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Religion - Die Dokumentation Archiv

472 Episoden
25 Minuten
In Deutschland gibt es zahlreiche professionelle Agenturen und Hunderte kluge Menschen, die akademisches Ghostwriting betreiben. Sie schreiben Master- oder Doktorarbeiten für andere. Das ist Betrug. Manche haben auch ein schlechtes Gewissen. Und jetzt kommt eine ganz neue Problematik dazu, wenn nämlich die KI die akademischen Arbeiten übernehmen könnte. Andreas Boueke über Ghostwriting, Betrug und Ehrlichkeit.
26 Minuten
Wenn man in Mecklenburg unterwegs ist, kann es sein, dass man von einem Mann in braunem Habit angesprochen wird. Mal fragt er nach dem Weg, mal, wo die katholische Kirche ist oder wo es das beste Eis gibt. So kommt Bruder Gabriel schnell mit Leuten ins Gespräch. Der Franziskaner tourt mit seinem Wohnmobil durch Mecklenburg. Dorothea Brummerloh hat ihn und sein "rollendes Kloster" besucht.
26 Minuten
Mehrere Jahrhunderte lang sollen die sieben Schläfer von Ephesus in einer Höhle geschlafen haben. Heute denken wir beim Stichwort Siebenschläfer vor allem ans Wetter - am 27. Juni ist der Siebenschläfertag. Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich Mediziner, Schriftsteller und Künstler mit dem Schlaf beschäftigen. Andreas Pehl spürt der Faszination des Schlafes nach.
25 Minuten
Das Leben sei wie Fahrrad fahren. Man müsse sich vorwärtsbewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren - diese Sätze werden Einstein zugeschrieben. Fahrrad fahren also als spiritueller Akt? In der evangelischen Kirche in Bayern gibt es inzwischen mehr als 50 "Radwegekirchen". Darüber hinaus markiert das Fahrrad auch eine Lebenshaltung. Veronika Wawatschek sammelt Eindrücke vom Radeln, das für viele mehr ist als die reine Fortbewegung.
26 Minuten
Vor einem Jahr starb Pater Florian, geborener Prinz Franz-Josef von Bayern. Er hatte seinen Adelstitel gegen eine Mönchskutte eingetauscht und war als Missionsbenediktiner unter Nomaden in Kenia tätig. Dort entwickelte er ein außergewöhnliches Bildungsprojekt, das Brücken zwischen den Kulturen baut.
26 Minuten
Die Menstruation ist ein Tabuthema. Neueste feministische Ansätze wie die "Free Bleeding"-Bewegung wollen das ändern. In den Evangelischen Perspektiven analysiert Nadja Stempel das paradoxe Verhältnis zum Blut der Frau - und was die Religion damit zu tun hat.
34 Minuten
"Jetzt ist die Zeit". Unter diesem Motto haben sich über 100 000 Menschen in den vergangenen fünf Tagen in Nürnberg getroffen, zum 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Der will seit seiner Gründung Zeitansage sein und die großen gesellschaftlichen und politischen Debatten mit christlichem Geist füllen. In den Evangelischen Perspektiven gibt's die Highlights des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Nürnberg.
26 Minuten
Zen-Meditation und Kontemplation, Yoga und Qi Gong - das Angebot des Benediktushofs im unterfränkischen Holzkirchen ist vielseitig. Seit 2003, also seit 20 Jahren, wird dort meditiert und jedes Jahr kommen rund 11.000 Menschen in das ehemalige Benediktinerkloster, um sich auf das Wesentliche zu besinnen. Eine Sendung von Elisabeth Tyroller.
