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hafenradio Archiv

36 Episoden
59 Minuten
Diese Folge des hafenradios haben wir bereits im Januar 2024 aufgenommen. Damals hat Alfred Haffner an einem Beitrag für die Festschrift für die Luxemburgische Archäologin Catherine Gaeng geschrieben. Mit der Veröffentlichung der Folge haben wir gewartet, bis die Festschrift publiziert und übergeben wurde - was jetzt, im Sommer 2026 geschehen ist. Und so können wir jetzt auch im hafenradio loslegen mit einer spannenden Geschichte rund um einen sehr besonderen Kamm, der von einer bekannten Sammlerfamilie aus Lausanne in der Schweiz zu einem Antiquitätenhändler nach Paris gelangt ist, der wiederum gerne die Echtheit des Kamms als keltisches Kunstobjekt mit einem Gutachten bestätigt gewusst hätte. Aber es sollte anders kommen. Nun also seit einiger Zeit nochmal eine Vater und Sohn Folge mit Alfred und Christoph Haffner. In dieser Folge des hafenradios geht es um einen vermeintlich keltischen Kamm, der Alfred Haffner 1993 zur Begutachtung zugeschickt wurde. Ausgangspunkt war ein Brief aus Paris: Die Antiquitäten- und Kunstgalerie Ratton & Ladrière bat um ein Gutachten zu einem Kamm aus einer Sammlung der Familie Rothschild. Auf einem Farbfoto erkannte Alfred sehr schnell eine enge Verbindung zu Funden aus dem keltischen Grab von Weiskirchen im Saarland, das bereits 1851 entdeckt wurde. Vor allem die figürlichen und geometrischen Ornamente haben Alfred stutzig gemacht. Sie erinnerten nicht nur an das Grab von Weiskirchen, sondern auch an gleich mehrere dort gefundene Objekte, darunter eine Schnabelkanne (die auch ein ganz besonderes Objekt darstellt), eine Maskenfibel und einen Gürtelhaken. Er ließ sich deshalb das Original zuschicken und kam nach genauer Betrachtung zunächst zu dem Schluss, dass es sich nicht um eine keltische Originalarbeit, sondern um ein bewusst hergestelltes Stück handeln müsse aber auch nicht um eine Fälschung. Für die Einordnung zog Alfred weitere Fachkollegen hinzu. Die Materialuntersuchung deutete nicht auf echtes Elfenbein von Elefanten hin, sondern eher auf anderes Knochenmaterial, möglicherweise von Großsäugern wie zum Beispiel Elefanten oder Wale. Zugleich zeigte sich, dass der Kamm eine in der germanischen Kunst als „Stil II“ bezeichnete Ornamentik zeigt, während andere Motive direkt an Weiskirchen erinnern, also an keltische Kunst. Daraus entwickelte sich der Verdacht, dass vielleicht ein Kunsthandwerker alte Vorlagen verarbeitet und kombiniert hatte. Die weitere Spur führte über Mainz und das 19. Jahrhundert zur Odenwälder Elfenbeinschnitzerei. Alfred und seine Frau Edith besuchten das Elfenbeinmuseum in Erbach und sprachen dort mit der Direktorin über den historischen Umgang mit Vorbildern aus älteren Epochen. Entscheidend bei der Beweisführung wurde dann aber vor allem auch die ungewöhnlich große, sogenannte „Schnabelkanne“ aus dem keltischen Grab von Weiskirchen, die Alfred und der Restaurator Hermann Born am Rheinischen Landesmuseum in Trier gemeinsam genauer untersuchten: Durch ihre Bauweise, die Bronzeanalysen und die sichtbaren, qualitativen Unterschiede in den Ornamenten schloss Alfred, dass ein Handwerker das Stück im Original vor Augen gehabt haben muss. So entstand am Ende für den Kamm ein Datierungsrahmen: vor 1852, also bevor die Kanne aus Mainz vom ursprünglichen Finder, Eugen von Boch aus Mettlach, zurückgefordert wurde und wieder in dessen Besitz überging. Das Ergebnis des Gutachtens schien dem Antiquitätenhändler aus Paris nicht wirklich zu gefallen, der den Kontakt letztendlich abbrach. Am Ende bleibt der Kamm als einzigartiges Kunstobjekt, das keltische Vorlagen und germanische Ornamentik aufgreift, sie aber im 19. Jahrhundert neu zusammensetzt, zu einem ganz besonderen Kamm. Wo sich das Stück heute befindet, ist nicht bekannt.
