FRÜF – Frauen reden über Fußball Archiv
33 Episoden
2 Stunden 5 Minuten
Fans in Fußballstadien – das klingt in Zeiten einer weltweiten Corona-Pandemie nach Utopie. Vor einem halben Jahr sah das aber ganz anders aus: Fans haben in den Kurven der Bundesliga (m) ihre Antipathie gegen „den modernen Fußball“ zum Ausdruck gebracht. Wichtigstes Ziel: Dietmar Hopp. Das Konterfei des Hoffenheim-Mäzen wurde im Fadenkreuz gezeigt und Hopp als „H***-sohn“ bezeichnet. Wegen dieser Plakate und Schmähgesänge wurden verschiedene Partien in der Bundesliga (m), aber auch in der 3. Liga (m) unterbrochen. In den folgenden Tagen wurde die Debatte um Dietmar Hopp groß und laut geführt. Begriffe wie „Lex Hopp“ und „3-Stufen-Plan“ machten die Runde. Aber ein Gesichtspunkt, der in der Debatte gefehlt hat, wurde nicht wirklich besprochen – wie ist das eigentlich mit Sexismus in der Sprache beim Fußball? Mara, Tamara, Nicole, Julia und Nele unterhalten sich in dieser Sendung über das H-Wort und den Milliardär. Mara hat im Vorfeld der Sendung mit Helen Breit (Unsere Kurve) über Sexismus in der Fußballsprache gesprochen. In den weiteren Teilen der Sendung erklärt Nicole den 3-Stufen-Plan und die Lex Hopp, die fünf erläutern weitere Beispiele von sexistischer Sprache im Fußball und die Problematik der Begrifflichkeit wird aufgearbeitet. Das Patriarchat und ein überzogenes Männlichkeitsideal spielen genauso eine Rolle wie Lösungsansätze für die Zukunft. Bevor ihr euch die Sendung anhört, hier eine Content-Warnung: In dieser Folge gibt es die Reproduktion expliziter Sprache, die erschütternd oder beleidigend aufgefasst werden kann. Schützt euch, wenn ihr mit expliziter Sprache nicht umgehen wollt oder könnt – und hört euch diese Folge dann nicht an.
3 Stunden 21 Minuten
Yet another Saisonrückblick? Ja, auch wir als FRÜF-Crew kommen nicht umhin, die doch sehr besondere Saison 2019/20 nochmal aus unserer Sicht Revue passieren zu lassen. Denn auch wenn dieses Jahr einiges anders war als sonst und einige von uns auch nach der Rückkehr aus der Corona-Pause noch nicht wieder so richtig im Fußball-Fieber waren, gab es auf und neben den Plätzen viele wichtige Themen, die wir – teilweise vereinsunabhängig, teilweise mit Vereinsbrillen – noch mal auf den Tisch holen wollen. Und ja, Corona und der Umgang damit sind nur eins davon. Was hat uns in dieser Saison aufgeregt? Was war zum Heulen? Und was ließ uns feiern? Kristell blickt zusammen mit Sonja, Steffi, Tanja und Jasmina auf die Wettbewerbe der Männer zurück; Becci zusammen mit Ellen, Jule und Tami auf die Wettbewerbe der Frauen. Ob wir dabei eher mad, sad oder glad aus den Besprechungen herausgehen? Hört selbst.
