Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Synapsen – ein Wissenschaftspodcast Archiv

176 Episoden
49 Minuten
Wenn Erwachsene auf junge Menschen blicken, sehen sie oft vor allem Defizite: Jugendliche lesen weniger als früher, sie wollen kaum noch arbeiten, und gewalttätiger sind sie auch. Dabei beruhen viele dieser Vorurteile auf falschen oder willkürlichen Annahmen. Der Wissenschaftsjournalist Bent Freiwald beschäftigt sich schon lange mit der Lebenswirklichkeit von Kindern und hat für diese Doppelfolge Fachleute aus Jugendpsychologie und Pädagogik befragt - eine Recherche mit vielen Aha-Effekten. Im Gespräch mit Host Maja Bahtijarević erklärt er, was der "Kids These Days"-Effekt ist und warum "Generation Z" wissenschaftlich betrachtet eigentlich nicht mehr ist als ein Sternzeichen. Anhand von zwei verschiedenen Aspekten geht er der Frage nach, was wir eigentlich tatsächlich über die Jugend von heute wissen. Das ist Teil eins der Folge: Hier analysiert Bent Freiwald Statistiken zur Jugendkriminalität und zeigt, dass fast alle Schlagzeilen einen Trend zeigen, den es so gar nicht gibt. Denn: Viele Zahlen werden falsch interpretiert oder zu wenig im Kontext betrachtet. HINTERGRUNDINFORMATIONEN Soziologe Martin Schröder über das Missverständnis rund um den Generationeneffekt: https://www.martin-schroeder.de/2023/07/17/warum-es-keine-generationen-gibt/ Studie von John Protzko und Jonathan Schooler zum "Kids these days-Effekt" | https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.aav5916 Polizeiliche Kriminalstatistiken für die Bundesrepublik Deutschland | https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html Dunkelfeldstudie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen | https://kfn.de/blog/2023/12/ergebnisse-des-niedersachsensurveys-2022-veroeffentlicht/ Artikel von rbb24 zu Messerangriffen in Berlin | https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/09/berlin-messer-angriffe-verletzte-polizei-neukoelln-charlottenburg.html Berliner Monitoring Gewaltdelinquenz | https://camino-werkstatt.de/downloads/Berliner-Monitoring-Gewaltdelinquenz-2023-Zusammenfassung.pdf Lehrer*innenbefragung der DGUV zu Gewalt an Schulen | https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/5000 Anfrage der Hamburger CDU zu Gewalt an Schulen und Antwort des Senats | https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/ Datenanalyse zu den Unterschieden bei der Nationalitäten-Nennung in Pressemitteilungen der Polizei | https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/polizeimeldungen-grosse-unterschiede-bei-nationalitaeten-nennung,SOSxxFa Analyse zu Trends in der Berichterstattung zur PKS | https://mediendiskurs.online/data/hefte/ausgabe/106/hestermann_trends_tv_berichterstattung_md106.pdf Kriminologische Untersuchung von Dirk Baier und Dominic Kudlacek zu Gewalt und ethnisch-kulturellem Hintergrund | https://www.kriminologie.de/index.php/krimoj/article/view/6/4 Newsletter von Bent Freiwald, "The kids are alright" | https://krautreporter.de/29358-bent-freiwald
44 Minuten
Wenn Erwachsene auf junge Menschen blicken, sehen sie oft vor allem Defizite: Jugendliche lesen weniger als früher, sie wollen kaum noch arbeiten, und gewalttätiger sind sie auch. Dabei beruhen viele dieser Vorurteile auf falschen oder willkürlichen Annahmen. Der Wissenschaftsjournalist Bent Freiwald beschäftigt sich schon lange mit der Lebenswirklichkeit von Kindern und hat für diese Doppelfolge Fachleute aus Jugendpsychologie und Pädagogik befragt - eine Recherche mit vielen Aha-Effekten. Im Gespräch mit Host Maja Bahtijarević erklärt er, was der "Kids These Days"-Effekt ist und warum "Generation Z" wissenschaftlich betrachtet eigentlich nicht mehr ist als ein Sternzeichen. Anhand von zwei verschiedenen Aspekten geht er der Frage nach, was wir eigentlich tatsächlich über die Jugend von heute wissen. Das ist Teil zwei der Folge: Hier geht es um die mentale Gesundheit junger Menschen - für die es insgesamt womöglich deutlich mehr Hoffnung gibt als gedacht. Und: Bent Freiwald muss eigene, frühere Recherchen infrage stellen. HINTERGRUNDINFORMATIONEN COPSY-Studie zur psychischen Gesundheit von Jugendlichen während der Pandemie | https://www.uke.de/kliniken-institute/kliniken/kinder-und-jugendpsychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik/forschung/arbeitsgruppen/child-public-health/forschung/copsy-studie.html Kinder- und Jugendreport der DAK 2023 | https://caas.content.dak.de/caas/v1/media/54006/data/70fb4d27453c8b44559e988387eef0b3/231114-download-praesentation-psychische-erkrankungen.pdf