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Heilewelt Archiv
51 Episoden
47 Minuten
Rund 80 000 gehörlose Menschen leben in Deutschland, bis zu 16 Millionen Menschen haben eine Form der Höreinschränkung. Da liegt es eigentlich nahe, dass das Thema auch unsere Kommunikation im Alltag und im Gesundheitswesen betrifft. Unsere Interviewpartnerin Ann-Catrin Gruber erzählt sowohl aus eigener Erfahrung, als auch als Bildungswissenschaftlerin, was es im Gespräch mit Dolmetscher*innen und beim Untertiteln zu beachten gibt, mit welchen Barrieren Menschen mit Höreinschränkung konfrontiert werden und wo die Möglichkeiten und Grenzen einer Cochlea Implantation liegen. Wichtig war Ann-Catrin an dieser Stelle nochmal zu betonen, dass jede Hörschädigung individuell ist und die Entscheidung für die genutzte Sprache, ebenso wie für oder gegen eine Inanspruchnahme medizinischer Methoden so vielfältige Gründe haben, wie sie in diesem Podcast gar nicht alle erwähnt werden konnten. Alle Quellen und weiterführende Informationen findet ihr unter www.heileweltpodcast.com Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreibt uns gerne an heile.welt@posteo.de Ansonsten bleibt ihr auf dem Laufenden mit einem Abo auf facebook, instagram oder twitter unter @heileweltpodcast
45 Minuten
Wir können uns glücklich schätzen in einem Zeitalter zu leben, in dem innerhalb von wenigen Monaten Impfungen entwickelt werden, genetische Erkrankungen wie die Spinale Muskelatrophie effektiv behandelt werden können und Frauen zwischen fast 20 verschiedenen Verhütungsmitteln die freie Wahl haben. Von der sogenannten Anti-Baby-Pille, zu verschiedenen Spiralen, Vaginalringen, Depotpräparaten, die unter die Haut gesetzt werden, bis zu Pflastern, die transdermal ihre Wirkung entfalten und natürlich etlichen mechanischen Kontrazeptiva wie dem Diaphragma oder Vaginalschwämmen. Auf der anderen Seite sind wir seit der erstmaligen Serienproduktion des Kondoms um das Jahr 1870 immer noch nicht viel weiter was die Verhütung angeht für spermienproduzierende Menschen. Warum das so schwierig ist, bzw welche Medikamente vielleicht doch schon in der entwicklerischen Pipeline stecken und was sich ändern muss damit da doch noch mehr Auswahl dazu kommt, das klären wir in diesem Podcast. Alle Quellen und weiterführende Informationen findet ihr unter www.heileweltpodcast.com Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreibt uns gerne an heile.welt@posteo.de Ansonsten bleibt ihr auf dem Laufenden mit einem Abo auf facebook, instagram oder twitter unter @heileweltpodcast Disclaimer: Wir haben in dieser Folge teilweise transfeindliche Sprache verwendet und uns unpräzise ausgedrückt. Dafür möchten wir uns entschuldigen und explizit darauf hinweisen. Die in dieser Folge angesprochenen Verhütungsmittel sind für spermienproduzierende Menschen interessant, diese können verschiedene Geschlechter haben. Für mehr Infos empfehlen wir euch unsere Folge zu “Geschlechtssensibler Medizin” oder das Buch “trans. frau. sein” von Felicia Ewert.
