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Himmelklar Archiv
316 Episoden
49 Minuten
Katholische Führungskraft, Ex-Krebspatientin, alleinerziehende Mutter: Olga Jabs musste schon viele Widerstände bewältigen. Wie sie am Ende aus schweren Situationen gestärkt hervorgegangen ist, erzählt sie jetzt Hilde Regeniter bei Himmelklar.
49 Minuten
"Wir haben es geschafft!" sagt Renas Sido - und meint mit "wir" die Deutschen und die Geflüchteten. Als syrischer Kurde ist er im so genannten Flüchtlingssommer 2015 über die Balkanroute gekommen und fühlt sich heute als deutscher Kurde. Denn längst spricht Renas fließend Deutsch, hat einen Job im sozialen Bereich und fühlt sich in Neuss am Niederrhein zu Hause. Dass es mit seiner Integration so gut gelaufen ist, sagt er, verdankt er maßgeblich der "Aktion Neue Nachbarn", der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln. Denn katholische Flüchtlingshelferinnen haben ihm gerade am Anfang sehr geholfen. Heute will Renas Sido selbst Deutschland etwas zurückgeben und setzt sich für ein besseres Miteinander der Menschen hier ein. Er berät andere Geflüchtete, arbeitet für eine inklusive Gesellschaft und auch für den Dialog zwischen arabischstämmigen Jugendlichen und Juden. Dass sich die Stimmung Migranten und Asylantinnen gegenüber in den letzten Jahren stark verschlechtert hat, schmerzt ihn sehr. Auch was er populistischer Hetze entgegensetzt, erzählt Renas Sido in der neuen Folge von "Himmelklar".
50 Minuten
„Es ist eine große Ehre, diese Rolle zu interpretieren“, sagt Nachwuchs-Bassist Rumen Marinov. Bald singt er den Jesus in Johann Sebastian Bachs berühmter Johannespassion. Als Sohn einer bulgarischen Hilfsarbeiterin war ihm der Weg auf die Klassikbühne nicht gerade in die Wiege gelegt. Aber er wurde im Schulchor entdeckt, nahm Gesangsunterricht und beeindruckt jetzt mit seinem wohltönenden Bass. Im tiefsten Innern fühle er sich oft noch immer als bulgarischer Bauernjunge, gesteht Rumen Marinov. Aber indem er sich intensiv in seine Gesangsrollen einfühle, weite sich sein Horizont. Im Podcast erzählt er, wie die Musik ihm bei der Integration in Deutschland geholfen und ihm neue Welten erschlossen hat.
34 Minuten
"Was wissen wir schon über den Islam?", fragt die Journalistin und Diplom-Juristin Marion Sendker, die seit Jahren in Istanbul lebt. Für Programme der ARD, den Deutschlandfunk und weitere Medien berichtet die Katholikin aus und über die Türkei und den Nahen Osten. Sie reist in Kriegs- und Krisengebiete und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Region verstehen zu wollen. Im Podcast erzählt Sendker wie Präsident Erdogan die Islamisierung der Türkei vorantreibt, neue Moscheen eröffnet und den Islam zum politischen Instrument macht. Für die Christen im Land habe das nicht nur Nachteile.
32 Minuten
Einsamkeit gehört zu uns Menschen. Mancher begegnen ihr nur punktuell im Leben, bei anderen bleibt sie länger, die stille Gefährtin der Einsamkeit. Die Pfarrerin und Diakoniewissenschaftlerin Stephanie Hecke kennt die Gründe, weshalb sich immer mehr Menschen einsam fühlen und sie beleuchtet das Phänomen der Einsamkeit aus verschiedenen Perspektiven: Wissenschaftlich – wie lässt sich Einsamkeit erklären; Empirisch – wie wird sie von Betroffenen erlebt; und auch politisch – wieso ist unsere Demokratie gefährdet, wenn Einsamkeit verstärkt um sich greift? Im Podcast erzählt Hecke von eigenem Einsamkeitserleben und teilt Ideen, wie wir sie überwinden können.
39 Minuten
Der Status quo ist klar: 90% der Menschen in Deutschland essen Fleisch, obwohl es viele Argumente gibt sich fleischlos zu ernähren. Dr. Gregor Taxacher, Theologe an der TU Dortmund, beschreibt ein ganzes System, das uns das Wissen um die Fleischindustrie vom Leib hält: Skandalöse Massentierhaltung und Tierleid sei in unserem Leben unsichtbar. Auch die Theologie sei da in der Verantwortung, denn sie habe lange die Ideologie gefüttert, die Schöpfung sei für den Menschen geschaffen, der sich an ihr bedienen könne. Warum wir anfangen müssen eingeübte Muster in Frage zu stellen, wieso die Frage nach dem eigenen Fleischkonsum oft Abwehrreflexe auslöst und wieso ein Blick in die Bibel lebensverändernd sein kann, erzählt er im Podcast.
26 Minuten
„Im Moment des Übergangs ist immer ein Frieden spürbar“, sagt Christiane Reyer, die ehrenamtlich Sterbende begleitet. Im Podcast erzählt sie, wieso sie es als Ehre empfindet, dabei sein zu dürfen, wenn ein Mensch seinen letzten Atemzug macht. Welche Rolle sie in dem Moment des Sterbens habe, das müsse sie in jeder Situation neu erspüren: Manchmal dürfe sie eine Hand halten, mal ein letztes Gespräch führen und manchmal einfach nur still dabei sein. Was Sie für Ihr eigenes Leben daraus mitnimmt und warum Eltern nicht gut sterben können, wenn ihre Kinder dabei sind – Christiane Reyer spricht in dieser Episode über die Begleitung von Sterbenden.
