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Dissens Archiv

408 Episoden
1 Stunde 10 Minuten
Die Diskussion um eine generelle Arbeitszeitverkürzung ist voll entbrannt. Was sind die Vorteile einer kurzen Vollzeit für Lebensqualität, Gerechtigkeit und Klima? Und wie erkämpfen wir die Vier-Tage-Woche gegen den Widerstand der Wirtschaftsbosse? Darüber diskutieren im Dissens Podcast Parwaneh Mirassan vom Konzeptwerk Neue Ökonomie, Sebastian Müller von der 4-Stunden-Liga und Katrin Mohr von der IG Metall.
1 Stunde 8 Minuten
Klimaschutz und gute Arbeit für alle: Das ließe sich aus der Staatskasse bezahlen, sagt die Ökonomin Monika Stemmer. In ihrem Buch "Staat Macht Geld" erklärt sie die Grundannahmen der Modern Monetary Theory (MMT) und ihre politischen Implikationen. Ein Gespräch über falsche Sparsamkeit, staatliche Geldschöpfung und die Chancen eines Green New Deal für Europa.
52 Minuten
Schuld an Rassenkrieg und Massenmorden waren nicht einfach nur "die Nazis". Die Mehrheit der Deutschen wusste von den Verbrechen und stütze das Nazi-Regime — aus Überzeugung, Opportunismus oder Feigheit. Der Historiker Götz Aly untersucht in seinem Werk diese ganz normalen Deutschen und Ihre Verstrickung in die Nazi-Verbrechen. Ein Gespräch über Widerstandslegenden, die Machtbasis der Nazis und die Vergegenwärtigung von Geschichte.
1 Stunde 32 Minuten
"Über Geld spricht man nicht", so heißt es oft. Wir machen es natürlich trotzdem, denn die Frage, wie man langfristig aktiv bleiben kann, beschäftigt viele Menschen in der Bewegung und uns auch. Im Interview diskutieren wir mit Dorothee und Jestyn von "ausgekohlt"aus dem Rheinland darüber, wie sie mit Geld umgehen, welche Modelle solidarischer Finanzierung es gibt und wie wir uns als soziale Bewegung organisieren müssten, um diverser zu werden.
34 Minuten
Die SPD-Politikerin Sawsan Chebli wird im Internet regelmäßig mit Hass und Hetze überzogen. In Ihrem Buch schreibt sie über das Problem mit der digitalen Gewalt und den Kampf dagegen. Ein Gespräch über rechte Shitstorms, Hass als Geschäftsmodell und Solidarität mit den Opfern von Hate Speech.
1 Stunde 27 Minuten
Die Klimaaktivistis der "Letzten Generation" wollen mit Straßenblockaden die Hauptstadt für mehrere Tage lahmlegen und so mehr Klimaschutz erzwingen. Im Dissens Podcast sprechen Lina Johnsen von der "Letzen Generation" und Klimaaktivist Tadzio Müller über die Störung des Alltags als Mittel im Klimakampf, die brutalen Reaktionen der Verdrängungsgesellschaft und die Zukunft der Klimabewegung.
1 Stunde 3 Minuten
Sich mal zu langweilen, das kennt jeder. Aber extreme Langeweile trifft uns nicht alle gleich, sagt Silke Ohlmeier. In Ihrem Buch "Langeweile ist politisch" untersucht die Soziologin, wie Ungleichheit darüber bestimmt, wer eher Gefahr läuft, von chronischer Langeweile betroffen zu sein. Ein Gespräch über ein missverstandenes Gefühl, die gesellschaftlichen Strukturen von Langeweile und die Politisierung des Boreout.
