in seine Sommerresidenz. Ein Schauspiel, das Claudia Klein beobachtet hat – und das bei ihrem Besuch von politischen Unruhen überschattet war. Buchtipp: [Ellen Banda-Aaku, Patchwork](https://www.michaelsbund.de/product/9783884234396-patchwork.html)
29 Minuten
Schwester Susanne Schneider ist Missionarin Christi, arbeitet bei missio in der Bildungsabteilung und kennt deshalb auch Ordensfrauen in aller Welt. Außerdem ist sie Frauenrechtlerin und hat die Bewegung „OrdensFrauen für MenschenWürde“ mitgegründet. In dieser Gruppe engagagiert sie sich für Frauen in der Kirche und gegen spirituellen und sexuellen Missbrauch. Sie erzählt von jungen Schwestern, denen vorgeworfen wird, sich zu aufreizend zu kleiden und von abgeschlossenen Tabernakeln, um die Feier der Kommunion zu verhindern. Außerdem berichtet sie, wie sie auf einer Demo andere Ordensfrauen getroffen hat und wie diese Frauen sich seither vernetzt haben. Der Buchtipp von Sr. Susanne: [Ute Leimgruber (HG), Catholic Women – Menschen aus aller Welt für eine gerechtere Kirche ](https://www.michaelsbund.de/product/9783429056537-catholic-women.html)
51 Minuten
In Afghanistan haben die Taliban den Frauen Ende letzten Jahres verboten, zu studieren. Weltweit gehen rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Auch Migration wird zunehmend weiblich: Frauen verlassen ihre Familien, um in der Fremde Geld zu verdienen. Dabei werden sie häufig Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch. Auch der Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung wird von starken Frauen in den betroffenen Ländern geführt. Und er zieht Kreise bis zu uns nach Deutschland. Weltweit sind 70 Prozent aller Armen weiblich – obwohl Frauen nur die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. missio-Redakteurin Kristina Balbach erzählt in dieser Folge zum Beispiel vom Kafala-System im Libanon, aber auch von Frauen, die etwas gegen die Geschlechterungerechtigkeit tun. Da gibt es eine Ordensschwester auf den Philippinen, die von der diktatorischen Regierung sogar als Terroristin gebrandmarkt wurde und ständig in Lebensgefahr ist. Oder eine andere, die sich um die Ausbildung von Mädchen und Frauen in Indien kümmert. Denn wenn Frauen auf eigenen Füßen stehen und sich selbst versorgen können, sind sie weniger ausgeliefert und haben gute Zukunftsperspektiven. Für sich und für die ganze Gesellschaft. Mehr Infos zur Arbeit von missio für Frauen: [Starke Frauen in Kirche und Gesellschaft ](https://www.missio.com/fuerfrauen) [Und hier geht´s zu den Eurithmics und "Sisters are doin´ it for themselves"](https://www.youtube.com/watch?v=drGx7JkFSp4)
22 Minuten
Auch wenn das Land heute sehr modern aussieht, schwebt doch noch immer die dunkle Wolke der Vergangenheit über Ruanda. Fast eine Million Angehörige der Volksgruppe der Tutsi sind 1994 bei dem Völkermord ermordet worden. Die Täter gehörten der Volksgruppe der Hutu an. Seitdem müssen die Menschen in dem Land weiter miteinander leben. Barbara Brustlein hat eine Pfarrei besucht, in der Nachbarn wieder miteinander reden und die Opferangehörigen den Tätern und ihren Angehörigen manchmal sogar verzeihen. Kontakt: reisewarnung@missio.de Homepage: [missio.com](https://www.missio.com/)
29 Minuten
Kigali, die Hauptstadt von Ruanda, sieht aus wie Manhattan ohne Müll auf den Straßen. Das ist nur eine der überraschenden Fakten über ein Land, bei dem die meisten Menschen vor allem an den Genozid von 1994 denken. Barbara Brustlein erzählt in dieser Folge über den erfolgreichen Umweltschutz, den das Land betreibt. Sie hat beispielsweise eine Plastik-Recyclingfirma besucht. Außerdem geht es um Drohnen, die Blutkonserven zu einer Klinik fliegen, in der eine Ärztin und Ordensfrau komplizierte Operationen an Säuglingen durchführt. Kontakt: reisewarnung@missio.de Homepage:[missio.com](https://www.missio.com/)