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Hörenswertes im Bistum Erfurt Archiv

240 Episoden
39 Minuten
Der Synodale Weg soll auch in Zeiten von Corona weiter begleitet werden. Dazu sprachen miteinander Prof. Dr. Julia Knop, Dogmatikerin an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, und Bischof Dr. Ulrich Neymeyr. Sie schilderten ihre Eindrücke von der ersten Vollversammlung und benannten künftige Perspektiven. Ende März war über die Bistumshomepage eingeladen worden, eigene Fragen zum Synodalen Weg einzureichen. Diese Fragen wurden von Niklas Wagner, dem Leiter des Katholischen Forums im Land Thüringen, gesammelt und den beiden während des Gespräches gestellt. Freuen Sie sich auf einen spannenden Austausch!
6 Minuten
Hören Sie den Podcast im Rahmen eines privaten Ostergottesdienstes zu Hause! Die Osterkerze wird im dunklen Raum entzündet. Die Andacht beginnt mit einem Gebet, dem Ende des österlichen Lobpreises, des Exsultet: O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet. Wir bitten dich, o Herr: Geweiht zum Ruhm deines Namens leuchte die Kerze fort, um in dieser Nacht das Dunkel zu vertreiben. Nimm sie an als lieblich duftendes Opfer, vermähle ihr Licht mit den Lichtern am Himmel. Sie leuchte, bis der Morgenstern erscheint, jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht: dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, der von den Toten erstand, der den Menschen erstrahlt im österlichen Licht; der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen Lesen Sie die Schrifttexte der Osternacht oder nur die dritte Lesung aus dem Buch Exodus (Ex 14,15-15,1). Kurze Stille zum Nachsinnen dann Gebet: Gott, deine uralten Wunder leuchten noch in unseren Tagen. Was einst dein mächtiger Arm an einem Volk getan hat, das tust du jetzt an allen Völkern: Einst hast du Israel aus der Knechtschaft des Pharao befreit und durch die Fluten des Roten Meeres geführt; nun aber führst du alle Völker durch das Wasser der Taufe zur Freiheit. Gib, dass alle Menschen Kinder Abrahams werden und zur Würde des auserwählten Volkes gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen Anschließend singen oder lesen: Christ ist erstanden (Gotteslob 318) Lesen Sie das Osterevangelium (Mt 28,1-10)! Hören Sie nun die Predigt von Bischof Neymeyr! Nun können Sie sich mit Weihwasser bekreuzigen und das Glaubensbekenntnis sprechen. Fürbitten und Vater unser Segensbitte Singen Sie zum Abschluss ein Osterlied!
5 Minuten
Am Dienstag in der Karwoche findet jedes Jahr im Erfurter Dom die Ölweihmesse statt, auch Missa chrismatis genannt. In diesem Gottesdienst werden sämtliche Heiligen Öle geweiht, die im Laufe des Jahres für die Sakramentenspendung benötigt werden: Das Katechumenenöl, das Krankenöl und das Chrisamöl. An diesem Gottesdienst nehmen all Priester und Diakone des Bistums teil und auch viele Gläubige. Das ist in diesem Jahr aufgrund der behördlichen Auflagen nicht möglich. Seine Predigt hat Bischof Neymeyr daher für den Bistums-Podcast aufgesprochen, so dass man auf diese Weise über die Kirchenmauern hinweg Anteil am Gottesdienst nehmen kann.
