Das Lebensende Archiv
50 Episoden
42 Minuten
In dieser Episode haben wir uns Pia Christ als Gast eingeladen. Sie ist Krankenschwester auf einer Intensivstation und dort unvermeidlich auch immer wieder mit dem Sterben konfrontiert. Ein Sterben in Würde auf der Intensivstation - ist das möglich? Pia hat leider viele erschreckende Situationen erlebt und berichtet uns davon. Denn gerade vor den Missständen dürfen wir nicht die Augen verschließen. Diese Unterhaltung zwischen uns ist nicht dafür gedacht, irgendjemanden an den Pranger zu stellen. Wir wollen nicht wegsehen. Wir wollen beide Seiten der Medaille. Wir wollen aufklären und sensibilisieren. Natürlich ist uns bewusst, dass solche Situationen kein Einzelfall sind, gleichzeitig gibt es auch einige Intensivstationen, auf denen es ganz anders verläuft. Auch hierzu haben wir eine Episode für euch vorbereitet. Stay tuned. Liebe Grüße Corinna und Pia von Traudichkeit
49 Minuten
Sie ist eine Frau, sie ist Mitte 30 und sie wirkt ganz fröhlich. Das ist wohl nicht das Bild was man zuerst im Kopf hat, wenn man an einen Bestatter denkt. Lea Gscheidel ist die Tochter einer Hebamme und eines Bestatters. Ich bin fast ein wenig verliebt in diese „Kombination“. Leben und Tod - Geburt und Sterben - so nah beieinander.. Das Leben beginnt nicht erst zum Zeitpunkt der Geburt - beim Tod ist es genauso. „Es ist ein Prozess“ sagt Lea uns im Gespräch. Sie wünscht sich, dass jede Fachkraft die Sterbende begleitet, Basiswissen zum Bestattungswesen hat und sich selbst mit dem eigenen Tod auseinander setzt. Zwei wichtige Voraussetzungen, gute Aufklärungsarbeit in der Sterbebegleitung leisten zu können. Das können wir genau so unterschreiben. Ein Großteil der Sterbenden und ihrer Zugehörigen sind dankbar für Informationen rund um „Was passiert eigentlich nach dem Sterben?“ Wenn auch ihr etwas mehr über das „Danach“ erfahren möchtet, hört euch diese Episode an und nehmt für euch genau das mit, was ihr braucht. Pia & Corinna von Traudichkeit
30 Minuten
Lebensbegrenzt erkrankte Menschen psychosozial zu unterstützen und ihre körperlichen Beschwerden zu lindern – das ist Aufgabe der Palliativversorgung. Stammend aus dem lateinischen „pallium“ – legt sie sich wie ein Mantel, schützend und lindernd um Schwerstkranke, Sterbende und ihre Zugehörigen. Bisher hat die Palliativmedizin leider noch überwiegend den Ruf, dass der Patient, sobald sie in Anspruch genommen wird, stirbt. Das liegt dem zugrunde, dass sie auch heute noch häufig erst auf den letzten Metern des Lebens eines erkrankten Patienten hinzugezogen wird. Doch das ganze Gegenteil ist der Fall. Palliativmedizin ist Netzwerkarbeit, die sich in einer ganzheitlichen Versorgung auf die Bedürfnisse eines Menschen zu diesem Zeitpunkt seines Lebens bezieht. Fachleute kümmern sich dabei um Symptome wie Atemnot und Angst, Schmerz und Unruhe sowie um soziale und psychische Probleme. Je nach Wunsch des Betroffenen, kann diese Begleitung zusätzlich mit einer Spirituellen kombiniert werden. Symptome werden nicht mehr isoliert betrachtet, sondern ganzheitlich. So tragen all diese Maßnahmen zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebensqualität bei. Dr. Cuno berichtet uns von dem Konzept der „early Integration“ Sinngemäß - die frühzeitige Einbindung der Palliativmedizin in die zu diesem Zeitpunkt kurnative Behandlung. Zum Beispiel kann und sollte ein Palliativteam schon hinzugezogen werden, auch wenn ein Patient mit metastasierendem Tumor und anderer Symptomatik noch kurnativ behandelt wird. Palliative Begleitung hinzuziehen bedeutet nicht die Hoffnung aufzugeben und ab diesem Zeitpunkt ausschließlich auf das Lebensende blicken zu müssen. Sie bedeutet das Sterben ins Leben zu integrieren, das Leben zu bejahen.
11 Minuten
In dieser Folge erfährst Du, was bedürfnisorientiertes Sterben für uns bedeutet und wie du es in einer Begleitung Sterbender und ihrer Zugehörigen umsetzen kannst. Der Begriff Bedürfnisorientiert findet sich hauptsächlich im Bereich der Erziehung wieder. Wobei er im Zusammenhang mit dem Sterben gar nicht wegzudenken ist. Es ist unumgänglich, sich mit den Bedürfnissen ALLER Beteiligten auseinanderzusetzen. Bedürfnisorientiert zu begleiten "funktioniert" nicht nach einer bestimmten Methode. Es ist viel mehr ein Menschenbild. Ein Umgang auf der Basis von menschlicher Begegnung und Beziehung.
8 Minuten
Herzlich Willkommen zur Folge 0 unseres Lebensende Podcasts. In dieser Folge erfährst Du wer wir sind, wie wir hier hergekommen sind und warum wir diesen Podcast veröffentlichen.