Veröffentlichungen aus der BELLA-Studie zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen | https://www.uke.de/kliniken-institute/kliniken/kinder-und-jugendpsychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik/forschung/arbeitsgruppen/child-public-health/forschung/bella-studie.html Auswertung dreier Langzeitstudien zur epidemiologischen Lage bei Kindern und Jugendlichen über zwei Jahrzehnte | https://link.springer.com/article/10.1007/s00103-023-03720-5 Studie zur normalisierten Wahrnehmung von Ängsten in Sozialen Medien | https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/10810730.2023.2235563 Studie zu Effekten von Achtsamkeitstraining in UK | https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9340028/ Metaanalyse zum Beginn psychischer Störungen im Jugendalter | https://www.nature.com/articles/s41380-021-01161-7 Analyse der Rentenversicherung zu psychischen Faktoren bei der Erwerbsminderung | https://www.ihre-vorsorge.de/rente/nachrichten/psychische-erkrankung-bleibt-der-hauptgrund-fuer-fruehrente Statistik zu Arbeitsunfähigkeitsgründen | https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77239/umfrage/krankheit-hauptursachen-fuer-arbeitsunfaehigkeit Newsletter von Bent Freiwald, "The kids are alright" | https://krautreporter.de/29358-bent-freiwald
1 Stunde
Die Jugend wählt und denkt rechter. Das gilt spätestens seit den Landtagswahlen in drei ostdeutschen Ländern. Aber stimmt das? Im Gespräch mit Host Maja Bahtijarević untersucht Sebastian Friedrich, was junge Menschen dazu bewegt, ihre Stimme der AfD zu geben und warum deren Botschaften gerade in Autoritätskonflikten verfangen können. Gesprochen hat er dazu unter anderen mit Forscherinnen und Forschern aus Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaften und der Einstellungsforschung. Er erklärt, was all das mit unserem Wirtschaftsmodell zu tun hat, welchen Anteil Tiktok am Erfolg der AfD hat und wie sich die Krise der Männlichkeit auch an der Wahlurne auswirkt. Außerdem geht es darum, warum es so wichtig ist, zu begreifen, welche Faktoren Rechtsextremismus begünstigen. HINTERGRUNDINFORMATIONEN Andreas Zick und Nico Mokros (2023): Rechtsextreme Einstellungen in der Mitte https://www.fes.de/referat-demokratie-gesellschaft-und-innovation/gegen-rechtsextremismus/mitte-studie-2023 Ansgar Hudde (2023): Seven Decades of Gender Differences in German Voting Behavior https://link.springer.com/article/10.1007/s11577-023-00904-4 Bertelsmann Stiftung (2024): Willkommenskultur in Krisenzeiten https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/willkommenskultur-in-krisenzeiten Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2024): Einsamkeitsbarometer 2024 https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/einsamkeitsbarometer-2024-237576. Fiona Kalkstein (2024): Zur sozialpsychologischen Perspektive auf antidemokratische Tendenzen https://efbi.de/details/demokratie-in-sachsen-2023.html Floris Biskamp (2023): A societal shift to the right or the political mobilisation of a shrinking minority: Explaining rise and radicalisation of the AfD in Germany https://www.researchgate.net/publication/375804535_A_societal_shift_to_the_right_or_the_political_mobilisation_of_a_shrinking_minority_Explaining_rise_and_radicalisation_of_the_AfD_in_Germany Marc Calmbach, Bodo Flaig u.a. (2024): SINUS-Jugendstudie 2024 https://www.sinus-institut.de/media-center/studien/wie-ticken-jugendliche-2024 Marcel Fratzscher (2024): Warum die AfD bei jungen Männern so gut ankommt https://www.zeit.de/wirtschaft/2024-09/junge-waehler-wahlverhalten-maenner-frauen-rechtsruck Oliver Decker, Johannes Kiess, Ayline Heller, Julia Schuler und Elmar Brähler (2022): Die Leipziger Autoritarismus Studie 2022 https://www.boell.de/sites/default/files/2022-11/decker-kiess-heller-braehler-2022-leipziger-autoritarismus-studie-autoritaere-dynamiken-in-unsicheren-zeiten_0.pdf Potsdam Socialmedia Monitor (2024): AfD dominiert TikTok im Vorfeld der ostdeutschen Landtagswahlen https://psmm.info/press-release-de Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen404.html Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 11 Minuten
