Klassik aktuell Archiv
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Leoš Janáceks Oper "Katja Kabanova" feierte am 7. August Premiere in der Salzburger Felsenreitschule - neu inszeniert von Barrie Kosky. Und der zeigt: In dem Stoff steckt mehr als ein Familiendrama, das irgendwo in Osteuropa spielt.
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Schon lange nicht mehr hat es bei den Bayreuther Festspielen so viele Premieren und Wiederaufnahmen gegeben wie in diesem Sommer. Am 6. August ging die Neueinstudierung der letztjährigen "Holländer"-Inszenierung von Dmitri Tcherniakov über die Bühne, mit einer zur Hälfte neu besetzten Solistenriege.
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Das Kunstlied hat's schwer: Liederabende, vor 50 Jahren noch eine der populärsten klassischen Konzertformen, verkaufen sich seit langem meist nur schleppend. Völlig anders ist das, wenn Jonas Kaufmann auftritt. Bei den Salzburger Festspielen sang er, begleitet von Helmut Deutsch, romantische Liebeslieder vor ausverkauftem Haus. Liegt ihm das?
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Wird sich im Finale doch noch alles aufklären? Von einem stinkreichen Familienclan mit beeindruckender krimineller Energie erzählt der neue Bayreuther "Ring" des jungen Regisseurs Valentin Schwarz. In der "Götterdämmerung" geht's in den Untergang. Eine Inszenierung, die gute und unnötige Fragen stellt und weder die einen noch die andern beantwortet.
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Seit knapp zwei Wochen laufen in Bayreuth die Richard Wagner Festspiele. Traditionell findet im August zeitgleich das Festival junger Künstler statt. Bereits zum 72. Mal unter in diesem Jahr unter dem Generalthema "Reflexion. Transformation. Kreation". Es ist das älteste Musikfestival Europas, das ein Programm voller Workshops, Open Air Konzerte und Auftritte junger Musiker und Musikerinnen aufweist. Kristina Kreutzer konnte einen Blick hinter die Kulissen werfen.
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"Das Beste zum Schluss!" - Am Samstag gibt Chefdirigent Katchun Wong sein Abschiedskonzert bei den Nürnberger Symphonikern, und das bei Traditionellen Klassik Open Air vor einem gigantischen Publikum. Matthias Holthus-Rüd berichtet.
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Er ist wahrscheinlich der berühmteste Tubist der Welt: Andreas Martin Hofmeir ist aber noch viel mehr. Zum Beispiel Kabarettist. Das zeigt er auch im Interview mit BR-KLASSIK.
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Gioachino Rossinis "Barbier von Sevilla" wurde am 4. August bei südspanischen Temperaturen im Haus für Mozart aufgeführt - in Rolando Villazons cineastischer Inszenierung und mit Cecilia Bartoli als Rosina.
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Christian Thielemann und Bayreuth - das schien lange eine Traumkombination. Doch Katharina Wagner verlängert ihn nicht als Musikdirektor der Festspiele. Auch als Einspringer kam er jüngst nicht zum Zug. Umso heftiger feierte ihn das Festspielpublikum nun für seinen "Lohengrin".
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Das ganze Jahr über ist in Bayreuth eher wenig los, doch im Sommer fängt die Pilgerbewegung zu den Festspielen an - dazu kommen noch die Künstler*innen, die auf dem Grünen Hügel intensiv Zeit verbringen. Eine, die das gut beurteilen kann, ist die Sopranistin Waltraud Meier, die lange Zeit Stammgast in Bayreuth war.
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Wagners "Ring" erzählt vom Kampf um die Weltherrschaft. Ganz so politisch sieht das Regisseur Valentin Schwarz nicht. Er erzählt lieber Gruselstorys vom Wotan-Clan. Im Zusammenspiel mit Wagners Musik entsteht eine Schnitzeljagd für Wagner-Nerds. Und der bei einem Bühnenunfall verunglückte Wotan Tomasz Konieczny kann wieder singen!
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Max Mutzke, Cassandra Steen, "Nightmares of Wax" und "Mezzoforte" haben sich unter anderem für das große Umsonst-und-Draußen-Festival "Stars im Luitpoldhain" in Nürnberg angemeldet. Der Eintritt ist wie immer frei.
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Sexismus-Vorwürfe, dynastische Machtstrukturen, bröckelnde Seilschaften, coronabedingte Wechsel - auch 2022 sorgen die Bayreuther Festspiele für Beben und Gerüchte. Nur einer segelt gelassen auf seinem Lohengrin-Kahn: Christian Thielemann.
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Ein Happy End mit Hindernissen: Davon erzählt Barockkomponist Georg Philipp Telemann in seinem frühlingsfrischen um 1715 entstandenen Schäferspiel "Pastorelle en musique". Das Vocal Consort Berlin und das"Ensemble 1700" haben unter der Leitung von Blockflötistin Dorothee Oberlinger dieses "Musicalische Hirten-Spiel" 2021 bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci aufgeführt, nun ist der Live-Mitschnitt auf CD erschienen.
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Eines war Gundula Janowitz immer: unverwechselbar. Ihr Sopran streifte regelmäßig die Bezirke des Himmlischen. Die Makellosigkeit ihrer künstlerischen Erscheinung war dabei mit einer gewissen Zurückhaltung gekoppelt. Um Repertoiregrenzen kümmerte sie sich nicht und schenkte der Oper und dem Kunstlied ebenso ihre Aufmerksamkeit wie der leichten Muse. Am 2. August wird die Sängerin 85 Jahre alt.