31 Minuten
Sie ist bekannt als die „Putz-Uschi“ im WDR, moderiert die „Servicezeit“ und den „Haushalts-Check“. Womit die Katholikin aber bisher hinterm Berg hielt ist der Glaube, der ihrem Leben den nötigen Halt und Hoffnung gibt, wie sie sagt. Yvonne Willicks engagiert sich im Zentralkomitee der Katholiken, dem Kolpingwerk und Bonifatiuswerk und möchte Mut machen sich wieder der frohen Botschaft zuzuwenden, die immerhin seit mehr als 2000 Jahren erfolgreich auf Sendung sei. Im Podcast erzählt sie, wie sie durch Zufall katholisch wurde, wieso ein Fernsehbeitrag einem Gottesdienst ähnelt und dass die katholische Kirche für viele Promis eine Talentschmiede sei.
41 Minuten
„Ehrlich gesagt kann ich das überhaupt nicht“, sagt Schwester Edith Kürpick, wenn man sie nach dem Beten fragt. Beten habe nichts mit Können zu tun, beten übe man ein – und zwar ein Leben lang. Zusammen mit ihrer Gemeinschaft der Schwestern von Jerusalem, die in der Kirche Groß St. Martin in der Kölner Altstadt angesiedelt ist, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht zu beten und Menschen einen Platz der Stille anzubieten. Dabei bleibe sie eine Suchende, fühle sich aber immer getragen in der Liebe Gottes, in die sie ihr Leben stelle.
33 Minuten
„Ich bin eine Frau“, sagt Georgine Kellermann und strahlt. Über 60 Jahre lang hat sie als Georg gelebt, hat als Mann Karriere beim WDR gemacht und ein Doppelleben geführt, aus Angst abgelehnt zu werden. Besonders in ihrer Jugend habe sie gelitten, doch im kirchlichen Umfeld fühlte sie sich aufgehoben. Ein religiöses Fundament zu haben, so Kellermann, fördere emphatisches Verhalten anderen gegenüber. Im Podcast erzählt sie wie sie heute auf die katholische Kirche blickt, für die eine Transidentität eine große Herausforderung darstellt. Sie erklärt, warum die Kirche trotzdem nicht mit dem Zeitgeist gehen sollte und wie sie ihren Frieden damit gemacht hat, dass „der liebe Gott die falsche Verpackung für (sie) gewählt“ hat.
37 Minuten
Sie sind gekürzt, gestrichen und manipuliert worden: Geschichten von Frauen in der Bibel. In Gottesdiensten kommen sie kaum vor - die 60 Jahre alte Leseordnung sei deshalb dringend revisionsbedürftig, sagt die Theologin und Autorin Dr. Annette Jantzen. In ihrem Blog „Gotteswort, weiblich“ schafft sie einen Raum, in dem Bibeltexte auf Gendervorstellungen hin befragt werden, zeigt welche Weite möglich ist, wenn Gott mehr als nur Vater ist und öffnet den Blick hin zu einer feministischen Exegese. Im Februar 2026 erscheint das Buch "Die ignorierten Frauen der Bibel. Was im Gottesdienst nicht gelesen wird" beim Herder-Verlag.
44 Minuten
Er ist nicht unumstritten: Der „Marsch für das Leben“ - auch innerhalb der beiden großen Kirchen. Immer wieder wird der Lebensschutzbewegung eine Nähe zur AFD vorgeworfen. Alexandra Maria Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, dementiert: Der Lobbyverband sei überparteilich, überkonfessionell und unabhängig. Im Podcast erzählt Linder von Ihrem persönlichen Weg von der Feministin zur Lebensschützerin, erklärt warum sie den „Marsch für das Leben“ von verschiedenen Seiten instrumentalisiert sieht und äußert sich zur geltenden Regelung zur Abtreibung in Deutschland.
32 Minuten
Er ist der „Don Camillo aus Vingst“ und hat im Kirchenkeller seiner Gemeinde eine Fabrik gegen Armut aufgebaut. Meurer packt an, verlässt sich selten auf Politik und weiß: Demokratie bedeutet nicht Glück für alle, sondern ist mit Anstrengung verbunden. Wie konkret Zusammenleben in seinen Gemeinden aussieht, wie er nach 57 Jahren Mitgliedschaft auf die CDU blickt und warum er einmal das Gesetz gebrochen und AFD-Wahlplakate abgehängt hat, erzählt er in dieser Podcast-Episode zur Kommunalwahl.
37 Minuten
In ihren weißen „Reach Mallorca“-Tshirts sind sie jetzt schon im 15. Jahr allabendlich am Ballermann unterwegs: Feiern gemeinsam einen Strandgottesdienst und schwärmen dann aus, um Partytouristen von Jesus zu erzählen. 350 Teilnehmende, Tendenz steigend. Gernot Elsner, Mitbegründer der Inititaive „Reach Movement“, ist heute auch auf Ibiza und in Dubai unterwegs, um die Frohe Botschaft zu den Menschen zu bringen. Was er dabei erlebt, worauf es ankommt, wenn man Gespräche über Gott führt und wieso die Generation Z den Glauben sucht, erzählt er im Podcast.
37 Minuten
Er wird in Zukunft Klöster schließen müssen, kann Stellen nicht mehr besetzen und muss die Arbeit der Kapuziner einschränken. Das ist die Realität, da redet Bruder Helmut Rakowski nicht drum herum. Aber er sieht auch Bewegung: Beispielsweise beim Treffen des europäischen Kapuzinernachwuchses in Rom. Es gibt sie noch, die Inseln des Glaubens, erzählt er, und die will er Menschen weiterhin anbieten. Bruder Helmut Rakowski ist überzeugt, dass auch Kirche vom Orden lernen kann und dass es eine große Chance ist mit Papst Leo XIV. wieder einen Ordensmann an ihrer Spitze zu haben.