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10 Minuten Baukultur Archiv

21 Episoden
12 Minuten
In Folge 19.3 unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und Dr. Ulrike Wendland zu Klimaschutz und Welterbestatus. Das Gespräch fand in Potsdam statt.


Darin sagt Wendland: „Es dauert bis zu 20 Jahre bis ein Straßen-/ Stadtbaum so lebensfähig ist, bis er ins Grundwasser wurzelt und somit auch ohne Gießen schwierige Situationen überstehen kann. Die gute Pflege bräuchte sehr viel mehr Personal und Mittel. Gleichzeitig sind wir unendlich bedürftig nach Grün in der Stadt, um die Stadt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aushaltbar zu machen.“


Dr. Ulrike Wendland ist seit 2020 Geschäftsführerin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz. Die Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin ist Expertin für das gebaute Erbe.
12 Minuten
In Folge 19.2 unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und Dr. Ulrike Wendland zum Umgang mit schwierigen historischen Gebäuden und Klimaschutz. Das Gespräch fand in Potsdam statt.


Darin sagt Wendland, dass Sie in den letzten zwei Jahren verstärkt gemerkt hat, dass bestimmte Themen immer wieder neu erklärt werden müssen. In den 80er Jahren gab es sehr intensive Diskussionen über Bauten der NS-Zeit. Aber nach und nach wurde diesbezüglich auch ein gesellschaftlicher Konsens hergestellt, dass man sie stärken und erklären muss, aber keinesfalls wegnehmen darf. Offenbar ist es aufgrund eines Generationenwechsels aktuell wieder notwendig, diese Erklärungen zugunsten der Erhaltung zu liefern.


Dr. Ulrike Wendland ist seit 2020 Geschäftsführerin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz. Die Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin ist Expertin für das gebaute Erbe.
17 Minuten
In Folge 19.1 unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und Dr. Ulrike Wendland zur allgemeinen Bedeutung von Denkmalvermittlung. Das Gespräch fand in Potsdam statt.


Darin sagt Wendland: „Nach und nach wird das Denkmal als ein Wert gesehen, der die Regionalgeschichte transportiert, der Identität stiftet.“


 Dr. Ulrike Wendland ist seit 2020 Geschäftsführerin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz. Die Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin ist Expertin für das gebaute Erbe.
12 Minuten
In Folge 18 unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und Stephanie Reiterer zu unterschiedlichen Formaten der baukulturellen Bildung. Das Gespräch fand in Regensburg statt.


Darin sagt Reiterer: "Sobald wir uns im Raum bewegen und ihn erkunden, prägt er uns. Im Bildungsbereich ist die Grundschule ein wunderbarer Anker, um mit Kindern in den Stadtraum zu gehen und über Gebäude zu sprechen. Ein Grundschulkind kann in der ersten Klasse sehr gut artikulieren, welchen Eindruck beispielsweise das Grundschulgebäude macht. Von daher ist es besonders wichtig, dass schon im frühen Alter das Thema Raum und Architektur thematisiert wird." Stephanie Reiterer arbeitet als freie Innenarchitektin, Baukulturvermittlerin und Kulturschaffende an der Schnittstelle zwischen Architektur, Kunst und Kultur, Beteiligung, Partizipation und Bildung. Sie engagiert sich für baukulturelle Bildung im Verein "Architektur und Schule" mit Sitz in München, sowohl im Vorstand und der Netzwerkarbeit als auch in konkreten Formaten der Baukulturvermittlung. Der gemeinnützige Verein ging aus einer Initiative des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und der Bayerischen Architektenkammer hervor. Stephanie Reiterer ist Mitglied im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz und leitet die Arbeitsgruppe Denkmalvermittlung. Sie ist Lehrende an der Universität Regensburg am Institut für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung und betreibt zusammen mit Jan Weber-Ebnet die Agentur "bauwärts – Stadt Raum Bildung Kultur".
11 Minuten
In Folge 17 unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und Jan Krause zum Thema Architekturvermittlung und Digitaliserung in der Lehre. Das Gespräch fand in der BDA Galerie Berlin im Rahmen der von Studierenden der Hochschule Bochum konzipierte Ausstellung "D.fragmentation" statt.


