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Puls Archiv
14 Episoden
36 Minuten
Was passiert, wenn ein fremdes Organ über Leben und Tod entscheidet? «Puls» begleitet einen Leberpatienten auf dem langen Weg zur Transplantation, erzählt die Geschichte einer Familie nach einem tödlichen Unfall – und zeigt, was sich bei der Organspende in der Schweiz verändert. Neues Organ, neues Leben? Daniela Lager trifft im Juni 2025 auf Paul Baumann. Zum Zeitpunkt wartet er bereits über zwei Jahre auf eine neue Leber. Er leidet an einer fortschreitenden Leberzirrhose. Um zu leben, ist er ist auf ein fremdes Organ angewiesen. Doch auf ihn wartet eine herausfordernde Zeit. «Puls» erzählt seine eindrückliche Geschichte vom langen Warten, der Transplantation, die auf der Kippe steht und einem Abschluss, der traurig stimmt. Tragödie, die Trost spendet? Daniela, Marc und Yves Paltzer erhalten an einem Samstagabend vor rund sechs Jahren einen Schockanruf: Ihr Sohn beziehungsweise Bruder hatte einen schrecklichen Motorradunfall. Bei der Ankunft im Spital wird schnell klar: Für Noah gibt es keine Überlebenschancen und er kommt als Organspender in Frage. Da er seinen Willen zu Lebzeiten nicht festgehalten hatte, müssen seine Eltern in dieser Situation entscheiden. Organspende Schweiz: Wie funktionierts? In der Schweiz ist aktuell nur Organspender:in, wer das ausdrücklich, beispielsweise mittels Spenderausweis, festhält. Doch bereits 2022 beschloss die Schweizer Bevölkerung einen Systemwechsel. Wird dieser umgesetzt, gelten wir bald alle als Organspender:innen. Was bedeutet diese Änderung konkret? Und wie funktioniert eigentlich das Organspendewesen in der Schweiz? Puls liefert die Antworten. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Organspende Wie werde ich Organspender:in (oder auch nicht)? Wie funktioniert die Warteliste? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
31 Minuten
Jedes Jahr erkranken in der Schweiz rund 1000 Menschen an Leukämie oder einer anderen schwere Bluterkrankung. Eine Blutstammzellspende kann die letzte Chance sein. Doch die Suche nach einem vollständig passenden Spender kann schwierig sein. Die Knochenmarkspende Florian hat sich vor einigen Jahren als Blutstammzellspender registrieren lassen. Vor ein paar Wochen gab es einen «Match» und er wurde zur Spende aufgefordert. Aber nicht wie bei 90% zur Blutstammzellspende, sondern zur aufwendigeren Knochenmarkspende unter Vollnarkose. «Ich würde es wieder machen», sagt Florian nach dem Eingriff. Seine Stammzellspende hat womöglich irgendeinem Menschen auf der Welt das Leben gerettet. Ein zweites Leben Ohne Blutstammzellspende wäre Myriam vermutlich gestorben, weil sie unter einer schweren Bluterkrankung litt. Doch sie hatte Glück: Es wurde ein Spender gefunden und seine gesunden Blutstammzellen Myriam übertragen. «Mir wurde ein zweites Leben geschenkt», sagt Myriam. Trotzdem ist der Weg zurück geprägt von vielen medizinischen Untersuchungen. Malvins Geschichte Obwohl Malvin zwei Blutstammzellspenden erhalten hatte, hat er seine schwere Leukämie nicht überlebt. Malvin ist mit 25 Jahren verstorben. Für seine Mutter ist trotzdem klar: «Jeder Spender ist ein Held! Denn die beiden Spenden haben Malvin vier weitere Lebensjahre geschenkt. Wir hätten ihn sonst früher verloren.» Vorsorge mit Nabelschnurblut Seit einigen Jahren wird die Aufbewahrung und Einfrierung des Nabelschnurbluts propagiert für eine eventuelle spätere Nutzung für ein erkranktes Kind. Entweder stellt man das Nabelschnurblut einer öffentlichen Bank zur Verfügung und somit weltweit allen Patientinnen und Patienten oder man lagert das Nabelschnurblut bei einer kommerziellen Firma für das eigene Kind. Das Inselspital Bern hat als erstes Spital in der Schweiz die sogenannte «hybride Einlagerung» angeboten: Die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut werden für das eigene Kind eingelagert und gleichzeitig anonym im öffentlichen Stammzellregister erfasst für andere schwer erkrankte Kinder. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Blutstammzellspende Wer darf sich als Blutstammzellspender registrieren lassen? Ist eine Blutstammzellspende gesundheitlich gefährlich? Gibt es bei einer Blutkrankheit andere therapeutische Möglichkeiten statt einer Blutstammzellspende? Können auch Familienmitglieder spenden? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
33 Minuten