52 Minuten
“Heroin auf Rezept - sonst wäre ich tot” heißt eine Kurzdoku des Funkformates “reporter”. Dieses krasse Zitat “Sonst wäre ich tot” kommt von Jürgen, der für das Format interviewt wird und bereits seit Jahrzehnten heroinabhängig ist. Er wird gefilmt, wie er sich in der Substitutionsambulanz am Kölner Neumarkt die tägliche Diamorphindosis spritzt. Diamorphin ist reines, synthetisch hergestelles Heroin und zählt zu den Substitutionsmitteln. Eine Heroinabhängigkeit mit synthetischem Heroin behandeln? Das klingt intuitiv erstmal komisch. Warum das sinnvoll ist und welche Ziele damit verfolgt werden, wollen wir in diesem Podcast klären. Suchtmedizin gilt als eher vernachlässigtes Gebiet der Medizin: Abstinenz und Entzugstherapien sind schon lange nicht mehr die einzige Behandlungsstrategie einer Opioidabhängigkeit. Auch in politischen Entscheidungen zeigt sich, wie wenig Wissen über Substitution bei Nicht-Mediziner*innen eigentlich vorhanden ist. Das wollen wir aufarbeiten, indem wir zentrale Fragen klären: wie wird man in ein Substitutionsprogramm eingeschlossen? Wie läuft die Vergabe der Substitutionsmittel und welche Kontrollen finden statt? Ganz ausführlich besprechen wir dabei die Verbindung zwischen Medizin und Sozialer Arbeit, denn die psychosoziale Betreuung nimmt in einem Substitutionsprogramm eine zentrale Rolle ein. Alle Quellen und weiterführende Informationen findet ihr unter www.heileweltpodcast.com Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreibt uns gerne an heile.welt@posteo.de Ansonsten bleibt ihr auf dem Laufenden mit einem Abo auf facebook, instagram oder twitter unter @heileweltpodcast
1 Stunde 10 Minuten
Trigger Warnung: Das Interview enthält sehr bildhafte Beschreibungen des Ablaufs weiblicher Genitalverstümmelungen. Weibliche Genitalverstümmelung, kurz auch FGM (female genital mutilation) – ein Thema welches spätestens seit Waris Dirie’s Buch “Wüstenblume” internationale Bekanntheit erlangt hat. In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Zerm, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Internationale Frauengesundheit/ Tropengynäkologie - FIDE e.V. Wir klären: was ist weibliche Genitalverstümmelung, wie verbreitet ist sie, welche Folgen resultieren und welche Gründe gibt es für dieses Ritual? Außerdem wird es sich um handlungsorientierte Fragen drehen – unter anderem wie Präventionsarbeit geleistet werden kann und welche Unterstützungsangebote Betroffenen erhalten können. Alle Quellen und weiterführende Informationen findet ihr unter www.heileweltpodcast.com Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreibt uns gerne an heile.welt@posteo.de. Ansonsten bleibt ihr auf dem Laufenden mit einem Abo auf Facebook, Instagram oder Twitter unter @heileweltpodcast
56 Minuten
Über Rassismus wird ungern gesprochen, das gilt auch für den medizinischen Kontext. Dabei ist es grade hier (überlebens-)wichtig sich mit sozialen Ungleichheiten, den eigenen impliziten Vorurteilen und den Folgen von rassistischem Handeln in der Medizin auszukennen. Wir sprechen deswegen heute darüber, wo Rassismus ganz unauffällig beginnt, wo er strukturell verankert ist und was wir tun können, dass das nicht für immer so bleibt. Als Gästin interviewt Pia in dieser Folge Shreyasi Bhattacharya. Sie ist Medizinstudentin of Colour, Vorsitzende der Association of International Medical Students der Uni Köln, aktiv im autonomen BIPoC-Referat und wirkt mit an der ersten Studie in Deutschland, die sich mit Rassismus im Gesundheitswesen auseinander setzt. Alle Quellen und weiterführende Informationen findet ihr unter www.heileweltpodcast.com Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreibt uns gerne an heile.welt@posteo.de Ansonsten bleibt ihr auf dem Laufenden mit einem Abo auf facebook, instagram oder twitter unter @heileweltpodcast
52 Minuten
Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie sind in Deutschland jedes Jahr knapp 28 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen und vielen Menschen wird mit der Diagnosestellung auch eine Art Etikett aufgedrückt. Schizophrene Menschen werden in der Gesellschaft häufig als gefährlich und unberechenbar, sogar kriminell eingestuft. Mit einer Alkoholabhängigkeit bekommt man nur eine Psychotherapieplatz, wenn man für eine gewisse Zeit trocken war. Diese Stigmatisierungen gibt es auf vielen Ebenen, auch strukturell. So vermeiden Lehramtstudierende mit psychischen Störungen Behandlung, damit sie sich nicht die Chancen auf eine Verbeamtung verbauen. Man kann eigentlich sagen: Betroffene leiden nicht nur an ihren Krankheitssymptomen, sondern auch an stereotypen Vorurteilen und sozialer Diskriminierung. In diesem Interview sprechen wir darüber, wie sich der Blick der Gesellschaft auf psychische Krankheiten und die Psychiatrie in den letzten zwanzig Jahren verändert hat. Wir reden ganz konkret über die Stigmata der Alkoholabhängigkeit und schauen anschließend, welche Folgen Stigmatisierung haben kann und was wir als Gesellschaft, als Ärzt*innen oder Betroffene dagegen tun können. Interviewpartner ist Prof. Dr. Georg Schomerus, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uni Leipzig. Er untersucht in mehreren Forschungsgruppen die Auswirkungen gesellschaftlicher Haltungen auf das Leben von psychisch erkrankten Menschen.