1 Stunde 47 Minuten
Frauen in den ersten Reihen des Profifußballs sind nach wie vor rar. Aber es gibt sie! Auf dem Platz, auf der Trainerinnenbank, als Expertinnen oder in den Führungsgremien der Vereine. Wer sind diese Frauen, wie sind sie dahin gekommen und was sind ihre Motive? Nicht selten werden sie als Vorbilder gefeiert, aber wollen sie das überhaupt sein und falls ja, für wen? Mit welchen Vorurteilen sind sie konfrontiert und welche davon nerven besonders? Und wie kann dafür gesorgt werden, dass ihr Geschlecht irgendwann keine Rolle mehr spielt? Das und noch vieles mehr wurde beim Saisonfinale der Soli-Veranstaltungsreihe „KickOn@Home“ diskutiert, einer Podiumsdiskussion, die unsere Julia Kemper (@juliakuemper) moderieren durfte und von der wir freundlicherweise den Audiomitschnitt hier im Podcast senden dürfen. Mit dabei sind Imke Wübbenhorst, Trainerin der Sportfreunde Lotte, Sandra Schwedler, Aufsichtsratsvorsitzende des FC St. Pauli, Katrin Müller-Hohenstein, Moderatorin des ZDF Sportstudios, sowie Kathrin Längert, ehemaliger FC Bayern Profi und Keynote-Speakerin zum Thema. „KickOn@Home“ ist eine Veranstaltungsreihe der Beratungsstelle für Inklusion im Fußball „KickIn!“ und der „Deutschen Akademie für Fußballkultur“. Der KickOn@Home-Abend „Fußball und Geschlecht – ein Schwanzvergleich?“ fand in Kooperation mit dem Netzwerk „F_in“ statt und wurde unterstützt vom Bildungs- und Förderwerk der GEW im DBG e.V.
1 Stunde 47 Minuten
Die 13. Folge soll uns und euch kein Unglück bringen, kleine technische Störungen gab es allerdings bei der Aufnahme. Wir widmen uns dem Fußball und Corona und gendern das Virus und seine Auswirkungen: Welche Folgen hat die Pandemie für den Männer- und Frauensport, wie geht es weiter mit den Bundesligen, wie in unteren Spielklassen? Ellen, Jule, Nicole und Petra starten mit einer „Fehlt uns der Fußball?“-Runde in die Folge und bilanzieren dann den Stand der Dinge – der derzeit allerdings ständigen Veränderungen unterworfen ist. Wir resümieren die aktuellen Pläne für die Saisonfortsetzung, diskutieren die sogenannten Hygienekonzepte und ihre Umsetzung und werfen auch Blicke über den Teller- oder vielmehr Ballrand: Welche Lösung hat der Männer-Basketball, wie sehen die Pläne in England und Schweden aus? Und natürlich reden wir über den Sinn und Unsinn von Geisterspielen – und kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen. Das Buzzword von Folge 13 liefert uns Petra, es lautet: ambivalent.
2 Stunden 38 Minuten
Die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus hat unter anderem zu einem Lockdown im Fußball geführt. Das bedeutet: Wie so vieles fallen aktuell auch neue emotionale Fußballmomente weg, die wir erleben könnten. Nun ist Fußball gerade sicher nicht das wichtigste Thema auf der Welt, aber dennoch: Viele sind jetzt erst recht auf der Suche nach Gesprächen, Erinnerungen, Themen, die aufmuntern und bei zwischenzeitlicher Verzweiflung über die Situation aufbauen können. Da wir im Team alle durch das Thema Fußball vereint sind, dachten wir: Warum nicht über Fußballmomente aus der Vergangenheit sprechen, in ihnen schwelgen und darüber reden, was sie so besonders macht? Und so setzten sich an einem Samstag zu bester Bundesliga-Anstoßzeit Sonja, Jasmina, Mara und Becci im virtuellen Studio zusammen, um ihre Fußballmomente mit den anderen zu teilen; und auch andere FRÜF-Mitglieder steuerten ihre Momente via Audiokommentar bei. Wir können euch versprechen: Es wurde emotional. Und am Ende stellten wir fest: Besser könnte ein Fußball-Samstag mit Spiel auch kaum sein.
2 Stunden 2 Minuten
Beeinträchtigt Menstruation die Leistung von Sportler*innen mit Uterus? Anfang Januar gab das Team der Frauen vom FC Chelsea bekannt, dass jede einzelne Spielerin ab sofort aufgrund ihres Zyklus mit der Hilfe einer App trainiert wird. Aber nicht nur die Periode macht einen Unterschied. Auch in der allgemeinen Athletik unterscheiden sich viele Dinge: Frauen sind von Kreuzbandrissen häufiger betroffen als Männer (auch hier spielen Hormone eine Rolle) und bei Kopfverletzungen sind Frauen anders gefährdet. Weil sie einen Uterus haben reden Friederike, Tamara und Yvonne in dieser Folge über Menstruation – yaaay! – und über ihre eigene Erfahrungen mit Verletzungen und Athletiktraining. Dazu haben sie die erste FRÜF-Livegästin eingeladen: Athletiktrainerin Julia (von White Lion Performances), die auch sehr viele Profispielerinnen trainiert und einige interessante Dinge zu erzählen hat, die zum Nachdenken anregen und zeigen: Uff, hier gibt es große Infrastrukturprobleme (looking at you DFB!).