Der Muskelboom unter Jugendlichen hält an. Für schnelle Erfolge greifen deshalb immer mehr junge Männer zu Anabolika und riskieren ihre Gesundheit. Gleichzeitig wächst der psychische Druck: Wenn selbst exzessives Training nicht zum Traumkörper führt, dann werden Muskeln zur Obsession. Vom Muskeltraum zu Anabolika Colin, 17, will Bodybuilding-Profi werden. Ihn fasziniert, welche Muskelberge sich durch exzessives Pumpen antrainieren lassen. Für seinen Traum verzichtet Colin auf vieles: Er hat wenig Freunde, trainiert auch, wenn er krank ist, und hat seinen Job gewechselt, um näher an seinem Gym zu sein. Colin will «funktionieren wie ein Roboter», nur so glaubt er, seine Ziele zu erreichen. Jetzt ist er bereit, einen noch höheren Preis zu zahlen, und plant den Konsum von Anabolika. Abstinenz ist keine Option Nach jahrelangem Doping mit Anabolika will der 52-jährige Bodybuilder Marc jetzt davon loskommen – zumindest teilweise. Nach gesundheitlichen Beschwerden plant er, die Dosierungen zu reduzieren. Der Grund: Marc möchte seine Muskeln auch im Alter erhalten, Doping und intensives Training bleiben für ihn also Teil seines Lifestyles. Die Risiken für Körper und Psyche kennt er. Dennoch rät er anderen Bodybuildern nicht vom Anabolikakonsum ab, wenn sie Wettkämpfe gewinnen möchten. Marc ist davon überzeugt: Wer sich regelmässig medizinisch checken lässt, mindert die gesundheitlichen Risiken trotz Dopings. Wenn der Blick in den Spiegel krank macht Kevin, 19, fühlt sich trotz exzessiven Trainings nicht muskulös genug. Der Blick in den Spiegel belastet ihn, selbst wenn ihm andere versichern, dass er grossartig aussieht. Die Folge: Kevin trainiert fast zwanghaft. Er vermutet, an einer Dysmorphie zu leiden, also an einer verzerrten Wahrnehmung des eigenen Körpers oder einzelner Körpermerkmale. In seinem Fall handelt es sich um eine Muskeldysmorphie. Das intensive Training hinterlässt jedoch Spuren: Kevin leidet zunehmend unter Rücken- und Kniebeschwerden. Hilfe suchen will er nicht. Kevin gefällt es, dass ihn die Dysmorphie weiter antreibt, zu trainieren. Ein Teufelskreis. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Immer mehr Muskeln – ab wann wird es gefährlich?» Wollen Sie mehr wissen zu den Folgen von Anabolika und anderen muskelaufbauenden Stoffen? Haben Sie körperliche und psychische Beschwerden durch exzessives Training? Welche alternativen Muskel-Workouts gibt es für alle Altersklassen? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
35 Minuten
Ob emotionale Geburten, wachsender administrative Druck in der Hausarztpraxis oder der Einsatz in der Langzeitpflege: Schweizer Gesundheitsfachkräfte kämpfen täglich für das Wohl ihrer Patienten. Die dritte Folge zeigt die Hürden, Hoffnungsmomente und mögliche Wege aus der Krise. Lange Geburten und Tränen im Wochenbett Mit einem emotionalen Eröffnungstag geht die Arbeit in der Geburtspraxis richtig los. Zwischen langen Fahrten ins Wochenbett und Geburten mitten in der Nacht – die Hebammen sind gefordert und erleichtert zugleich. Hausarztpraxis – zwischen Administration und Wundertüte Linda Habib übernimmt in Grenchen eine Stelle als Hausärztin. Sie liebt die Vielfalt in ihrem Beruf und versucht, sich so viel Zeit wie möglich für ihre Patienten zu nehmen. Doch der Druck und der bürokratische Aufwand nimmt für Hausärzte immer mehr zu. Anika Brunner: Als Pflegeexpertin die Spitex der Zukunft gestalten Auf ihren Spitex-Runden in Hombrechtikon betreut Pflegeexpertin Anika Brunner schwerstkranke Menschen direkt zu Hause. Durch ihre erweiterte Fachkompetenz koordiniert sie Behandlungen mit Ärzten und verhindert so unnötige Spitaleinweisungen. Für Patientinnen und Angehörige bedeutet das eine enorme Entlastung im Alltag. Anikas Einsatz steht für den Schweizer Wandel hin zu «ambulant vor stationär». Als APN zeigt sie, wie hochqualifizierte Pflege die Zukunft des Gesundheitssystems sichert. Christines Neuanfang: Angekommen im neuen Pflegealltag Nach zwei Monaten am neuen Arbeitsort ist Christine Müller gut angekommen und hat ihren Rhythmus gefunden. Die bessere Unterstützung im Team bringt der 59-Jährigen die ersehnte Entlastung, sodass sie sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann. Dank des geglückten Wechsels blickt sie optimistisch auf die Jahre bis zu ihrer Pensionierung. Für ihre Branche wünscht sie sich nun rasche politische Reformen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen aller Pflegenden.
