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Serienweise - Streaming-Serien bei Netflix, Disney+ und Co. Archiv

293 Episoden
57 Minuten
In den letzten zwei Jahren eröffneten zwei britische Thriller das Serienjahr, 2025 bekommen beide jetzt eine Fortsetzung spendiert. Bei Arte kehrt "Vigil" (4:38) zurück und tauscht ein U-Boot gegen Drohnen ein, behält aber die politischen Untertöne bei. Dieses Mal legen sich Suranne Jones und Rose Leslie bei den Ermittlungen eines Mordfalls mit der Royal Air Force, einer privaten Waffenfirma und einem (nicht gerade stark) fiktionalisierten Nahost-Staat an. Reicht das, um nach zwei Jahren einen erneut hochspannenden Sechsteiler abzuliefern? Prime Video will derweil mit einer zweiten Staffel von "The Rig" (31:19) auf Gold stoßen und lässt in der Arktis eine neue Plattform errichten, damit der Titel der Serie weiterhin Sinn macht. Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Weiterhin müssen "Line of Duty"-Star Martin Compston und der Rest seiner Ölplattform-Crew herausfinden, was es mit dem übermächtigen und übernatürlichen Unterwasser-Wesen "The Ancester" auf sich hat und ob es gute oder böse Absichten pflegt. Während Michael von der ersten Staffel "The Rig" schwärmte, fühlte sich Rüdiger damas nicht gerade postiv an "Der Schwarm" erinnert. Hat sich der Eindruck mit der zweiten Staffel bei einem oder beiden von ihnen verändert? Cold-Open-Frage: "Was ist bisher der beste Nicht-Schauspieler-Cameo in einer Serie gewesen?"
3 Stunden 35 Minuten
Obwohl das Serienjahr 2024 vielleicht nicht als das Stärkste in die Seriengeschichte eingehen wird, geht es mit zwei Superlativen zu Ende. Zum einen habt Ihr mit mehr als 150 Listen mehr Bestenlisten eingeschickt als jemals zuvor. Zum anderen hat Eure Nummer 1 den wohl größten Vorsprung aller Zeiten eingefahren, sodass der Spitzenplatz vielleicht nicht sehr überraschend ist. Auf den Plätzen dahinter ging es jedoch so eng zu, dass fast jede Liste die Platzierungen verändert hat. In unserer XXL-Folge reden Holger, Michael, Roland und Rüdiger erst einmal kurz über das Serienjahr 2024 allgemein (7:22) und dann über insgesamt 31 Serien, die auf Eurer oder unseren Top 10s (43:00) sowie den Lobenden Erwähnungen (23:27) gelandet sind. Wir haben versucht jede(n) von Euch mit einem eingeschickten Kommentar zu berücksichtigen, falls aber doch jemand durchgerutscht is,t an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank an alle, die eine Liste eingeschickt haben: Achim, Alex, Alex, Alexander, Alexander, Alexandra, Andreas, Anna-Katharina, Annateresa, Anne, Annett, Beatrice, Benedikt, Björn, Boris, Bülent, Carsten, Catarina, Chris, Christa, Christian, Christian, Christian, Christian, Christof, Christoph, Christopher, Claudia & Mario, Claudia, Corinne, Daniel, Daniel, Danielle, Dennis, Denny, Dirk, Dirk, Dominik, Dustin, Ellen-Kristina, Eva, Eva-Maria, Fabian, Fabian, Florian, Frank, Frank, Frank, Franziska, Georg, Gerald, Gitte, Hanna & Philipp, Harald, Heiko, Hitch, Igor, Jan, Jan, Jan, Jens, Jens, Jens, Joanna, Jochen, Johannes, Julia, Julian, Kai, Kai, Kai, Kai, Katharina & Rainer, Katrin, Katrin, Ken, Kristina, Lars, Lars, Lars, Leon, Lisa, Lilith, Luisa, Lukas, Lukas, Malte, Manuel, Marco, Marcus, Markus, Markus, Markus & Jamaie, Martin, Martin, Matthias, Matthis, Melanie, Michael, Michael, Michael, Michael, Mike, Nico, Nicolai, Niklas, Norbert, Oliver, Olli, Paul, Peel, Peter, Peter, Peter, Philipp, Pommes, Rainer, Rainer, Ralph, Raphaela, Renee, Rico, Rob, Robert, Robin, Roman, Rüdiger, Russell, Sabine, Sabrina, Sascha, Saskia, Seb, Sebastian, Sebastian, Silvia, Simon, Simone, Solange, Stefan, Stefan, Steffi, Stephan, Thando, Thomas, Thomas, Thomas, Thorsten, Tim, Tim, Timo, Timo, TIW, Tina, Tobi, Tobias, Tom, Torsten, Vito, Yannik
1 Stunde 38 Minuten
Nach drei Jahren kommt der größte Netflix-Erfolg aller Zeiten zurück: "Squid Game" (4:14), die den alten Showtitel "Spiel ohne Grenzen" wörtlich nimmt. Mit ihrem Mix aus Gemetzel und Kapitalismus-Kritik lockte die erste Staffel 265 Millionen (!) Views an, gewann sechs Emmys und einen Golden Globe - für den auch die zweite Staffel schon wieder nominiert ist. Doch geben Michael und Rüdiger der Fortsetzung Rotes Licht oder Grünes Licht? Ebenfalls für zahlreiche TV-Preise nominiert ist "The English Teacher" (34:45), die nach langer Zeit mal wieder eine erfolgreiche, traditionelle Sitcom geworden ist. Ist das Ganze nur ein Aufguss der ebenfalls bei Disney+ laufenden Erfolgs-Comedy "Abbott Elementary"? Oder hat sie eigene Vorzüge mit denen sie sich zum modernen Sitcom-Hit mausern kann? Damit haben Ray "Alle lieben Raymond" Romano und Lisa "Friends" Kudrow beste Erfahrung. Können sie gemeinsam mit "New Girl"-Macherin Liz Feldman den Netflix-Sitcom-Fluch brechen und mit "No Good Deed" (49:33) einen Hit landen? Oder ist das Ganze vielleicht gar keine Sitcom? Das Gefühl hatten Michael und Rüdiger zumindest bei der ersten Staffel von "Frasier" (1:04:34), die in puncto Lacher nie an die Original-Serie heran reichen konnte. Was also macht die zweite Staffel bei Paramount+ so gut, dass sie für die beiden zu einer der meistverbesserten Serien des Jahres gehört? Und könnte das auch irgendwann mal "Hameln" (1:18:55) gelingen, falls es eine weitere Staffel gibt? Zumindest liegt ZDFneo mit der Miniserie die Messlatte so niedrig an, dass dies kein Problem sein sollte. Cold-Open-Frage: "Welche Figur könnte ein weiteres ,Big Bang Theory'-Spin-off bekommen?"
2 Stunden 13 Minuten
Zum bereits fünften Mal kommen Michael und Rüdiger zusammen, um die jährlichen Serienweise-Awards zu küren - den nicht immer ganz ernsten Rückblick auf das vergangene (Serien-)Jahr. Gekürt von einer Jury, die ähnlich ausgewogen wie die der Hollywood Foreign Press Association ist, und mit einer Anzahl an Preisen, bei denen selbst die Emmys sagen: "Das finden wir jetzt etwas viel", gibt es in diesem Jahr neben den Standards wie den "Halle Berry Award" für die überflüssigsten Nacktszenen, den "I Am not okay with this Award" für die ärgerlichste Absetzung oder den "Sylvester Stallone Award für den besten Cliffhanger" Neulinge wie den "Dolly Award für die schamloseste Kopie", den "Christian Lindner Award" für das plumpeste Schauspiel oder den "Darwin Award für den dümmste Serientod". Dazu gedenken wir dem verstorbenen Trio James Earl Jones, Rainer Brandt und Franz Beckenbauer mit Sonderpreisen und küren natürlich zum Schluss den Shooting Star, den Schauspieler und die Schauspielerin des Jahres sowie die besten Showrunner (Einzel und Duo) des Jahres.
