Radiowissen Archiv
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23 Minuten
Die Gestaltung der Innenräume wurde in Japan vom Zen-Buddhismus beeinflusst. Doch es ist nicht nur die Philosophie des Zen, die dem westlichen Besucher eines traditionellen japanischen Hauses Rätsel aufgibt.
23 Minuten
In schwarzem Trauergewand sitzt Marie Antoinette in ihrer primitiven Zelle in der Conciergerie - bewacht von Soldaten der Revolutionsregierung. Gleichzeitig droht aber auch einfachen Kammerzofen, Journalisten oder Handwerkern der Tod durch die Guillotine, weil sie sich verdächtig gemacht haben, mit der Monarchie zu paktieren. Im Pariser Revolutionsmuseum in der Conciergerie werden die Schattenseiten der Französischen Revolution in Szene gesetzt. Und doch gehört die Französische Revolution zu den folgenreichsten Ereignissen der europäischen Geschichte. Mit ihrer Losung "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" schafften die Revolutionäre nicht bloß die Abkehr vom feudalen Ständestaat. Sie formulierten ein Ideal, das heute in den Verfassungen der Demokratien zur selbstverständlichen Norm geworden ist. Noch heute gedenken die Franzosen an ihrem Nationalfeiertag, dem 14. Juli, des Sturms auf die Bastille. Das Bastille-Gefängnis war das Symbol der absolutistischen Ausbeuter-Herrschaft: Das Volk erhob sich am 14. Juli 1789 zum bewaffneten Aufstand gegen die Monarchie. Doch das anfängliche Hochgefühl wich bald dem Terror, der schließlich die Kinder der Revolution selbst auffraß. Gabriele Knetsch begibt sich in ihrem Feature "Frei, gleich und brüderlich?" auf eine Spurensuche dieses höchst widersprüchlichen Ereignisses. Die Autorin spricht mit einem Historiker, mit einem französischen Pfarrer und einem Möbelrestaurator aber auch darüber, welche Spuren die Revolution im französischen Alltag von heute hinterlassen hat. (BR 2010)
23 Minuten
Eulen, eine eigenständige Vogelgruppe, faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Ihr lautloser Flug, die unheimlichen Laute und der durchdringende Blick lösten aber auch Angst und Schrecken aus. (BR 2011)
23 Minuten
Deutschland 1949 - Im Gründungsjahr der Bundesrepublik geschieht Ungeheuerliches: Die Menschen fürchten den Weltuntergang, Zehntausende ziehen Wunderheilern hinterher. Sie glauben an Hexen und Verschwörungen. Eine Reise in die Schattengeschichte der Nachkriegszeit.
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Peter Paul Rubens‘ Großes Jüngstes Gericht in der Alten Pinakothek in München gilt als eines der Meisterwerke des Barock. Mit gut sechs Metern Höhe ist es das größte Gemälde, das Rubens je geschaffen hat. Doch warum ist es eigentlich so groß? Julie Metzdorf über Politik mit dem Pinsel in Zeiten des Dreißigjährigen Krieges.
23 Minuten
Zwei Mal, von 1945 bis 1946 und von 1954 bis 1957, war Hoegner bayerischer Ministerpräsident. Bereits in der Weimarer Republik hatte sich der Sozialdemokrat als Parlamentarier einen Namen gemacht - unter anderem durch seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Im Bewusstsein geblieben ist der streitbare Geist, der oft als "Gefühlssozialist" bezeichnet wurde, vor allem als Vater der Bayerischen Verfassung.
23 Minuten
'Bioökonomie' entwirft eine postfossile Zukunft, in der alle materiellen Produkte, Nahrung, Pharmazie und Energie aus pflanzlicher Biomasse entstehen soll. Frei von CO2 soll so die Wirtschaft wachsen und der Klimawandel aufgehalten werden. Doch die Zivilgesellschaft befürchtet, dass mit Bioökonomie die gesamte Biosphäre zur Ware erklärt wird.
23 Minuten
Sie beschäftigte seit jeher Kirche und Philosophie gleichermaßen: die Wollust. Sie galt als Feind der Moral, der Vernunft, als Teufelswerk... aber auch als dynamischer Lebensquell. Was wären wir ohne sie? (BR 2015)
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Manchmal muss Literatur wehtun: Am 25. Juni 1983 schneidet sich der Schriftsteller Rainald Götz vor laufenden Fernsehkameras mit einer Rasierklinge in die Stirn. Dann liest er seinen Wettbewerbstext für den Ingeborg-Bachmann-Preis, während das Blut aufs Manuskript tropft. Den Bachmannpreis nimmt der junge Provokateur aus München damit nicht nach Hause - aber die mediale Aufmerksamkeit ist ihm sicher. Nicht nur wegen der Rasierklinge. Sein Text "Subito" ist tatsächlich gute Literatur, provokant und aufregend. Über die nächsten Jahrzehnte bleibt Götz einer der spannendsten Schriftsteller in deutscher Sprache.
24 Minuten
Nach dem Zweiten Weltkrieg liegt Deutschland in Trümmern. Junge Kriegsheimkehrer erzählen vom Grauen der Schlachtfelder und von der Suche nach einem Neuanfang. Sie schreiben, um zu warnen.
23 Minuten
Unsere Nieren produzieren täglich eine Badewanne voll Urin! Der Großteil wird direkt recycelt. Was "unten" rauskommt ist ein Konzentrat voller Abfallstoffe, das viel über unser Innenleben verrät - und ein wertvoller Rohstoff ist.
23 Minuten
Von der Atheistin zur Mystikerin, das ist der Weg von Madeleine Delbrêl. Sie geht diesen Weg voller Wendungen aufrichtig und beharrlich. Sie belässt es nicht bei frommen Gedanken, sondern engagiert sich tätig als Sozialarbeiterin. Ihr Weg zu Gott ist auch ihr Weg zu sich selbst.
21 Minuten
Wenn es Gott gibt und wenn er allmächtig ist - wie kann er dann all das Leid auf der Erde zulassen? Bibel und Theologie bleiben uns bis heute eine zufriedenstellende Antwort schuldig. (BR 2014)
23 Minuten
Ungezählte Werke jüdischer Wissenschaftler oder Sachbuchautorinnen wurden in der NS-Zeit "arischen" Verfassern zugeschrieben - sei es ein juristischer Kommentar, ein medizinisches Lexikon oder ein Kochbuch. Dieser Diebstahl geistigen Eigentums ist bis heute kaum aufgeklärt, die Nazi-Namen sind geblieben.
23 Minuten
Nicht Fakten sondern kognitive Deutungsrahmen - frames - bestimmen unser Handeln und Denken. Frames können manipulieren, aber auch motivieren. Im politischen Diskurs werden sie oft zur ideologischen Waffe. (BR 2019)