34 Minuten
Von ungeplanten Notfällen im Rohbau bis zum Mut, mit 59 nochmals neu anzufangen: Gesundheitsfachkräfte stehen täglich vor enormen Herausforderungen. Die zweite Folge zeigt eindrücklich, wie viel Flexibilität, Leidenschaft und Engagement nötig sind, um das System zu tragen. Vom Rohbau zur Praxis – und ein erster «Notfall» Die Talhebammen sind noch am Einrichten, als die Hebammen-Praxis zum ersten Mal gebraucht wird. Eine Schwangere ist verunsichert, da sie ihr Baby während zweier Tage wenig gespürt hat. Die Hebammen disponieren um und richten einen Raum ein, damit sie eine Untersuchung des Babys durchführen können. Es zeigt sich, wie Flexibilität zu ihrem Beruf gehört und wie sie den schwangeren Frauen im Tal Sicherheit geben können. Zurück zur Berufung: Wie die Pflegeexpertin die Pflege mitgestaltet Eigentlich hatte die 27-jährige Anika Brunner der Pflege bereits den Rücken gekehrt. Erst während eines Zweitstudiums, der Teilzeitarbeit bei der Spitex und ihr Weg zum Glauben entfachten ihre Leidenschaft für den Beruf aufs Neue. Heute übernimmt sie im Pflegezentrum Breitlen in Hombrechtikon als Pflegeexpertin und fachliche Führungskraft Verantwortung und entlastet den Betrieb und den Heimarzt bei komplexen Fällen. Gleichzeitig gibt die engagierte Pflegefachfrau ihr Wissen als Gastdozentin an der ZHAW an die nächste Generation weiter, um den künftigen Nachwuchs zu stärken. Mit ihrem vielseitigen Engagement kämpft sie aktiv gegen den Fachkräftemangel und zeigt, wie man das Pflegesystem von innen heraus nachhaltig verändern kann. Neuanfang – zwischen Zuversicht und Pflegedilemma Nach ihrem Stellenwechsel startet die 59-jährige Pflegefachfrau Christine Müller an einem neuen Ort neu durch. Während sie von den Bewohnerinnen und Bewohnern schnell einen berührenden Vertrauensbonus erfährt, fordert der Einarbeitungsalltag mit neuen Namen und Abläufen ihre Geduld. Christine beschäftigt der Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen und das persönliche Dilemma, wie viel eigene Flexibilität noch gesund ist. Zwischen Spital und Politik: Die Hausärztin auf der grossen Politbühne Linda Habib trifft am Kongress der jungen Haus- und Kinderärzte auf Bundesrätin Baume-Schneider. Wie schlägt sie sich in der Podiumsdiskussion und schafft sie es, mit den Hausarzt-Anliegen zur Bundesrätin durchzudringen?
