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Das Mädchen aus der Severinstraße - Podcast zum Buch Archiv

19 Episoden

#18 Danke!

2 Minuten
Dies ist unsere letzte Podcast-Folge. Nach über einem Jahr sage ich: Danke und Tschüss! Danke für euer Interesse und eure Mithilfe. Der Podcast bleibt aber im Netz stehen, so dass ihr immer wieder reinhören könnt. Es gibt 17 vorherige Episoden mit Berichten über Köln zur Nazi-Zeit, die Rolle der Frau bei den Nazis oder die Modebranche im Dritten Reich; mit Prominenten- und Zeitzeugen-Interviews und mit Anleitungen zur Recherche über die eigenen Vorfahren; es gibt auch eine Mitmach-Folge zu Weihnachten und zwei Lesungen aus dem Roman „Das Mädchen aus der Severinstraße“. Viel Spaß weiterhin damit!
15 Minuten
Das Coronavirus wirbelt alles durcheinander. Die geplanten Gespräche und Interviews für den Podcast fallen aus, darum ändern wir die Reihenfolge und ziehen eine Episode vor, die eigentlich für später geplant war. Es geht um das Nachwort des Romans „Das Mädchen aus der Severinstraße“ und um eine Aufgabe, die ihr euch selbst stellen könnt. Schreibt auf, was ihr über eure Großeltern oder Eltern wisst, dichtet etwas dazu, reichert es mit der Geschichte der Wohnung an, in der ihr lebt, und schickt den Text dann gerne an podcast@annette-wieners.de - Wir freuen uns darauf! Und hier noch die Quellenangabe zum Nachwort: Das Mädchen aus der Severinstraße, Blanvalet 2019, S. 463-469
20 Minuten
Henriette Reker hat im Oktober 2015 nur knapp ein Attentat überlebt. Ein Rechtsextremer wollte sie wegen ihrer Haltung zu Flüchtlingen töten. Am Tag danach wurde sie zur Oberbürgermeisterin von Köln gewählt, sie konnte aber erst mit Verzögerung davon erfahren, weil sie nach einer Notoperation im Koma lag. Bis heute setzt Henriette Reker sich für Flüchtlinge und ihre Integration ein, bis heute bekommt sie aber auch Morddrohungen dafür. Im Gespräch mit Annette Wieners schildert sie ihre Erfahrungen, auch mit der AfD, und dass die Politik das Attentat von 2015 auf sie offenbar nicht richtig ernst genommen hat.

Das Gespräch wurde am 25.02.2020 aufgezeichnet und leicht gekürzt.
26 Minuten
Wolfgang Thierse hat zwischen 1998 und 2005 das zweithöchste Amt im Staat bekleidet: Er war Bundestagspräsident. Vorher und nachher saß er viele Jahre als Abgeordneter der SPD im Parlament. Er kennt den Bundestag also in- und auswendig. Privat setzt er sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus und Antisemitismus ein, zum Beispiel als Schirmherr der Amadeu-Antonio-Stiftung. Im Gespräch mit Annette Wieners erzählt Wolfgang Thierse, wie die AfD das Klima im Bundestag verändert hat. Außerdem erklärt er, warum es kein „Wir-hier-unten“ und „Ihr-da-oben“ geben darf und welche Aufgabe wir alle gemeinsam stemmen sollten. Das Interview wurde am 31.1.2020 aufgezeichnet. Danke für die organisatorische Unterstützung, Claudia Härtl, Büro Thierse, und für die technische Unterstützung, Luisa Meyer! Homepage von Wolfgang Thierse: www.thierse.de Homepage der Amadeu-Antonio-Stiftung: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/
23 Minuten
Als Oberbürgermeisterin soll Katja Wolf in Eisenach verpflichtet sein, ihren Stadträten die Hand zu schütteln. Aber sie weigert sich im Fall der NPD und muss sich deshalb seit 2014 vor Gericht rechtfertigen. Ein Handschlag wäre für sie ein Zeichen von Normalität und Augenhöhe – das will sie der NPD nicht gewähren. Außerdem findet sie die Vorstellung abstoßend, in Körperkontakt zu den Rechtsextremen zu treten. Seit 2019 sitzt allerdings noch eine zweite rechte Partei im Stadtrat von Eisenach: die AfD. Diesen Leuten hat Katja Wolf bisher die Hand gegeben. Warum? Hat sie manchmal Zweifel? Im Gespräch mit Annette Wieners erklärt sie sich. Das Interview wurde Mitte Januar 2020 aufgezeichnet und leicht gekürzt. Übrigens ist Katja Wolf nicht mit den Interviewpartner aus Folge #13, Klaus-Peter Wolf, verwandt oder verschwägert. Die Namensgleichheit ist Zufall. Homepage der Oberbürgermeisterin: www.katja-wolf.de
21 Minuten
Klaus-Peter Wolf schreibt Ostfriesenkrimis in Millionenauflage und hat entsprechend viele Fans, aber er musste sich 2019 auch gegen einige Personen wehren. Er wurde von ihnen massiv beleidigt, und es gab sogar Gewaltphantasien, die von einer Zeitung veröffentlicht und angefacht wurden. Klaus-Peter Wolf erzählt Annette Wieners im Interview, wie und warum er dagegen vorgegangen ist und welches Licht die Vorfälle auf unsere Gesellschaft werfen. Er ruft zu mehr Anstand auf, gerade in der Sprache: „Gewalt beginnt immer mit Worten.“