1 Stunde 39 Minuten
Auch in dieser Woche haben sich Michael und Rüdiger wieder fünf Serien vorgenommen und konzentrieren sich dabei auf zwei Streamingdienste, die in den Wochen zuvor auch aufgrund mangelndem Angebots etwas kurz gekommen sind: Wow und Sheridan+, pardon Paramount+. Der Streamer, dessen Angebot zu großen Teilen nur aus Serien von Taylor Sheridan besteht, hat wieder einen neuen Stoff des Vielschreibers im Angebot. In "Landman" (45:39) legt sich Billy Bob Thornton als Handlanger der Ölindustrie mit Drogenkartellen, Anwälten und - Gott bewahre - Ökostrom-Liebhabern und Rauchverbots-Befürwortern an. Vor allem aber versucht Sheridan bei Rüdiger mit Anbindungen zu seiner Lieblingsserie "Friday Night Lights" schamlos um Sympathien zu buhlen. Funktioniert das? Ebenfalls bei Paramount+ will Jean Dujardin dem Mythos "Zorro" (1:05:58) etwas Neues abgewinnen. Während der Oscar-Gewinner eine Art klassischen Superhelden spielt, nimmt sich die Wow-Satire "The Franchise" (6:19) dessen moderne Nachfahren vor und lässt Daniel Brühl als Kunstregisseur mit dem auf Kommerz ausgerichteten Business einer Superhelden-Franchise kollidieren. Noch drei Spuren skurriler ist die surrealistische Comedy "Fantasmas" (1:21:50) von und mit Julio Torres, die bei Wow die Grenzen von Serie und Sketch-Comedy verschwimmen lässt. Und schließlich wagt sich mit "Get Millie Black" (23:26) der gefeierte jamaikanische Romanautor Marlon James an seine erste Miniserie. Der Krimi über eine Scotland-Yard-Ermittlerin, die nach Kingston zurückkehrt, ist allerdings mehr eine soziologische und gesellschaftliche Bestandsaufnahme Jamaicas und ein faszinierendes Porträt der Beziehung einer Ermittlerin zu ihrer Trans-Schwester. PS: Schickt gerne weiterhin Eure besten Serien des Jahres an Serienweise (at) web.de. Einsendungen können, müssen aber nicht zehn Serien umfassen und können bis zum 28.12. um 12 Uhr auch noch ergänzt oder revidiert werden. Cold-Open-Frage: "Was ist uns an den Golden-Globe-Nominierungen aufgefallen?"
1 Stunde 38 Minuten
Zwei Kinderserien haben es Michael und Rüdiger in dieser Woche angetan. Zum einen begibt sich "Star Wars" mit der siebten Realserie "Skeleton Crew" (28:33) auf Terrain, das in den 1980ern Filme wie "Die Goonies" beackert haben, zum anderen wagt sich ausgerechnet der dänische Krawallfilmer Nicolas Winding Refn an eine ZDF-Neuauflage von Enid Blytons "Fünf Freunde" (1:17:37). Funktionieren die beiden Serien neben Kindern auch für ewige Kinder und Erwachsene? Garantiert nicht jugendfrei ist dagegen Keira Knightleys Seriendebüt "Black Doves" (6:35) bei Netflix, in dem ordentlich Blut spritzt. Der Agententhriller beackert geographisch und inhaltlich ähnliches Terrain wie "The Agency" (1:01:40) mit Michael Fassbender und Richard Gere bei Paramount+. Während "Black Doves" dabei eher auf Action setzt, geht die Neuauflage der französischen Erfolgsserie "Büro der Legenden" mehr in Richtung John Le Carré und lässt sich mehr Zeit. Welcher der beiden Ansätze funktioniert besser? Und schließlich bewegen wir uns mit Ted Danson "Undercover im Seniorenheim" (48:35), deren englischer Titel "The Man on the Inside" viel besser ist. Die von einer Oscar-nominierten Doku inspirierte Netflix-Serie ist Michael Schurs Versuch, nach "The Good Place" einen weiteren Sitcom-Hit zu landen. Gelingt das? Und ist es überhaupt eine Sitcom? Darüber gehen die Meinungen auseinander. PS: Wir suchen wieder Eure 10 besten Serien des Jahres 2024. Einsendungen bitte bis zum 28.12. um 12 Uhr an Serienweise (at) web.de Cold-Open-Frage: "Was haben wir in den letzten drei Wochen empfehlenswertes oder abratenswertes gesehen?"