1 minute
In der mittlerweile 35. Folge sprechen wir mit Dr. Martin Eckert, dem Grabungsleiter der Ausgrabung am Ness in Hamburg. Wir sind auf dem Gelände des ehemaligen Commerzbank-Areals am Neß 9, direkt im Zentrum des mittelalterlichen Hamburgs, nahe Nikolai-Fleet, Trostbrücke und den historischen Einrichtungen der Altstadt. Das Archäologische Museum Hamburg untersucht hier die mittelalterliche und neuzeitliche Bebauung. Schon beim ersten Blick auf die ungewöhnlich tiefe Grabung stand dank unseres bekanntlich brillanten Humors auch der Titel der Folge fest: Der mittelalterliche Markt im Loch Neß.
1 Stunde
In der heutigen Folge geht es um einen Lost Place vor den Toren Hamburgs, der sich seit über 30 Jahren zu einem Hotspot der norddeutschen Sprayer-, aber auch der Lost-Place-Szene entwickelt hat. Wer auf Instagram das Hashtag #PlanetAlsen eingibt, findet schnell über 1000, oft sehr farbenfrohe Fotos dieser ehemaligen Industrieanlage bei Itzehoe.
39 Minuten
Wir sind nach einiger Zeit endlich wieder unterwegs in Hamburg und besuchen Kay-Peter Suchowa, den die meisten Hörerinnen und Hörer vom hafenradio schon von verschiedenen Ausgrabungen in der Stadt kennen. Wir sind am Joseph-Carlebach Platz, dem ehemaligen Bornplatz, der bis 1939 Standort der Synagoge der jüdischen Gemeinde Hamburgs im Grindelviertel war. Die 1906 eingeweihte Synagoge war eine der größten in Deutschland und diente der Deutsch-Israelitischen Gemeinde als Hauptsynagoge. Das Gebäude wurde am 9. November 1938, der Reichspogromnacht, verwüstet, und brannte in großen Teilen aus. Die Ruine musste 1939 auf Kosten der jüdischen Gemeinde abgerissen werden. Später wurde das Gelände teilweise mit einem Hochbunker überbaut. Nach dem Krieg wurde der restliche Platz zeitweise als Parkplatz genutzt. Ende der 1980er Jahre wurde der Entwurf der Künstlerin Margrit Kahl umgesetzt, der den Grundriss und das Deckengewölbe der Synagoge auf dem Boden in einer Art Mosaik aus Pflastersteinen abbildet. Seit 2020 sind die Bemühungen an diesem Ort wieder eine Synagoge zu errichten mit der Bewilligung von Mitteln für den Wiederaufbau konkret geworden. In diesem Rahmen untersucht das Archäologische Museum Hamburg unter der Leitung von Kay mit verschiedenen sog. Schnitten den Untergrund, um zu klären was unter der heutigen Oberfläche noch erhalten ist. Kay führt und durch die verschiedenen Schnitte und Befunde, was sich als eine spannende und bewegende Reise in die jüngere Vergangenheit der Synagoge und jüdischen Lebens in Hamburg herausstellt. Im Zuge der Ereignisse des 7. Oktober 2023 mit 1.239 Todesopfern und mehr als 240 Geiseln bei dem terroristischen Überfall der radikal-islamistischen Hamas gegen Israel und dem folgenden Krieg im Gazastreifen, hat auch das Interesse an den Ausgrabungen zugenommen.