55 Minuten
Über schwere Krankheiten, Tod oder Sterben wird nicht gern gesprochen, häufig werden diese Themen sogar tabuisiert, es fühlt sich fern an, wie das Problem der anderen, nie das eigene, bis es einen selbst betrifft. Und auch in der Medizin stehen Debatten über neue Krebsmedikamente oder verbesserte Therapien bei Schlaganfällen im Vordergrund - aber was ist, wenn es keine Chance mehr auf Heilung gibt? Wie finden wir Umgang mit sterbenden Menschen? Darum soll es in unserer neuen Podcastfolge mit Prof. Sven Gottschling, Kinderarzt und Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes gehen. Wir sprechen zunächst über Kommunikation mit sterbenden Menschen - wozu führen Sätze wie "Frau xy, ich gebe Ihnen noch drei Monate?" Wie begleitet man Menschen auf ihrem Weg der Akzeptanz ihrer Krankheit und des nahen Lebensendes? Wir diskutieren ebenfalls die Mythen rund um die künstliche Ernährung, sowie Hunger und Durst am Lebensende. Als letzten Themenblock haben wir uns die palliative Sedierung, also das Versetzen eines Menschen in eine Art künstliches Koma vor dem Tod vorgenommen: Wir besprechen, wann diese Art der Sedierung eingesetzt werden darf und wie Patient*innen und Angehörige auf diese Möglichkeit des selbstbestimmten Sterbens reagieren.
58 Minuten
Zum Glück ist’s auch bereits in den Breitbandmedien angekommen: die Situation in Flüchtlingslagern in Italien oder Griechenland ist katastrophal, die EU bezahlt die sogenannte lybische Küstenwache um Menschen am Überqueren des Mittelmeers zu hindern und täglich müssen Menschen beim Versuch dessen sterben. Das Thema Seenotrettung steht schon seit Gründung unseres Podcasts auf unserer Liste – seit der Zerstörung von Moria gibt es nun kein drumherum mehr um die Auseinandersetzung damit. Interviewpartnerin für diesen Podcast ist Leona Blankenstein, sie ist Medizinstudentin im 9. Semester in Dresden und hat bereits eine abgeschlossene Ausbildung zur Rettungsassistentin. Sie war ab Mai für 2 Monate auf der Sea Watch 3, einem der großen Rettungsschiffe des Vereins Sea Watch, und im August auf der Louise Michel, dem neuen pinken Rettungsboot von Banksy, eingesetzt. Seenotrettung ist unmittelbar mit Debatten über Rassismus, Kolonialisierung und weißen Privilegien verbunden, denen wir in diesem Podcast allen gerecht werden können. Vielmehr sollt ihr medizinisches Hintergrundwissen zur Seenotrettung bekommen und einen Einblick in die Arbeit von Sea Watch erhalten. Wir besprechen wichtige Fluchtrouten über das Mittelmeer, häufige medizinische Behandlunsanlässe auf dem Schiff und rechtliche Grundlagen der Seenotrettung. Wir kommen natürlich nicht umhin, auch die Kriminalisierung zu thematisieren, die SeaWatch e.V. in den vergangenen Monaten erfahren hat. Wir wollen euch mit mehr Wissen in aktuelle Debatten schicken, euch sensibilisieren und empowern, noch mehr Fragestellungen über Fluchtgründe und strukturellem Rassismus weiter nachzugehen.
