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43 Minuten
Nach China fährt er nicht mehr – aber in Taiwan war Roderich Kiesewetter gerade zum dritten Mal. Der CDU-Abgeordnete, Ukraine-Fürsprecher und Bundeswehr-Oberst a.D. erzählt Klaus, warum Deutschland sich für Taiwans Existenzrecht einsetzen sollte. Wie bei der Ukraine sei es im deutschen Interesse, Taiwan gegen autoritäre Bedrohung zu unterstützen.

Der Außenpolitiker kritisiert mangelnde Weitsicht bei großen deutschen Unternehmen und Teilen der Bundesregierung. Deutschland müsse seine Chinastrategie mit De-Risking konsequent umsetzen, statt sich anzubiedern.

Mit Blick auf die moderne Kriegsführung sagt der Militär- und Geheimdienst-Kenner: “Russland und China wollen durch Informationsverfälschung und Staatsterrorismus das Gefechtsfeld so formen, dass ein Militäreinsatz gar nicht mehr oder in geringerem Maße nötig ist.” Moderne Kriegsführung beginne mit Desinformation und Druck auf Andersdenkende.

Abschließend erklärt Kiesewetter, welche Alarmzeichen auf eine Eskalation des Konflikts hindeuten könnten und wie Chinas Vorgehen sich vom russischen unterscheidet.

Als Bonus gibt es die Rede des deutschen Vertreters Karsten Tietz zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Taipeh, in der er deutliche Worte für China fand und ebenfalls Parallelen zwischen Taiwan und der Ukraine zog.

FOLGE 56 – KAPITEL: 

00:00 Wer ist Roderich Kiesewetter?

04:28 Warum Kiesewetter nach Taiwan statt China reist

07:51 Wir sollten uns für Taiwan interessieren wie für die Ukraine 

12:53 Staatsterrorismus und Desinformation

19:50 Moskaus und Pekings Erfüllungsgehilfen, Taiwans Innenpolitik

22:09 Fehler der deutschen Politik und von Unternehmen

26:04 Probleme im Diskurs, Argumente vs. Zweifel

30:21 Anzeichen für eine mögliche Eskalation

38:23 Rede Karsten Tietz zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Taipeh

MEHR ZUM PODCAST: 

Zu den Links und Shownotes: https://intaiwan.net/2026/10/14/roderich-kiesewetter-china-russland-ukraine

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1 Stunde 17 Minuten
China zieht seine Schlinge um Taiwan enger. Eine wichtige Rolle spielen Agenten und Spione. Aber von wem reden wir da, wie viele sind es, und wie gehen sie vor? Das erzählt im Taiwancast Jürgen Kremb. Er kennt sich nicht nur mit dem Thema aus, er wurde in Taiwan auch selbst ausgespäht.

Dass chinesische Agenten ihn beschatten, kennt Kremb noch aus seiner Zeit als Peking-Korrespondent des Spiegel. Doch als ihn mitten in Taiwan, hoch oben auf dem Alishan, eine Spionin ansprach, überraschte das selbst den erfahrenen Journalisten.

Kremb machte sein Erlebnis öffentlich, und die Geschichte ging in Taiwan viral – denn chinesische Spionage ist hier ein großes Problem, dessen Ausmaße den meisten nicht bewusst sind. Kremb hat das Thema in Taiwan monatelang erforscht und mit vielen Insidern gesprochen. Im Gespräch mit Klaus und Mariano erzählt er, was er herausgefunden hat – mit vielen brisanten Details.

Die Dimension, mit der Taiwan von Desinformation überrollt werde, habe ihn schockiert. Chinas Geheimdienste seien eine “erschreckend große Krake” mit dem Ziel, Taiwans Gesellschaft zu destablisieren – doch die wehre sich dagegen.

Davon könne auch Deutschland lernen, sagt Kremb: “Wir müssen die Brandmauer zu China hochfahren, bevor wir in unseren Grundfesten erschüttert werden.”

FOLGE 55 – KAPITEL: 

00:06 Zu Gast: Jürgen Kremb 

06:32 Werdegang: Journalismus, China, Geheimdienste

22:13 Forschen und schreiben über Chinas Spionage 

28:12 Hörerfeedback und Support  

34:03 Was treibt China in Taiwan? 

38:26 Was ist Chinas großes Ziel?

48:03 Wie sind Deutschland und Europa betroffen?

52:31 Ausspioniert auf dem Alishan 

1:03:56 Wie viele chinesische Spione gibt es in Taiwan?

1:06:43 Wie kommen Spione in mein Smartphone?

MEHR ZUM PODCAST: 

Zu den Links und Shownotes: https://intaiwan.net/2026/09/17/jurgen-kremb-spionage-taiwan/

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1 Stunde 13 Minuten
Interkulturelle Unterschiede, Missverständnisse, Culture Clash: Fettnäpfchen lauern privat und beruflich überall, wenn Taiwaner und Deutsche miteinander zu tun haben. Anette Luo gibt Workshops, die helfen sollen, Missverständnisse zu vermeiden.

Welche Rolle spielen Direktheit, Konsensdenken oder Hierarchien? Was sollte man in Meetings oder E-Mails bedenken? Anette teilt im Gespräch mit Klaus Eindrücke aus ihrer eigenen Erfahrung.