1 Stunde
Mit "Finsteres Herz" (4:54) setzen Holger Karsten Schmidt und die ARD den Krimi-Hit "Die Toten von Marnow" fort. Doch statt einfach einen neuen Fall mit dem Ermittler-Duo Petra Schmidt-Schaller und Sascha Alexander Gersak zu erzählen, wagen sich Schmidt und Regisseur Andreas Herzog an ein erzählerisches Experiment. Der Sechsteiler erzählt parallel zwei zeitversetzte Ermittlungen im Fall eines verschwundenen Mädchens - einmal mit dem bewährten Duo und dann mit den neuen Ermittlern Sabrina Amali und Bernhard Conrad. Kann das gut gehen? Holger und Rüdiger haben sich die Miniserie angeschaut und geben Antwort. Im Anschluss übernimmt Michael das Cockpit und spricht mit Rüdiger über "Senna" (30:53). Die Miniserie von Netflix Brasilien verfilmt das Leben des 1994 in Imola tragisch verstorbenen Nationalhelden Ayrton Senna - mit Rückendeckung von dessen Familie. Ist so etwas bei einem Biopic eine schlechte oder eine gute Idee? Und kann man auch im Streaming so aufregende Rennfahr-Szenen drehen wie im Kino? Cold-Open-Frage: "Für was im Serienbereich sind wir besonders dankbar?"
1 Stunde 12 Minuten
Serien sind das neue Lesen: Gefühlt jede neue Serie basiert mittlerweile auf einem Roman, und so haben auch in dieser Woche unsere drei Neustarts eine literarische Vorlage. Die Amazon-Serie "Cross" (5:00) nach der Alex-Cross-Reihe von James Patterson entfernt sich dabei am Weitesten von der Vorlage, übernimmt sie doch nur die Figur des Washingtoner Ermittlers Alex Cross. War bei den 31 Romanen von Patterson keiner dabei, der die Qualitätsansprüche der Macher erfüllt? "Dune: Prophecy" (25:42) bei Wow hingegen orientiert sich stärker an der Romanvorlage von Herbert - Brian wohlgemerkt, nicht Frank. Der Sechsteiler über die Ursprünge der Bene Gesserit sollte einst mal "Dune: Sisterhood" heißen. Nicht das Einzige, was sich in den fünf Jahren Produktionszeit geändert hat. Vier Showrunner und drei Regisseure, darunter Denis Villeneuve, hat die Miniserie verschlissen. Weckt sie deshalb vielleicht mehr Erinnerungen an "Game of Thrones" als an "Dune"? Und schließlich hat Patrick Radden Keefe für Disney+ seinen eigenen Roman "Say Nothing" (57:08) über die Troubles adaptiert. Kann ein Amerikaner wirklich eine realistische Serie über den Nordirlandkonflikt drehen? Nur eine von vielen Fragen, die Gasthörer Holger an Rüdiger hat, der bisher als einziger in die Serie geschaut hat. Cold-Open-Frage: "Auf welche Serie freuen wir uns dieses Jahr noch am meisten?"
1 Stunde 29 Minuten
Mit der zweiten Staffel von "Silo" (5:25) bringt Apple TV+ einen der größten Hits des letzten Jahres (nicht nur) für Roland, Holger, Michael und Rüdiger zurück. Die Adaption der Romanreihe von Hugh Howey bot nicht nur nervenzerreißende Spannung, sie lieferte auch eines der faszinierendsten Mysterien der letzten Jahre. Das wurde zum großen Teil im Finale der ersten Staffel aufgedeckt. Was hat das nun für Auswirkungen auf die neuen Folgen? Kann die Serie mit Rebecca Ferguson trotzdem das hohe Niveau halten? Oder liefert die Öffnung der "Silo"-Welt nicht nur für ihre Hauptfigur sondern auch für das Publikum unüberwindbare Hindernisse? Auch mit der zweiten Staffel von "Bad Sisters" (42:13) knüpft Apple an einen Erfolg an, der zumindest für Michael und Holger zu den zehn besten Serien 2023 gehörte. Anders als die erste Staffel, die auf der belgischen Serie "Clan" basierte, hat die zweite Staffel nun allerdings keine Vorlage mehr. Was bedeutet das für die Qualität der schwarzen Komödie von und mit Sharon Horgan? Und schließlich schickt Wow mit "The Day of the Jackal" (1:07:33) eine Neuauflage von Frederick Forsyths Politthriller ins Rennen, die Eddie Redmayne als einen Profikiller zeigt, der in ganz Europa prominente Ziele ins Visier nimmt und gleichzeitig von Lashana Lynch gejagt wird. Wie funktioniert eine Geschichte, die vom versuchten Attentat auf Charles de Gaulle inspiriert wurde, wenn man sie in die Jetztzeit verlegt? PS: Es geht wieder los! Wir suchen Eure besten Serien des Jahres 2024. Eure Top 10 könnt ihr wie immer einschicken an Serienweise (at) web.de. Einsendeschluss: 30.12. PPS: Sorry für die krankheitsbedingt schwächere Tonqualität in dieser Woche. Cold-Open-Frage: "Was war das trumpigste Serien-Reboot aller Zeiten?"