47 Minuten
Leitlinienwatch bewertet medizinische Behandlungsleitlinien auf ihre Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie. Mit einem Punktesystem werden Maßnahmen belohnt, welche den Einfluss von Interessenkonflikten reduzieren. Das schockierende Ergebnis der bisher 169 untersuchten Leitlinien - nur 16% gelten als bedenkenlos, bei allen anderen Leitlinien ist die Neutralität gefährdet oder besteht dringender Reformbedarf. In unserem Interview sprechen wir mit Prof. Dr. Thomas Lempert, Mitbegründer von Leitlinienwatch und Chefarzt der Neurologie an der Schlosspark-Klinik in Berlin. Ihr hört, wie eine Leitlinie überhaupt erstellt wird, wer dabei mit am Tisch sitzt und welche Folgen es haben kann, wenn eine Leitlinie eben nicht transparent und neutral erstellt wird - schließlich sind Leitlinien das Nachschlagewerk schlechthin im Klinikalltag. Alle Quellen und weiterführenden Informationen findet ihr unter www.heileweltpodcast.com Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreibt uns gerne an heile.welt@posteo.de Ansonsten bleibt ihr auf dem Laufenden mit einem Abo auf Facebook, Instagram und twitter unter @heileweltpodcast
1 Stunde 6 Minuten
15% der Paare in Deutschland bleiben trotz Kinderwunsch leider kinderlos, sodass dieses Thema zu einem häufigen Behandlungs- und Beratungsanlass in gynäkologischen Praxen wird. Was viele auch nicht wissen: 40-50% aller Schwangerschaften enden als Fehlgeburt - und nur die wenigsten Paare sprechen darüber. Zu groß ist die Scham, zu groß der Druck, dass es endlich klappt. Wir wollen das ändern und knüpfen uns die Fakten zu den Ursachen und der ganzheitlichen Behandlung unerfüllter Kinderwünsche vor. Einen besonderen Fokus wollen wir darauf legen, welchen Einfluss unser moderner Lebensstil inklusive Stress, Schnelllebigkeit, leeren Kalorien in unserer Ernährung bis hin zu Übergewicht auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen hat. Mit dabei sind die Gynäkologin Dr. Anke Schüler und die Diätassistentin und Mentaltrainerin Sandra Winkler. Disclaimer: In dieser Folge reden wir vor allem über den Zusammenhang von Lebensstilfaktoren und Kinderwunsch. Beim Hören dieser Folge sollte beachtet werden, dass auch soziale Determinanten einen großen Einfluss auf die Erfüllung des Kinderwunsches haben können. Alle Quellen und weiterführenden Informationen findet ihr unter www.heileweltpodcast.com Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreibt uns gerne an heile.welt@posteo.de Ansonsten bleibt ihr auf dem Laufenden mit einem Abo auf Facebook, Instagram und twitter unter @heileweltpodcast Disclaimer: Wir haben in dieser Folge unpräsizse und damit teilweise transfeindliche Sprache verwendet. Dafür möchten wir uns entschuldigen und explizit darauf hinweisen. Nicht alle schwangeren Menschen sind Frauen und nicht alle Frauen haben einen Uterus. Für mehr Infos empfehlen wir euch unsere Folge zu “Geschlechtssensibler Medizin” oder das Buch “trans. frau. sein” von Felicia Ewert.
54 Minuten
Sexuelle Kindesmisshandlung ist keine leichte Kost und dennoch ist es wichtig darüber zu sprechen. Für alle Menschen, die im Gesundheitssystem mit Kindern arbeiten, wird dieses Thema leider früher oder später relevant werden. Mit einer Prävalenz von Hellfeldzahlen von ca. 12 % der Kinder und Jugendlichen ist es ein häufiges und ernstzunehmendes Problem. Auch die aktuelle Corona Krise mit der damit verbundenen häuslichen Isolierung macht das Thema noch ein bisschen drängender und aktueller und lässt wahrscheinlich die Zahlen weiter stiegen. Deswegen sprechen wir mit der Erziehungswissenschaftlerin und Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Prof.’in Dr. Karla Verlinden über die Motive der Täter*innen, die vulnerabelsten Kinder in unserer Gesellschaft, den richtigen Umgang im Gesundheitswesen mit sexueller Gewalt gegen Kinder und wie wir präventiv aktiv werden können.
53 Minuten
Inzwischen ist das Thema sogar in der breiten Öffentlichkeit angekommen beispielweise im "neo magazin royale" von Jan Böhmermann. In der medizinischen Lehre ist das Thema aber laut einer Studie des deutschen Ärztinnenbundes immer noch krass unterrepresäntiert und wird nur an einer deutschen Uni ausreichend beachtet. Wir reden deswegen in dieser Folge ausführlich über die verschiedenen wichtigen Aspekte von Geschlecht in der Medizin und wollen damit euer Interesse wecken und ein paar Anregungen für weitere Recherche bieten. Wie viele Geschlechter gibt es eigentlich aus biologischer Sicht? Wie wird das Geschlecht eigentlich festgelegt? Wie behandelt die medizinische Forschung das Thema und was kommt von diesem Wissen aktuell in der Lehre eigentlich an? Das sind nur einige der Fragen, die wir mit Dr. Amma Yeboah, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Gastdozentin an der Uni Köln für Gender Studies in Köln (GeStiK), für die Medizinische Fakultät und das ceres (cologne center for ethics, rights, economics and social sciences of health) besprechen werden.