7 Minuten
Hören Sie die Palmsonntagspredigt von Weihbischof Hauke im Rahmen einer persönlichen Andacht zu Hause! Hausgottesdienst zum Palmsonntag Vorbereitung: Palmzweige o.a. Zweige, ggfs. Weihwasser Mit dem Palmsonntag beginnt die Heilige Woche, die in das Osterfest mündet. In dieser Woche sind wir eingeladen, Jesu Weg mitzugehen: seinen Einzug in Jerusalem, die Feier des Abendmahls, seine Gefangennahme und Verurteilung, seinen Kreuzestod und die Grabesruhe bis hin zur Feier der Auferstehung. Am Palmsonntag ehren wir Jesus als den König, Retter und verheißenen Messias, der jedoch nicht wie ein Machthaber dieser Welt daherkommt, sondern demütig als jener Gottesknecht in Jerusalem einzieht, der schließlich sein Leben für uns Menschen hingeben wird. Wenn Sie Palmzweige oder andere Zweige zur Hand haben, dann können Sie diese in dieser Andacht segnen, da jeder Getaufte ein Segensgebet sprechen kann. LIED: „Singt dem König Freudenpsalmen“ – Gotteslob Nr. 280 ERÖFFNUNG V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen. V: Hosanna dem Sohne Davids! Gepriesen, der kommt im Namen des Herrn! A: Hosanna in der Höhe! KYRIE V: Jesus wurde jubelnd in Jerusalem als König begrüßt, als der verheißene Messias. In ihn haben viele Menschen ihre Hoffnungen und Sehnsüchte gelegt. Auch wir halten ihm all das hin, was des Erbarmens Gottes bedarf: V: Herr Jesus Christus, jubelnd als König gegrüßt – Herr, erbarme dich! A: Herr, erbarme dich! V: Herr Jesus Christus, sehnsüchtig als Messias erwartet – Christus, erbarme dich! A: Christus, erbarme dich! V: Herr Jesus Christus, demütig auf einem Esel in Jerusalem eingezogen – Herr, erbarme dich! A: Herr, erbarme dich! V: Der allmächtige und barmherzige Gott erbarme sich unser, er nehme von uns alle Schuld und alles Versagen und führe uns zum ewigen Leben. A: Amen. GEBET V: Lasset uns beten. – Herr, unser Gott, dein Sohn ist aus Liebe zu uns Mensch geworden und hat für uns am Kreuz sein Leben dahingegeben. Hilf uns, dass wir ihm nachfolgen auf dem Leidensweg und so Anteil an seiner Auferstehung erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A: Amen. Lesen Sie das EVANGELIUM: Mt 27, 11-54 >> Hören Sie nun die Predigt des Weihbischofs!
20 Minuten
Mit diesem Podcast laden wir Sie ein zum persönlichen Gebet am 5. Fastensonntag! - Lesen Sie dazu die nun folgenden Impulse! - An der entsprechenden gekennzeichneten Stelle hören Sie den Podcast! - Kommen Sie anschließend wieder in das persönliche Gebet! Suchen Sie sich einen Ort in der Wohnung, der Ihnen gut für das Gebet scheint. Das kann (gerade zu mehreren) ein Tisch sein oder ein Sessel... Vielleicht können Sie ein Kreuz auf den Tisch legen und eine Kerze anzünden. Wenn Sie gern singen, suchen Sie sich Ihre Lieblingslieder aus dem Gotteslob heraus und fügen sie ein, wo Sie es für gut halten. Alle Gebete sind in der Wir-Form formuliert. Wenn Sie allein sind, ändern Sie entweder in „ich“ oder machen Sie sich bewusst, dass Sie – obwohl jede für sich – mit vielen anderen gemeinsam Gottesdienst feiern. Sie dürfen sicher sein: Jesus Christus ist an jedem Ort, wo man ihn willkommen heißt, gerade hier und jetzt ist er da und ansprechbar. Die Kerze ist ein Zeichen für seine Gegenwart. Und so kann die Andacht bewusst mit dem Kreuzzeichen begonnen werden: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wochenrückblick Blicken Sie auf die Woche zurück: Welche Einschränkungen haben Ihnen zu schaffen gemacht? Aber auch welche Hoffnungszeichen haben Sie wahrgenommen: in der Natur, durch Menschen, im Gebet? Gebet zu Beginn „Denn das kreisende Jahr lässt nach des Winters Frost und Nacht den Frühling die Erde für Ostern bereiten.“ – so heißt es in einem Hymnus beim Stundengebet in der Fastenzeit. Der Natur ist die Kontaktsperre egal. Trotz unserer beklemmenden Situation bricht überall Leben auf. Ein Hoffnungszeichen? Es könnte unseren Glauben stärken, gerade mit Blick auf Ostern – das Fest der Auferstehung. Wir wollen Christus, der durch den Tod zur Auferstehung gegangen ist, begrüßen, ihn einladen, ihn um Erbarmen, um seine Zuwendung bitten: Herr Jesus Christus, lass uns spüren, dass du bei uns bist. Herr erbarme dich. Hilf uns, Gemeinschaft mit anderen zu erleben – gerade in den Einschränkungen. Christus erbarme dich. Hilf, dass wir bald zum normalen Alltag übergehen können und die Gefahr vorbei ist. Herr erbarme dich. Tagesgebet: Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen >> Hören Sie nun die Podcastfolge!
