Erzähl mir von Wien Archiv
258 Episoden
27 Minuten
Weiter geht es in dieser Staffel mit Bauten und städtebaulichen Maßnahmen für Wien, die teilweise von öffentlichen Stellen ausgeschrieben waren, oft aber auch von Architekten als nötig erachtet, ausgearbeitet und öffentlich gemacht wurden, dann aber wieder in der Versenkung verschwanden. Einige Ideen waren großartig, andere kurios, die meisten dem Zeitgeschmack unterworfen, alle aber hätten das Stadtbild von Wien nachhaltig verändert.
27 Minuten
Die Idee, über geplante, aber nicht ausgeführte Projekte in Wien zu sprechen, bestand schon einige Zeit und kommt jetzt, bestärkt durch eine Führung im Wien Museum zur Ausführung. Wir beginnen in dieser Folge mit Verkehrsprojekten seit dem 19. Jahrhundert. Der Bogen spannt sich von der Idee einer Pferdeeisenbahn im ehemaligen Stadtgraben bis zu einem Zentralbahnhof auf der Donauinsel. Wien wäre wahrlich anders, wenn einige dieser Pläne umgesetzt worden wären!
21 Minuten
Der Begriff "Hoflieferanten" scheint erstmals 1782 im Hofkalender auf. Darunter gab es nicht nur Erzeuger und Lieferanten von Luxuswaren, sondern auch heute nicht mehr gebräuchliche Berufe wie Peitschenmacher, Blasebalgerzeuger u.a.m. Im ausgehenden 18. Jahrhundert zählten dazu nicht einmal dreißig Berufe, am Ende der Monarchie waren 506 Hoflieferanten bekannt, darunter Juweliere, Schneider, Klavierfabrikanten ebenso wie Lieferanten von Gütern des täglichen Lebens. Tauchen wir ein in die Welt der K.u.K. Hoflieferanten!
17 Minuten
Obwohl der Kohlmarkt streckenmäßig nicht sehr lang ist, hat er viel an Geschichte und G´schichtln zu bieten. Daher gibt es eine dritte Folge über diese teuerste Straße Wiens, in der wir von der Hofkonditorei Demel und anderen Hoflieferanten, die sich in der Nähe der Hofburg angesiedelt haben, berichten.
25 Minuten
Weiter geht es am Kohlmarkt: Einerseits mit Lustbarkeiten, sei es das Wachsfigurenmuseum des Joseph Müller, sei es das Kohlmarktkino, seien es die zahlreichen Kaffeehäuser, andrerseits mit den Geschäften von weltberühmten Marken, welchen leider zahlreiche alteingesessene Läden weichen mussten. Ebenso bekannt wie Adolf Loos zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Hans Hollein im letzten Drittel, auch seine Handschrift ist am Kohlmarkt zu sehen. Davon und von einigen G´schichtln dahinter erzählen wir in dieser Folge.
25 Minuten
Der Kohlmarkt, schon in der Zeiten Vindobonas einer der wichtigsten Handelswege nach Westen, hat seinen Namen vom Handel mit Holzkohle. Schon seit dem 12. Jahrhundert wurde er besiedelt, jedes Haus hat eine andere Geschichte zu erzählen. Der Kohlmarkt ist eigentlich gar keine Einkaufsstraße. Er ist ein Theater. Hier marschieren Flöhe. Hier spielt ein Pianist mit einer Hand. Man merkt schon in diesem ersten Teil, dass Wien seit Jahrhunderten eine Stadt ist, die Luxus und Humor wunderbar miteinander verbinden kann
21 Minuten
Nicht nur auf dem sie umgebenden Friedhof, auch unter der Michaelerkirche wurden Bestattungen vorgenommen. Während vom Friedhof keine Spur mehr sichtbar ist, sind in der Gruft noch Särge aus lange zurückliegenden Zeiten erhalten. In der Kirche selbst sind Grabplatten von hier beerdigten Personen sichtbar. Auf einer Fläche von 800 m2 befinden sich 19 Grüfte, die miteinander verbunden sind, weitere sechs sind nicht zugänglich, Durch einen ständigen Luftzug, der durch Öffnungen von der Gruft ins Freie entstand, sowie eine gleichmäßige Temperatur wurden manche Leichen mumifiziert, manche sind skelettiert. Die Gruft ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
34 Minuten
Gastmoderation: Daniela Kraus Der Michaelerplatz hat seit der Römerzeit große Bedeutung. Im Laufe der Zeit hat er sich von einer Kreuzung zu einem der wichtigsten und repräsentativsten Plätze Wiens entwickelt, einerseits zur Einstimmung auf die Hofburg, andrerseits als "architektonisches Stillexikon", hier kann man die Stilentwicklung durch die Jahrhunderte verfolgen.