55 Minuten
Fehlende emotionale Betreuung, Verringerung der Pflegestellen, bis eine adäquate Versorgung kaum noch geleistet werden kann oder zu frühe “blutige” Entlassungen - das alles berichten Pflegekräfte und Ärzt*innen aus dem Krankenhausalltag heutzutage immer häufiger. Das Fallpauschalensystem, mit dem seit 2003 stationäre Behandlungen in deutschen Krankenhäusern abgerechnet werden, setzt wirtschaftliche Fehlanreize, die zu Personalabbau, Krankenhausschließungen und -privatisierungen sowie Über- bzw. Unterversorgung in verschiedenen Bereichen führt. Passend zu der immer größer werdenden Bewegung, die die Politik zu einem Kurswechsel auffordert, veröffentlichen wir unsere mehrteilige Podcastreihe. Darin rollen wir von ganz vorn auf, was es mit dem Fallpauschalensystem auf sich hat. Im ersten Podcast sprachen wir darüber, wie es zur Einführung des DRG-Systems kam. Danach haben wir uns das DRG-System genauer angeschaut und überlegt wie die Versorgungslandschaft in Deutschland aussieht und von was sie motiviert wird. In dieser dritten Podcastfolge besprechen wir gleich drei große Themen mit Herrn Dr. Achim Teusch: Personalabbau, Krankenhausschließungen und -privatisierungen. Wir wollen die Fakten wissen: Wie viele Stellen wurden seit Einführung der DRGs abgebaut? Wie wird in privaten Krankenhauskonzernen gewirtschaftet? Was für Auswirkungen haben niedrige Pflegeschlüssel bei hohen Patient*innenzahlen für alle Beteiligten? Außerdem kommt wieder Krankenschwester Silvia Habekost zu Wort und berichtet aus ihren Erfahrungen – zum Beispiel welche skurrilen Neuerungen eine Unternehmensberatungsfirma in ihrem Krankenhaus einführen wollte.
42 Minuten
Fehlende emotionale Betreuung, Verringerung der Pflegestellen, bis eine adäquate Versorgung kaum noch geleistet werden kann oder zu frühe “blutige” Entlassungen - das alles berichten Pflegekräfte und Ärzt*innen aus dem Krankenhausalltag heutzutage immer häufiger. Das Fallpauschalensystem, mit dem seit 2003 stationäre Behandlungen in deutschen Krankenhäusern abgerechnet werden, setzt wirtschaftliche Fehlanreize, die zu Personalabbau, Krankenhausschließungen und -privatisierungen sowie Über- bzw. Unterversorgung in verschiedenen Bereichen führt. Passend zu der immer größer werdenden Bewegung, die die Politik zu einem Kurswechsel auffordert, veröffentlichen wir unsere mehrteilige Podcastreihe. Darin rollen wir von ganz vorn auf, was es mit dem Fallpauschalensystem auf sich hat. Im ersten Podcast sprachen wir darüber, wie es zur Einführung des DRG-Systems kam. In diesem zweiten Podcasts erklärt Herr Dr. Hoffmann, wie das DRG-System genau funktioniert und welche Anreize es setzt, um möglichst ökonomisch zu handeln. Wir besprechen, was es mit Bonuszahlungen für Chefärzte auf sich hat und in welchen Bereichen Patient*innen tendenziell über-, in welchen unterversorgt werden.
46 Minuten
Fehlende emotionale Betreuung, Verringerung der Pflegestellen bis eine adäquate Versorgung kaum noch geleistet werden kann oder zu frühe “blutige” Entlassungen - das alles berichten Pflegekräfte und Ärzt*innen aus dem Krankenhausalltag heutzutage immer häufiger. Das Fallpauschalensystem, mit dem seit 2003 stationäre Behandlungen in deutschen Krankenhäusern abgerechnet werden, setzt wirtschaftliche Fehlanreize, die zu Personalabbau, Krankenhausschließungen und -privatisierungen sowie Über- bzw. Unterversorgung in verschiedenen Bereichen führt. Passend zu der immer größer werdenden Bewegung, die die Politik zu einem Kurswechsel auffordert, wollen wir unsere mehrteilige Podcastreihe veröffentlichen. Darin rollen wir von ganz vorn auf, was es mit dem Fallpauschalensystem auf sich hat. Im ersten Podcast sprechen wir darüber, wie es zur Einführung des DRG-Systems kam - wie wurden Krankenhäuser in Deutschland ab dem Zweiten Weltkrieg finanziert? Welche Vor- und Nachteile haben andere Systeme? Unsere Interviewpartnerin Frau Dr. Nadja Rakowitz klärt auf, welche Ziele man verfolgte, als man das DRG-System einführte - und welche davon erfüllt wurden. Dieser Podcast hilft, unser heutiges Finanzierungssystem in seinen Wurzeln zu verstehen und mit fundiertem Wissen daran Kritik üben zu können.