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10 Minuten Baukultur Archiv

21 Episoden
10 Minuten
In der aktuellen Folge der Podcast-Reihe 10 Minuten Baukultur hören Sie Elfie Peitzsch (Bundesstiftung Baukultur, Baukulturelle Bildung) im Gespräch mit Mascha Kleinschmidt-Bräutigam und Sabine Thürigen von der Brandenburgischen Architektenkammer (BA). Im Podcast geht es um das Projekt „Die Stadtentdecker“ und um Möglichkeiten, wie sich Projekte in der baukulturellen Bildung beginnen lassen. Mit dem Projekt „Die Stadtentdecker“ bringt die BA Lehrkräfte und ortsansässige Architekten zusammen, um Baukultur und Architektur gemeinsam zu vermitteln. Weitere Themen im Podcast sind Treffpunkte von Kindern und Jugendlichen und wie sich öffentliche Räume als Türöffner für die baukulturelle Bildung nutzen lassen.

Im Podcast sagt Sabine Thürigen: „Es ist überhaupt nicht so, dass sich Kinder und Jugendliche nur für ihre eigenen Interessen starkmachen. Wir sind immer wieder erstaunt, wie generationenübergreifend die Kinder [in den Stadtentdecker-Projekten] denken und wie sie dann auch eine Kita und ein Pflegeheim an einem Standort miteinander verbinden.“ Der Spielraum für die inhaltliche Schwerpunktsetzung innerhalb eines Schulprojektes ist groß. Es kann beispielsweise um Baugeschichte, Parks, Orte am Wasser oder um geheimnisvolle Orte gehen sowie um Themenfelder, die sich aus den Sichtweisen und Interessen der Schüler ergeben.

Sabine Thürigen (Architektin) und Mascha Kleinschmidt-Bräutigam (Pädagogin) sind Teil der Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Programms „Architektur und Schule“ in der BA. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen unter anderem auf der Kooperation mit Schulen, Architekten und Stadtverwaltungen sowie der Partizipation und Vermittlungsarbeit für Schüler der Klassenstufen vier bis zwölf. Das Projekt „Die Stadtentdecker“ wird vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) gefördert.
13 Minuten
In dieser Podcast-Folge hören Sie Reiner Nagel im Gespräch mit der Architektin und Stadtplanerin Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer (AKHH). Darin geht es unter anderem um Mobilität und Wohnungsbau nach Corona, Visionen für die Hansestadt und die Ergebnisse des Workshops Hamburg 2050. Mit diesem Workshop brachte die AKHH Fachleute zahlreicher Disziplinen zusammen, um Szenarien für Hamburg im Jahr 2050 zu entwickeln und damit Antworten auf die Zukunftsfragen der Stadtentwicklung zu geben. Weitere Themen sind die Hamburger Planungskultur und die Qualität von räumlicher Weite in der Planung.



Im Podcast sagt Karin Loosen: „Wie entwickeln momentan einen Weite-Atlas mit engagierten Planern aus der Kammer, den wir dieses oder nächstes Jahr in die Stadt tragen wollen. Darin wollen wir auf ganz neue Weite-Zusammenhänge hinweisen, die einem im klassischen Denken gar nicht so bewusst sind. Damit lassen sich in einer verdichteten Stadt auch neue Potentiale bieten.“




Karin Loosen (Stadtplanerin und Architektin) führt seit 1996 mit Rudolf Rüschoff und Thomas Winkler das Hamburger Büro LRW Architekten und Stadtplaner, seit 2018 mit Kilian Jonak als Juniorpartner. Schwerpunkt der Bürotätigkeit: Wohnungs- und Städtebau. Loosen war von 2008 bis 2012 erste Vorsitzende des BDA Hamburg und ist seit 2014 Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer sowie Vorstandsmitglied der Bundesarchitektenkammer. Seit Mai 2017 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Beirats der Bundesstiftung Baukultur.

10 Minuten
Der erste Teil der Serie "10 Minuten Baukultur" beleuchtet folgende Fragen: Warum sind öffentliche Räume so essentiell für das menschliche Zusammenleben und unsere Gesellschaft? Inwiefern stiften sie Gemeinschaft und Kontinuität? Und warum prägen diese Orte auch die Menschen, die sich in Ihnen bewegen? Diese Fragen sind aktueller denn je und auch Teil des kommenden Baukulturberichts 2020/21, der im Juni 2020 veröffentlicht wird. 

Zur Funktion und Bedeutung öffentlicher Räume sprachen der Soziologe Armin Nassehi und Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, im Rahmen des Winterempfangs der Bundesstiftung im Dezember 2019 miteinander. Das Gespräch wird an dieser Stelle zum Auftakt der Podcast-Reihe erstmals veröffentlicht.