31 Minuten
Ob der Aufbau einer neuen Geburtspraxis, ein Stellenwechsel kurz vor der Rente oder der Balanceakt zwischen Praxis und Bühne: Folge 1 zeigt, wie vier Frauen mit viel Herzblut, Durchhaltewillen und Mut den Hürden im Gesundheitswesen trotzen. Die Talhebammen zwischen Aufbruch und Notuntersuchung Die fünf Hebammen von Reichenbach im Kandertal sind mitten im Aufbau ihrer neuen Geburtspraxis. Weil 2025 die Geburtsabteilung Frutigen geschlossen wurde, verloren sie ihre Stelle und die Schwangeren im Tal einen Ort zum Gebären. Die neue Geburtspraxis soll diese Lücke schliessen. Der Umbau verlangt den Hebammen aber vieles ab. Mitten in die Einrichtungsarbeiten kommt auch die erste schwangere Frau zur ungeplanten Kontrolle. Die Pflegefachfrau zwischen Herzblut und Kündigung Trotz ihrer tiefempfundenen Leidenschaft für die Betreuung der Menschen bringen die Dauerbelastung, schlaflose Nächte und unlösbare Konflikte Christine Müller an ihre Grenzen. Dass Christine die Reissleine zieht, ist kein Einzelfall: Monatlich kehren Hunderte Pflegekräfte dem System den Rücken. Nur fünf Jahre vor der Pensionierung wagt die erfahrene Pflegefachfrau nun den Wechsel an einen neuen Arbeitsort. Sie hofft dort auf bessere Bedingungen, weniger Druck und die wohlverdiente Wertschätzung. Die Hausärztin mit Herz für Menschen und Musical Linda Habib gefällt ihr Job als Hausärztin sehr – trotz des zunehmenden Drucks. Den schweizweiten Hausarztmangel beobachtet auch sie mit Sorge. Doch weil so viele Ärzte fehlen, kann sich die junge Hausärztin ihre Stellen aussuchen. Und immer dort arbeiten, wo sie Musical-Engagements findet. Bei den Proben zum nächsten Musical erzählt sie von ihrer Herzkrankheit, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat.
33 Minuten
Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung leidet unter Schlaflosigkeit. Dagegen helfen nicht Medikamente, sondern weniger Zeit im Bett, Wissen über den Schlaf und ein neuer mentaler Umgang mit der Nacht. «Puls» zeigt, welch überzeugende Resultate eine kognitive Verhaltenstherapie liefert. Über den Schlaf nicht nachdenken müssen Viele Menschen mit Schlafstörungen fokussieren zu sehr auf den Schlaf und ihre Schlafprobleme – was alles nur noch schlimmer macht. Einschlafen funktioniert dann am besten, wenn das Hirn zur Ruhe kommen kann, ohne dass wir gross über Schlafen nachdenken. Denn das Hirn steuert den Schlaf ohne unser Zutun. «Puls» zeigt, welche Faktoren den Schlaf positiv respektive negativ beeinflussen und wie Wissen über Schlaf hilft, besser zu schlafen. Verhaltenstherapie verändert die Bettzeit Manche haben Schwierigkeiten beim Einschlafen, andere wachen nachts mehrfach auf und kommen nicht wieder zur Ruhe. Gemeinsam ist allen, dass sie viel Zeit im Bett verbringen, ohne zu schlafen. Genau dort setzt die kognitive Verhaltenstherapie an. Die Erfolgsquote liegt bei 70 bis 80 Prozent, die Therapie ist aber kein Spaziergang. «Puls» begleitet sechs Menschen dabei und zeigt ihre Zweifel, Schwierigkeiten, Hoffnungen und Erfolge. «Puls»-Chat zum Thema «Schlafstörungen» Haben Sie neuerdings oder schon länger Schwierigkeiten einzuschlafen oder durchzuschlafen? Spielen Ihre Gedanken nachts verrückt? Möchten sie von Schlaftabletten loskommen? Sind sie tagsüber trotz genügend Schlaf so müde, dass es mit der Qualität der Bettruhe nicht weit her sein kann? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
34 Minuten