1 Stunde 31 Minuten
Zuerst gab es #aufschrei, später #metoo: Immer mehr Frauen sprechen offen über ihre Erfahrungen mit Sexismus und sexualisierter Gewalt. Egal ob im Stadion oder im eigenen Verein, auch hier tauchen Machtstrukturen und Sexismus auf. Wie lässt sich so etwas präventiv bekämpfen und was kann man dagegen tun? Das Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt hat sich dazu Gedanken gemacht und ein „Handlungskonzept gegen sexualisierte Gewalt im Zuschauer*innen-Sport Fußball“ erstellt. Jule, Nicole, Tamara und Sue (die an der Entstehung des Handlungskonzepts beteiligt war) unterhalten sich in dieser Sendung über das Konzept und darüber, wie es helfen kann, warum es so etwas braucht und wie verschiedene lokale Projekte wie „Ist Luisa hier?“ daran beteiligt sind. In einem zweiten kleineren Teil betrachten die vier die Arbeit vor Ort im Verein, eigene Erlebnisse als Fußballerin, die wenigen Studien zu sexualisierter Gewalt im Sport und ein Vorzeigeprojekt aus Schweden.
30 Minuten
Nach 9 Monaten FRÜF – was zufällig (wirklich!) der Länge einer Schwangerschaft entspricht – haben sich ein Großteil der FRÜF-Frauen im November endlich mal in der haptischen Welt getroffen, um auf unser „Baby“ FRÜF-Podcast zurückzuschauen und Ideen fürs neue Jahr zu schmieden. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, in besinnlicher Jahresendstimmung am Ende eines langen, inspirierenden Tages ein Mikro rumgehen zu lassen und noch ein paar persönliche Stimmen dazu einzusammeln, was FRÜF in diesem Jahr für uns geworden ist und was wir uns für die Zukunft wünschen. So könnt ihr wenigstens ein bisschen bei unserem #FRÜFtreffen dabei sein. Entschuldigt bitte die Tonqualität – ich (Becci) hatte das Mikro etwas zu sensibel eingestellt und keinen Kopfhörer auf, um den Klang abzunehmen, weshalb es manchmal etwas übersteuert – insbesondere bei so lauten Leuten wie mir :). Beim nächsten Mal hört ihr uns wieder wohlklingend aus den heimischen Studios. Wir danken euch für ein tolles Jahr mit FRÜF – ihr Hörer*innen habt uns ein ums andere Mal zum Strahlen gebracht mit euren Reaktionen. Danke dafür! Wir hören uns im Februar wieder!
2 Stunden
„80 Millionen Bundestrainer*innen“ beurteilen jeden Bundesliga- oder Nationalmannschaftsspieltag wieder, was die Menschen da auf und neben dem Platz richtig oder falsch gemacht haben. Sind wir deshalb Expert*innen für Fußball; macht uns unser Habitus zu einer*m Expert*in? Und wenn nein, was zeichnet Fußballexpertise dann aus? Becci, Ellen, Jasmina, Jule und Petra versuchen, sich im Gespräch dem Konzept „(Fußball-)Expertise“ von verschiedenen Seiten zu nähern: Braucht man dafür eine Ausbildung und hilft es, sich in Medien darüber zu äußern? Wie viele Jahre muss man sich mit Fußball beschäftigt haben, und über wie viele Teilbereiche des Fußballs muss man Bescheid wissen? Warum kommt die Zuschreibung „Expert*in“ fast immer von außen und selten aus uns selbst heraus? Und gibt es eine Gender-Komponente, wenn wir uns dem ganzen Komplex nähern? Außer uns hört ihr in dieser Episode auch Beiträge von anderen Personen aus der Welt des Fußballs, die sich gemeinsam mit uns Gedanken gemacht haben: Podcast-Hörer*innen, Menschen die selbst Medien zum Thema Fußball gestalten und Menschen, die sich mit Fußballkultur beschäftigen. Euch allen sei ganz besonders gedankt, denn ihr habt unser Gespräch mit eurem Input extrem bereichert!
