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Dissens Archiv
408 Episoden
1 Stunde 10 Minuten
Merz, Lindner, aber auch Habeck: Politiker schwören das Land auf Asylverschärfungen ein. Aus Sicht der Bundesregierung ist die Lösung für Kita-Mangel, Wohnungsnot und steigende Preise nicht eine bessere Finanzierung der Kommunen und des Gemeinwesens. Stattdessen machen sie Geflüchtete verantwortlich. Abschiebungen gelten in der Politik als neues Allheilmittel. Inken und Valentin sprechen im "Was tun?"-Podcast mit Tareq Alaows von "Pro Asyl" und Amy und Nunya vom "Stopp Deportation Center BER" über den Rechtsruck in der Asyldebatte und emanzipatorische Gegenstrategien.
1 Stunde 8 Minuten
Der deutsche Staat geht hart gegen die kurdische Freiheitsbewegung vor, ein Grundpfeiler der Repression ist das Verbot der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) als Terrororganisation. 30 Jahre nach dem PKK-Verbot fordern die kurdische Diaspora und Mitstreiter ein Umdenken der deutschen Politik. Im Dissens Podcast sprechen die kurdische Aktivistin Gülistan Ates und der Soziologe Alexander Glasner-Hummel über die Hintergründe der Kriminalisierung, ihre Folgen und den Kampf für Grundrechte.
1 Stunde 23 Minuten
Deutschland ist eine Erbengesellschaft, dass heißt unsere Herkunft bestimmt darüber, ob wir am Reichtum der Gesellschaft teilhaben oder eben nicht. Und während die oberen zehn Prozent den Erbkuchen unter sich aufteilen, bekommen die allermeisten Menschen sehr wenig bis gar nichts ab. Bei "Tax me now" setzen sich Vermögende für eine größere Besteuerung ihres unverdienten Reichtums ein. Yannick Haan von der Initiative spricht im Dissens Podcast über die große Ungleichheit beim Erben, ein Grunderbe für alle und den Kampf für mehr Steuergerechtigkeit.
41 Minuten
Der herrschende Feminismus bringt nur wenigen privilegierten Frauen einen Vorteil, sagt Sibel Schick. In Ihrem Buch "Weißen Feminismus canceln" plädiert die Autorin dafür, eine feministische Bewegung für alle aufzubauen Ein Gespräch über die Blinden Flecken des Mainstream-Feminismus, Scheinlösungen gegen Männergewalt und die Notwendigkeit einer Care-Revolution.
52 Minuten
Nicht politisch vertreten: sprachliche und kulturelle Barrieren schließen Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland häufig von politischer Beteiligung aus. Hier setzt das Bildungszentrum Centro Educación Popular an: migrantisierte Menschen Organisieren sich selbst Bildung von unten. Valentin und Inken von "Was tun?" sprechen mit der Aktivistin Cecilia Maas über die Bildung für den Arbeitskampf, Selbstverwaltung und darüber, was deutsche Aktivist:innen von lateinamerikanischen lernen können. In unserem ersten Live-Podcast kommt im Anschluss auch das Publikum zu Wort.
1 Stunde 19 Minuten
Nach dem grausamen Massaker der Hamas vor zwei Wochen herrscht Krieg in Nahost. Die Hoffnung auf einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern war noch nie so klein wie heute. Und auch in Deutschland tobt der Konflikt, es entlädt sich antisemitische Gewalt und gleichzeitig wird der Kampf gegen Judenhass für rassistische Stimmungsmache instrumentalisiert. Wie sollte linke Solidarität nach dem 07. Oktober aussehen? Im Dissens Podcast sprechen dazu Gil Shohat, Leiter des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und der Journalist Hanno Hauenstein.
56 Minuten
Achtsam, empathisch und sprachsensibel: Auf den ersten Blick scheinen junge Menschen super politisch. Doch dahinter stecken oft individualistische Vorstellungen vom guten Leben, kritisiert der Autor und Satiriker Jean-Philippe Kindler in seinem Buch "Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf". Ein Gespräch über neoliberale Ich-Politiken und Antikapitalismus als Gemeinsamkeitsangebot.