Darin sagt Krause: "Wir haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass sich die Studierenden die Methoden der digitalen Arbeit aneignen. Das hat erstaunlich gut geklappt. Wir sind überrascht über die hervorragende Qualität, die wir in Entwürfen und Kommunikationsstrategien geerntet haben nach diesem Jahr digitaler Lehre."


Jan Krause, Prof. Dipl.-Ing. BDA DWB, ist Professor für Architektur Media Management AMM an der Hochschule Bochum. Er ist Autor zahlreicher Beiträge über Architektur und Architekturkommunikation, Juror renommierter Architekturpreise, Veranstalter und Moderator internationaler Architekturkonferenzen und Herausgeber der AMM-Edition "Architekturvermittlung" und Mitherausgeber des Buches „Die klima-aktive Fassade“. Von 2006 bis 2009 war er Vorsitzender des Deutschen Werkbunds Berlin. 2007 wurde er in den Konvent der Bundesstiftung für Baukultur berufen.
13 Minuten
In Folge 16 unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und der Genossenschaft Bürgerbahnhof Cuxhaven eG über Bahnhöfe in Bürgerhand. Die Gesprächspartner sind Gabriele Grubel (Vorstandsmitglied der Bürgerbahnhof Cuxhaven eG), Stefan Hirschfelder (Vorstandsmitglied der Bürgerbahnhof Cuxhaven eG) und Martin Limper (Gebäudemanager des Bahnhofs), die sich gemeinsam seit mehreren Jahren für Umbau und Betrieb des historischen Bahnhofsgebäudes engagieren. Im Gespräch sagt Grubel: "Unsere Refinanzierung läuft über die Mieteinnahmen und wir haben sehr viel in dieses Projekt investiert. Es ist letztendlich ein 5-Millionen-Projekt geworden.


"Wir haben mittlerweile 668 Mitglieder und die Mehrzahl sieht auch den ideellen Wert des Bahnhofs. Hier finden unter anderem auch Feste und kulturelle Veranstaltungen statt, wenn nicht gerade Corona ist." Die Bürgergenossenschaft Cuxhaven eG wurde im April 2013 gegründet, mit dem Ziel das Cuchavener Bahnhofsgebäude zu erwerben, zu sanieren und zum Wohl Cuxhavens und der Reisenden zu betreiben. So entstand ein helles, sauberes, belebtes und barrierefreies Empfangsgebäude unter Beibehaltung des historischen Kerngebäudes. An der Schnittstelle zwischen Hafen und Innenstadt entwickelte sich ein Ort der Begegnung als zentraler Informationspunkt für Gäste und Bürgerschaft.
12 Minuten
Teil 13 unserer Podcast-Reihe beschäftigt sich mit der Zukunft des Bestands. Dazu hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und Stefanie Frensch, Mitglied des Vorstands der Familienstiftung Becker & Kries.


Darin sagt Frensch: "Die Neubauquote liegt in Deutschland ja weiterhin unter zwei Prozent, das heißt: Im Wesentlichen geht es um den Bestand. Und ich bin ganz fest davon überzeugt, dass es in der näheren Zukunft auch vermehrt um Revitalisierung gehen wird, noch mehr als um Ergänzung also um den Neubau. Warum? Weil das Thema Nachhaltigkeit auch durch die europäische Gesetzgebung zu einem wichtigen Thema geworden ist. Und das wird uns dazu zwingen, beim Neubau noch einmal ganz anders zu schauen, was und wie wir neu bauen wollen."