12 Minuten
Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr spricht über die aktuelle Situation zum Corona-Virus und ermutigt zur Solidarität in der Gesellschaft. Das Verbot öffentlicher Veranstaltungen oder die Begrenzung der Teilnehmerzahl treffe die Christen sehr hart. Gerade in den Zeiten dieser unheimlichen Angst sind die Gemeinschaft der Gläubigen im Gottesdienst und die Gewissheit der Gegenwart Jesu Christi in den Sakramenten wichtig.
1 Stunde 19 Minuten
Wer von Attentätern hört, der denkt an Terroristen, die aus einer fanatischen Ideologie heraus Angst und Schrecken verbreiten wollen. Nichts davon trifft auf Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu. Stauffenberg und sein gescheiterter Versuch, den nationalsozialistischen Wahnsinn zu stoppen, sind zu einem Mythos geworden, das Gedenken ist ritualisiert. Andererseits provoziert das inzwischen abenteuerliche Gegenentwürfe auf schwacher Faktenbasis. Der wirkliche Mensch Stauffenberg in seiner Vielfalt tritt hinter all diesen Zuschreibungen zurück. Sophie von Bechtolsheim erzählt von den zahlreichen Stauffenberg-Bildern, die ihr im Laufe ihres Lebens begegnet sind – in der Wissenschaft, in den Medien, aber vor allem in der Familie. Sie fragt danach, wie Stauffenberg und die anderen, oftmals vergessenen, Protagonisten des 20. Juli heute noch Vorbilder sein können. Sie erkundet die Kehrseite der Verantwortung, die Schuld, und stellt sich die Frage, wieviel uns heute Freiheit wert ist. Ein Vortrag über den Mann, der es mit Hitler aufnahm – wie er wirklich war. Zur Referentin und Buchautorin Sophie von Bechtolsheim, geb. 1968, Historikerin und Kommunikationswissenschaftlerin; die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg lebt und arbeitet als Mediatorin in Uffing am Staffelsee und setzt sich zudem für den Täter-Opfer-Ausgleich ein. Sie ist verheiratet und hat vier Söhne. Sophie von Bechtolsheim ist stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944. Weitere Informationen zum gleichnamigen Buch: https://www.sueddeutsche.de/politik/hitler-stauffenberg-1.4523968

Gib Frieden

44 Minuten
Mit den Ländern Syrien und Libanon stellt MISEREOR während der Fastenaktion 2020 eine Region in den Mittelpunkt, die von großer ethnischer, religiöser und kultureller Vielfalt, aber auch von zahlreichen Konflikten geprägt ist. Die Fastenaktion wird am 1. März um 10 Uhr im Erfurter Dom mit einem Gottesdienst eröffnet. Unter dem Leitwort "Gib Frieden!" greift MISEREOR das gemeinsame Jahresthema "Frieden leben" der katholischen Werke und Diözesen in Deutschland auf. In dieser Folge sprechen Georg Thünemann, Andreas Paul und Anja Hammers von MISEREOR über das Land Libanon, die Projektpartner und die Fastenaktion.