1 Stunde 28 Minuten
Über ein Jahr Pandemie liegt hinter uns und ihr habt lange nichts von uns gehört. Heute haben wir endlich wieder jemanden vor dem Mikro und auf diesen Gesprächspartner haben wir uns besonders gefreut! Die älteren Semester werden sich vielleicht erinnern, in den 1970er Jahren rief eine große Hamburger Tageszeitung zu einer Schnitzeljagd durch Hamburg auf. Die Leser*innen sollten den „Mann mit dem Koffer“ suchen und wer ihn als erster traf, durfte den Koffer, der mit einer gewissen Geldsumme gefüllt war, behalten. In der Zeitung fand man den einen oder anderen Hinweis zu dem Aufenthaltsort des „Manns mit dem Koffer“ und selbstverständlich waren es oftmals Orte, die den meisten Hamburger*innen bekannt waren. An diese Aktion fühlten wir uns sofort erinnert, als im Hamburg Journal des NDR das Projekt von Paul aka @framespotting_hh, so sein Instagram-Name, vorgestellt wurde. Paul ist Hobbyfotograf, der aus beruflichen Gründen in der Welt weit herumgekommen ist und auf seinen Reisen immer eine Kamera dabei hatte. Diese Fotos, zusammen mit den von ihm selbst entwickelten und gebauten Holzrahmen aus alten Pitchpine-Dielen, verteilt er auf langen Spaziergängen nicht nur in Hamburg, sondern auch auf seinen Reisen mit der Familie wie kürzlich ins Allgäu. So entstehen spontane Ausstellungen an zufälligen ausgewählten Orten im öffentlichen Raum und auf diese Weise hat Paul mittlerweile über 300 Fotos in die Welt getragen. Passanten, die diese Fotos in der Stadt finden und mit nach Hause nehmen möchten, sind dazu herzlich eingeladen. Die einzige Gegenleistung, wenn man das überhaupt so bezeichnen darf, die der Fotograf Paul sich wünscht, ist, dass die neuen Besitzer*innen ihren Fund auf Instagram oder über seine Homepage (https://frame-spotting.com ) veröffentlichen. Seine Leidenschaft für die Fotografie und die Idee, die Fotos in die Stadt zu tragen, um sie dort zu verschenken, hat uns direkt angesprochen. Es ist Street Art der ganz besonderen Art, denn genau diese Idee, die analoge Kunst im städtischen Raum bereitzustellen und anschließend im, wenn man so will, digitalen Raum durch den Finder zu veröffentlichen, war für uns der Grund, Paul für einen Podcast zu gewinnen. Hinzu kommt, dass dieses Projekt noch einen spielerischen Aspekt hat, die die Finder*innen und Follower, davon gibt es mittlerweile einige, animiert, sich auf eine Art „Schnitzeljagd durch die Stadt“ einzulassen. Für die heutige Folge unseres Hafenradios haben wir übrigens mit Paul einen Rundgang durch Harburg gewagt und dabei über sein Projekt, unseren Spaß an der Fotografie und, wie sollte es anders sein, die Stadtgeschichte von Harburg gesprochen. Mit dem Mikro in der Hand starteten wir am AMH und gingen zum Harburger Rathaus, von dort ging es zunächst zum Marktplatz Am Sand, dann an der Lämmertwiete vorbei und durch die Schloßstraße zum Kanalplatz im Binnenhafen. Die Harburger unter euch werden diese Route sicher kennen und vielleicht hat der eine oder die andere auch eines der beiden Fotos entdeckt, die Paul während der Tour gehängt hat. Bei diesem Gang durch die Gemeinde hatten wir uns viel zu erzählen und Harburg steuerte seinen ganz eigenen Sound dazu bei. Zitat Er sagt selbst: „Framespotting ist meine Art, Menschen meine Bilder näher zu bringen. Vor allem aber verschenke ich mit Framespotting Freude. Meine Galerie ist die Straße und diese Galerie ist oft nur sehr kurz präsent, denn jeder, der mein Bild findet, darf dieses auch behalten. Ich möchte mit Framespotting erreichen, dass Menschen mit offenen Augen durch die Welt gehen, mehr aufeinander achten und sich wieder über die kleinen Dinge des Lebens freuen. Framespotting soll etwas sein, worüber man sich noch lange zu Hause freuen kann.“
