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761 Episoden
14 Minuten
Ein Elefant in der Schwebebahn? Klingt wie ausgedacht, ist aber genau so passiert. In dieser Folge erzählen Michi und Dominik die Geschichte von Tuffi, dem jungen Elefanten, der 1950 in Wuppertal zu PR-Zwecken mit der berühmten Schwebebahn fahren sollte, bis er in Panik geriet, die Tür durchbrach und in die Wupper stürzte. Das Tier überlebte, der Skandal war perfekt. Die beiden beleuchten nicht nur die kuriose Aktion selbst, sondern auch den historischen Kontext, die Rolle des Zirkus Althoff und wie dieses Ereignis bis heute das kollektive Gedächtnis der Stadt prägt. Eine Geschichte zwischen Sensation, Tierliebe und Verantwortung.
12 Minuten
Leopardenkostüme, vergiftete Krallen und ein geheimer Kult: In dieser Folge widmen sich Moritz und Dominik den sogenannten Leopardenmorden, die vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für Angst und Schrecken in Teilen Westafrikas sorgten. Im kolonialen Kontext gerieten zahlreiche Morde an Einheimischen und Europäern in den Fokus, bei denen die Täter offenbar in Leopardenfellen unterwegs waren und ihre Opfer mit Klauen und Zähnen attackierten, oder es zumindest so aussehen ließen. Wer waren diese „Leopardenmenschen“? War es ein Ritual, eine politische Bewegung oder einfach nur ein Mythos? Eine Folge über Aberglaube, koloniale Deutungsmacht und die dunklen Seiten des Menschseins.
7 Minuten
Tief im Osten Sibiriens liegt eine der tödlichsten Erinnerungsstätten an den stalinistischen Terror: die Straße von Magadan nach Kolyma, auch bekannt als Straße der Knochen. In dieser Folge berichten Michi und Dominik über das gigantische Gulag-System in der Region Kolyma, in dem Hunderttausende Menschen durch Arbeit, Hunger, Gewalt und Kälte ums Leben kamen. Die beiden erzählen, wie diese „Todesstraße“ überhaupt gebaut wurde, welche Rolle der Goldabbau spielte und warum Kolyma als Synonym für das Leid in den sowjetischen Straflagern gilt. Eine Folge über Geschichte, Gewalt und das Erinnern an eines der dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts.
20 Minuten
In dieser Folge widmen sich Moritz und Dominik einem der bekanntesten Kryptiden des 20. Jahrhunderts: dem Mothman. Ab 1966 berichteten die Bewohner von Point Pleasant in West Virginia von einer seltsamen, geflügelten Gestalt mit roten, leuchtenden Augen. Waren es Massensuggestion, ein großer Vogel oder doch etwas Übernatürliches? Die beiden erzählen die Chronologie der Sichtungen, die mediale Hysterie, die später mit dem Einsturz der Silver Bridge verknüpft wurde, und warum der Mothman bis heute fester Bestandteil der amerikanischen Popkultur ist. Eine Folge zwischen Folklore, Mystery und den Mechanismen moderner Legendenbildung.
11 Minuten
„Der physiologische Schwachsinn des Weibes“ – was heute nach blankem Sexismus klingt, war im 19. Jahrhundert eine weit verbreitete medizinische Auffassung. In dieser Folge erklären Michi und Dominik, wie die damalige Wissenschaft versuchte, gesellschaftliche Rollenbilder mit angeblichen biologischen Fakten zu untermauern. Dabei geht es nicht nur um den französischen Arzt Paul Broca und seine Schädelmessungen, sondern auch um Hysterie-Diagnosen, Ausschlüsse aus dem Bildungssystem und die lange Tradition, Frauen systematisch zu unterschätzen – medizinisch, sozial und politisch. Eine Folge über die gefährliche Verbindung von Wissenschaft und Vorurteil.

Fata Mundi IV

53 Minuten
Auch in dieser Episode erwarten euch neue Begegnungen, spannende Entwicklungen und so manche Überraschung. Seid dabei, wenn unsere Geschichte in den finsteren Gassen von Worms weitergeht! Wir begeben uns in die spätantike Stadt Worms, in der uns ein finsteres Geheimnis und die eine oder andere Verschwörung erwarten. In diesem Systemtest spielen wir ein spannendes Abenteuer auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspielsystems FATA MUNDI von Jonas Renz. Das System legt dabei Wert auf ein besonders authentisches Setting, wobei ihr uns die eine oder andere Freiheit sicher verzeiht … Titelmusik: Monk chant atmosphere von Tomas_Herudek unter Pixabay Content License Spielleitung: Jonas Renz (Boardgame Historian)
15 Minuten
Eierlikör! Für viele ein weihnachtliches Muss, für andere ein flüssiger Albtraum. Doch woher kommt dieses merkwürdig sämige Getränk eigentlich? Moritz und Dominik klären auf: Die Ursprünge reichen weit über den deutschen Tellerrand hinaus, bis nach Südamerika, wo ein cremiges Getränk aus Avocados und Rum die Kolonialherren begeisterte. Als es in Europa keine Avocados gab, musste eine Alternative her – und so wurde der Eierlikör erfunden, wie wir ihn heute kennen. Eine Folge über kolonialen Kulturtransfer, deftige Rezepturen und ein Getränk, das man entweder liebt oder belächelt.
