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Dermatologie Podcast von Medilogin Archiv

41 Episoden
6 Minuten
Die chronisch-venöse Insuffizienz (CVI) ist eine vor allem im zunehmenden Alter auftretende Erkrankung der Beinvenen, die eine in Stadien verlaufende Rückflussstörung des venösen Blutes mit sich bringt. Diese führt zu krankhaften Veränderungen an den Blutgefäßen, dem Bindegewebe und der Hautoberfläche. Die CVI entsteht meist durch einen erhöhten Druck in den Beinvenen. Im weiteren Verlauf kann sich ein Krampfaderleiden (Varikosis) entwickeln. Symptome der chronisch-venösen Insuffizienz sind Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, Hautveränderungen in der Pigmentierung, rote juckende Hautpartien und nässende Stellen.
6 Minuten
Calciphylaxie ist eine seltene Erkrankung der Haut mit einem klinisch heterogenen Bild. Sie ist durch ischämiebedingte und teils nekrotische Ulzerationen der Haut gekennzeichnet. Es handelt sich um eine Erkrankung mit hoher Morbidität und Mortalität, von der vor allem Dialysepatienten und Patienten mit einer Niereninsuffizienz betroffen sind. Es wird vermutet, dass die Ursache der Erkrankung auf eine Störung des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels und eine Dysbalance der verkalkungshemmenden Proteine zurückzuführen ist. Risikofaktoren sind das weibliche Geschlecht, Adipositas, chronische Entzündungen, ein erhöhter Calciumphosphat-Spiegel sowie die Einnahme von Vitamin D und kalziumhaltigen Phosphatbindern.

07 Borreliose

6 Minuten
Borreliose ist eine Krankheit, die durch Bakterien der Art Borrelia burgdorferi, die durch Zecken auf den menschlichen Körper übertragen werden können, verursacht wird. Diese ist auch unter der Bezeichnung Lyme-Borreliose bekannt. Die Borreliose geht mit Symptomen der rundlichen Hautröte (Wanderröte), Fieber, Lähmungen und Missempfindungen einher. Der Krankheitsverlauf betrifft hauptsächlich die Haut, jedoch können auch das Nervensystem, die Gelenke und das Herz betroffen sein.
5 Minuten
Das Basalzellkarzinom ist der häufigste semimaligne Tumor der Haut. Er wächst lokal infiltrierend und äußerst selten metastasierend. Basaliome treten meist an lichtexponierten Bereichen des Körpers auf. Risikofaktoren sind UV-Strahlen, ein heller Hauttyp, eine immunsuppressive Therapie oder genetische Faktoren. Es lässt sich eine Differenzierung zwischen einem knotigen, superfiziellen, sklerodermiformen, pigmentierten, ulzerierten und destroierenden Basaliom treffen.
5 Minuten
Ein Arzneimittelexanthem ist die äußere Erscheinung einer allergischen Reaktion der Haut auf ein eingenommenes oder lokal angewandtes Medikament. Typische Auslöser sind hierbei Antibiotika, nichtsteroidale Antirheumatika oder Urikostatika. Arzneimittelinduzierte Hautreaktionen treten meist als symmetrische Verteilungen von roten Makeln und Papeln zum Vorschein, die zu flächigen Plaques zusammenfließen können. Dabei wird das Exanthem häufig von einem Juckreiz begleitet.

29 Angioödem

11 Minuten
Die Urtikaria ist durch das Auftreten von Quaddeln und/oder einem Angioödem definiert. Hierbei kann eine Differenzierung zwischen einer akuten oder chronisch anhalten Urtikaria getroffen werden. Ein Angioödem, welches früher auch unter dem Begriff Quincke-Ödem bekannt war, ist eine wiederkehrende ödematöse Schwellung der Unterhaut. Um ein Angioödem von anderen Differentialdiagnosen abzugrenzen, sind folgende Kriterien entscheidend: der rezidivierende Verlauf mit symptomfreien Intervallen, der Anhalt der Symptomatik für mehrere Stunden, das Fehlen einer epidermalen Beteiligung, Rötung oder Juckreiz. Es wird zwischen Histamin- und Bradykinin-induzierten Angioödemen unterschieden.
5 Minuten
Die allergische saisonale Rhinitis, welche auch als Heuschnupfen bezeichnet wird, ist eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut. Hierbei handelt es sich um eine Allergie des Typ 1, die schlimmstenfalls zu einem allergischen Schock führen kann. Die Symptome umfassen juckende Augen, eine Verengung der Atemwege, geschwollene Nasenschleimhaut und Fließschnupfen. Die Erkrankung beginnt oftmals bereits im frühen Kindesalter und begleitet die Betroffenen jahrzehntelang. Laut Statistiken ist das männliche Geschlecht häufiger von einer allergischen Rhinitis betroffen als das weibliche Geschlecht. 
10 Minuten
In der Allgemeinen Mykologie werden alle klinisch wichtigen mykologischen Erreger in der Dermatologie thematisiert. Mykosen sind durch Pilze ausgelöste Infektionskrankheiten. Zur Klassifikation dieser Mykosen wird das DHS-System verwendet, welches als Akronym für Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze steht. Die Klassifikation der drei großen Klassen der Pilzerreger ist wichtig, da die Erreger verschiedene Erkrankungen auslösen und basierend hierauf unterschiedliche Therapien angewandt werden.
8 Minuten
Die Alopecia areata, wird als ein spontan auftretender, runder und lokal begrenzter Haarausfall definiert, weshalb man auch von kreisrundem Haarausfall spricht. Der Haarausfall führt nicht zu einer Vernarbung der Haarfollikel, wodurch eine Zerstörung dieser ausbleibt und der Haarausfall meist reversibel ist. Betroffen ist vor allem der Kopfbereich oder der auch der Bartbereich bei Männern. Die Ursachen des Haarausfalls sind noch nicht vollständig geklärt, dennoch wird vermutet, dass der Alopecia areata eine Autoimmunerkrankung zugrunde liegt, die durch cytotoxische T-Zellen hervorgerufen wird, welche die Haarfollikel angreifen.
9 Minuten
Großflächige Entzündungen an Hautpartien mit vermehrter Behaarung, wie beispielsweise der Leistengegend oder den Achselhöhlen, sind das Hauptmerkmal der Acne inversa. Ausgehend von einer Verhornungsstörung häuft sich das Hornmaterial in den Talgdrüsen und im Bereich der Haarwurzel an und kann bakteriell besiedelt werden. Dies verursacht eine Entzündung der Talgdrüsen und Haarwurzeln mit eitrigen Einschmelzungen, die sich auf das benachbarte Gewebe ausbreiten und Schweißdrüsen miteinbeziehen können. Dabei können Abszesse und Ulzerationen entstehen, die sich im weiteren Verlauf zu Fisteln entwickeln.
9 Minuten
Acne vulgaris zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen, wobei ein Großteil der Bevölkerung zumindest vorrübergehend von ihrer leichten Verlaufsform betroffen ist. Bei der Pathogenese spielen genetische Prädispositionen und hormonelle Faktoren, wie ein Androgenanstieg und Östrogenabfall eine entscheidende Rolle. Aufgrund einer verstärkten Talgproduktion (Seborrhoe) und einer Hyperkeratose im Ausgang des Talgdrüsenfollikels bilden sich Komedonen. Durch diese wird der Ausgang des Follikelkanals vollständig verschlossen. Da der Druck nicht nach außen weichen kann, können sich diese entzünden und sich im weiteren Verlauf zu Papeln, Pusteln oder in einem schweren Verlauf auch zu Abszessen entwickeln.
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