45 Minuten
Neue Burg die Vierte! Wir haben es am vorletzten Grabungstag, quasi "auf den letzten Drücker", nochmal in die "Neue Burg"-Straße in die Hamburger Neustadt geschafft, um zu berichten was die Ausgrabung an Einblicken in Hamburgs frühe Vergangenheit preisgeben konnte. Wallanlage, Deichbau, Tor und Oberkante - so könnte man es verkürzt auf den Punkt bringen. Tatsächlich konnten wieder zahlreiche gut erhaltene Befunde der Wallanlage der neuen Burg freigelegt und untersucht werden. Dort wo es der Archäologe und Grabungsleiter Kay Suchowa vermutet hat, kam tatsächlich eine Toranlage zum Vorschein, die in großen Teilen gut dokumentiert werden konnte und eine echte kleine Sensation ist. Vielleicht etwas weniger spektakulär, aber wissenschaftlich sehr wertvoll, ist die Tatsache, dass die Oberkante des Walls sicher dokumentiert werden konnte, was auch weitere Rückschlüsse auf Größe und Konstruktion zulässt. Besonders interessant waren auch die Hinweise eines Deichbauers, der Kay auf der Ausgrabung besuchte. Sie lieferten entscheidende Hinweise um zu klären, warum auf der Aussenseite des Walls viel weniger Holz verbaut wurde als im inneren Bereich. Warum ist die Neue Burg so wichtig für Hamburg? Nun - sie ist der Grundstein für das was Hamburg bis heute zu einer bedeutenden europäischen Handelsmetropole macht. Mit ihr begann der Aufstieg Hamburgs als Hansestadt. Die Neue Burg war im 11. Jahrhundert sogar die größte Burganlage Norddeutschlands und wurde vom Billunger-Herzog Bernhard II. ab 1021 errichtet. Nochmal zum Hintergrund der Ausgrabung: Die Ausgrabungsfläche liegt in einem Gebiet, das quasi als Keimzelle der 1188 gegründeten Hamburger Neustadt gilt. Unmittelbar unter dem Pflaster der heutigen Straße „Neue Burg“ befinden sich, vom Krieg und dem nachfolgenden Bauboom weitgehend ungestörte, Befunde der mittelalterlichen und neuzeitlichen Bebauung. Für eine Ausgrabung in der dichtbesiedelten Innenstadt war diesmal die Situation auch eine besondere - es handelte sich um eine geplante Grabung, die nicht durch Bauarbeiten notwendig wurde, sondern an einer vielversprechenden, exponierten Stelle durchgeführt werden konnte. Gestartet wurde im November 2019 und Grabungsende war im September 2020. Diese Ausgrabung konnte auch einmal mehr belegen, dass Hamburg eine Stadt ist, die in ihrer Geschichte immer von Austausch und Migration geprägt war. Neue Impulse, Ideen, Technologien, Weltanschauungen und Kulturen offen aufzunehmen, das ist es, was Hamburg von jeher erfolgreich gemacht hat. Damit können wir eine kleine, aber unglaublich spannende Serie von Berichten der Erforschung der "Neuen Burg" im Herzen der Hansestadt abschließen - die Links auf die vorausgegangenen Episoden findet ihr in den Shownotes. An dieser Stelle auch nochmal ein ganz großes Dankeschön an Kay Suchowa, der sich immer die Zeit genommen hat dem Hafenradio so wunderbar die tiefen Einblicke in Hamburgs Vergangenheit zu erklären. Vielleicht ergeben sich in Zukunft ja noch weitere Grabungsmaßnahmen, aber vorerst mal: Closing Time!
