In der ersten Folge von „Gedanken unterm Weltenbaum“ steht Yggdrasil im Mittelpunkt: die gewaltige Esche, die in der nordischen Mythologie den Kosmos verbindet.
An ihren Wurzeln liegen heilige Brunnen, in ihrer Krone leben Adler und Hirsche, und tief unter dem Baum nagt Nidhöggr am Holz. Yggdrasil trägt die Welten, obwohl der Baum selbst verletzlich ist und täglich gepflegt werden muss.
Was erzählt uns dieses Bild über unsere eigenen Wurzeln, über die verschiedenen Äste unseres Lebens und über das, was uns nährt oder an uns nagt?
Eine persönliche Reise führt außerdem zu einer verschlungenen Süntelbuche auf Rügen, die lange nur ein Fotomotiv war und schließlich zum Weltenbaum dieses Podcasts wurde.
Quellen und weiterführende Hinweise
Lieder-Edda: Völuspá, besonders Strophen 2, 19 bis 20 und der Abschnitt über Ragnarök; Grímnismál, besonders Strophen 29 bis 35; Hávamál, besonders Strophen 138 bis 141; Vafþrúðnismál zur Weltschöpfung und zu den Überlebenden Ragnaröks. Verwendete Ausgabe: Edward Pettit, The Poetic Edda, Open Book Publishers, 2023. Kostenfreie wissenschaftliche Ausgabe
Snorri Sturluson: Prosa-Edda, besonders Gylfaginning zur Entstehung der Welt, zu Yggdrasil und seinen drei Wurzeln, den Nornen, den Tieren am Weltenbaum sowie Ragnarök. Verwendete Übersetzung: Anthony Faulkes, Edda, Viking Society for Northern Research. Kostenfreie Ausgabe
• Snorri Sturluson: Prosa-Edda, insbesondere Gylfaginning. Entstanden im Island des 13. Jahrhunderts. Eine der wichtigsten schriftlichen Quellen zur nordischen Mythologie.
• Lieder-Edda / Poetische Edda: Sammlung altnordischer Götter- und Heldenlieder, überliefert vor allem im Codex Regius aus dem 13. Jahrhundert. Viele der enthaltenen Stoffe gehen auf ältere mündliche Traditionen zurück.
• Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. Kröners Taschenausgabe, Stuttgart. Standardwerk zu nordischer und kontinentalgermanischer Mythologie
• Vereinigte Domstifter: Die Merseburger Zaubersprüche. Informationen zur althochdeutschen Überlieferung und zu Wodan und weiteren Gestalten der vorchristlichen germanischen Götterwelt: Merseburger Dom
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