2 Stunden 26 Minuten
Bereits seit langer Zeit auf unserer Themenliste war es der furchtbare Tod von Sahar Khodayari, der uns veranlasste, in dieser Ausgabe von FRÜF darüber zu sprechen, wie es ist, als Frau ins Stadion zu gehen. Für uns ist es das Normalste auf der Welt, im Stadion unseren Verein zu sehen – Sahar Khodayari wurde beim Versuch, sich als Mann verkleidet ins Teheraner Azadi-Stadion zu schmuggeln, festgenommen. Als sie dafür zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde, entzündete sie sich selbst und starb an ihren Verbrennungen. Auch in ihrem Namen sprechen wir über unser Privileg, uns beim Stadionbesuch nicht verstecken zu müssen, sondern unseren Platz gefunden zu haben und vollkommen selbstverständlich einnehmen zu können. Wir, das sind in dieser FRÜF-Ausgabe Kristell, Nicole, Sonja und Tanja, und wir sprechen vor allem über unsere Stadionbesuche in der ersten und zweiten deutschen Männer-Bundesliga. Vieles wird jede*r andere wieder erkennen, einiges ist vielleicht doch eine spezifisch weibliche Sicht auf einen Stadionbesuch. Dank Jasmina kommt mit Katja Röben auch eine Ordnerin zu Wort, die uns erzählt, wie sie ihre Arbeit für Mainz 05 erlebt.
1 Stunde 46 Minuten
Nicht wenige von uns sind Fan eines Vereins aus ihrer Region; vielleicht haben wir mal in einem Verein gekickt, dessen Spiele wir schon als kleine Kinder im Dorf verfolgt haben, oder wir sind umgezogen und waren glücklich, im Verein neue Menschen kennen zu lernen. Wir gehen am Wochenende ins Stadion, machen gemeinsame Erfahrungen und erleben ähnliche Gefühle wie andere Fans. Wir kennen den Weg zum besten Halbzeitsnack wie unsere Westentasche und grüßen die Blocknachbar*innen, als würden wir sie täglich aus unserem Wohnzimmerfenster sehen. Kurz: Fußball ist für uns ein Stück Heimat. Oder? Becci, Nele, Julia und Mara versuchen, sich im Gespräch dem Heimatbegriff von verschiedenen Seiten zu nähern: Heimat, was ist das eigentlich, was verstehen wir und andere darunter? Benutzen wir den Begriff überhaupt oder fühlen wir uns unwohl damit? Welche Geschichte denkt man wo mit? Und was sind die Perspektiven von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung auf das Konzept Heimat? Schließlich soll es natürlich – immerhin sind wir ein Fußball-Podcast – um Heimat im Fußball gehen: Wir sprechen darüber, wie Vereine, deren Fans wir sind oder bei denen wir gespielt haben, für uns ein Stück Heimat bedeuten, wie vielleicht auch Fußball an sich ein Stück Heimat bedeutet. Dafür hat Mara auch ein Interview mit Tatiana Herda Muñoz geführt, die in Mexiko geboren wurde, ihrer Kindheit mit ihrer Familie nach Deutschland gezogen ist, und die beschreibt, wie Fußball sowohl in Mexiko als auch in Deutschland eine wichtige Rolle für ihr Heimatgefühl spielt. Nicht zu kurz kommen soll auch der Umgang mit Bakery Jatta und die Frage, was er mit in unseren Augen falschen Heimatkonzepten und Abgrenzung der eigenen Heimat zu tun hat.
