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Episoden

46 Minuten
„O Meine Diener, die ihr maßlos gegen euch selbst gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit.“ (Az-Zumar 39:53)

Allah spricht hier nicht die an, die keine Fehler machen, sondern genau die, die gefallen sind. Wie können wir da so hart mit uns selbst und mit anderen sein?

In dieser Folge sprechen Walid und Diana über Vergebung. Sich selbst gegenüber, gegenüber anderen und in der Ehe. Und sie sind sich nicht in allem einig: Wie viel Nachsicht mit sich selbst ist gesund, und ab wann wird sie zur Ausrede? Ihr gemeinsamer Nenner: Vergebung ist kein Gefühl, auf das man wartet. Sie ist eine Entscheidung. Und wer erst rein sein will, bevor er betet, hat nicht verstanden, dass das Gebet selbst reinigt.

Dazu die Geschichte von Abu Bakr (ra), der Mistah nicht mehr unterstützen wollte, nachdem dieser die Verleumdung gegen Aisha (ra) verbreitet hatte, bis An-Nur 24:22 herabkam. Yusuf (a.s.), der seinen Brüdern aus einer Machtposition heraus vergab. Und Wahshi, dem der Prophet ﷺ den Tod von Hamza (ra) vergab und den er trotzdem bat, sein Gesicht von ihm fernzuhalten.

Dann wird es ehrlich. Wo liegt in einer Ehe die Grenze? Wenn die Verletzungen des anderen als Munition benutzt werden. Wenn jemand nicht bereit ist, an sich zu arbeiten. Und bei Untreue.

Zum Schluss: Wer den Eltern oder der eigenen Vergangenheit vergibt, sagt damit nicht, dass es in Ordnung war. Nur, dass es nicht mehr das eigene Leben bestimmt.

In der nächsten Folge geht es um das, was davor passiert: die kleinen Schritte, vor denen Allah warnt, wenn Er sagt „Nähert euch nicht …“.

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Möge Allah uns vergeben und uns zu Menschen machen, die vergeben.
50 Minuten
Du siehst das Ergebnis. Nicht die Busfahrten, die Nächte, die Prüfungen dahinter.

In dieser Folge sprechen Walid und Diana über Neid, eine der ältesten Sünden der Menschheit. Über Qabil und Habil (Sure Al-Maida 5:27–30), über Iblis, bei dem neben dem Hochmut auch Neid mitspielte, und über die Brüder von Yusuf (a.s.), die glaubten, mehr Liebe ihres Vaters zu bekommen, wenn ihr Bruder verschwindet.

Imam Al-Ghazali unterscheidet zwei Formen: Hasad, der Wunsch, dass dem anderen etwas genommen wird. Und Ghibta, sich dasselbe zu wünschen, ohne es dem anderen zu missgönnen. Die moderne Psychologie trennt genauso zwischen gutartigem und bösartigem Neid. Und schon Hesiod beobachtete vor 2.700 Jahren: Man beneidet nicht den König, sondern den Nachbarn.

Dazu: warum Yaqub (a.s.) zu Yusuf sagte „Erzähl es nicht deinen Brüdern” – und was das über das böse Auge verrät. Warum Neid den Blick immer nach außen richtet statt in den Spiegel. Und Al-Ghazalis bittere Medizin: Zwing deine Zunge, den zu loben, den du beneidest.

Zum Schluss die Frage, die in der Ehe alles entscheidet: Neid zwischen Partnern? Walid erzählt, was es für ihn bedeutet hat, dass Diana in seinen Studienjahren mehr an ihn geglaubt hat als er selbst.

Welche Themen wollt ihr als Nächstes hören? Schreibt es uns in die Kommentare oder auf Instagram.

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Möge Allah unsere Herzen vom Neid reinigen.
53 Minuten
17 Folgen über Disziplin, Verantwortung, Streit und Schulden. Heute die andere Hälfte, über die wir fast nie gesprochen haben.

Walid und Diana sprechen darüber, warum Zärtlichkeit nach Jahren leise verschwindet, obwohl die Liebe noch da ist – und wie aus einem Liebespaar ein Logistik-Team wird, das nur noch über Termine, Einkäufe und Kinder redet.

Im Mittelpunkt steht die Sunnah der Nähe: der Prophet ﷺ, der mit Aisha (ra) um die Wette lief, Jahre später gewann und lachend sagte: „Das ist für damals.” Dazu Ar-Rum 30:21, wo Allah Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen Eheleuten eines Seiner Zeichen nennt.

Es geht um die Frage, warum Zärtlichkeit für viele Männer aus unseren Kulturkreisen peinlich ist, um Humor als Treiber der Ehe, und darum, was für jeden von euch eigentlich Zärtlichkeit bedeutet.