45 Minuten
In der deutschen Diskussion über Israel und den Nahost-Konflikt herrscht undifferenziertes Lagerdenken, sagt Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank. Während das eine Lager sich den Kampf gegen Antisemitismus auf die Fahne schreibt, behauptet die Gegenseite, Menschenrechte zu verteidigen. In seinem Buch "Über Israel reden" schildert Meron Mendel die Abgründe der Debatte und entwirft neue Koordinaten für eine sachliche Auseinandersetzung. Ein Gespräch über Fast-Food-Ideologen, Boykott-Dauerschleifen und die Bedeutung von "Freundschaftspflicht" in Zeiten rechter Politik in Jerusalem.
1 Stunde 22 Minuten
Wohnraum, Energieversorgung, Boden - die gesellschaftliche Linke diskutiert über Vergesellschaftung und darüber, wie wir uns grundlegende Infrastrukturen wieder aneignen können. Inken und Valentin vom "Was Tun?"-Podcast sprechen mit der Junglandwirtin Gesine Langlotz über Bodenpolitik, fragen, warum der Kampf um die Äcker zentral für die Vergesellschaftungsperspektive ist und diskutieren strategische Ansätze mit denen linke Aktivist*innen das Thema in den Fokus der politischen Debatte rücken können.
1 Stunde 5 Minuten
Prekäre Beschäftigung hindert viele Menschen daran, an der demokratischen Willensbildung teilzunehmen, sagt Axel Honneth. In seinem Buch "Der arbeitende Souverän" untersucht der Soziologe den Widerspruch zwischen Arbeitsalltag und demokratischem Anspruch. Ein Gespräch über Plackerei, Post-Demokratie und den Kampf für eine bessere Arbeitswelt.
54 Minuten
Aus der Teuerungskrise können wir uns nicht heraus sparen, sagt Maurice Höfgen. In seinem Buch »Teuer!« analysiert der Ökonom, wie Unwahrheiten über die aktuelle Inflation den Weg für notwendige Investitionen in den sozial-ökologischen Umbau unserer Wirtschaft versperren. Ein Gespräch über das Dogma Schuldenbremse und Geldpolitik für alle.
1 Stunde 5 Minuten
Dass Erwachsene für Kinder und Jugendliche bestimmen, scheint uns so normal, dass die alltägliche Bevormundung nur wenig Anstoß weckt. Aber wir sollten uns nicht mit der Herrschaft der "Volljährigen" über die "Minderjährigen" abfinden, sagen Philip Meade und Manfred Liebel, die eine kritische Einführung zum Phänomen Adultismus geschrieben haben. Ein Gespräch über die kindergerechte Demokratisierung von Familie, Schule und Recht.
44 Minuten
Frauen veränderten schon immer die Welt, sagt Vera Weidenbach. Wie ihr Beitrag zur westlichen Moderne unsichtbar gemacht wurde, davon schreibt die Autorin in "Die unerzählte Geschichte". Ein Gespräch über das Patriarchat in Schulbüchern und eine neue Art der Geschichtsschreibung.
1 Stunde 17 Minuten
Seit ChatGPT diskutiert die Welt über künstliche Intelligenz. Doch was bedeutet die neue Technologie für ein linkes emanzipatorisches Projekt? Darüber sprechen Inken und Valentin vom "Was Tun?"-Podcast mit den Soziolog*innen Milagros Miceli und Robert Dorschel. Es geht um die Mythen des Silicon Valley, die Ausbeutung prekärer Data-Worker im globalen Süden und das Klassenbewusstsein der Programmierer*innen im globalen Norden. Welche Strategien es braucht, damit künstliche Intelligenz zum Nutzen der Vielen und nicht nur den Profiten der Wenigen dient - das hört Ihr in der neuen Folge "Was tun?".
53 Minuten
Den Kapitalismus "vom Sofa aus" bekämpfen, das hat sich Nadia Shehadeh zur Aufgabe gemacht. Die Autorin erklärt in "Anti-Girlboss", warum wir alle mehr chillen und weniger arbeiten sollten. Ein Gespräch über Karriereverweigerung und Faulheit als Voraussetzung für Revolution.
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