Stefanie Frensch ist seit April 2019 Mitglied des Vorstands der Familienstiftung Becker & Kries und Geschäftsführerin der Becker & Kries Holding GmbH & Co. KG. Die Architektin und Immobilienökonomin war zuvor acht Jahre Geschäftsführerin der Howoge Wohnungsbaugesellschaft und verantwortete dort den An- und Verkauf von Immobilien, das strategische Portfoliomanagement, das operative Bestandsmanagement sowie das Technische Management, den Neubau und die Unternehmenskommunikation. Als Partnerin bei der Ernst & Young Real Estate GmbH widmete sie sich von 2007 bis 2011 den Schwerpunkten Assetmanagement, Projektcontrolling und Sustainability. In ihren ersten Berufsjahren arbeitete sie als projektleitende Architektin in verschiedenen Architekturbüros.
12 Minuten
In Folge 15 unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und Thomas Krüger (Ticket B) zum Thema Architekturvermittlung. Das Gespräch fand in der von Hans Scharoun Großsiedlung Siemensstadt in Berlin statt.


Darin sagt Krüger: "Es ist einfach schön, Architektur lebendig zu machen. Dafür muss man selbst für Architektur brennen, sonst lässt sie sich auch nicht vermitteln." In Kooperation mit Ticket B bietet die Bundesstiftung Baukultur seit 2020/21 Baukulturführungen für Schulklassen an. 


Thomas Krüger ist Architekt und Baukulturvermittler. Vor 25 Jahren gründete er das Unternehmen Ticket B, das Architekturführungen in Berlin sowie Baukulturreisen anbietet - in der Anfangszeit als Hobby neben seinem Architekturbüro und einer universitären Lehrtätigkeit. Mit Ticket B vereint Thomas Krüger seine Leidenschaft, Phänomene zu erklären und über Architektur nachzudenken.
12 Minuten
In der aktuellen Folge unserer Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur…" hören Sie ein Gespräch zwischen Reiner Nagel und dem Kurator, Künstler und Autor Lukas Feireiss über Kunst, Architektur und Stadtplanung. Das Gespräch fand im Rahmen einer Führung durch die Ausstellung "Living The City" im ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin statt.


Darin sagt Feireiss: "Wir haben für die Ausstellung ganz bewußt ganz verschiedene künstlerische Positionen ausgewählt, die sich entweder im Miteinander oder in Konfrontation mit Stadtplanung befinden. Ich glaube das Kunst den Zugang zu großen, schwierigen Fragestellungen einfacher macht. Kunst kann schneller als Architektur oder Stadtplanung im öffentlichen Raum intervenieren und auch Räume verändern."


Lukas Feireiss arbeitet als Kurator, Künstler, Autor und Pädagoge in der internationalen Vermittlung zeitgenössischer Kultur, in Form von Ausstellungen, Veröffentlichungen, Symposien und andere Veranstaltungen. Er studierte vergleichenden Religionswissenschaften, Philosophie und Ethnologie und legte im Studium besonderes Augenmerk auf die Beziehungen zwischen Architektur und anderen Disziplinen. Er ist Mitbegründer von Studiolo Berlin und unterrichtet an verschiedenen Universitäten.
13 Minuten
Teil 12 unserer Podcast-Reihe beschäftigt sich mit der Gestaltung von Innenstädten und mit Konzepten für innovative Handelsimmobilien. Auch um Umbaukultur und Visionen für den Handel geht es im Gespräch zwischen Reiner Nagel und Barbara Possinke, geschäftsführende Gesellschafterin, RKW Architektur +.


Darin sagt Possinke: „Das Lebensgefühl der Menschen ist immer auch mit der Attraktivität der Stadt verbunden. Das geht einher mit einer lebendigen und qualitätvollen Stadt. Gerade in der Coronoazeit beschäftigen wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit, also auch damit, wie wir Konsum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln können. Wir gucken immer über den Tellerrand und auch darauf, wie sich die Digitalisierung in den Innenstädten implementieren lässt.“


Barbara Possinke ist eine von acht geschäftsführenden Gesellschaftern bei RKW Architektur + und leitet ein Team von rund 30 Architekten, Stadtplanern und Innenarchitekten. Die gebürtige Polin studierte an der TU Warschau und der Kunstakademie Düsseldorf Architektur und begann 1987 ihre Tätigkeit bei RKW. Im Jahr 2000 wurde sie geschäftsführende Gesellschafterin. Ihre Kernkompetenzen liegen in der Revitalisierung und Neubau von Büro- und Handelsimmobilien, Warenhäusern, Einkaufs- und Unterhaltungszentren sowie im bezahlbaren Wohnungsbau, vor allem im innerstädtischen Kontext. Seit 2000 doziert Barbara Possinke zudem an der International Real Estate Business School.