1 Stunde 7 Minuten
Im zweiten Teil über den Großen Nordischen Krieg begleiten Moritz und Michi den schwedischen König Karl XII. auf seinem verhängnisvollen Weg Richtung Russland. Was als brillanter Feldzug begann, endet in einer katastrophalen Niederlage bei Poltawa. Die beiden erzählen, wie sich das Machtgefüge Nordeuropas verschob, warum Schweden seine Großmachtstellung verlor und Russland zur dominierenden Kraft aufstieg. Sie werfen einen Blick auf die politischen Intrigen, militärischen Wendepunkte und das tragische Ende eines Monarchen, der nie aufgab und dabei fast alles verlor. Eine Folge über Ehre, Größenwahn und das Ende einer Ära.
21 Minuten
Kaum zu glauben, aber im 17. Jahrhundert wurden Tulpenzwiebeln in den Niederlanden zeitweise teurer gehandelt als ganze Häuser. In dieser Folge nehmen Michi und Dominik die sogenannte Tulpenzwiebelblase unter die Lupe, eine der frühesten dokumentierten Spekulationsblasen der Wirtschaftsgeschichte. Wie konnte es dazu kommen, dass eine Blume zur wertvollsten Anlage überhaupt wurde? Wer profitierte, wer verlor? Und was hat das mit unserem heutigen Finanzsystem zu tun? Eine Episode über menschliche Gier, Marktmechanismen und den Moment, in dem alles zu platzen drohte.
13 Minuten
Er gilt als der bekannteste Militärfriedhof der Vereinigten Staaten: der Arlington National Cemetery in Washington, D.C. Doch was heute als würdevolle Ruhestätte für gefallene Soldaten, Präsidenten und Unbekannte gilt, hat eine bewegte Geschichte. Moritz und Dominik erzählen in dieser Folge, wie das Gelände einst zum Besitz von George Washingtons Familie gehörte, warum ausgerechnet der Bürgerkrieg zur Umwidmung führte und wie aus der einstigen Plantage ein nationales Symbol wurde. Eine Folge über Erinnerungskultur, politische Zeichen und die Toten, die Geschichte schreiben.
12 Minuten
Warum wiegt ein handelsüblicher Hefewürfel genau 42 Gramm? Und wieso steckt in einem Em-eukal-Bonbon eine kleine Papierfahne? In dieser Folge gehen Michi und Dominik zwei Alltagsfragen auf den Grund, deren Antworten überraschend tief in Geschichte, Marketing und gesellschaftliche Entwicklungen hineinreichen. Sie erzählen, wie sich die Hefegröße historisch ergab, vom Bäckerbedarf bis zur Verpackungsnorm und warum ein Kinderarzt in Nürnberg einem Bonbon eine Fahne verpasste. Eine Folge über unscheinbare Details, die mehr mit uns zu tun haben, als wir denken.
13 Minuten
Am 24. Oktober 1975 legten in Island über 90 Prozent der Frauen ihre Arbeit nieder – bezahlte wie unbezahlte. Sie gingen nicht zur Arbeit, kochten nicht, passten nicht auf Kinder auf und machten vor allem eines: sichtbar, wie essenziell ihre Rolle für die Gesellschaft war. Moritz und Dominik erzählen, wie es zu diesem einzigartigen Protest kam, was an diesem Tag geschah und warum der „Frauenstreik“ bis heute als Wendepunkt für Gleichberechtigung und Frauenrechte in Island – und weit darüber hinaus – gilt.
13 Minuten
In dieser Folge nehmen Michi und Dominik einen eher unbekannten, aber äußerst spannenden Vorgang unter die Lupe: den sogenannten „Tausch Altbayerns“. Im Zeitalter der Dynastien und Diplomatie wechselten ganze Landstriche mit einem Federstrich den Besitzer. Die Region, die wir heute als Altbayern kennen, war dabei mehrfach Spielball von Machtinteressen. Was steckte hinter diesen Gebietstauschen? Wer profitierte und wer hatte das Nachsehen? Eine Folge über Landesgrenzen, politische Deals und historische Ironie.
14 Minuten
Als William Henry Harrison 1841 zum neunten Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, hielt er die längste Antrittsrede der Geschichte, bei kaltem Wetter, ohne Mantel oder Hut. Nur einen Monat später war er tot. In dieser Folge beleuchten Moritz und Dominik die Hintergründe seines überraschenden Todes, seine politischen Ambitionen, den historischen Kontext der Wahl und warum seine Amtszeit bis heute in keinem Geschichtsbuch fehlt.
1 Stunde 11 Minuten
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entfesselt sich ein gewaltiger Konflikt im europäischen Norden: der Große Nordische Krieg. Schweden, unter der Führung des jungen Königs Karl XII., sieht sich einer mächtigen Koalition aus Russland, Dänemark und Polen gegenüber. In dieser ersten Folge zur Reihe widmen sich Moritz und Michi den frühen Erfolgen Schwedens, der Schlacht bei Narva, Karls Feldzügen gegen Dänemark und Polen sowie dem politischen und militärischen Umfeld, das zu diesen Auseinandersetzungen führte. Warum griffen so viele Mächte Schweden gleichzeitig an? Wie konnte ein 18-jähriger König sie zurückschlagen? Und was passierte, bevor er den verhängnisvollen Entschluss fasste, nach Russland zu marschieren?
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Der Podcast des seitenwaelzer-Teams