37 Minuten
Machtmissbrauch und Klerikalismus: Sind das Themen, welche nur im Bereich der kirchlichen Strukturen zu bearbeiten sind? Der Liturgiewissenschaftler Prof. Kranemann/Erfurt sagt, dass Kirche in der Öffentlichkeit auch dort wahrgenommen wird, wo Sie Liturgie feiert. In der Liturgie zeigt die Kirche auch ihr Selbstverständnis. Es lohnt sich also, mal etwas genauer auf die Liturgie zu schauen und zu prüfen, inwieweit sie wirklich die Feier der gesamten versammelten Gemeinde ist und welche Aufgabe in ihr der Priester einnimmt. Dieser Vortrag wurde am 23. Januar 2020 in Erfurt im Rahmen einer Priesterwerkwoche aufgezeichnet. Weitere Informationen zu Prof. Kranemann: https://www.uni-erfurt.de/liturgiewissenschaft/lehrstuhlteam/prof-dr-benedikt-kranemann/
1 Stunde 11 Minuten
Nach dem Vortrag von Professorin Dorothea Sattler/Münster zum Votum des Ökumenischen Arbeitskreises (ÖAK) in der Schrift „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ folgte eine lebhafte Diskussion. Kann die Trennung von Katholiken und Protestanten bei der Abendmahls- bzw. Eucharistiefeier wirklich überwunden werden? An der Diskussion beteiligten sich: - Bischof Dr. Gerhard Feige, Magdeburg, Vorsitzender der Kommission II Ökumene der Deutschen Bischofskonferenz - Prof. Dr. Julia Knop, Universität Erfurt - Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Universität Erfurt - Prof. Dr. Miriam Rose, Professorin für Systematische Theologie an der FSU Jena, Präsidentin der Gemeinschaft der Evangelischen Kirchen in Europa. Es moderierte: Niklas Wagner, Katholisches Forum im Land Thüringen.
53 Minuten
Die Trennung von Katholiken und Protestanten bei der Abendmahls- bzw. Eucharistiefeier wird bis heute als sehr schmerzlich erfahren. Sie ist eines der großen Problemfelder der Ökumene. Im Vorfeld des Ökumenischen Kirchentages, der 2021 in Frankfurt/M. stattfinden wird, ist hierzu mit intensiven öffentlichen Diskussionen zu rechnen. Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) hat im September 2019 ein Votum „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ vorgestellt. Das Votum arbeitet vor dem Hintergrund kirchenhistorischer, dogmatischer und liturgiewissenschaftlicher Erkenntnisse den heutigen Diskussionsstand zur wechselseitigen Teilnahme an Eucharistie und Abendmahl auf. Es formuliert weitreichende Folgerungen zur Eröffnung ökumenischer Gastfreundschaft, welche die bisherige restriktive Praxis der katholischen Kirche in Frage stellen. Dorothea Sattler, Mitautorin des Papiers, stellte das „Votum“ am 8. Januar 2020 im Rahmen einer Gastvorlesung in Erfurt vor.
45 Minuten
Den Eröffnungsvortrag bei der kirchlichen Fachmesse und Ideenbörse "die pastorale" in Magdeburg hielt am 19. September 2019 der Religionsphilosoph Prof. Dr. Eberhard Tiefensee von der Universität Erfurt. Mit seinem Vortrag gab er die Leitlinien für "die pastorale" vor und forderte einen Perspektivwechsel für die Kirche: "Mission ist Sendung und nicht Magnetismus". Zu den bekannten Formen der Ökumene stellte er eine "Ökumene der dritten Art" zwischen Christen und Nichtchristen. Weitere Informationen zum Referenten finden Sie hier: https://www.uni-erfurt.de/philtheol/forschung/ Mehr zur Veranstaltung "die pastorale" und Videomitschnitt des Vortrags: https://www.die-pastorale.de/umaenderung-der-denkart-tiefensee/ Wir danken dem Offenen Kanal Magdeburg für die Bereitstellung der Aufnahme!