Das Gespräch wurde im Rahmen des Handelsdialog Baukultur Mitte September 2020 in Berlin aufgezeichnet.


12 Minuten
In Teil 11 der Podcast-Reihe "10 Minuten Baukultur" hören Sie Sabrina Ginter im Gespräch mit der Illustratorin Sabine Kranz und dem Autor Werner Holzwarth über das Buch "Der große Plan", das Kindern das Thema Baukultur näher bringen soll. Sabine Kranz und Werner Holzwarth erzählen im Podcast vom Entstehungsprozess des Buches und ihrer kreativen Arbeit. 


Mit dem Kinderbuch lädt die Bundesstiftung Baukultur Kinder zwischen drei und sechs Jahren ein, ihre tägliche Umgebung genauer zu betrachten, zu erzählen, was sie sehen, was neu und anders ist, was sie stört oder was sie sich vielleicht in ihrer Stadt wünschen. Die kleinen Leserinnen und Leser können sehen, welche unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse Menschen an ihren Lebensraum haben – und eine Idee davon entwickeln, dass das Planen und Bauen, das Umbauen und Verändern der Stadt ein Prozess ist, der eigentlich niemals endet.
10 Minuten
Wie lässt sich Baukultur sinnvoll vermitteln? Diese Frage erörtern Reiner Nagel und Riklef Rambow (Fachgebiet Architekturkommunikation am KIT Karlsruhe) in der aktuellen Folge der Podcast-Reihe 10 Minuten Baukultur. Darin geht es um Formate und Formen der Architekturvermittlung, um digitale Bilderwelten und die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit Gebäuden vor Ort. 


Darin sagt Riklef Rambow: „Die Architektuvermittlung wie auch die Architektur muss auch immer wieder darauf beharren, dass die Eins-zu-Eins-Auseinandersetzung vor Ort essentiell ist, um ein Gebäude genießen und wertschätzen zu können. Davon darf man nicht abrücken.“


Riklef Rambow (Psychologe und Hochschullehrer im Fachgebiet Architekturkommunikation) arbeitete von 2001 bis 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Gastprofessor und Lehrstuhlvertreter am Lehrstuhl Theorie der Architektur der BTU Cottbus. Dort baute er gemeinsam mit Prof. Eduard Führ ab 2005 den Masterstudiengang „Architekturvermittlung“ (M. Sc.) auf und leitete ihn bis 2012. Im Oktober 2009 wurde er auf die Professur für Architekturkommunikation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) berufen und leitet seitdem das gleichnamige Fachgebiet. Seit 2012 ist Riklef Rambow berufenes Mitglied im Konvent der Baukultur der Bundesstiftung Baukultur und seit 2013 Mitglied der Kommission für Nachhaltiges Bauen des Umweltbundesamts.


