Archivradio – Geschichte im Original Archiv
1015 Episoden
67 Sekunden
"Ein reiner und unbefleckter Dienst bei Gott ist es, den Witwen und Waisen in ihrer Trübsal zu helfen" / ich wiederhole den Ausspruch mit dem der Heilige Vater sein Bild den Witwen und Waisenfonds gewidmet hat und bitte: Gedenket stets der Kinder jener Helden, die in treuer Pflichterfüllung ihr Leben für Kaiser und Vaterland geopfert haben."
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Verliest den Inhalt des Schreibens an ihn: Seine Majestät bedankt sich für das Wirken der Artillerie getreu ihren alten Ruf / Die mächtige Artillerieunterstützung wird von den anderen Truppenteilen dankbar aufgenommen | 28.10.1915
3 Minuten
Der Oberkommandierende der österreichischen Armee Erzherzog Friedrich gratuliert dem greisen österreichischen Kaiser zum Geburtstag. Er bekundet seine "schwärmerische Liebe und Verehrung".
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Hörbilder wurden auf Tonwalzen oder Wachsplatten gespeichert und sind bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Es gab bereits während des Ersten Weltkriegs Aufnahmen von Spielszenen, kurzen Lesungen oder humoristischen Einlagen.
3 Minuten
Zu den gängigen Melodien wie "Oh Tannenbaum" singt das Kabarett pseudolustige Verse. Die Gegner haben "die Hosen voll" und die Russen "kriegen was auf die Goschen". Das von einem unbekannten Sänger mit Klavier begleitete Lied von 1915 thematisiert die Anfangserfolge der Mittelmächte in den ersten beiden Kriegsjahren.
4 Minuten
"Nach dreitägigen Kämpfen holen wir zum letzten Schlag aus, um diese russische Position zu erstürmen. Soldaten, denkt an Eure Kameraden, die sich bisher geopfert haben, um uns den Weg hierher frei zu machen. Die Opfer dürfen nicht umsonst gewesen sein. [...]"
2 Minuten
Viele Nationalitäten des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn – Tschechen, Slowenen, Polen, Rumänen, Südslawen – standen den Gegnern des Habsburger Reiches durch Sprache und Kultur sehr nahe. Die Bestrebungen nach Eigenständigkeit werden vom Redner völlig ignoriert. Franz Graf Conrad von Hötzendorf (1852 - 1925) war seit 1906 Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabes. Er galt als Verfechter weitreichender Kriegsziele der k.u.k Monarchie und schlug bereits vor 1914 – vergeblich – Präventivkriege gegen Italien und Serbien vor. Die Konzentration von Truppen an der serbischen Grenze, während russische Armeen auf Galizien zumarschierten, war ein strategischer Fehler. Im Mai 1915 konnten die an Russland verlorenen Gebiete zwar zurückerobert werden, aber nur unter großen Verlusten. Seine Offensive gegen Italien 1916 endete mit einem Fehlschlag; die deutsche Heeresleitung übernahm den Oberbefehl an allen Fronten, Hötzendorf wurde 1917 zum Befehlshaber der Trentino-Front degradiert.
43 Minuten
Dem Volksrat der DDR liegt ein erster vollständiger Entwurf für eine Verfassung vor. Formal beansprucht diese DDR-Verfassung Gültigkeit für Gesamtdeutschland. Otto Grotewohl war zugleich Vorsitzender der SED als auch des Verfassungsausschusses. Grotewohl stellt den den Verfassungsentwurf als eine von alten Fehlern bereinigte Wiederauflage der Weimarer Verfassung dar. Ein Fehler sei damals die föderale Aufspaltung des Landes gewesen. Dies wolle man nun durch die Schaffung eines Zentralstaates verhindern. Ein weiterer Unterschied zu Weimar: Es gibt in der neuen Verfassung keine Gewaltenteilung zwischen Judikative und Legislative. Beide werden in der Institution Volkskammer zusammengeführt. Auch das begründet Grotewohl: Weitreichende Urteile über Staatsangelegenheiten dürften nicht nur in der Hand eines aus wenigen Personen bestehenden Staatsgerichtshofs liegen.
2 Minuten
François Mitterrand und Helmut Kohl reichen sich auf dem Gräberfeld von Verdun die Hände. Spontane Geste oder große Inszenierung? Im Dezember 1987 erzählt Kohl, welche Bedeutung das Treffen für ihn hatte.
3 Minuten
Die sechs Gründerstaaten Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnen in Paris den Vertrag über eine Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Paris.
28 Minuten
Die Beziehung Deutschland-Frankreich spielt für Europa heute wieder eine besondere Rolle. Diese Freundschaft fiel nicht vom Himmel – sie wurde mühsam erarbeitet. Das SWR2 Archivradio dokumentiert die Entwicklung in zahlreichen Originalaufnahmen. (SWR 2013/2018)
55 Minuten
Kurz nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo griff "ganz Europa" zu den Waffen. Auch im Deutschen Reich war die Kriegseuphorie hoch.
3 Minuten
Oktober 1914, ein Hörbild von einem Berliner Lazarett. Es ist der dritte Kriegsmonat, die deutschen Truppen stehen im Westen vor Paris, während der russische Angriff auf die Ostgrenze des deutschen Reiches durch Hindenburg zurückgeschlagen wurde. Im Hörbild hat einer der Soldaten eine Armverletzung, will aber, wie die anderen Soldaten auch, schnell wieder an die Front. Das Hörbild endet mit dem patriotischen Gesang „Die Wacht am Rhein“. (24.10.1914)
3 Minuten
Auch die Unterhaltungsmusik stand im Ersten Weltkrieg im Zeichen der Propaganda, hier in Form des Liedes "Die Serben sind alle Verbrecher". Komponist war Walter Kollo – der Vater von Willi Kollo und damit Großvater von René Kollo. Es handelt sich um eine Verballhornung von "Die Männer sind alle Verbrecher" aus der Operette "Wie einst im Mai". Der Refrain spricht für sich: "Die Serben sind alle Verbrecher, ihr Land ist ein finsteres Loch. Die anderen sind noch viel frecher, aber Dresche kriegen sie doch." Der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie waren am 28. Juni 1914 in Sarajevo vom serbischen Nationalisten Gavrilo Princip ermordet worden. Das Attentat löste die Julikrise aus, die wiederum zum Ersten Weltkrieg führte.
55 Minuten
Vom "stummen Frühling" 1962 bis zu gefährlichen Greenpeace-Einsätzen, von der Gründung der "Grünen" bis zur Rio-Konferenz 1992: Die Ökobewegung in Originaltönen.
Archivradio – Geschichte im Original
Das Archivradio macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Historische Tonaufnahmen und Radioberichte vom Ersten Weltkrieg bis (fast) heute.