41 Minuten
Wie gestalten Singles – eine stark zunehmende Bevölkerungsgruppe – ihr Leben und welche Rolle spielen dabei Religion und Religiosität? Danach fragte Annegret Reese-Schnitker, Professorin für Religionspädagogik an der Universität Kassel, bei einem Vortrag unter dem Titel „‘Single‘ – Ein kirchlicher Nicht-Status der Vorläufigkeit?“ am 9. November in Erfurt. In ihrem Beitrag gibt Reese-Schnitker, nach der Klärung eines ungleichartigen Singleverständnisses, einen kompakten Überblick über zentrale Ergebnisse der Single-Forschung. Sie kommt dabei zu dem Schluss: Singles fordern die derzeitige Gestalt christlicher Religion heraus. Sie kreieren ihre eigenwilligen, selbstbestimmten Formen von Religiosität, fragen klassische Konzepte der pastoralen Arbeit kritisch an. Eine zukunftsfähige und den Menschen zugewandte christliche Kirche wird sich diesen Bedürfnissen und Anfragen aufmerksam und eindringlich stellen müssen. Ihr Vortrag fand im Rahmen der Tagung „Lebensabschnittspartner? Glaubensbiografien und kirchliche Lebensformen im Umbruch“, organisiert vom Theologischen Forschungskolleg an der Universität Erfurt, statt. Weitere Informationen zur Referentin: https://www.uni-kassel.de/fb02/institute/katholische-theologie/fachgebiete/religionspaedagogik/ars01.html Weitere Informationen zur Tagung: https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/user-docs/Theologisches_Forschungskolleg/Flyer_Tagung_Veranstaltungen/Flyer_Tagung_Lebensabschnittspartner_2019.pdf
1 Stunde 16 Minuten
Die Kirche in Deutschland, die Diözese Erfurt und in ihr die vielen Pfarreien befinden sich in Veränderungsprozessen. Diese werden fast immer von Widerständen und Konflikten begleitet. Worauf also sollte man achten? Was kann man als Schwierigkeit auch einfach annehmen, weil es typisch für Veränderungsprozesse ist? Dr. Peter Herrmann, Leiter des ISIS-Instituts Köln bringt als systemischer Berater einen systemischen Blick auf Veränderungsprozesse mit. Bei der Pastoralkonferenz am 27.11.19 hielt er vor den Priestern, Diakonen und Gemeindereferent(inn)en in Erfurt einen Vortrag, in welchem er Impulse für die Herausforderungen in Veränderungsprozessen gab. Dazu zwei Hinweise: 1) Dr. Herrmann nutzte für den Vortrag eine Präsentation, die beim Podcast nicht zu sehen ist. Dem Vortrag kann man dennoch gut folgen, ohne auf die Bilder angewiesen zu sein. 2) Dr. Herrmann lud die Teilnehmenden zweimal während es Vortrags zu einem Austausch in Kleingruppen ein. Diese Teile sind jeweils herausgeschnitten, um Ihnen einen fortlaufenden Hörgenuss zu bieten. Informationen - zum Referenten: http://www.isis-institut-koeln.de/index.php/ueber/team/88-dr-peter-herrmann - Zum ISIS-Institut: http://www.isis-institut-koeln.de/index.php/ueber/institut
23 Minuten
Dominique-Marcel Kosack, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Dogmatik der Universität Erfurt, ist im Rahmen der „Salzburger Hochschulwochen“ mit dem ersten Publikumspreis ausgezeichnet worden. Eine Fachjury hatte im Vorfeld aus den Einreichungen drei anonymisierte Vorträge ausgewählt. Nach einem jeweils 25-minütigen öffentlichen Vortrag konnte das Publikum dann den Siegerbeitrag küren. Kriterien der Beurteilung waren die fachwissenschaftliche Qualität, die inhaltliche Originalität sowie die kommunikative Transferleistung der Beiträge. In seinem Vortrag ging Dominique-Marcel Kosack der Frage nach, welchen Einfluss Religion auf die Ausbildung von Identität hat. Identitätsbildung gestalte sich heute multioptional und führe nicht selten zu prekären Lebensentwürfen und Biografien – in dieser Situation könne Religion zur Reduktion von Komplexität in den Lebensentwürfen beitragen. Dies berge jedoch stets die Gefahr fundamentalistischer Verkürzungen und Abkapselungen in sich. Kosack plädiert dafür, den Identitätsmuster immer wieder neu aufbrechenden Charakter von Religion nicht zu übersehen: „Religiöse Anschauung liefert keine Schablone für die Ausbildung fester Identitäten“. Glaube schaffe gerade keine neue Sicherheit oder Kontrolle in einer komplexen Welt, sondern er verweise auf die „Ortlosigkeit und Nicht-Identität“ des Menschen in der Welt. Der Glaube öffne demnach durch alle verständlichen Sehnsüchte nach sicheren Identitäten hindurch einen Spalt zur Unverfügbarkeit – dies gelte es gerade nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung zu verstehen. (Quelle: https://aktuell.uni-erfurt.de/2019/08/02/foerderpreis-fuer-dominique-marcel-kosack/) Herr Kosack hat seinen Vortrag eigens für diesen Podcast neu aufgenommen und zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!
Hörenswertes im Bistum Erfurt

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Vorträge, Interviews und Predigten