10 Minuten
Die Gestaltung öffentlicher Räume ist das Thema der aktuellen Folge unserer Podcast-Reihe „10 Minuten Baukultur“. Hören Sie ein Gespräch zwischen der Landschaftsarchitektin, Stadtplanerin und Vorsitzenden des Beirats der Bundesstiftung Baukultur, Andrea Gebhard, und Reiner Nagel, in dem es um Impulse für die Freiraumplanung und den aktuellen Baukulturbericht geht. Darin sagt Andrea Gebhard: „Der Außenraum prägt den ersten Eindruck eines Gebäudes oder eines Stadtquartiers. Wenn der Außenraum, der öffentliche Raum schlecht gestaltet oder gepflegt ist, dann hat das eine enorme Wirkung auf die Wertigkeit dieser Fläche.“ Andrea Gebhard (Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin) war von 1984 bis 2000 im Planungsreferat der Landeshauptstadt München tätig, von 2000 bis 2006 Geschäftsführerin der BUGA München 2005 GmbH. Im Jahr 2006 gründete sie das Büro gebhard konzepte und war von 2007 bis 2014 Präsidentin des BDLA. Andrea Gebhard ist seit 2009 Partnerin im Büro mahl gebhard konzepte. Von 2007 bis 2012 war sie Mitglied des Stiftungsrats der Bundesstiftung Baukultur. Seit 2010 wissenschaftlicher Beirat des BBSR, 2011 Berufung in den Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik. Seit 2016 ist Andrea Gebhard Vorsitzende des Beirats der Bundesstiftung Baukultur.
11 Minuten
Im sechsten Teil der Podcast-Reihe 10 Minuten Baukultur gibt der Requisiteur und Modellbauer Simon Weisse Einblicke in die Welt der Miniaturarchitektur im Film. Das Gespräch fand wähend Belinda Rukschcios Besuch in Weisses Berliner Werkstatt statt, wo unter anderem Modelle für Hollywood-Produktionen wie The Grand Budapest Hotel entstanden sind. Im Podcast sagt Simon Weisse: „Bei einem Architekturmodell muss alles von vorne bis hinten genau stimmen, denn die Gebäude werden ja nachher auch wiklich gebaut. Das ist im Film nicht der Fall. Es muss nicht alles perfekt und maßstabsgetreu sein. Regisseure wie Wes Anderson schätzen die alten Techniken des Film-Modellbaus, um eben etwas von der Perfektion der digitalen Bilder herauszunehmen.“   Simon Weisse (Szenenbildner und Modellbauer) arbeitete als Standfotograf in der Filmindustrie und studierte in Frankreich an der Kunsthochschule Montpellier. Er erlernte danach das Bühnenhandwerk bei internationalen Filmproduktionen in deren Werkstätten für Modellbau und Spezialeffekte, 1988 arbeitete er für Terry Gilliam am Film Die Abenteuer des Baron Münchhausen. Seit 1994 arbeitet er an Produktionen im Studio Babelsberg, zuletzt unter anderem für die Produktion von Isle of Dogs, The Grand Budapest Hotel und Bridge of Spies. 
13 Minuten
Um die Geschichten hinter Ingenieurbauwerken und deren Kontext geht es im siebten Teil unserer Podcast-Reihe 10 Minuten Baukultur. Bauingenieur Mike Schlaich spricht sich im Gespräch mit Reiner Nagel dafür aus, dass Architekten und Ingenieure gleichermaßen story-telling betreiben, um die Rolle des Ingenieurbaus für die Baukultur begreifbar zu machen. Im Podcast sagt Mike Schlaich: „Baukultur heißt für mich zuerst einmal Bauqualität und Lebensqualität. Wir wollen als Bauingenieure unserer Verantwortung gerecht werden, am Gesamtkunstwerk mitzuwirken. Ingenieure werden oft zur Bescheidenheit erzogen und das geht manchmal zu weit. Es passiert auch in der Ausbildung, dass der kreative Part weniger ausgeprägt wird. Wir sollten dort ansetzen und die Geschichten hinter Bauwerken erzählen.“ Mike Schlaich (Bauingenieur, Berlin), geboren 1960 in Cleveland, Ohio / USA, studierte Bauingenieurwesen in Stuttgart und Zürich, wo er 1989 promovierte. Nach Arbeitserfahrungen in einem Ingenieurbüro in Madrid arbeitete er ab 1993 als Projektingenieur bei schlaich bergermann partner sbp in Stuttgart, wo er 1999 Partner wurde. Er lehrte zeitweise über Bauen mit Seilen am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) an der Universität Stuttgart. Seit 2004 leitet Schlaich das Fachgebiet Entwerfen und Konstruieren – Massivbau an der TU Berlin. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt im Brückenbau.
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