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27 Minuten
Wie kommen wir zu „gerechten“ Regeln für die Gesellschaft? Das ist die zentrale Frage in John Rawls „Theorie der Gerechtigkeit“ (1971). Und seine Antwort baut auf einem berühmten Gedankenexperiment auf, dem Schleier des Nicht-Wissens.

Wie dieses Gedankenexperiment funktioniert und warum es die Antwort auf die Frage sein soll, darum geht es in der heutigen Episode.

Literatur:

John Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit, Frankfurt/M. 1979
1 minute
Leider ist es wahnsinnig schwierig, sich über Gerechtigkeit einig zu werden. Jede und jeder findet anscheinend etwas anderes „gerecht“, je nachdem, wie unser eigenes Leben so aussieht. Sollten wir das Thema dann nicht einfach abkürzen und feststellen, dass es so etwas wie „objektive“ Gerechtigkeit nun mal gar nicht gibt? Ist Gerechtigkeit also „subjektiv“?

In der heutigen Episode spiele ich diese These durch, die wir in ähnlicher Form auch schon aus der Ethik kennen. Dass Gerechtigkeit „subjektiv“ ist, kann man zwar leicht behaupten – aber dadurch wird am Ende nichts wirklich leichter.
1 minute
In der vergangenen Episode haben wir drei Prinzipien kennengelernt, die eine Verteilung vielleicht „gerecht“ machen: Gleichheit, Leistung und Bedarf. In der heutigen Episode spiele ich alle drei Prinzipien gedanklich durch. Es stellt sich heraus: So richtig „perfekt“ ist keins davon.
1 minute
In dieser Episode schlage ich ein neues Kapitel auf: Verteilungsgerechtigkeit. Es gibt Kuchen!
25 Minuten
Krieg bedeutet die Vernichtung von menschlichem Leben, er ist gigantisches Unrecht. Und genau deswegen brauchen wir moralische Maßstäbe, was im Krieg erlaubt und verboten ist – das behauptet jedenfalls die Lehre vom „gerechten Krieg“ und Michael Walzer, einer ihrer modernen Vertreter. In seinem Buch Just and Unjust Wars argumentiert er für eine strikte Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nicht-Kombattanten (also: Zivilisten).

Aber selbst wenn diese Unterscheidung total einleuchtend ist – und selbst wenn man sie in der Praxis wirklich treffen könnte: Wie gut ist sie philosophisch begründet? Darum geht es in der heutigen Episode. Und es ist, wie immer: kompliziert.

Literatur:

Michael Walzer, Just and Unjust Wars. A Moral Argument with Historical Illustrations, New York (5. Aufl.) 2015

Seth Lazar: "War", in: Stanford Encyclopedia of Philosophy (2020)
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Über diesen Podcast

Dieser Podcast gibt eine Übersicht über die grundlegenden Fragestellungen und Denkmodelle der Philosophie. Er folgt in etwa dem Lehrplan der gymn. Oberstufe in NRW und wendet sich an Alle, die sich für Philosophie interessieren.

Kommentare (1)

OJ
Okirei Jenny (Gast) vor 6 Jahren

Super gemacht. Für mich (U 60) sehr hilfreich für meine podcast Geschichten über Organfgeflüster. Wirklich toll die Einführung. Freundlichst, Jenny (wartet auf Freigabe)

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„Durchblick Philosophie“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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