In dieser Folge sprechen wir über den Relaunch des Berlin International College (BIC). Das Projekt umfasste Rebranding, Webdesign, Microcopy, Content, Webentwicklung, SEO und GEO und ging nach rund 5,5 Monaten live. Nach dem Relaunch stiegen die SEO-Klicks nach kurzer Zeit um mehr als 30 %, die Klicks aus ChatGPT lagen knapp 2,5-mal so hoch und BIC meldete deutlich mehr initiale Anfragen.
Die wichtigsten Learnings aus dem Projekt:
– User Research sollte vor dem Design kommen. Fünf ehemalige Teilnehmer wurden interviewt und testeten die alte Website. 4 von 5 hatten Probleme dabei, den passenden BIC-Kurs für ihren späteren Studiengang zu finden. Genau diese zentrale Nutzerfrage wurde deshalb zu einem Schwerpunkt im neuen UX-Konzept.
– Die eigentliche Motivation der Zielgruppe muss im Zentrum stehen. Die Nutzer wollen nicht primär ein Studienkolleg besuchen, sondern anschließend in Deutschland studieren. BIC musste deshalb als Brücke zu diesem eigentlichen Ziel positioniert werden. Gleichzeitig zeigten die Interviews, dass Berlin, das englischsprachige Angebot, persönliche Unterstützung und ein Gefühl von Sicherheit wichtige Entscheidungsfaktoren sind.
– Frühes Feedback spart teure Schleifen. Statt das komplette Branding fertig auszuarbeiten, wurde nach rund sechs Wochen ein erster Style Draft vorgestellt. So konnten Farben, Typografie, Logo und visuelle Richtung früh validiert und angepasst werden.
– Fokuswochen können Designprozesse deutlich beschleunigen. Das komplette Webdesign entstand innerhalb von fünf Tagen. Voraussetzung waren schnelle Entscheidungen und kurze Feedbackwege auf beiden Seiten.
– Das CMS sollte zum Kunden passen, nicht umgekehrt. BIC wollte Preise, Kursbeschreibungen und Inhalte selbst pflegen. Deshalb wurden mehrere CMS hinsichtlich Bedienbarkeit, Kosten und Arbeitsweise verglichen. Am Ende entstand eine Headless-Lösung mit Prismic und Next.js sowie festen Components, die Flexibilität ermöglichen und gleichzeitig das Branding schützen.
– Eine gute Übergabe ist Teil der Entwicklung. Statt nur Dokumentation zu übergeben, wurden drei Schulungen durchgeführt und aufgezeichnet. So kann das Team die Website langfristig eigenständig pflegen.
– SEO-Content sollte nicht nur Suchvolumen bedienen. Neben Keyword Research und Keyword Mapping flossen Userfragen und die tatsächliche Customer Journey in die Content-Planung ein. So entstanden zusätzliche Produkt-, Kategorie- und Informationsseiten, die sowohl Suchnachfrage als auch echte Unsicherheiten der Nutzer adressieren.
– Klare Sprache hilft Nutzern und KI-Systemen. Inhalte wurden stärker strukturiert, wichtige Kerninformationen früh platziert und Absätze so verfasst, dass sie möglichst auch für sich verständlich sind. Komplexe Satzkonstruktionen wurden dort vermieden, wo eine klare Antwort wichtiger ist.
– GEO ist nicht nur Onpage-Optimierung. Neben klareren Inhalten spielen Backlinks, Mentions, Bestenlisten, Markenattribute und der Kontext eine Rolle, in dem eine Marke auf Drittseiten auftaucht. Gerade bei BIC waren externe Quellen relevant, weil teilweise falsche oder unpassende Informationen über die Marke im Netz standen. Nach dem Relaunch kamen mehr Klicks aus ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity.
– Ein Relaunch funktioniert am besten ganzheitlich. User Research beeinflusste Design und Content, die Informationsarchitektur musste gleichzeitig Nutzerbedürfnisse und Suchthemen abdecken, das CMS musste intern funktionieren und SEO sowie GEO wurden nicht erst nachträglich ergänzt.
Mehr über Ucentric Media:
https://www.ucentric-media.de/
Zur Website vom Berlin International College:
https://www.berlin-international-college.de
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