Die Schweiz wird heisser. Und Hitze ist Stress für Körper und Geist, führt an Tagen über 30 Grad zu mehr Notfällen, Unfällen, Todesfällen. Was können wir heute schon tun, um mit künftigen Extremtemperaturen besser zu leben? «Puls» begibt sich auf eine Hitzetour und liefert Antworten. Hotspot Basel – Was tun gegen die Hitze? Die tiefe Lage und dichte Bebauung machen Basel oft zur heissesten Stadt der Deutschschweiz. «Puls»-Host Daniela Lager begleitet die Epidemiologin Martina Ragettli auf einem Rundgang durch Basel. Am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut beschäftigt sich Martina Ragettli mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit. Wie können sich Menschen an die zunehmende Hitzebelastung anpassen? Wie bekannt sind die Verhaltensempfehlungen und wie gut werden sie angewandt? Und wie gut setzen Kantone und Städte Hitzeschutzmassnahmen um? Wie heiss ist Basel: Was zeigt das Messgerät? Auf ihrer Hitzetour messen «Puls»-Host Daniela Lager und Epidemiologin Martina Ragettli an verschiedenen Standorten die aktuelle Temperatur. Wie heiss ist Basel? Schätzen die Baslerinnen und Basler richtig? Und wie schützen sie sich vor der Hitze? Was bringen Handfächer, Kühltuch für den Hals, tragbarer Mini-Ventilator oder Wasserspray für Gesicht und Körper? Gefährdung der Gesundheit – Coup der Klimaseniorinnen Am 9. April 2024 hat der Verein «Klimaseniorinnen» einen Sieg vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erzielt. Die Strassburger Richterinnen und Richter gingen auf die Klage ein, dass die Schweiz im Kampf gegen den Klimawandel zu wenig unternehme. Das Urteil: Der mangelnde Klimaschutz der Schweiz verletze die klagenden Seniorinnen in ihren Menschenrechten. «Puls» fragt nach: Was hat sich in den letzten beiden Jahren getan? Fühlen sich die Klimaseniorinnen heute besser vor der zunehmenden Hitze geschützt? Hitzeanpassung – Mit Wärme gegen die Hitze Hitzeforscher Kay Hanusch von der Berner Fachhochschule ist überzeugt: «Langfristig müssen wir umdenken.» Anstatt sich während einer Hitzewelle herunterzukühlen, würde es mehr Sinn machen, sich bereits im Frühling mit moderatem Hitzetraining an höhere Temperaturen zu gewöhnen. Denn wer sich der Hitze aussetzt, erträgt diese auch besser. «Puls» zeigt, wie eine solche Anpassung funktionieren könnte. Veränderte Wirkung und verstärkte Symptomatik durch Hitze Epidemiologin Ana Maria Vicedo Cabrera erforscht an der Universität Bern, wie Hitze und Klimawandel die Gesundheit gefährden. Ihre Spezialgebiete sind die Psyche und die Einnahme von Medikamenten, beides seien unterschätze Gefahren. So könne Hitze einerseits die Symptome psychischer Erkrankungen verstärken und andererseits die Wirksamkeit von Medikamenten verändern. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Leben mit der Hitze» Leiden Sie unter der Hitze und möchten wissen, was dagegen hilft? Sind Sie verunsichert, ob die Hitze die Wirkung ihres Medikaments verändert? Möchten Sie die Anzeichen für einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag richtig einordnen können? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
34 Minuten
Kinder ja, vielleicht, aber sicher nicht jetzt: Social Egg Freezing verspricht mehr Zeit und Freiheit bei der Familienplanung. «Puls» zeigt, was die Methode tatsächlich leistet – und wo sie medizinisch, rechtlich und emotional an Grenzen stösst. Projekt Baby – Den Kinderwunsch auf später verschieben Der Kinderwunsch von Fitness-Unternehmerin Michèle ist gross, und sie hat auch einen Partner an ihrer Seite, der ihn teilt. Doch die beruflichen Pläne stehen der Familiengründung im Wege, was die Option Social Egg Freezing ins Spiel gebracht hat: das Einfrieren fruchtbarer Eizellen für später. «Puls» zeigt, was sich die 34-Jährige davon erhofft, wo die Grenzen und Risiken des Verfahrens liegen – und wie beschwerlich das Prozedere von der Hormontherapie bis hin zur Entnahme der Eizellen ist. Kinderwunsch ohne Partner – Das Schweizer Gesetz setzt Grenzen Amanda wünscht sich eine Familie, hat aber keinen Partner. Um ihre Fruchtbarkeit zu erhalten, liess die 34-Jährige ihre Eizellen einfrieren – in Dänemark. Den organisatorischen, finanziellen und emotionalen Aufwand hat sie auf sich genommen, weil Social Egg Freezing in der Schweiz einen gewichtigen Haken hat: Nur wer in einer festen Partnerschaft ist, darf seine gefrorenen Eizellen für eine künstliche