Die digitale Welt macht besonders Kindern das Gehirn kaputt, so eine verbreitete Sorge. Doch die Datenlage dazu ist dünn. Wer viel am Smartphone ist, hat irgendwann nur noch die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs - so ein gängiges Narrativ. Doch stimmt das überhaupt? Gibt es Daten, die einen eindeutigen Zusammenhang belegen? Wissenschaftsredakteurin Melanie Stinn ist tief eingestiegen in die Debatte um unsere digitale Welt und hat festgestellt: Die Datenlage ist einerseits unvollständig und andererseits widersprüchlich: ein klassischer Fall von Science in Progress.   Im Gespräch mit Host Lucie Kluth berichtet Melanie von den verschiedenen Positionen in Hirnforschung und Psychologie und der Erkenntnis, dass unser Smartphone uns sogar ablenkt, wenn es ausgeschaltet neben uns liegt. Sie erklärt, inwiefern Social Media auch positive Effekte für Kinder haben kann, was man trotz allem in Hirnscans sieht und warum Konzentrationsschwierigkeiten keine Einbahnstraße sind. HINTERGRUNDINFORMATIONEN Flynn-Effekt und Technologie: https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/15366367.2016.1171612 Gibt es einen Flynn-Effekt bei der Aufmerksamkeit? https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0191886923003409 Studie zum Ablenkungspotenzial ausgeschalteter Smartphones https://www.nature.com/articles/s41598-023-36256-4 Über den Einfluss von Facebook auf unsere Gehirnstruktur: https://www.researchgate.net/publication/316467411_Facebook_usage_on_smartphones_and_gray_matter_volume_of_the_nucleus_accumbens Wohlbefinden Jugendlicher und Nutzung digitaler Technologien: https://www.nature.com/articles/s41562-018-0506-1 Kinder, Sprache und Screenzeiten https://www.nature.com/articles/s41598-022-20922-0 DAK-Studie zur Mediennutzung: https://www.dak.de/presse/bundesthemen/kinder-jugendgesundheit/dak-studie-in-pandemie-hat-sich-mediensucht-verdoppelt_48672 Social-Media-Verzicht und Stimmung: https://www.researchgate.net/publication/376366996_Less_social_media_use_-_more_satisfied_work-engaged_and_mentally_healthy_employees_an_experimental_intervention_study Digitales Lernen https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2019.03054/full Was bringen Handyverbote? https://www.magonlinelibrary.com/doi/abs/10.12968/bjsn.2019.14.10.510 Sozioökonomischer Status und problematische Social-Media-Nutzung: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/1369118X.2022.2109981 Die Goldlöckchen-Hypothese: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10335462/pdf/bmjopen-2023-075832.pdf Stellungnahme Leopoldina zur Förderung der Selbstregulation: https://www.leopoldina.org/fileadmin/redaktion/Publikationen/Nationale_Empfehlungen/2024_Stellungnahme_Selbstregulation.pdf Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen402.html Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 21 Minuten
Schon bevor die Periode ausbleibt, macht der weibliche Körper viele Veränderungen durch. Von dieser Perimenopause ist vielen Frauen jedoch bisher wenig bekannt. Die Wechseljahre sind einfach zu erkennen - so die weit verbreitete Meinung: Hat eine Frau Hitzewallungen und ist gereizter als sonst, muss es die Menopause sein. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Wechseljahre beginnen nämlich bei vielen Frauen schon deutlich vor dem endgültigen Ausbleiben der Periode. Bereits in der Zeit davor - während der Perimenopause - gibt es deutliche Anzeichen für eine Veränderung im Körper. Und wer die erkennt, kann daraus für sich einen großen Gewinn ziehen! Nicht ganz uneigennützig ist unsere Autorin Lena Bodewein daher der Frage nachgegangen, was Frauen in der Lebensmitte erwartet: Welche Veränderungen stellen sich im Körper ein, speziell im Hormonhaushalt? Gibt es Möglichkeiten, etwas gegen belastende Symptome zu unternehmen? Oder muss Frau diese Phase schlicht aushalten? Im Gespräch mit Host Maja Bahtijarevic lässt sie Expertinnen zu Wort kommen, die sich auf die Hormone im weiblichen Körper spezialisiert haben. Und sie beleuchtet außerdem die Hormonersatztherapie, die bei vielen Menschen seit Jahren in Verruf ist – ist das negative Image gerechtfertigt? HINTERGRUNDINFORMATIONEN Studie zur Hirnstruktur vor und während der Perimenopause sowie nach der Menopause: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34108509/ Kognitive Veränderungen in prä-, peri- und postmenopausalen Phasen: https://physoc.