55 Minuten
Wer den neuen Netflix-Hit "Territory" (3:43) anschaut, kommt nicht drum herum, automatisch den Vergleich mit "Yellowstone" zu ziehen. Ob nun schamlose Kopie oder clevere Inspiration: die australische Outback-Serie mit Anna Torv spielt exakt auf der gleichen Klaviatur wie Taylor Sheridans Rancher-Saga mit Kevin Costner: teils Familiensaga, teils Seifenoper und teils Erbfolge-Drama. Reicht das, um in Kombination mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen aus dem Northern Territory "Yellowstone"-Fans und -Unbeleckte zu überzeugen? Überzeugt hat auf jeden Fall die erste Staffel von "Diplomatische Beziehungen" (27:36). Der Politthriller mit Keri Russell als US-Botschafterin in London war 2023 einer der größten Hits von Netflix - und endete abrupt. Die sechs neun Folgen schließen unmittelbar an den brutalen Cliffhanger an und bieten dieses Mal zumindest für Michael eine neue Geheimwaffe: Alison Janney als US-Vizepräsidentin. Hält die Serie davon abgesehen Spannung und Bingefaktor weiter hoch? Cold-Open-Frage: "Welche zwei Serien aus der gleichen Stadt würden wir gerne in einem Crossover sehen?"
57 Minuten
Mit der Verfilmung von Jilly Coopers "Rivals" (3:25) versucht Disney+ sein eigenes "Bridgerton" zu bekommen - zumindest was den freizügigen Sex angeht. Die Bestseller-Adaption erzählt vom England der 1980er, in dem die Protagonisten genauso freizügig sind wie das aufkommende Privatfernsehen, das den Rahmen für den (im übertragenen Sinne) Schwanzvergleich zwischen einem Senderchef (David Tennant), einem Investigativjournalisten (Aidan Turner) und dem Dr. Rainer Klimke Großbritanniens (Alex Hassell) bildet - allerdings in der Womanizer-Version. Holger, Michael und Rüdiger fragen sich: Kann das unterhaltsam sein? Die Frage stellt sich bei "The Devil's Hour" (32:47) nicht, schließlich war Amazons Antwort auf "Dark" in der ersten Staffel ein echt spannender Rätselspaß. In der zweiten Staffel ist die Katze allerdings aus dem Sack und eine bereits bestellte dritte Staffel macht die fünf neuen Folgen mit Peter Capaldi zu einem gefürchteten Mittelteil. Bevor Michael und Rüdiger beantworten ob die zweite Staffel funktioniert, müssen sie sich allerdings erst einmal klar werden, ob sie sie verstanden haben. Cold-Open-Frage: "Wer sollte Mike Flanagas ,Carrie' werden?"
59 Minuten
Zwei neue Apple-Serien sind in dieser Woche bei Holger und Rüdiger im Fokus. Zu Beginn geht es um die Bestseller-Verfilmung "Disclaimer" (3:16) mit der Alfonso Cuarón seine Hauptdarstellerin Cate Blanchett auf eine Entdeckungsreise schickt, wer ein Kapitel ihres Lebens zu einem Buch umfunktioniert hat und damit ihr Leben vernichten will. Aufgrund der komplizierten Struktur der Serie versuchen wir so gut wie möglich, spoilerfrei zu bleiben, was allerdings insofern schwierig ist, da die Serie in ihrem ganz eigenen Disclaimer ankündigt, dass noch etwas passieren wird und weil sowohl Holger als auch Rüdiger die Serie nach drei Folgen eigentlich gerne abgebrochen hätten, man aber nach Ende der sieben Folgen auf die ersten Episoden noch einmal ganz anders blickt. Ist das ein tragfertiges Serien-Konzept? Das war auf jeden Fall die erste Staffel von "Shrinking" (36:31), die jetzt in die zweite Runde geht. Die Psycho-Therapeutendramedy mit Jason Segel, Harrison Ford und Jessica Williams beschreitet für Rüdiger den exakt gleichen Weg, den auch "Ted Lasso" eingeschlagen hat -was nicht verwundern kann, weil die Showrunner die Gleichen sind und einer von ihnen, Brett Goldstein, in dieser zweiten Staffel auch wieder vor die Kamera wechselt. Kann er nach Roy Kent noch einmal eine neue Lieblingsfigur erschaffen? Cold-Open-Frage: "Bei welcher Serie warten wir dringend auch auf eine Verlängerungs-Ankündigung?"