Nassehi sagt darin: „Als Soziologe weiß ich, dass gelungene Vergesellschaftung viel mit Kontinuitäten zu tun hat. Wir sind sehr daran gewöhnt, dass wir uns an die Dinge gewöhnen müssen, damit sie funktionieren. Gelungene gebaute Räume sollten in der Lage sein, dass sie so in die Gesellschaft passen, so dass sie Kontinuitäten ermöglichen.”
10 Minuten
Der zweite Teil unserer Podcast-Serie 10 Minuten Baukultur widmet sich dem epidemiologischen Blick auf öffentliche Räume. Wie hat sich deren Nutzung während der Covid-19-Pandemie verändert? Welche Funktionen erfüllen öffentliche Räume momentan und welche Herausforderungen erwarten Architekten und Planer beim Gestalten dieser Räume nach der Pandemie?  Diese und andere Fragen ergründet der Medienwissenschaftler Steffen Krämer im Podcast gemeinsam mit Belinda Rukschcio, verantwortlich für die Redaktion des Baukulturberichts 2020/21 über öffentliche Räume. Steffen Krämer ist Medien- und Kulturwissenschaftler und hat unter anderem an der Bauhaus-Universität Weimar, der FU Berlin und an der Leuphana Universität Lüneburg unterichtet. Er promovierte zuletzt über Diagrams of Epidemiological Knowledge an der Universität Hamburg.
12 Minuten
Welche Rolle spielt das Öffentliche in der Baukultur? Diese Frage beschäftigt Matthias Sauerbruch und Reiner Nagel im dritten Teil der Podcast-Reihe 10 Minuten Baukultur. Darin geht es unter anderem um die Rückeroberung der Stadt durch die Bürgerschaft trotz Corona, die Digitalisierung sowie die Neugestaltung von Arbeitsräumen und Bürogebäuden.   In einer Rede zum Thema sagte Matthias Sauerbruch beim Konvent der Baukultur der Bundesstiftung 2010 in Essen: „Zugleich ist der öffentliche Raum aber auch der Horizont unserer Gesellschaft, ihr Spiegelbild und ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal; so wie man am Erscheinungsbild ihrer Menschen und an der Küche ihrer Restaurants die Verfeinerung einer Kultur ablesen kann, so ist der öffentliche Raum ein Indikator des inneren Zustands einer Kommune.“ Matthias Sauerbruch (Architekt) gründete 1989 gemeinsam mit Louisa Hutton das Büro Sauerbruch Hutton, in dem heute etwa 75 Architekten und Designer in Berlin arbeiten. Die Arbeit von Sauerbruch Hutton wurde mit zahlreichen Preisen und Ausstellungen gewürdigt. Matthias Sauerbruch hatte Lehrstühle in Berlin und Stuttgart inne und war 2008 Gastprofessor an der Harvard Graduate School of Design. Er ist Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB und ist seit 2018 Direktor der Sektion Baukunst der Akademie der Künste.
12 Minuten
Für einen Perspektivwechsel im Städtebau plädieren Eike Becker und Reiner Nagel in der vierten Folge der Podcast-Serie 10 Minuten Baukultur. Im Gespräch erörtern sie, warum Krisen auch in der Vergangenheit die Geburtshelfer für radikal Neues gewesen sind. In Anlehnung an Eike Beckers Kolumne für die Zeitschrift Immobilienwirtschaft diskutieren die Gesprächspartner auch die Rolle, die eine Gemeinwohlökonomie für die Baukultur spielen kann.


In seiner Kolumne schreibt Eike Becker: „Gute Städte haben Utopien. Meine Utopie ist die klimaneutrale, autofreie, soziale Stadt, in der unterschiedlichste Menschen friedlich und freundlich zusammenleben. Dazu sollten die heutigen Städte dichter werden und ihre öffentlichen Räume den veränderten Ansprüchen anpassen: Autostraßen und Stellplätze müssen immer weiter reduziert werden. Dafür sollten Rad und Fußgängerwege ausgebaut und die Straßen, Plätze und Parks an veränderte Freizeitaktivitäten angepasst werden.“


Eike Becker (Architekt, Berlin) eröffnete 1991 das Büro Becker Gewers Kühn & Kühn Architekten. 1999 gründete Becker zusammen mit Helge Schmidt das Büro Eike Becker_Architekten. Im selben Jahr wurde Eike Becker Vorsitzender des Vorstands des KW Institute for Contemporary Art in Berlin. Eike Becker ist Mitglied des Vorstands des Fördervereins der Bundesstiftung Baukultur.
10 Minuten Baukultur

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Der Baukultur Podcast