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1113/JP285126 Demenzrisikofaktor Wechseljahre? https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39137107/ Bei Depression ist die Hirnregion zur Stresskontrolle vergrößert: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30229855/ Wie Östradiol und Organfett die Gehirnstruktur wechselseitig beeinflussen: https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2736176 Neurochemische Signalverarbeitung sowie funktionelle und strukturelle Netzwerke im Gehirn werden stark von physiologischen Schwankungen der Sexualhormone moduliert: https://www.frontiersin.org/journals/neuroscience/articles/10.3389/fnins.2015.00037/full Veränderungen in Östrogen-Rezeptoren sind verbunden mit Gedächtnisdefiziten und depressivem Verhalten in Mausmodellen ohne Eierstöcke: https://www.nature.com/articles/s41598-024-57611-z Sexualhormone, ihre Wirkung in verschiedenen Hirnregionen und Veränderungen in der Lebensmitte: https://www.nature.com/articles/s41467-023-41723-7 Leitlinienprogramm zu Peri- und Postmenopause: https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-062l_S3_HT_Peri-Postmenopause-Diagnostik-Interventionen_2021-01.pdf Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen400.html Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 6 Minuten
Die Monde des Jupiter, vor allem Europa, sind Ziel von NASA und ESA und neuartigen wissenschaftlichen Untersuchungen. "All diese Welten sind Euer - außer Europa. Versucht nicht, dort zu landen!", so die deutliche Ansage einer unbekannten Intelligenz in Arthur C. Clarkes Roman "Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen", der Fortsetzung von "2001: Odyssee im Weltraum". Doch weder Europäer noch Amerikaner scheinen darauf zu hören: Im Oktober will die NASA die Raumsonde Europa Clipper zu diesem Mond des Riesenplaneten Jupiter schicken. Über diese und weitere Weltraummissionen, ihre Herausforderungen und Ziele spricht in dieser Synapsen-Folge Host Lucie Kluth mit dem Journalisten Guido Meyer, zu dessen Fachgebieten die Raumfahrt gehört. Es ist so gut wie sicher, dass unter dem kilometerdicken Eispanzer des Jupitermonds Europa ein flüssiger Salzwasserozean existiert, der mehr Wasser enthält als alle Ozeane auf der Erde. Da es außerdem eine Energiezufuhr in Form von Reibungshitze gibt, verursacht durch die Anziehungskräfte des Jupiter, sind dies die idealen Bedingungen für die Entstehung von Leben. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass auf Europa irgendetwas kreucht und fleucht als auf dem langweiligen, trockenen Mars.  Neben der NASA mit dem Europa Clipper ist auch Europa unterwegs zu Europa - und das schon seit 2023: JUICE soll noch vor der US-Sonde im Jupiter-System eintreffen. Wenn es auf Europa Leben gibt, stehen die Chancen gut, dass diese beide Sonden Indizien dafür aufspüren.   HINTERGRUNDINFORMATIONEN Europa Clipper bei der NASA: https://europa.nasa.gov/ JUICE beim DLR: https://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-2448/3635_read-59246/ JUICE bei der ESA https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Juice Artikel von Claudio Flores Martinez über Biolumineszenz auf Europa: https://www.centauri-dreams.org/2016/08/19/the-blue-spectres-of-abyssal-europa/ Robotics Innovation Center Bremen: https://robotik.dfki-bremen.de/de/startseite Richtlinien der National Academies of Sciences, Engineering and Medicine für den Schutz von Planeten: https://www.nationalacademies.org/our-work/committee-on-planetary-protection Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen398.html Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 10 Minuten
Landwirtschaft ist nicht schwarz-weiß. Forschende setzen auf eine differenzierte Betrachtung und integrierten Anbau. Bio-Landwirtschaft ist nachhaltiger, gesünder und besser für Natur und Tiere. Konventionell arbeitende Bauern nutzen zu viel Pflanzengift und setzen viel zu oft auf Massentierhaltung. So haben wir es gelernt, und deshalb soll der Öko-Landbau auch weiter ausgebaut werden. Doch immer wieder begegnen uns Forschende und Landwirte, die sich am Schwarz-Weiß-Bild in den Medien stören. Unsere Kollegin Nele Rößler ist darum der Frage nachgegangen, wo die Grenzen von Bio liegen und inwiefern beides mehr zusammengedacht werden muss. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth erklärt sie, welche Pflanzenschutzmittel auch Biobauern einsetzen und inwiefern konventionelle Landwirtschaft sogar eine bessere Klimabilanz haben kann. Sie berichtet von ihrem Besuch in einem "Aktivstall" für Schweine und lässt Forschende zu Wort kommen, die für mehr Technologie-Offenheit im Ökolandbau plädieren. HINTERGRUNDINFORMATIONEN Modellierung - Nachhaltige Welternährung: nature.com/articles/s41467-017-01410-w CO2-Opportunitätskosten von organisch angebauten und konventionellen Produkten: nature.com/articles/s41586-018-0757-z Nutzen von biodynamischen Präparaten: nature.com/articles/s41598-020-61320-8  Angaben zu Brachlandanteil in