25 Minuten
Musste Jesus sterben, damit Gott uns unsere Sünden vergeben kann? Das Gottesbild hinter dieser Vorstellung ist ein grausames - und gerät immer mehr in die Kritik. Selbst viele Christen sind von dem Gottesbild nicht mehr überzeugt. Eine Sendung von Norbert Reck
53 Minuten
Künstliche Intelligenz wird dem Menschen immer ähnlicher. Immer mehr Maschinen sind mit der Fähigkeit ausgestattet, Gefühle zu zeigen und mit dem Menschen zu interagieren. An der Universität Augsburg entwickeln Forscher Roboter, die "einfühlsam" sein sollen und "emphatisch" auf den Menschen reagieren. Chatbots wie ChatGPT imitieren menschliche Kommunikation. Eine von Google entwickelte Künstliche Intelligenz soll tatsächlich Gefühle zeigen können - doch sind es Gefühle, wie Lebewesen, gar Menschen sie haben können? Experten sehen das kritisch. Umgekehrt entwickeln inzwischen auch Menschen Gefühle gegenüber den menschenähnlichen Maschinen. Sind sie Objekt oder bald immer mehr Gegenüber? Können sie bald tatsächlich emphatisch sein oder gar selbst Gefühle empfinden? Und ist eine echte Beziehung zwischen Mensch und Maschine überhaupt möglich - noch wichtiger: ist es lebensdienlich, wünschenswert oder gefährlich?
26 Minuten
Auf den Bergen ist der Himmel näher, das ist ein geographisches Faktum, vor allem aber drückt der Satz ein Gefühl aus: Wer in den Bergen unterwegs ist, spürt die Größe des Gebirges und die Weite des Himmels. Solche Eindrücke können über den Alltag hinausführen. Was genau ist es, das Berge in uns auslösen können und wie kommt dieses Gefühl zustande, dass wir im Gebirge andere Dimensionen des Lebens wahrnehmen? Georg Bayerle ist diesen Fragen nachgegangen.
25 Minuten
Was hat der vermeintliche "Verräter" Judas mit uns Heutigen zu tun? Warum ist die Bibel auch für Denker eine unerschöpfliche Inspirationsquelle? Wie können wir aus unserer Vergänglichkeit Trost finden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Walter Jens, vor hundert Jahren ist er geboren, vor zehn gestorben. Als bekennender Christ mischte sich der große Gelehrte der Nachkriegszeit sich in die Debatten ein: Uwe Birnstein erinnert in den Evangelischen Perspektiven an ihn und ergründet, weshalb der Walter Jens‘ "Der Fall Judas" bis heute Kirchen und Theatersäle füllt.
26 Minuten
Die Gesellschaft wird immer bunter und multireligiöser. Vier Bildungseinrichtungen in Bayern - evangelisch, katholisch, muslimisch und jüdisch - bilden so genannte interreligiöse Dialogbegleiter aus. Sie sollen das Kennenlernen und den Austausch von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit im Alltag fördern. Schwester Therese etwa, Franziskanerin aus dem schwäbischen Dillingen, die im Rahmen ihrer Fortbildung zur interreligiösen Dialogbegleiterin einen interkulturellen Pilgerweg begleitet. Für die Evangelischen Perspektiven hat Sabine Barth das Projekt "Interkulturelle Dialogbegleitung" beobachtet.
27 Minuten
Seit dem Tod einer jungen Kurdin, die in Polizeigewahrsam genommen wurde, weil sie ihr Haar nicht korrekt bedeckt haben soll, reißen die Proteste gegen das Mullah-Regime im Iran nicht ab. Dabei heißt es im Koran: "Es sei kein Zwang im Glauben". Was bedeutet es für die Spiritualität afghanischer und iranischer Exilantinnen bei uns in Deutschland, wenn solche äußeren Zwänge wegfallen? Suchen sie nach eigenen Wegen, sich jenseits solcher Zerrbilder als muslimisch zu verorten, oder ist ihnen der Islam schon lange vergällt? Sie hören ein Feature von Anne Winter.
26 Minuten
Selten scheint in Westeuropa die Frage nach Gott geworden zu sein. Wer das Wort in den Mund nimmt, wirkt wie ein Exot. Doch die Sehnsucht nach der alten Gottesfrage beginnt sich neu zu regen. Nur geschieht das nicht dogmatisch. Hilfreiche Begleiter auf der Suche dagegen sind Zweifel, Unsicherheit und eine schöpferische Neugier - meint Georg Magirius.