Homepage von Klaus-Peter Wolf: www.klauspeterwolf.de

Das Interview wurde am Jahresende 2019 geführt und leicht gekürzt.
2 Minuten
Ein frohes neues Jahr! Weil ihr wissen wolltet, wann unser Podcast aus der Neujahrspause kommt, gibt es hier einen Vorgeschmack auf die nächste Episode. Annette Wieners hat den Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf interviewt. Er war einer beispiellosen Hasskampagne ausgesetzt, weil er ein "Immigrant" ist und nicht aus Ostfriesland stammt, wo seine Krimis spielen. Skurril – vielleicht. Aber es gab auch Mordphantasien.

Das komplette Interview gibt es hier im Podcast am 16.1.2020 zu hören, als Folge #13.

Homepage von Klaus-Peter Wolf: https://www.klauspeterwolf.de
18 Minuten
An dieser Podcast-Folge konntet ihr euch beteiligen. Es wurden gute Wünsche und positive Botschaften von euch gesammelt - und ihr wart toll! Das Ergebnis macht richtig gute Laune. Annette Wieners hat aus euren Sprachnachrichten eine Auswahl getroffen. Danke für eure Teilnahme! Ihr seid die Besten.

Musik: Jingle Bells (Instrumental Jazz) by E's Jammy Jams Creative Commons — Attribution 3.0 Unported— CC BY 3.0 https://www.youtube.com/redirect?v=asHWmtC5AZA&redir_token=vzfKZUKIWuCkoEhCvgvj6uydWrl8MTU3Njk0Nzc0MUAxNTc2ODYxMzQx&event=video_description&q=https%3A%2F%2Fcreativecommons.org%2Flicenses%2Fby%2F3.0%2FMusic provided by FreeMusic109 https://youtube.com/FreeMusic109
23 Minuten
Im Haus der Großeltern von Annette Wieners waren Geld und Gold versteckt. Direkt neben dem Haus war auch etwas vergraben, und dieses Etwas liegt wohl heute noch dort. Die Podcast-Episode liefert Hinweise auf den Ort, an dem es sich lohnen würden, zu graben.

Außerdem geht es um das Graben in Archiven. Die Arbeit an dem Roman „Das Mädchen aus der Severinstraße“ hat Annette Wieners dazu gebracht, ihren Großvater in einem anderen Licht zu sehen.