Deutschland: destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Feldfruechte-Gruenland/Tabellen/ackerland-hauptnutzungsarten-kulturarten.html Stickstoffeinsatz in Deutschland: umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt-2024 Biolandwirtschaft - Stickstoffanteil im Boden: thuenen.de/media/publikationen/thuenen-report/Thuenen_Report_65.pdf Pestizideinsatz im Ökolandbau - Julius Kühn-Institut: wissen.julius-kuehn.de/oekologischerlandbau/pflanzenschutz-staerkungsmittel/pflanzenschutzmittel Bodenbelastung durch Kupfer: boden-fachzentrum.de/lexikon/bodenbelastung-durch-kupfer/#:~:text=Der%20nat%C3%BCrliche%20Kupfergehalt%20liegt%20zwischen%202%20und%2040%20mg%20pro%20kg%20Boden. Schweinehaltung in Deutschland: bmel.de/DE/themen/tiere/nutztiere/schweine/schweine.html#:~:text=Einem%2050%20bis%20110%20Kilogramm,Quadratmeter%20Auslauf%20im%20Freien%20zu Antibiotika in der Tierhaltung: bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/184-antibiotika.html Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln: ifeu.de/fileadmin/uploads/Reinhardt-Gaertner-Wagner-2020-Oekologische-Fu%C3%9Fabdruecke-von-Lebensmitteln-und-Gerichten-in-Deutschland-ifeu-2020.pdf Rezept für eine nachhaltige Welternährung: thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)31788-4/abstract Nationaler Aktionsplan für nachhaltigen Pflanzenschutz: nap-pflanzenschutz.de/ Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen396.html Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 13 Minuten
Die Medizin unterscheidet meist noch immer zwischen psychisch, somatisch und psychosomatisch. Doch der Blick auf Symptome und molekulare Mechanismen zeigt: Zeit für einen Systemwechsel. Yasmin Appelhans hat sich die medizinischen Graubereiche angesehen und festgestellt, dass sie erstaunlich weit reichen: vom Herzinfarkt durch das Broken-Heart-Syndrom über ein verändertes Mikrobiom durch Stress bis hin zu dem irritierenden Verlangen, Papier zu essen bei Mangelerscheinungen. Sie lässt Forschende verschiedener Disziplinen über die Chancen einer integrierten Medizin zu Wort kommen - und berichtet im Gespräch mit Host Lucie Kluth, wie ein Facharzt ihr nach einer Entzündung mit einem einfachen Trick ihre verlorene Stimme zurückgab. HINTERGRUNDINFORMATIONEN Gough J. What Makes a Disorder ‘Mental’? A Practical Treatment of Psychiatric Disorder: https://philpapers.org/rec/GOUWMA-2 Nacul L, O’Boyle S, Palla L, Nacul FE, Mudie K, Kingdon CC, et al. How Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) Progresses: The Natural History of ME/CFS: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32849252/ Park C, Majeed A, Gill H, Tamura J, Ho RC, Mansur RB, et al. The Effect of Loneliness on Distinct Health Outcomes: A Comprehensive Review and Meta-Analysis: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33130511/ Leib-Seele-Problem: https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/leib-seele-problem/8687 Metzger FD| Nadine. Krankheit als Werturteil: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/270305/krankheit-als-werturteil/ Microbiota–brain axis: Context and causality: https://www.science.org/doi/abs/10.1126/science.abo4442 Haensch CA, Wagner C, Mallien J, Isenmann S. Posturales Tachykardiesyndrom: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0038-1628499 Coles NA, March DS, Marmolejo-Ramos F, Larsen JT, Arinze NC, Ndukaihe ILG, et al. A multi-lab test of the facial feedback hypothesis by the Many Smiles Collaboration: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36266452/ Kuru Alici N, Arikan Dönmez A. A systematic review of the effect of laughter yoga on physical function and psychosocial outcomes in older adults: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1744388120311270?via%3Dihub Schulze J, Neumann I, Magid M, Finzi E, Sinke C, Wollmer MA, et al. Botulinum toxin for the management of depression: An updated review of the evidence and meta-analysis: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0022395621000236?via%3Dihub Busch AJ, Webber SC, Brachaniec M, Bidonde J, Bello-Haas VD, Danyliw AD, et al. Exercise Therapy for Fibromyalgia: https://link.springer.com/article/10.1007/s11916-011-0214-2 NHS England. Social prescribing: https://www.england.nhs.uk/personalisedcare/social-prescribing/ Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen394.html Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
20 Minuten
Kann man mit Bier heizen? Energietechniker Johannes Brunder weiß es und erklärt, wie Wärmepumpen funktionieren.