Es geht auch ums Deutschlernen, denn sie unterrichtet Taiwaner sowohl an einer Uni als auch an einer Abendschule. Und um weibliche Rollenbilder – warum etwa sprechen viele junge Frauen in Taiwan so leise, mit welchen Erwartungen haben sie es zu tun? 

FOLGE 54 – KAPITEL: 

00:00 Kulturelle Unterschiede: unhöfliche Deutsche?

06:36 Sinologiestudium, erste Reise nach Shanghai 

10:56 Shanghai vor 25 Jahren, Rolle als Schwiegertochter

15:37 Rollenbilder und passiver Widerstand 

21:18 Schüchternheit, Wahrheit und Codes

29:25 Als Deutsche im Taiwan-Kontext

31:58 Als Taiwaner im deutschen Kontext

37:53 Hörerfeedback

39:58 Umgang mit Anweisungen

42:04 E-Mails und Telefonate 

45:03 Frauen und erwartetes Verhalten

52:07 Deutschlernen: Uni vs. Abendkurse

54:25 Konsens in der Gruppe 

58:56 Flexibilität und Bedenken

1:02:13 Kluft zwischen Taiwans Generationen

1:09:44 Anettes Workshops

MEHR ZUM PODCAST: 

Website von Anette Luo 

Anette auf LinkedIn

Zu mehr Links und Shownotes: https://intaiwan.net/2026/08/26/interkulturelle-differenzen-culture-clash/

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33 Minuten
In Berlin besucht Klaus den Mann, der Taiwan repräsentiert, sich offiziell aber nicht “Botschafter” nennen kann. Dr. Klement Gu hat das Amt im Oktober 2025 übernommen, es ist bereits seine vierte diplomatische Mission in Deutschland. Zunächst in Bonn, nun am Gendarmenmarkt hat er Deutschland in ganz verschiedenen Epochen erlebt.

Im Gespräch geht es um seine Aufgaben als Repräsentant, nächste Schritte der Zusammenarbeit und die Frage, was Deutschland und Taiwan alles verbindet. Richtig überrascht war Klaus, als Gu erzählte, wie oft er schon Dresden besucht hat. Das hat natürlich mit der Chipfabrik zu tun, die TSMC/ESMC dort gerade baut.

Lernt die Person kennen, die in den kommenden Jahren das Taiwan-Bild in Deutschland mit prägen wird.

FOLGE 53 – KAPITEL: 

00:06 Klement Gu: Aufgaben als Repräsentant

07:38 Deutschstudium und diplomatischer Werdegang 

12:35 Gemeinsame Werte und Interessen von Deutschland und Taiwan

19:25 Erschwerte Bedingungen durch die deutsche Taiwan-Politik

24:04 Nächste Schritte der Zusammenarbeit

25:16 TSMC/ESMC in Dresden

26:54 Deutsche Politikerbesuche in Taiwan

MEHR ZUM PODCAST: 

Zu den Links und Shownotes: https://intaiwan.net/2026/07/27/taiwancast-botschafter-taiwan-berlin-klement-gu/

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54 Minuten
Von dieser friedlichen Invasion sollen alle profitieren: Tausende Taiwaner werden nach Dresden ziehen und dort arbeiten, leben, zur Schule gehen. In “Silicon Saxony” baut Halbleiter-Gigant TSMC seine erste europäische Chipfabrik. Das ESMC-Joint Venture ist für Sachsen die größte Investition seit der Wende.

Wie bereitet Dresden sich auf seine neuen Mitbürger vor? Wie muss die Infrastruktur für das Werk angepasst werden? Klaus spricht mit Steffen Rietzschel, der die Wirtschaftsförderung der sächsischen Landeshauptstadt leitet. Sein Ziel ist klar: Dresden soll für Taiwaner das werden, was Düsseldorf für Japaner ist – der Go-to-Hub in Deutschland und vielleicht sogar darüber hinaus.

Die allererste Kontaktaufnahme von TSMC mit Rietzschel geschah noch inkognito. Seitdem hat sich viel geändert. Wir reden über seine Taiwan-Reisen, über Völkerverständigung, den Bedarf nach Wasser und Wohnraum – und darüber, wer alles von den Veränderungen profitieren kann.

FOLGE 52 – KAPITEL: 

00:00 Vorstellung Steffen Rietzschel

05:40 Dresdens großes Ziel

09:24 Anfänge, Reisen, Investition

18:17 Zwischenmenschliches und Interkulturelles

28:20 Taiwan-Kulturmonat Juni 2026, mögliches Kulturzentrum

31:10 Bitte an unsere Hörer

33:09 Infrastruktur, Wasserbedarf 

37:38 Elektrizität, Strombedarf

41:42 Wohnraum  

47:11 Chancen  

50:21 Hörerfeedback TC 51 (Stephan Thome)

52:10 Hennig Höne (FDP) im Machtwechsel-Podcast

MEHR ZUM PODCAST: 

Zu den Links und Shownotes: https://intaiwan.net/2026/05/04/tsmc-dresden-esmc-taiwan/

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Über diesen Podcast

Ein Podcast über Taiwan. Auf Deutsch. Mariano Glas (2mg.de) und Klaus Bardenhagen (taiwanreporter.de) reden über die interessanteste Insel der Welt.
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