1 Stunde 17 Minuten
Wir sprechen diesmal mit Melli und Kurt, den Machern des Podcasts „Bildstörung“, einem noch recht neuen Podcast bei dem es fast ausschließlich um Fotografie geht. Beide sind leidenschaftliche Freizeitfotografen und wenn man sich ihre Fotos auf Flickr (ja gibt es noch) oder Instagram anschaut, dann fällt einem sofort der hohe Anspruch der Beiden auf. Schnell erklärt sich dann auch der Untertitel „DER PODCAST FÜR FOTOGRAFISCHES SEHEN“ . Sie sprechen nicht über, und das macht diesen Podcast so spannend und vor allem hörenswert, die neueste Technik, höchste Auflösung oder schärfste Optik. Nein, es geht den Beiden vielmehr um das, was vor dem Auslösen passiert. Wie kommt es zu einem Bild und wie ist es aufgebaut? Dies sind die Kernfragen, die in den einzelnen Folgen ihres Podcasts besprochen werden!
14 Minuten
Heute haben wir einen besonderen Podcast, quasi eine Sondersendung, aufgenommen: Michael hat mit seinem Sohn Felix, der hier sein Podcast-Debüt gibt, über die aktuelle Corona Situation und wie sich diese auf Schule und Beruf auswirkt, gesprochen. Felix berichtet, wie er das Homeschooling wahrgenommen und wie sich das Lernen in den letzten drei Monaten verändert hat. Die anfänglichen Schwierigkeiten seiner Lehrer, ihre Inhalte digital zur Verfügung zu stellen, aber auch über die, wenn auch langsame, Verbesserung der Situation, wird ebenfalls gesprochen. Sie unterhalten sich aber auch darüber, dass Home-Office und Homeschooling offenbar schwer miteinander zu vereinbaren sind. Insgesamt wurde die Situation aber als nicht so schlimm empfunden und ganz quasi nebenbei, spielen die zwei auch noch mit neuer Podcast-Technik – hört mal rein! 
Wenn Euch diese Podcast-Sondersendung gefallen hat, dann würden wir uns über einen Kommentar auf unserem Blog freuen! Und wer weiß: vielleicht gibt es ja eine weitere „Vater und Sohn Sondersendung“. Zur Person: Ich bin Felix, 13 Jahre alt und wohne in Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein. Ich besuche die 7. Klasse der Dietrich Bonhoeffer-Schule. Meine Hobbys sind Schwimmen, Angeln, Gaming. Ich interessiere mich für Computer und Virtual Reality (VR) Technik.
46 Minuten
Unweit von der Ausgrabung an der Neuen Burg, die wir in unserem letzten Podcast vorgestellt haben, findet aktuell eine weitere Grabung des Archäologischen Museums Hamburg statt. Ein Neubauvorhaben auf einem Areal direkt an der Willy-Brandt-Straße, machte archäologische Untersuchungen notwendig, die das AMH seit September 2019 unter der Leitung der Archäologin und Grabungsleiterin Judith Kirchhofer dort durchführt.
32 Minuten
Die Ausgrabungsfläche liegt auf historisch spannendem Gelände, denn das Gebiet gilt als die Keimzelle der 1188 gegründeten Hamburger Neustadt. Direkt unter dem Pflaster der heutigen Straße „Neue Burg“ befinden sich, vom Krieg und dem nachfolgenden Bauboom fast ungestörte, Befunde der mittelalterlichen und neuzeitlichen Bebauung. Wie ein riesiges Puzzle fügen sich die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen der Hausfundamente sowie des mittelalterlichen Walls zusammen und liefern damit hoch spannende Erkenntnisse zur Stadtgeschichte der Hansestadt.