19 Minuten
Die Forensische Molekularbiologin Annica Gosch gibt Einblick in ihre Arbeit bei der Kölner Rechtsmedizin.
15 Minuten
Sind Frauen und Männer anders lustig? Und wie ist es mit Selbstironie? Elena John mit Antworten aus der Anglistik.
1 Stunde 3 Minuten
Die Industrie entwickelt immer neue Kunststoffsorten als Verpackung. Welche Wege zeigt die Forschung auf im Kampf gegen den Müll? Recycling, Materialforschung und unser Umgang mit Müll: Fast 240 Kilogramm Verpackungsmüll erzeugen wir pro Kopf und Jahr in Deutschland. Gibt es Wege raus aus der Wegwerfgesellschaft? Welche neuen Perspektiven bietet die Kreislaufwirtschaft? Was können wir aus der Geschichte lernen?  Diese Fragen diskutiert NDR Info Wissenschaftsredakteurin Lena Bodewein mit Forschenden aus Norddeutschland - in einer Sonderfolge unseres Wissenschaftspodcasts aus dem Haus der Wissenschaft in Braunschweig. Es geht um Sinn und Unsinn von vielfarbigen Plastikverpackungen, ein Revival der Reparaturkultur und politische Ansätze, um ökonomische Bedürfnisse umweltverträglich nutzen zu können. Denn wir kommen mit dem Podcast auch dahin, wo ihr seid - Live on tape.  Gäste: - Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta, Direktorin des Institute of Circular Resource, Engineering and Management der TU Hamburg  - Prof. Dr. Franziska Neumann, Institut für Geschichtswissenschaft an der TU Braunschweig  - Dipl.-Ing. Simon McGowan, Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover HINTERGRUNDINFORMATIONEN Neumann F.: Vormoderne Recycling-Mentalität? Abfall und Abfallregime im frühneuzeitlichen London. In: Historische Zeitschrift. 2023; 317 (1): S. 63-94. Neumann F.: Ambivalente Stoffe. Lumpen als Rest und Ressource 18. Jahrhundert. In: Historische Anthropologie. 2023; 31 (3): S. 365-382. Neumann F.: The Realm of Cloacina? Excrement in London’s Eighteenth Century Waste Regime. In: German Historical Institute London Bulletin. 2021; Vol. XLIII (2): S. 30–56. Neumann F.: Das stille Örtchen. In: Zeitschrift für Ideengeschichte. 2022; XVI (3): S. 57–60. Kuchta K, Guo J, Woidasky J, Auer M, Schmidt J, Pomberger R et al.: Vorstudie - Vergleich innovativer Identifikationsverfahren für Post-Consumer Leichtverpackungen - Endbericht. Hamburg, 2023. 133 p. Kuchta K.: Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In: Porth, M., Schüttrumpf, H., Ostermann, U. (eds) Wasser, Energie und Umwelt. 2023; Springer Vieweg, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-42657-6_30 Fakultät für Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover: https://f2.hs-hannover.de/ Website von Wildplastic: https://wildplastic.com/ Podcast Nachgefragt mit Simon McGowan über Biokunststoffe: https://nachgefragt-podcast.de/2024/05/02/ngf70-thema-plastik-und-biokunststoff/ Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen390.html Eindrücke der Aufzeichnung (Bildergalerie): https://www.ndr.de/nachrichten/info/wab164.html Mehr Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 14 Minuten
Immer mehr Paare nehmen Kinderwunschbehandlungen in Anspruch. Medizinisch ist viel möglich, aber eben nicht alles: Wo gibt es biologische oder ethische Grenzen? Der Umsatz in der Reproduktionsmedizin liegt nach Schätzungen bei 100 Millionen Euro im Jahr in Deutschland. Durch Verfahren wie Eizellspende und Leihmutterschaft könnten noch mehr Familien beim Kinderwunsch unterstützt werden, aber beides ist aus ethischen Gründen in Deutschland verboten. Ist das noch zeitgemäß? Die Wissenschaftsjournalistin Nele Rößler erklärt, welche medizinischen Möglichkeiten wann zum Einsatz kommen. Daniela Remus hat die Recherche als Medizinjournalistin begleitet und sich insbesondere mit ethischen Fragen auseinandergesetzt. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth wollen sie klären, unter welchen Umständen es sinnvoll ist, Eizellen einfrieren zu lassen und ab wann die Qualität der Spermien nachlässt. Gleichzeitig diskutieren sie große gesellschaftliche Fragestellungen. HINTERGRUNDINFORMATIONEN Blutdruck beeinflusst Fruchtbarkeit: https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(24)00460-6/fulltext Zunahme an genetischen Defekten bei älteren Eizellen: https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(19)31166-2?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0960982219311662%3Fshowall%3Dtrue Alter und Fruchtbarkeit beim Mann: https://vidafertility.com/de/alter-fertilitaet-mann/#:~:text=Obwohl%20die%20Spermienproduktion%20auch%20in,M%C3%A4nner%20sich%20unbegrenzt%20fortpflanzen%20k%C3%B6nnen Finanzierung von Kinderwunschbehandlungen: https://www.kinderwunsch-im-ausland.de/ivf-kosten/kosten-und-zuschuesse-bei-einer-ivf-behandlung-in-deutschland/ Neue Methode zur künstlichen Befruchtung: https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(23)00136-X/fulltext Entwicklung der mitochondrialen Ersatztherapie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7492815/ Geringes Risiko für Langzeitfolgen durch IVF für Frauen: https://www.springermedizin.de/emedpedia/detail/reproduktionsmedizin/langzeit-follow-up-von-patientinnen-nach-ovarieller-stimulation-und-kinderwunschtherapien?epediaDoi=10.1007%2F978-3-662-55601-6_51 Wachstumsunterschiede zwischen normal gezeugten und durch IVF gezeugten Kindern: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7970724/ Langfristige Auswirkungen von IVF-Medikamenten auf das Krebsrisiko bei behandelten Frauen: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S147264831060689X Internationale Register zur künstlichen Befruchtung im Vergleich: https://doi.org/10.1080/13625187.2017.1416600 Erfolgsquote in deutschen IVF-Zentren: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0035-1558297 Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen388.html Mehr Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 6 Minuten
Mammografie, Hautkrebs-Vorsorge, Darmspiegelung: Die Nachfrage nach Krebs-Früherkennungsmaßnahmen ist groß. Doch nicht für alle Methoden gibt es Evidenz. Bei der Krebs-Früherkennung kursieren viele Empfehlungen. Tatsächlich gibt es für den Erfolg gar nicht bei allen Krebsarten wissenschaftliche Evidenz. Trotzdem gibt es in manchen Bereichen eine starke Lobby für flächendeckende Untersuchungen, und das individuelle Sicherheitsbedürfnis in Gesundheitsfragen ist groß. Medizinjournalistin Daniela Remus hat mit Onkologen und Kritikern bevölkerungsweiter Screenings gesprochen und sich angesehen, wie Statistiken kommuniziert werden. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth erklärt sie den Unterschied zwischen Früherkennung und Vorsorge und sortiert, bei welchen Krebsarten regelmäßige präventive Untersuchungen völlig unumstritten sind. Sie zeigt auf, inwiefern Überdiagnose und Übertherapie riskante Nebeneffekte bringen können, warum unser Fokus auf echte Gesundheitsprävention durch Früherkennung verloren gehen kann - und weshalb das trotz aller Fragezeichen kein Grundsatzplädoyer gegen Screenings sein soll.  HINTERGRUNDINFORMATIONEN Gerd Gigerenzer: Das Einmaleins der Skepsis. Über den richtigen Umgang mit Zahlen und Risiken: https://www.piper.de/buecher/das-einmaleins-der-skepsis-isbn-978-3-8270-7792-9-ebook Ingrid Mühlhauser: Unsinn Vorsorge-Medizin. Wem sie nützt, wann sie schadet: https://www.rowohlt.de/buch/prof-dr-ingrid-muehlhauser-unsinn-vorsorgemedizin-9783499632556 Urban Wiesing: Heils-Wissenschaft. Über Verheißungen der modernen Medizin: https://www.fischerverlage.de/buch/urban-wiesing-heilswissenschaft-9783103900170 Harding-Zentrum für Risikokompetenz: https://www.hardingcenter.de/de Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: https://www.iqwig.de/ueber-uns/methoden/ergebnisse/gesundheitsinformationen/ Begründung des IQWIG für Mammographie-Alterserweiterung: https://www.iqwig.de/projekte/s21-01.html Begründung des IQWIG für Prostatakrebs-Screening https://www.iqwig.de/projekte/s19-01.html Studie über Mammografie-Screening-Programm in Deutschland: https://doi.org/10.1186/s12889-023-16589-5 Studie zu Überlebensraten bei Darmkrebspatienten in Deutschland: https://doi.org/10.1080/0284186X.2023.2282120 Studie über Wirksamkeit von Darmkrebs-Vorsorge: https://doi.org/10.14309/ctg.0000000000000535 Mehr Hintergrund zu dieser Folge: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen386.html Mehr Wissenschaft bei NDR Info: https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
1 Stunde 5 Minuten
Knochenfunde, Ausgrabungen, Sternkollisionen: Wir suchen Antworten auf das Rätsel um den Tod der Riesenechsen. Zig Millionen Jahre sind sie schon tot, aber immer noch werden neue Dinosaurierarten entdeckt. Weil viele Menschen von diesen Tieren aus der Urzeit fasziniert sind und sich Museen und Privatsammler um die Skelette reißen. Aber was ist die Erklärung für das Aussterben der Riesenechsen? Mindestens fünfmal in der Erdgeschichte stand das Leben vor dem Nichts. Bei jedem dieser sogenannten Massenaussterben sind zwischen 70 und 90 Prozent der Fauna für immer von der Erde verschwunden. Vor 65 Millionen Jahren waren es zwar nicht so viele wie bei anderen Aussterbe-Ereignissen zuvor, doch ist es gerade das, was die Menschen bis heute fasziniert: Am Ende der Kreidezeit starben die größten Tiere aus, die jemals über diesen Planeten gelaufen sind - die Dinosaurier. Als Theorie für die wahrscheinlichste Todesursache hat sich der Einschlag eines Asteroiden durchgesetzt. Aber diese Erklärung wirft bis heute Fragen auf: Warum sind nur die Riesenechsen ausgestorben? Warum haben andere Arten überlebt? Womöglich war es doch kein Deus ex Machina, der den Dinos den Garaus gemacht hat? Wissenschaftsjournalist Guido Meyer erzählt Synapsen-Host Lucie Kluth, welche Theorien es derzeit gibt. Er nimmt uns dabei mit auf seiner Reise von Mexiko über Kanada bis ins Rheinland. HINTERGRUNDINFORMATIONEN: Pakäontologe Martin Sander: https://gepris.dfg.de/gepris/person/1245660 Institut für Wirbeltierpaläontologie und Paläoanthropologie, Chinesische Akademie der Wissenschaften: https://www.ivpp-avianevolution.com/ Geologisches Landesamt NRW: https://www.gd.nrw.de/ Dinosaur Provincial Park, Alberta: https://whc.unesco.org/en/list/71/ Fachveröffentlichung zu entdeckter Dinosaurier-DNA: https://academic.oup.com/nsr/article/7/4/815/5762999 Smithsonian National Museum of Natural History, Washington: https://naturalhistory.si.edu/ Fachveröffentlichungen von Michael Kunk, US Geological Survey: https://www.researchgate.net/profile/Michael-Kunk Naturkundemuseum Senckenberg, Frankfurt am Main: https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/ Wolfgang Böhme, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn: https://bonn.leibniz-lib.de/de/zfmk/wolfgang-boehme Fachveröffentlichung zum Fossilienrückgang vor dem Dinosaurier-Aussterben: https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.2211234119 Fachveröffentlichung zum möglichen Überleben einiger Dinosaurier bis ins Tertiär: https://link.springer.com/article/10.1007/s11434-008-0565-1 Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie: https://bspg.snsb.de/ "Nature"-Studie zum Aussterben der Dinosaurier lange vor dem Asteroideneinschlag: https://www.nature.com/articles/s41467-021-23754-0 Mehr Hintergrund zu dieser Folge: ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen384.html Mehr Wissenschaft bei NDR Info: ndr.de/wissen