Hier gibt´s Anleitungen zum Recherchieren:

https://www.recherche-bundesarchiv.de/   https://www.youtube.com/watch?time_continue=59&v=KG0wljWh1d4&feature=emb_logo

Für die nächste Folge, die Weihnachts-Folge im Podcast, werden noch Sprachaufnahmen angenommen! Lebt ihr gern in der heutigen Zeit? Habt ihr 2019 etwas Schönes erlebt oder bekommen? Möchtet ihr euch einmal bei jemandem bedanken oder gute Wünsche für das neue Jahr aussprechen? Dann nehmt euch selbst mit dem Handy oder Diktiergerät auf und schickt die Sprachdatei an: podcast@annette-wieners.de Einsendeschluss ist Freitag, der 13. Dezember 2019, 23 Uhr.
27 Minuten
Die Rechtsradikalen fühlen sich in Deutschland im Aufwind. Ganz unverblümt verharmlosen sie den Holocaust. Kann man dieses Land noch mögen, wenn man ein Jude ist? Annette Wieners spricht in dieser Podcast-Folge mit dem Kölner Journalisten und Autor Marc Leon Merten alias Leon Sachs. Er ist Jude, und seine Großeltern haben das KZ überlebt. Das Interview wurde im November 2019 aufgezeichnet und gekürzt. https://leon-sachs.com Aufruf! Manche Reaktionen auf den Podcast und den Roman kommen von rechts. Da heißt es, man solle Deutschland lieber sauber halten, anstatt immer noch an die Judenverfolgung zu erinnern. Schrecklich, dass es solche Ansichten gibt! Das Mädchen aus der Severinstraße setzt ein positives Zeichen dagegen und fragt: Lebt ihr gern in der heutigen Zeit? Habt ihr 2019 etwas Schönes erlebt oder bekommen? Oder möchtet ihr euch bei jemandem bedanken? Gute Wünsche für das neue Jahr aussprechen? Dann nehmt euer Statement oder euren Wunsch mit dem Handy oder Diktiergerät auf und schickt die Sprachdatei an: podcast@annette-wieners.de Aus allen Einsendungen wird eine Weihnachtsfolge für den Podcast gebastelt.
33 Minuten
Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz nimmt Stellung.

Das Verhalten der katholischen Kirche zur Nazi-Zeit ist hoch umstritten. Einzelne Bischöfe halfen den Juden, andere hielten den Mund. Der Papst bekam 1933 einen Brief von einer Lehrerin aus Deutschland. Sie forderte ihn auf, öffentlich Stellung zu beziehen und die Judenverfolgung anzuprangern. Aber der Papst antwortete nicht – beziehungsweise antwortete er nicht ihr. Die Frau war die damals unbekannte Edith Stein, sie wurde später von der katholischen Kirche selig- und heiliggesprochen. Annette Wieners interviewt in dieser Podcast-Episode den Beauftragten der deutschen Bischofskonferenz, Prälat Prof. Moll. Eine Diskussion über das Verhalten der Kirche, Männer- und Frauenbilder.

Das Interview wurde Ende Oktober 2019 aufgezeichnet und gekürzt.

Im Abspann werden zwei weitere Podcasts erwähnt, die sich mit dem Roman „Das Mädchen aus der Severinstraße“ befassen. Hier sind die links:

Penguin lädt ein: https://penguinverlage.podigee.io/20-annettewieners

Long Story Short: https://longstoryshort.podigee.io/15-episode14

Ein Shoutout als Dankeschön! Es war toll bei euch.
16 Minuten
Wie fühlt sich ein Kind, dessen Eltern gefährliche Geheimnisse hüten? Anni Mews ist so aufgewachsen: Ihre Eltern haben in Köln heftigen Widerstand gegen die Nazis geleistet. Sie saßen zwischendurch im Gefängnis und haben sich trotzdem nicht einschüchtern lassen. Aber sie mussten im Untergrund agieren und ihrer Tochter Anni einschärfen, niemals und unter keinen Umständen über das zu reden, was sie zu Hause hörte und sah.

Anni hat es geschafft, den Mund zu halten, auch wenn es für sie als kleines Kind schwierig war. Im Gespräch mit Annette Wieners erzählt sie nun zögernd, wie es ihr damals erging. Die Erinnerung an ihren Kinderfreund, den jüdischen Jungen „kleiner Bär“, hat sie nie losgelassen.

Das Gespräch wurde im Oktober 2019 aufgezeichnet und leicht gekürzt.
23 Minuten
Sophie, Tochter eines Schusters aus Köln-Mülheim, heiratet Anfang der 1930er Jahre einen reichen Fabrikanten und steigt in die vornehmsten Kreise von Köln auf. Aber anders als ihr Ehemann verabscheut sie die Nazis. Sie verschafft sich Kontakte zum Untergrund und leistet Widerstand – heimlich, aber auch stets auf ihren geliebten Pumps von Chanel.