Disziplin baut eine Ehe. Zärtlichkeit macht, dass man darin wohnen will. Und sie ist Sunnah, keine Schwäche.

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Möge Allah eure Ehen mit Mawadda und Rahma füllen.
1 Stunde 8 Minuten
Die gefährlichste Form von Undiszipliniertheit ist nicht, dass du etwas nicht tust. Sondern dass du es auf morgen verschiebst und dass daraus eine Gewohnheit wird.

In dieser Folge sprechen Walid und Diana über Aufschieben: in der Ehe, in der Persönlichkeit, im Deen. Darüber, dass Prokrastination selten Faulheit ist, sondern meistens ein Schutz vor einem unangenehmen Gefühl, das man damit nur an sein zukünftiges Ich weiterreicht. Und darüber, was in einer Ehe passiert, wenn das wichtige Gespräch immer wieder auf morgen verschoben wird: Distanz, die irgendwann normal wird.

Es geht um James Clear („Löse dich vom Verlangen, wenn du nicht bereit bist, den Prozess zu gehen”), um Rocky-Cutscenes und Picassos 100.000 Bilder, um Imam Al-Ghazali und Sigmund Freud und um die vier halal Dinge, die im Übermaß das Herz vergiften. Dazu der Hadith „Nutze fünf, bevor fünf kommen” und An-Najm 53:39: Dem Menschen kommt sein eigenes Bemühen zu.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Ka’b ibn Malik, der die Schlacht von Tabuk verpasste – nicht aus Feigheit, sondern weil er sich jeden Tag sagte: Ich bereite mich morgen vor. Und der danach als Einziger keine Ausrede erfand. 50 Tage Boykott, dann At-Tauba 9:118.

Walid erzählt, wie dieser Podcast monatelang in der Vorbereitung hing, bis eine spontane erste Folge mehr bewegte als alles Lesen davor.

Die Botschaft: Bereit sein ist keine Gefühlslage. Es ist eine Entscheidung. Wer „nein” sagt, hat entschieden. Wer „morgen” sagt, hat die Entscheidung nur verschoben.

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Möge Allah eure Ehen mit Barakah füllen.
52 Minuten
Deine Freundin sagt nicht: „Dein Mann ist schlecht." Sie sagt nur: „Also das hätte ich mir nicht gefallen lassen."

Und Wochen später bewertest du eine Situation zu Hause plötzlich nach ihrem Maßstab.

In dieser Folge sprechen Walid und Diana darüber, wie stark die Menschen um uns herum unsere Ehe formen. Meist nicht durch einen großen Satz, sondern durch viele kleine. Diana vergleicht es mit dem Wasserglas beim Malen: Ein Pinselstrich macht es nicht trüb. Viele machen es irgendwann schwarz.

Es geht um den Hadith vom Moschusverkäufer und vom Schmied, darum, dass man aus keiner Freundschaft neutral rausgeht, und um das Herz als den Ort, an dem all das landet. Um die Frage, was man nach draußen trägt und was zu Hause bleibt - denn ihr habt euch längst versöhnt, aber die Person, der du den Streit erzählt hast, trägt ihn noch im Kopf.

Dazu: Khadija (r.a.), die den Propheten ﷺ nach der ersten Offenbarung einhüllte, bevor sie irgendeine Frage stellte. Der spartanische König, der auf seine Bürger zeigte und sagte: Das sind unsere Mauern. Und ein konkreter Rat an junge Paare: Fragt erfahrene Paare nicht, was sie heute tun - fragt, was sie in eurer Situation tun würden.

Und weil Umfeld in beide Richtungen wirkt: Wer anderen bei Eheproblemen einen Rat gibt, trägt Verantwortung dafür, was daraus wird.

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Möge Allah eure Ehen zu Mauern machen, die nichts erschüttern kann.
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Über diesen Podcast

Seelenverwandte mit Absicht: der Podcast für alle, die ihre Ehe nicht dem Zufall überlassen. Walid und Diana – verheiratet seit über 11 Jahren, zwei Töchter – sprechen offen über das, was eine Ehe wirklich trägt: Disziplin, Zusammenhalt, Wachstum und den Mut, gemeinsam durch schwierige Phasen zu gehen. Kein Coaching, keine Perfektion – nur zwei Menschen, die aus echten Höhen und Tiefen sprechen. Als muslimisches Ehepaar fließt der Islam als Fundament in viele Gespräche ein, aber der Podcast ist für jeden, der eine bewusste, starke Partnerschaft aufbauen möchte. Die besten Ehen werden gemacht!
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„Seelenverwandte mit Absicht“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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