Befruchtung nutzen. Firmen entdecken das Social Egg Freezing als Chance Der Trend zum Einfrieren von Eizellen ohne medizinische Notwendigkeit ist auch in der Arbeitswelt angekommen. So etwa beim Pharmaunternehmen Merck, das Mitarbeiterinnen einen sogenannten «Fertility Benefit» anbietet. Befürworter sehen darin mehr Selbstbestimmung für Frauen. Kritiker warnen dagegen vor dem Druck, zugunsten der Karriere vorerst auf Kinder zu verzichten. «Puls»-Chat zum Thema «Social Egg Freezing» Wann lohnt sich das Einfrieren von Eizellen? Wie hoch sind die Erfolgschancen? Was kostet die Behandlung und welche Risiken bestehen? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
35 Minuten
Istanbul gilt als Hotspot für Schönheits-Behandlungen weltweit – besonders für Haartransplantationen. Auch viele Schweizer reisen in die Mega-Stadt. Doch lohnt sich die Beauty-Reise? Und worauf ist zu achten, damit sie nicht zum Horror-Trip wird? «Puls»-Host Daniela Lager begleitet Flavio und Gisela aus der Schweiz auf ihrer Reise nach Istanbul: Er möchte eine Haartransplantation, sie eine Bruststraffung mit Implantat. Gebucht haben sie ihr Angebot über eine Medizinalreise-Agentur aus Bern – im Paket inbegriffen: Anreise, eigene Limousine, Dolmetscher, Hotel und natürlich die Behandlung. Gut vorbereitet starten die beiden ihr Istanbul-Beauty-Abenteuer. Doch vor Ort merken sie, dass sie die Dimension des Eingriffs leicht unterschätzt haben. Boomendes Geschäft mit dem Äusseren Gerade bei Haartransplantationen hat sich Istanbul zu einer der weltweit führenden Destinationen entwickelt. Geht es nach den Behörden, soll die Branche in den nächsten Jahren stark wachsen. «Puls» besucht eine der bekanntesten Kliniken in Istanbul und erlebt, wie mit sozialen Medien und Influencern um neuen Kunden geworben wird. Daniela Lager spricht mit Soziologin Melike Şahinol über den sozialen Druck, der entsteht, wenn sich immer mehr für die Schönheit unters Messer legen. Grosses Geld, grosses Risiko? Auch wenn ein Grossteil der Eingriffe in Istanbul gut verläuft, kann es doch zu Komplikationen kommen. «Puls» trifft die Schweizerin Melda Ceker, deren Nase nach einer Operation in der Türkei kollabiert ist. Die Istanbuler Schönheitschirurgin Derya Özçelik sagt, die Nachfrage sei so gross, dass illegale Kliniken ohne Lizenz die Lücke füllten. Da gelte es, vorsichtig zu sein. Holger Klein vom Kantonsspital Aarau erklärt, welche Gefahren lauern und worauf bei Schönheits-Reisen ins Ausland zu achten ist.
33 Minuten
Mit dem Alter sinkt der Testosteronspiegel nicht nur beim Mann, sondern auch bei der Frau. Meist bleibt dies unbemerkt, doch manche klagen über Libidoverlust oder weniger Energie im Alltag. «Puls» zeigt, wann eine Testosteron-Ersatztherapie etwas bringt, wie sie wirkt und wo Gefahren lauern. Mehr Testosteron für bessere Wechseljahre Jeanette Kusters Wechseljahre waren durch Energielosigkeit, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen geprägt. Eine klassische Hormonersatztherapie sollte Linderung bringen. Seit sie zusätzlich niedrigdosiertes Testosteron verschrieben bekommt, hat sich ihr Zustand markant gebessert – sogar die Libido ist wieder erwacht. Zu wenig Testosteron für ein gutes Leben Stefano G. erlitt in seiner Jugend eine Hodenverletzung. Erst viele Jahre später zeigte sich, dass dieser Unfall die Testosteron-Produktion derart eingeschränkt hat, dass der tiefe Hormonwert mit ein Grund für diverse körperliche und psychische Probleme war. «Puls» zeigt, was die Testosteron-Ersatztherapie verändert hat, die den heute 59-Jährigen bis an sein Lebensende begleiten wird. Mehr Beachtung für das Potenzial von Testosteron Die englische Ärztin und Hormonspezialistin Louise Newson setzt sich für einen leichteren Zugang zur Testosterontherapie für Frauen in den Wechseljahren ein. Ihre Position weicht von den offiziellen Leitlinien ab und ist medizinisch umstritten. In Grossbritannien hat sie damit das Bewusstsein für die Menopause gefördert und eine Debatte angestossen, die in der Schweiz bislang ausgeblieben ist. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Testosteron» Wie macht sich Testosteronmangel im Alltag bemerkbar, und wann ist eine medizinische Ersatztherapie angezeigt? Hilft Testosteron Männern und Frauen gleichermassen bei Libidoverlust? Muss es dafür dauerhaft eingenommen werden oder nur bei Bedarf? Fördern die in Social Media angepriesenen Produkte tatsächlich das Abnehmen und den Muskelaufbau? Und wie könnte mir Testosteron in der Menopause helfen? Die Fachrunde weiss Rat, am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
35 Minuten
Sportlich aktive Frauen sehen sich rund um die Schwangerschaft mit Vorurteilen und Halbwissen konfrontiert. Wie viel trainieren ist gesund? Welche Ratschläge sind veraltet? Wann wird’s riskant? «Puls» klärt auf und zeigt, wie viel Bewegung während und nach der Schwangerschaft jeder Frau guttut. Schwanger und Training – Möglich ohne Einschränkungen? Die ehemalige MMA-Profiboxerin Bestare Kicaj erwartet ihr zweites Kind und gibt sportlich auch fünf Wochen vor dem Entbindungstermin noch Vollgas. Profitieren Mutter und Kind von der körperlichen Aktivität? Wie viel Sport tut gut, und wo sind die Grenzen? «Puls»-Host Tama James-Vakeesan besucht die Hochschwangere im Training. Schwanger und Leistungssport – Das Unmögliche möglich machen Triathletin Nicola Spirig hat nicht nur sportliche Höchstleistungen vollbracht. Zwischen olympischem Gold und Silber und unzähligen weiteren sportlichen Erfolgen hat die Spitzensportlerin auch drei Kinder auf die Welt gebracht. «Puls» schaut mit der Sportlegende zurück: Wie gelingt der Spagat zwischen Spitzensport und Familiengründung? Sport nach der Geburt – Besser nicht übertreiben Das Kind ist da, das Mehrgewicht weg: Viele frischgebackene Mütter fühlen sich befreit und möchten sportlich endlich wieder Vollgas geben. Doch zu grosser Enthusiasmus kann sich mit einer Rektusdiastase oder noch Jahre später in Form von Inkontinenz und Senkungsbeschwerden rächen. Zwei Frauen sprechen offen über die Folgen eines übermässigen Sportpensums nach der Geburt. «Puls»-Chat zum Thema «Sport und Schwangerschaft» Wie viel Sport ist während der Schwangerschaft gesund? Wann ist es besser, sich zu schonen? Wann darf ich nach der Geburt wieder ins Training einsteigen, und welche Warnzeichen sollte ich besser nicht ignorieren? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
34 Minuten
Thailands Altersresorts für Ausländer: Auch Menschen aus der Schweiz lassen sich oder ihre Angehörigen dort betreuen – zu einem Bruchteil der hierzulande fälligen Kosten. Wie lebt es sich in der Fremde, und welches Pflegekonzept lohnt sich? «Puls» besucht vier Einrichtungen im Norden des Landes. Der schöne Schein kann trügen Was Angehörigen gefällt, muss nicht die beste Lösung für die zu pflegende Person sein: Diese Lehre hat André Argast nach einer regelrechten Odyssee durch thailändische Pflegeeinrichtungen ziehen müssen. Strandnähe und geschmackvolle Einrichtung zählen nichts, wenn das Personal schlecht ausgebildet oder unterbesetzt ist. In der Stadt Chiang Mai hat der Basler jetzt eine Lösung für seine demenzkranke Frau Simone gefunden: das «Vivocare» mit rund 40 Gästen, die meisten aus der Schweiz und in Langzeitpflege. Ein Schweizer Dorf in Thailand Martin Woodtli hält nicht viel von allzu grossen Pflegeeinrichtungen. Seine Institution für demenzkranke Menschen ist deshalb sehr familiär geprägt: In seinem Alzheimerdorf «Baan Kamlangchay» werden nicht mehr als vierzehn Gäste betreut. Untergebracht sind sie in Privathäusern eines Dorfs nahe Chiang Mai, diverse Liegenschaften dienen als Treffpunkte für das gemeinsame Essen und andere Aktivitäten. Rund um die Uhr werden die meist deutschsprachigen Personen von Pflegerinnen persönlich betreut. Dennoch kämpft Martin Woodtli mit