2 Stunden 12 Minuten
FRÜF ist zurück, und wir sprechen über die anstehende Saison im deutschen Fußball. Kristell führt durch die Ausgabe und diskutiert mit Ellen, Petra und Jasmina darüber, wie eine Traumbundesligasaison aussehen müsste. Inspiriert von drei90 und der aktuellen Ausgabe der 11 Freunde (#213 August 2019), die jeweils eine Abstimmung über die Zusammenstellung einer „Traumbundesliga“ durchgeführt haben, fragen wir uns, wie sinnvoll so ein Popularitätswettbewerb ist und wie überraschend seine Ergebnisse sein können. Was uns interessiert: Was müsste in einer Traumbundesligasaison passieren? Wer würde Meister*in werden, wer den Pokal gewinnen, wer würde die Champions League rocken? Welche Trainer*innen würden sie prägen, und welche Schlagzeilen? Welche Diskussionen müssten geführt werden, was würden die Medien (anders) machen? Und was ist eigentlich von den zahlreichen Regeländerungen zu erwarten, die mit der neuen Saison auf uns zu kommen – sind wir da auf dem Weg zu einem Traumregelwerk? All diese Fragen nutzen wir, um auf die Bundesliga-Saisions 2019/20 vorauszuschauen und uns vorzufreuen, dass es bald wieder losgeht. Denn seien wir mal ehrlich – Zeit wird es auf jeden Fall, egal ob Traum oder nicht!
2 Stunden 11 Minuten
Auch wer sich nicht für Fußball interessiert, kommt an seinem Namen und seinem Gesicht kaum vorbei: Cristiano Ronaldo ist nicht nur ein großer Sportler sondern einer der bekanntesten Menschen der Welt; er hat Millionen Fans und Follower*innen. Becci, Friederike, Jule, Mara und Nicole sprechen in der vierten FRÜF-Ausgabe jedoch nicht über Ronaldo den Fußballer, sondern über die Vergewaltigungsvorwürfe, die Kathryn Mayorga gegen ihn erhebt. Wir sind ein Podcast, kein Gerichtssaal. Wir fällen kein Urteil, das können und wollen wir nicht. In unserer Sendung geht es um den Umgang mit den Vorwürfen in Medien und Social Media, es geht um den Begriff Rape Culture, um die allgemeine Frage, wie über sexuelle Gewalt gesprochen wird, und darum, wie das im Fußball geschieht. Zunächst fassen wir die Causa Ronaldo kurz zusammen: Was wissen wir, was wissen wir nicht, wer sagt was? Im Anschluss gibt es eine kleine FRÜF-Premiere, nämlich unser erstes Interview mit einer externen Expertin. Nicola Naber vom Spiegel berichtet im Gespräch mit Mara über die Recherchearbeit des Teams, über journalistische Abwägungen, was wann wie veröffentlicht wird, sowie über juristische Hintergründe. Unsere anschließende Diskussion dreht sich unter anderem um den Begriff der Unschuldsvermutung und die Reaktionen auf die Berichterstattung: Wie verhalten sich Fans, Sponsoren, Medien und Vereine? Es geht um den Begriff Rape Culture, die Angst vor falschen Beschuldigungen und den gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt. Und wir sprechen über das Ungleichgewicht zwischen der Star Power von Cristiano Ronaldo und Kathryn Mayorga, die am liebsten anonym geblieben wäre. Wir freuen uns auf eine angeregte und faire Diskussion.