1 Stunde 12 Minuten
Mit "Informant - Angst über der Stadt" (2:53) wagt sich Das Erste an das Remake der BBC-Miniserie "Informer", in dem statt Paddy Considine jetzt Jürgen Vogel ein Terrorattentat verhindern soll - und zwar auf die Elbphilharmonie. Als Hamburger haben Holger und Rüdiger ein wenig Probleme mit der Nahverkehrsverbindung, die eine der Figuren wählt, aber funktioniert zumindest die Serie? Oder hat sich die ARD mit diesem Sechsteiler eine so unlösbare Aufgabe gelassen wie Garry Kasparow gegen IBMs Schachcomputer Deep Blue? Die Arte-Miniserie "Rematch" (30:07) erzählt das legendäre 1997er Duell der beiden Schachgiganten neu, benutzt aber den vermaledeiten Disclaimer, dass man sich einige Freiheiten bei dieser Geschichte genommen hat. Haben sich die Macher damit vielleicht selber Matt gesetzt? Und schließlich tauchen wir mit "The Last Days of the Space Age"(58:37) ein in die australische Geschichte der späten 1970er Jahre als in Perth der Absturz des Space Labs mit einem Miss-Universe-Wettbewerb und einer Familiengeschichte kollidiert. Wird der Achtteiler den Hoffnungen gerecht, die Rüdiger am Anfang des Jahres in ihn hatte? Cold-Open-Frage: "Von welcher Serie hätten wir gerne ein Happy Meal?"
1 Stunde 41 Minuten
Finale Oho oder Finale Oh No? Das ist die große Frage, die über "Schatten und Flammen" schwebt, dem Staffelfinale der zweiten Staffel von "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht". In einer extralangen Folge rekapitulieren Holger und Rüdiger, was in Khazad-Dûm, Numenor, Rhûn und Eregion (RIP) passiert ist und diskutieren welche Schauplätze besser funktioniert haben und welche weniger, und welche Hinweise die Showrunner in Interviews gegeben haben - u.a. über die Identität des Dark Wizards. Im Staffelfaziti kritisieren wir die Tendenz wichtige Ereignisse einfach außerhalb der Kamera geschehen zu lassen und den ärgerlichen Umgang mit einigen Figuren. Aber es ist auch Zeit, unvergessliche Bilder und herausragende schauspielerische Leistungen zu loben. Da es aber nur ein Staffel- und kein Serienfinale ist, gilt es aber auch zu orakeln, welche Aufgaben sich die Showrunner für die drei weiteren geplanten Staffeln gelassen haben und was wann wie geleistet werden muss.
1 Stunde 3 Minuten
Nachdem sie es letzte Woche auf den letzten Drücker in Michaels Quartalsliste geschafft hat, hat jetzt auch Rüdiger "Nobody wants this" (4:28) gesehen, weshalb die beiden noch einmal ausführlich über den Netflix-Rom-Com-Hit sprechen, schließlich sind Kristen Bell und Adam Brody zwei der wichtigsten Serien-Stars aus Rüdigers später Jugend. Was macht die Serie so besonders? Anschließend widmen wir uns dem ersten Versuch von Apple TV+ das deutsche Seriengeschäft zu beleben. "Where's Wanda?" (28:21) mit Heike Makatsch und Axel Stein will eine Art schwarze Krimikomödie sein - und zeigt, dass auch Tim Cooks Streamingdienst nicht über Nacht deutsche Serienschaffende inspirieren kann. Zum Abschluss holen wir mit neun Monaten Verspätung noch "Steeltown Murders" (45:21) nach, die nach ihrem Januar-Start bei Magenta TV jetzt in der Arte-Mediathek zu sehen ist. Die wahre Geschichte um den ersten walisischen Serienmörder, der erst nach 30 Jahren über drei Ecken durch DNA-Analyse überführt werden konnte, ist der krasse Gegenentwurf zu den beiden True-Crime-Serien aus der letzten Woche. Ist er damit auch besser? Cold-Open-Frage: "Wer sollte bei MGM+ der neue ,Robin Hood' werden?"