dem Stigma, dass seine Gäste einfach aus der Schweiz abgeschoben wurden. Pflege nicht nur für Ausländer Urs und Rita Tobler haben sich das Leben nach der Pensionierung anders vorgestellt. Lange Jahre lebte das Unternehmerpaar in Japan und wollte auch den Lebensabend dort verbringen – bis ihnen Ritas Alzheimererkrankung einen dicken Strich durch diese Rechnung gemacht hat. So leben die beiden nun in Thailand, wo die Pflege ein Mass und eine Qualität haben, die in der Schweiz auch für sehr viel Geld nicht geboten werden kann. Mit dem «Tranquila Elderly Care» hat sich Urs Tobler bewusst für ein thailändisch geführtes Resort entschieden, das seine Türen immer mehr auch für Seniorinnen und Senioren aus dem Ausland öffnet. Vom Hotelier zum Altersheimdirektor Die Covid-Krise bewegte Matthias Froelich zu einem drastischen Schritt: Als immer mehr Touristen wegblieben, baute der eingefleischte Hotelier sein Wellnessresort «Ban Sabai» kurzerhand zu einem Altersresort um. Das Besondere: hier leben gesunde und kranke Menschen unter einem Dach – vor allem Paare mit einem gesunden und einem pflegebedürftigen Teil, die in eigenen Wohneinheiten untergebracht sind. Das Altersresort zielt auch auf die vielen in Chiang Mai lebenden Schweizer Auswanderinnen und Auswanderer ab. Und wer weiss, meint Froelich, «vielleicht bin ich ja eines Tages mein eigener Gast?»
33 Minuten
Fast alle tun es, niemand spricht darüber: Neun von zehn Männern und über die Hälfte aller Frauen konsumieren Pornos. «Puls» fragt, was das mit uns und unserer Sexualität macht. Wo liegen Risiken? Wann wird die Lust zur Sucht? Und könnte ein entspannterer Umgang mit dem Thema sogar eine Chance sein? Pornografie im Web – Gefragter als die Informationen der SBB Die drei grössten Pornoseiten verzeichnen in der Schweiz monatlich über 20 Millionen Klicks. Weniger als Google und Youtube, aber deutlich mehr als die SBB. Für vier Prozent der Männer und ein Prozent der Frauen ist die freie Verfügbarkeit pornografischer Inhalte ein echtes Problem: Sie leiden unter einer Pornografie-Nutzungsstörung (PNS), im Volksmund «Pornosucht» genannt. Zwei junge Männer erzählen «Puls», wie sie als Teenager mit Pornografie in Kontakt kamen und den Konsum bald nicht mehr im Griff hatten. Fragen über Themen und Wirkung der Therapie werden von einem Betroffenen und dem Therapeuten Franz Eidenbenz beantwortet. Pornografie in der Forschung – Wann wird die Lust zur Last? «Es ist nicht die Menge an Pornokonsum, die schädlich ist. Süchtig ist, wer seinen Konsum nicht mehr kontrollieren kann», sagt Rudolf Stark. Als einer von wenigen Wissenschaftlern forscht er an der Uni Giessen seit über 20 Jahren über Pornografie und Pornosucht. Eine Erkenntnis daraus: Je länger ein starker Pornokonsum anhält, desto schwieriger wird die Entwöhnung. Pornografie und Jugendliche – Sensibilisierung ist wichtig Wer in jungen Jahren die Kontrolle über seinen Pornokonsum verliert, hat es später nicht leicht, ein «normales» Verhältnis dazu zu entwickeln. Fachleute sprechen sich deshalb dafür aus, früh für das Thema zu sensibilisieren. Beim Besuch einer Schulklasse erfährt «Puls»-Host Tama James-Vakeesan, dass erste unfreiwillige Kontakte zu Pornobildern bereits mit sieben Jahren stattgefunden hatten. Ein schwieriger Moment für die junge Mutter. Pornografie und Partnerschaft – Risiko oder Chance? Die Sexual- und Paartherapeutin Ursina Donatsch erlebt in ihrem beruflichen Alltag, wie Pornografie Beziehungen belasten, aber auch bereichern kann. Ihr wichtigster Rat für Paare: darüber reden. «Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema Pornokonsum Ist mein Pornokonsum noch normal oder sollte ich mir Gedanken machen? Wie kann ich mit dem Thema in meiner Partnerschaft besser umgehen? Und wie soll ich reagieren, wenn Kinder oder Jugendliche mit pornografischen Inhalten konfrontiert wurden? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.