54 Minuten
"Wachstum kommt allen zugute" und »Hohe Steuern bremsen die Wirtschaft": Solche Sätze stellen eine neoliberale Wirtschaftspolitik als alternativlos dar. In dem Buch "Wirtschaftsmärchen" zeigen die Gewerkschafter Kai Eicker-Wolf und Patrick Schreiner wie falsch und gefährlich diese und andere wirtschaftsliberale Mythen sind. Ein Gespräch über die Debattenhoheit des Kapitals, die Lähmung der Linken und einen Postwachstums-Sozialismus.
1 Stunde 18 Minuten
Vielfalt in Spitzenpositionen: Der liberale Antirassismus bringt nur einer kleinen Minderheit etwas, meint Eleonora Roldán Mendívil. Im Sammelband "Die Diversität der Ausbeutung" kritisieren sie und weitere Autor*innen die Verengung antirassistischer Praxis auf Inklusion und Diversity-Politiken. Ein Gespräch über die Klassenblindheit des liberalen Rassismusbegriffs und einen Antirassismus für alle.
1 Stunde 27 Minuten
Als Linke dürfen wir Medienkritik nicht den Rechtsextremisten überlassen, argumentiert der Soziologe Lukas Meisner in seinem Buch "Medienkritik ist links". Eine medienkritische Linke muss Alternativen aufzeigen: sowohl zur pauschalen Dämonisierung einer vermeintlichen "Lügenpresse", als auch zur neoliberalen Hegemonie in der Medienlandschaft. Ein Gespräch über Medienstrategien, den Kampf um Deutungshoheit und eine Erneuerung linker Politik.
1 Stunde 7 Minuten
Porno wird zu Unrecht an den Rand des Gesellschaft gedrängt, sagt Paultia Pappel. Die Porno-Unternehmerin argumentiert in "Pornopositiv", dass Porno ein feministisches Werkzeug ist — für Selbstbestimmung und sexuelle Freiheit. Ein Gespräch über unseren schamvollen Umgang mit Pornografie, die Arbeit an Gangbang-Sets und neue Wege beim Jugendschutz.
1 Stunde 7 Minuten
Der Kampf ums Wasser ist in Europa angekommen: Viele Regionen in Frankreich, Italien oder Spanien leiden bereits unter massiver Dürre, aber auch in Deutschland wird das Wasser knapp und es kündigen sich Verteilungskonflikte an. Tesla, Coca Cola und RWE sind längst dabei sich langfristige Entnahmerechte zu sichern, um trotz Klimakrise große Mengen Grundwasser abzupumpen. Valentin und Inken von "Was tun?" sprechen mit Uschi und Alex aus der Klimabewegung über den Kampf ums Wasser, überlegen was wir aus Erfahrungen im Globalen Süden lernen können und fragen was tun?
1 Stunde 2 Minuten
Rechtsextremismus, Racial Profiling und rechtswidrige Gewaltausübung: Probleme mit der Polizei und die unzureichende Kontrolle ihrer Arbeit werden zunehmend diskutiert. Aber wie lässt sich die Polizei demokratisch einhegen? Und brauchen wir vielleicht auch weniger Polizei? Darüber sprechen Polizeiforscher Tobias Singelnstein und Bahar Aslan, die nach Kritik an Rechtsextremismus in der Polizei ihren Lehrauftrag an einer Polizeihochschule verlor.
1 Stunde 7 Minuten
Mehr als zehn Jahre nach dem demokratischen Aufbruch im Nordosten Syriens machen die Menschen in Rojava noch immer Revolution – und das unter der ständigen Belagerung von Feinden. Der Autor Christopher Wimmer hat die Menschen vor Ort besucht und erzählt in "Land der Utopie?" von ihrem Kampf. Ein Gespräch über Rojava als Sehnsuchtsort, gelebte Basisdemokratie und die Zukunft der Revolution.
45 Minuten
Ihr Wahlsieg hat international für Aufsehen gesorgt: Seit November 2021 ist die Kommunistin Elke Kahr Bürgermeisterin im österreichischen Graz. Was können Linke in Deutschland und Europa von dem Erfolg der KPÖ lernen? Ein Gespräch über Integrität, kommunistisches Regieren und Inseln des Widerstands.