35 Minuten
https://on.orf.at/video/14323163/studio-2-vom-15052026 Gastmoderatorin: Daniela Kraus Das imposante Palais Liechtenstein steht an drei Seiten - Löwelstraße, Bankgasse und Abraham a Sancta Clara Gasse frei. Der Haupteingang befindet sich in der Bankgasse, ein Nebeneingang, nicht minder elaboriert gestaltet, zum Minoritenplatz. Erbaut um die Wende vom 17. zum18. Jahrhundert, wurde es mehrfach umgebaut und von den bekanntesten Künstlern ihrer Zeit gestaltet. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Majoratshaus in den 1970er Jahren instandgesetzt und im 21. Jahrhundert gründlich renoviert.
32 Minuten
Gastmoderatorin: Daniela Kraus Der Minoritenplatz ist einer der schönsten und stillsten Plätze in Wien. Beherrscht wird er von der Minoritenkirche, die von alten Palais umgeben ist. Früher wurde der Platz vom Minoritenkloster, das Ende des 19.JH endgültig abgerissen wurde, und vom Hofspital geprägt. Der Minoritenfriedhof wurde schon im 18. JH stillgelegt.
26 Minuten
Gastmoderation: Daniela Kraus Die Minoritenkirche ist eine der ältesten Kirchen Wiens. Das dazugehörige Minoritenkloster, das sich nicht mehr an seiner ursprünglichen Stelle befindet, wurde im frühen 13. Jahrhundert von Mönchen, die vom Heiligen Franz von Assisi persönlich geschickt wurden, besiedelt. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Mönche von Kaiser Joseph II. in die Alservorstadt übersiedelt und die Kirche der Itailienischen Kongregation übergeben. Seit 2021 gehört sie den Piusbrüdern.
26 Minuten
Gastmoderatorin: Daniela Kraus Auch im zweiten Teil berichten wir, wie und welchen Vergnügungen sich die Besucher hingegeben haben, aber auch, wie sich Metternich über alle Verhandlungen informierte. Die Flucht Napoleons von der Insel Elba brachte große Unruhe in das Geschehen, am 18. Juni 1815 wurde Napoleon bei Waterloo endgültig besiegt und in der Folge auf die Insel St. Helena verbannt. Noch vorher, am 9.Juni, wurden die Schlussakte durch die Vertreter Großbritanniens, Preußens, Österreichs, Russlands, Frankreichs, Spaniens, Portugals und Schwedens unterzeichnet. Diese Schlussakte werden im Österreichischen Staatsarchiv aufbewahrt und wurden 1997 in das Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen. Literatur: Hilde Spiel, Der Wiener Kongress in Augenzeugenberichten, DTV 1978
25 Minuten
Auch die neue Folge wird von Daniela Kraus moderiert. Nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 und dem daraus resultierenden Frieden von Paris vom Mai 1814 beschlossen die Siegermächte, zu einem Kongress in Wien zusammenzutreffen, um über die weiteren Schritte, besonders im Hinblick auf die von Napoleon durcheinander gewirbelten Gebietsverteilungen in Europa zu beraten. Ab September begannen die Delegierten, darunter Zar Alexander I. von Russland, die Könige von Preußen, Württemberg, Bayern und Dänemark sowie Fürsten der unzähligen deutschen Kleinstaaten, und Gesandte aus Ländern ganz Europas einzutreffen. Es wurden Verhandlungen geführt, aber auch ausgiebig gefeiert, was den Fürsten Charles de Ligne zu dem berühmten Ausspruch: "le congres danse mais il ne marche pas" veranlasste. Literaturhinweis: Karin Schneider, Eva Maria Werner, Europa in Wien - Who is who beim Wiener Kongress 1814/15, Böhlau 2015
27 Minuten
00000159 00000159 000072EC 000072EC 00066249 00066249 00006262 00006262 000FBF53 000FBF53 Gastmoderatorin: Daniela Kraus Nach 1805 besetzte Napoleon Wien 1809 ein zweites Mal. Obwohl er in der Schlacht bei Aspern von Erzherzog Karl geschlagen wurde und damit sein Nimbus der Unbesiegbarkeit dahin war, war er in der Entscheidungsschlacht bei Wagram siegreich. Sein Aufenthalt in Schönbrunn war dieses Mal länger, er gab sich dort auch seinen Amouren hin. Bevor sie abzogen, zerstörten seine Truppen einen Teil der Bastionen, was letztendlich zur Anlage von Volks- und Burggarten sowie des Heldenplatzes führte.
21 Minuten
Gastmoderatorin: Daniela Kraus Im Jahr 1805 besetzte die französische Armee das erste Mal Wien, das sich kampflos ergab. Kaiser Napoleon bezog Quartier in Schönbrunn, wo er sowohl einige Tage im November und nach seinem Sieg bei Austerlitz knappe zwei Wochen im Dezember verbrachte. Es sollte nicht sein letzter Aufenthalt sein, vier Jahre später stand er wieder vor den Toren Wiens.