Jahrzehnte später liest Chris, die Enkelin von Sophie Bausch, den Roman „Das Mädchen aus der Severinstraße“ und fühlt sich sehr an ihre Großmutter erinnert. Im Gespräch erzählt Chris der Autorin, Annette Wieners, wie ihre Großmutter in der Nazi-Zeit Juden versorgte, die in der Kölner Severinstraße versteckt waren. Und wie die Großmutter - egal zu welcher Zeit - ihre Kleidung in den Pariser Modehäusern „ergänzte“.

Das Gespräch wurde im Oktober 2019 geführt, live on tape aufgezeichnet und leicht gekürzt.
22 Minuten
Kapitel 3 in einer besonderen Audio-Fassung

Maria Reimer ist im Fotoatelier in Düsseldorf angekommen. Dort begegnet sie der eleganten Greta, dem kühlen Fotografen Noah und einem Obersturmbannführer der SS, der sie daran erinnert, dass in dieser Zeit kein Handschlag mehr harmlos sein kann.

Annette Wieners liest Auszüge aus dem 3. Kapitel des Romans „Das Mädchen aus der Severinstraße“ in einer besonderen Bearbeitung, angereichert mit Geräuschen. Dazu hat sie wieder im Soundarchiv der BBC gestöbert.

Habt ihr Fragen zum Roman? Anregungen zum Podcast? Schreibt an podcast@annette-wieners.de

Quellen:

Soundarchiv der BBC: http://bbcsfx.acropolis.org.uk/

Textausschnitt: „Das Mädchen aus der Severinstraße“, Blanvalet Verlag 2019, S. 37- 49.

Titelmusik: Cirque de rêves by Nikolas Weber, Nutzungsrechte erworben als Extended Licence bei audeeyah / audiohub
20 Minuten
Tüchtig sollte sie sein, sportlich, mütterlich, gehorsam und elegant. An die reichsdeutsche Frau wurden in den 1930er Jahren hohe Ansprüche gestellt. Dabei steckten die Nazis in einem Dilemma: Denn wenn es um Fortpflanzung und Verbesserung der Gene ging, kam der Frau eine echte Schlüsselposition zu, obwohl der Mann doch eigentlich höherstand. Die Lösung suchte man in einer allumfassenden Manipulation und Gehirnwäsche, auch mithilfe der Modezeitschriften und der Modefotografie. Ob und wie das funktionierte, erzählt Annette Wieners in dieser Podcast-Episode. Und Achtung: Es gibt auch etwas Ekliges über Individualhygiene und Rassenhygiene zu hören. Am Ende aber steht ein Sieg, weil die Idee von einer reichsdeutschen Mode ja grandios scheiterte.

Quellen:

Johannes Christoph Moderegger: Modefotografie in Deutschland 1929 – 1955, BoD, 2000

Marion Beckers und Elisabeth Mortgaart: YVA. Else Neulaender. Modephotographie der Dreißiger Jahre. Edition A.B. Fischer 2009

Deutscher Rundfunk 1938: Gespräch über Fragen der Rassenhygiene mit Martha Hess - Leiterin der Abteilung Frauen und Mädelarbeit https://archive.org/details/1938XxXxGesprachUberFragenDerRassenhygieneMitMarthaHessLeiterinDerAbteilungFrauenUndMadelarbeit3m10s

Hitlers Rede an die NS-Frauenschaft auf dem Reichsparteitag in Nürnberg 1936 https://archive.org/details/19360911AdolfHitlerAnDieNSFrauenschaftAufDemReichsparteitagInNuernberg5m45s

Hitlers Rede auf der Kulturtagung des Reichsparteitages in Nürnberg 1938 https://archive.org/details/19380906AdolfHitlerRedeAufDerKulturtagungDesReichsparteitagesInNuernberg4m16s

Ufa-Tonwoche Nr. 480, November 1939 https://archive.org/details/1939-11-14-UfA-Tonwoche-Nr.480

Die deutsche Wochenschau, August 1940, https://archive.org/details/1940-08-01-Die-Deutsche-Wochenschau-517