48 Minuten
Becci und Jule aus der FRÜF-Crew waren dieses Jahr nicht zum ersten Mal auf dem Podstock – dem jährlich stattfindenden Podcast-Festival in der Nähe von Hildesheim. Daher wussten sie, dass sich nicht jede*r Podstockianer*in für ihren geliebten Freizeitsport interessiert. Aber vielleicht wollten die Menschen vor Ort ja schon immer mal wissen, woher die Feindschaften zwischen manchen Mannschaften kommen? Oder was diese ganzen Zahlenkombis wie „4-2-3-1“ oder „4-3-3“ bedeuten, mit denen Fußball-Nerds um sich werfen? Oder warum di*er Schiedsrichter*in mit Rasierschaum herumhantiert? Oder wie man eigentlich Fan von etwas wird, das man selbst nie gespielt hat? Darum haben Becci und Jule für die Podstock-Bühne ein „FRÜF-AuA“ vorbereitet: ASK US ANYTHING! Wir haben versucht, wirklich JEDE Frage zum Fußball zu beantworten, die ihr euch bisher nie getraut habt, eure Fußballnerd-Freund*innen zu fragen. Und ja, auch auf die Frage nach dem Abseits waren wir vorbereitet – mussten sie aber am Ende gar nicht im klassischen Sinne beantworten. Außerdem hat Jule uns ein Fotoquiz zu verschiedenen Fußballspielerinnen mitgebracht: Wir wollten mal testen, ob es eigentlich stimmt, dass die Menschen die Namen der Spielerinnen nicht kennen bzw. nicht ihren Gesichtern zuordnen können. Ihr könnt euch dabei auch selbst testen, denn in eurem Podcatcher sollte jeweils das Foto eingeblendet werden, um das es geht. Also: Steht auf, wenn ihr Tippkicker*innen seid, denn der Ball ist mehreckig, das Spiel hat 45 Minuten und Hildesheim oder Alfeld, Hauptsache Italien! (Diese Episode wurde live auf der Bühne aufgenommen – und es gibt auch ein professionelles Video davon. Da kommt die Stimmung vor Ort vielleicht noch ein bisschen besser rüber! Wenn ihr uns also dabei zuschauen wollt, wie wir vor Publikum podcasten, dann schaut am besten hier auf dem YouTube-Kanal vom Podstock: https://youtu.be/VVahcQzBJxo)
2 Stunden 9 Minuten
Es geht ein Gespenst um in den Bundesligen. Und der Elefant ist nicht erst in den letzten Spieltagen im Raum: Schon zu Saisonbeginn versuchen wir, in unseren Kicktipp-Runden die Absteiger der Saison zu tippen. Über die Hinrunde schwankt die Stimmung oft zwischen „Aaaach, das ist nur ein schlechter Saisonstart, das lief jetzt etwas ungünstig, es ist noch gar nichts entscheiden!“ und „Abstiegsplatz? Hilfeeeee, die Welt geht unter, da gehören wir doch gar nicht hin, oder doch? Oh nein, wir müssen was tun!“. Und spätestens nach den ersten Trainer*innenwechseln fragen wir uns alle, ob das jetzt die richtige Entscheidung war oder uns noch tiefer in den Strudel des Abstiegs ziehen wird. Im ersten Teil der Sendung widmen sich Jasmin, Kristell und Jasmina daher dem Abstieg und allen Emotionen, die dem Abstiegskampf, der Relegation und dem tatsächlichen Abstieg innewohnen: von Konkurrenzgeschrei, Wagenburg-Mentalität und purer Furcht, die plötzlich den Alltag als Fan bestimmt. Aber auch die Vereinsseite wird beleuchtet: Welche Konsequenzen hat so ein Abstieg eigentlich tatsächlich für ein Team? Kann darin auch eine Chance liegen oder werden die Sorgen noch größer, weil man Angst vor dem Durchreichen in die nächsttiefere Liga haben muss? Und welche Entscheidungen auf Vereinsseite können eigentlich während einer Saison noch etwas am Abwärtsstrudel ändern? Aber all das ist nur die eine Seite der Medaille: Für jeden Fan, di*er Angst vor dem Abstieg hat, gibt es eine*n, für di*en es um den Aufstieg geht. „Ist doch voll super?“, denkt ihr, „Spaß und Hoffnung und vielleicht eine Saison mit richtig viel Geld in der höheren Liga?“. Wäre schön, wenn es so einfach wäre. Aber dass auch ein möglicher Aufstieg durchaus Angst machen kann, beleuchten Kristell, Steffi und Tanja im zweiten Teil der Sendung. Wie geht man mit den ambivalenten Aufstiegsgefühlen um? Was passiert, wenn die Lieblingsspieler*innen nicht gut genug sind für die höhere Liga? Und was ist mit den ganzen „Erfolgsfans“, die dazukommen werden – Fluch oder Segen für den eigenen Verein?