Klassik aktuell Archiv
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Richtig gute Tenore sind eine rare Spezies, und noch seltener sind richtig gute Tenöre "di grazia". Javier Camarena ist einer davon. Auf seiner neuen CD widmet er sich ganz einem Komponisten, der für seinen Stimmtyp die unterschiedlichsten Rollen geschrieben hat: Gaetano Donizetti. Laszlo Molnar hat das Album in die BR Klassik Aufnahmeprüfung geschickt.
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Lauter Anfänge, kein Ende: In der Neukreation "Tschaikowsky-Ouvertüren" widmet sich Alexei Ratmansky ausschließlich den Anfängen eines Balletts - große Geschichten ohne Handlung.
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Im Frühjahr dieses Jahres ist das Entsetzen groß, ebenso groß ist aber schnell die Solidarität, die ukrainischen Menschen entgegengebracht wird. Auch Künstlerinnen und Künstler erfahren hier Hilfe auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Wir schauen zurück.
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Beethovens zweite Oper. Er hatte sie schon fix und fertig in seinem Kopf. Hat er zumindest behauptet. Dort, in seinem Kopf ist sie leider auch geblieben, die Oper Melusina, und mit ihm und seinem Kopf ist sie 1827 gestorben. Aber ein anderer hat die Idee und das Libretto aufgegriffen: Conradin Kreutzer. Seine Oper Melusina ist zur Zeit am Landestheater Linz zu sehen, in einer Neufassung.
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Der Tänzer und Choreograph Alexei Ratmansky ist Russe, geboren in St. Petersburg, dem damaligen Leningrad 1968, zugleich aber mit einer engen Beziehung zur Ukraine. Er ist in Kiew aufgewachsen und er Zeit war er erster Solist beim Ukrainischen Nationalballett. Seine politische Haltung ist eindeutig, eindeutig contra Putin und gegen dessen Krieg in der Ukraine. Ratmansky inszeniert jetzt ein Tanzprojekt mit dem Bayerischen Staatsballett zu Musik von Peter Tschaikowsky. Tschaikowskys ist das Gegenteil von Putins Russland, sagt Ratmansky. Und trotzdem hat auch er nach Ausbruch des Krieges etwas Zeit Tschaikowsky, Ballett, Weihnachten. Alles klar, werden Sie jetzt vielleicht denken: Nussknacker. Aber was der der russische Tänzer und Choreograph Alexei Ratmansky heute abend beim Bayerischen Staatsballett präsentiert, ist was ganz anderes. Eine abendfüllende Neukreation von Tschaikowski-Ouvertüren. Ein ebenso stimmungsvolles wie abstraktes Ensemblestück mit Musik, die Peter Tschaikowski zu Dramen von Shakespeare komponiert hat. Verschiedene Ouvertüren, die das Thema des Beginnens variieren. Im BR-KLASSIK-Interview spricht Alexei Ratmansky über seine Choreographie.
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Fünf Neuinszenierungen gab es bei den Bayreuther Festspielen diesen Sommer: große und nicht ganz so große Oper, viel Mut, viel Wut, Regiewechselspiele. Und es gab auch abseits der Bühne viel Drama. Und um Geld ging es natürlich auch, ging es, geht und wird es gehen. Antonia Goldhammer mit einem Rückblick auf Bayreuth 2022.
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It's Christmas Time, so heißt die neue CD von German Brass. Seit fast einem halben Jahrhundert gibt es dieses Ensemble, und die Spielfreude ist ungebrochen, wie sich auch zur Zeit bei der Weihnachtstour des Ensembles zeigt. Und es steht ein Generationswechsel bevor. Über all das hat Moderator Christian Schuler mit dem Hornisten Wolfgang Gaag gesprochen.
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Julia Bullock bezeichnet die Jazzmusikerinnen Nina Simone und Billie Holiday als frühe und prägende Vorbilder. Gleichzeitig hat die heute 35jährige Sängerin aus St. Louis eine klassische Gesangausbildung absolviert. Seit knapp zwei Jahren lebt sie in München. Sie konzertiert mit renommierten Orchestern auf internationalen Konzertbühnen. Ihr Debütalbum ist soeben bei Nonesuch Records erschienen und trägt den Titel "Walkin in The Dark". Meret Forster stellt es vor.
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2022 war das Jahr der Anna Netrebko - aber gewiss nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Weil sich die Sopranistin nicht von Wladimir Putin distanziert und nur sehr zögerlich ein halbherziges Friedens-Statement abgegeben hat, war sie plötzlich Persona non grata in nahezu allen bedeutenden internationalen Opernhäusern. Bis heute hat sie kaum Auftritte. Ist das das Ende einer großen Karriere?
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Die amerikanische Schriftstellerin Donna Leon unterstützt und fördert leidenschaftlich Aufnahmeprojekte des Ensembles "Il pomo d'oro", wie etwa die kürzlich erschienene Einspielung von Händels "Theodora". Die Besetzung hätte kaum prominenter ausfallen können: Allein die Namen von Joyce DiDonato und Lisette Oropesa verdienen jederzeit Aufmerksamkeit, meint unser Opernexperte Volkmar Fischer.
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Nils Landgren, Esbjörn Svensson, Victoria Tolstoi, Heinz Sauer, Michael Wollny, und viele viele mehr, sie gehören zur ACT-Familie, die einst von Siggi Loch gegründet wurde (Foto). Das Plattenlabel mit Sitz in München und Berlin kultiviert einen großen Familien-Spirit unter seinen Künstlerinnen und Künstlern. 2022 feiert das Label 30. Geburtstag und mit stilistisch äußerst vielfältigen Jazzalben bereichert es die Szene. Ein Label-Portrait von Ulrich Habersetzer.
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Eigentlich sollte alles ganz schnell gehen: Ein kleiner Umzug in ein Theaterzelt am Rande der Stadt und nach fünf Jahren zurück ins frisch renovierte Theater mitten in der Stadt. Aber wie so häufig bei Bauvorhaben: Es mangelt an Geld und jetzt spielt das Stadttheater Landshut bereits seit fast neun Jahren im Zelt - im Sommer wie Winter, samt den dazugehörigen Problemen.
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Die West Side Story von Leonard Bernstein kam vor ziemlich genau 65 Jahren zum ersten Mal auf die Bühne in New York. Aber es hat eine lange Vorgeschichte und eine noch längere Nachgeschichte, die dauert nämlich bis heute. Im Deutschen Theater in München gibt es eine neue Inszenierung, die noch bis in den Januar hinein zu sehen ist.
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Am 19. Dezember präsentiert der Bariton Andrè Schuen zusammen mit dem Pianisten Daniel Heide Franz Schuberts "Winterreise" im historischen Reitstadl in Neumarkt. Unser Moderator Johann Jahn hat mit dem Sänger telefoniert.
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Im Frühjahr dieses Jahres wird die Kunstwelt vor eine Situation gestellt, mit der am Anfang keiner so recht umzugehen weiß. Während die Solidarität mit ukrainischen Kunstschaffenden in die Höhe schnellt, stellt sich auf der anderen Seite die Frage: Wie umgehen mit der "Gegenseite", den russischen Künstlerinnen und Künstlern? Für Valery Gergiev bedeutet die Nähe zu Putin das künstlerische Aus - nicht nur in München.