1 Stunde 13 Minuten
Mirko Reisser ist Graffiti-Künstler aus Hamburg, der seine Karriere in den späten 1980er und den 90er Jahren als Sprayer gestartet hat. Zusammen mit einigen Mitstreitern (Andreas Timm, Oliver Nebel, Frank Petering) hat er am 28. August ein Crowdfunding mit dem Titel „EINE STADT WIRD BUNT“ gestartet. Dabei geht es um ein Buchprojekt zu den Anfängen der Graffiti- und Hip-Hop-Szene in den 80er und 90er Jahren in Hamburg. Meike Schade, die selbst in der Graffiti- und Streetart-Welt zuhause ist, hat den Kontakt hergestellt und schon war das Hafenradio zu Gast in Mirkos Atelier und wir beginnen eine bunte Zeitreise nach Hamburg vor mehr als 30 Jahren.
1 Stunde 10 Minuten
Es geht in Ausgabe # 25 um verlassene Gebäude, oftmals stillgelegte Fabriken, die von der Natur zurückerobert und teilweise von der Graffitiszene eingenommen wurden. Zu Gast ist Marcus Burzinski - ein Hamburger Jung aus Finkenwerder der von genau solchen Orten fasziniert ist und dort sehr viel fotografiert.
1 Stunde 20 Minuten
Wieder eine Vater und Sohn Folge. Alfred Haffner hat sich im letzten Jahr weiter intensiv mit dem keltischen Bronzepferdchen aus dem saarländischen Freisen beschäftigt. Wir sprechen zunächst über einige neue Erkenntnisse, vor allem was die Interpretationsmöglichkeiten der vermeintlichen zwei Schwerter angeht, die dem Toten mitgegeben wurden. Einige offene Fragen, die vor allem die sog. Rezeptionsgeschichte dieses besonderen Fundes angehen, konnten aber nur vor Ort geklärt werden. Deshalb haben wir uns nach Freisen und Berschweiler aufgemacht, um zu erfahren welche Rolle das Pferdchen heute dort spielt, wie sich der Fundplatz darstellt oder was aus der steinernen Grabstele geworden ist, die im Pfarrhaus verbaut sein soll. Auch die Wohn- und Wirkungsstätte des Ausgräbers Johann Carl Sohns haben wir in Berschweiler, nahe bei Freisen, gesucht. Einen Abstecher zum Weiselberg haben wir auch noch gemacht. Unterstützt hat uns bei alldem die Archäologin Isabel Schormann vom saarländischen Landesdenkmalamt. Der geplante Artikel zum Pferdchen von Freisen hat mittlerweile schon den Umfang eines kleinen Büchleins erreicht und es werden nach der kleinen Exkursion sicher noch einige Abschnitte hinzukommen. Wir werden berichten wenn das Thema abgeschlossen ist.
1 Stunde 14 Minuten
Es gibt Reisen, die macht man wahrscheinlich nur einmal im Leben. Wenn man Archäologe ist, können solche Reisen durchaus auch an exotischere Orte führen. Von einer solchen Reise berichten wir im hafenradio #023. Mitte März 2019 ist Michael auf Einladung des turkmenischen Kulturministeriums nach Aşgabat, der Hauptstadt von Turkmenistan, gereist. Die Einladung erfolgte als Abschluss der Ausstellung „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“. Michael berichtet von einem überaus spannenden manchmal auch sehr skurrilen Land mit einer beeindruckenden Geschichte. Die Hinweise zur Fotografie in Turkmenistan auf dem Lilportal (Link: https://www.liportal.de/turkmenistan/alltag/) haben Michael überzeugt die „große“ Kamera zu Hause zu lassen. Sehr lesenswert sind die Reiseberichte der Autoren von Reisendepeschen (https://www.reisedepeschen.de/asien/turkmenistan/)
1 Stunde 3 Minuten
Der digitale Wandel findet in Kulturinstitutionen wie Museen genauso statt wie in Industrie und Unternehmen. Es sind am Ende die gleichen Chancen, Herausforderungen und Probleme. Aber gerade die archäologische Sicht auf die Welt zeigt, dass der Wandel durch Innovation schon immer die treibende Kraft ist, welche die Entwicklung der Menschen befeuert. Nils Löwe, Gründer und Geschäftsführer von "Lionizers" diskutiert mit Michael und Christoph die Digitalisierung der Kultur.
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