- Startseite
- Podcasts
- EVIDENCE in Motion Podcast
Episoden
22 Minuten
Ich behandle jeden Tag Menschen mit Nackenschmerzen. Und dann hat es mich selbst erwischt: 4–5 Tage Schmerzenmittel und Muskelrelaxanzien auf maximaler Dosis, die mich komplett ausgebremst haben. Als Chiropraktiker hätte ich mich einrenken lassen können. Habe ich aber nicht. Stattdessen: weiter bewegen, so gut es geht, Wärme, Tape, muskuläre Behandlung und Geduld. Warum ich diesen Weg gehe und was ich daraus für meine Patienten mitnehme, erzähle ich in unserer neuen Folge. Jetzt auf Spotify, Link in Bio. Wie gehst du mit akuten Nackenschmerzen um? Schreib’s in die Kommentare.
19 Minuten
Macht uns der Blick aufs Handy wirklich kaputt? Kurze Antwort: Wenn das so wäre, wären wir alle längst als Emoji wiedergeboren. Was wir wirklich sagen können (ohne Laborkittel, dafür mit eigener Erfahrung):
Das Handy ist selten der Endgegner. Eher so ein kleiner Trainingspartner, der dir still und heimlich zeigt, wo dein Körper gerade keinen Bock mehr hat. Zum Beispiel: der Daumen.
Daumensattelgelenksarthrose gibt’s tatsächlich - und nein, wir behaupten nicht: „Handy = Arthrose“.
Aber: Viel Scrollen, Tippen und dieses Dauer-Greifen kann den Daumen schon mal so fühlen lassen, als hätte er einen Nebenjob im Steinbruch. Und beim Nacken ist’s ähnlich:
Nicht der Bildschirm macht dich kaputt – sondern eher das, was wir dabei machen: • Lange statische Positionen (Kopf nach vorn, Schultern hoch) Nacken/Schulter melden sich • Wenig Positionswechsel Verspannung deluxe • Mehr Sitzen insgesamt Rücken und Allgemeinfitness so: „Hallo? Lebst du noch?“ • Augen: eher trocken/überfordert, weil man weniger blinzelt + viel Naharbeit (meist wieder gut zu beruhigen) Unser Fazit (nicht science-based, eher since-based):
Das Problem ist weniger „Handy ist böse“, sondern: Dosis + Haltung + fehlender Ausgleich. Oder anders: Das Handy zerstört dich nicht.
Aber es sammelt Beweise, wenn du dich stundenlang nicht bewegst.
33 Minuten
In dieser Sonderfolge schauen wir uns gemeinsam einen MRT-Befund an – so, wie es auch im Alltag oft passiert: Schritt für Schritt, verständlich und ohne zu sehr im Fachjargon zu versinken. Wir geben eine grobe Orientierung, wie man an die Auswertung herangehen kann, worauf man beim Blick auf die Bilder achtet und wie man typische Formulierungen im Befund grundsätzlich einordnet. Zusätzlich testen wir, was eine KI zu einzelnen MRT-Bildern sagt – und vergleichen das mit unserer eigenen Einschätzung. Passt das zusammen? Wo ist die KI hilfreich, wo wird’s ungenau? Am Ende gleichen wir alles mit dem radiologischen Befund ab, der uns vorliegt. Mit diesem Sonderfolgen-Format wollen wir euch einfach mal Einblicke in eine bestimmte Art unserer täglichen Arbeit geben: echte Befunde, echte Fragen, echte Einordnung. Wenn euch das interessiert, machen wir solche Folgen gern öfter – vielleicht sogar mal mit deinem Scan (wenn du das möchtest).
28 Minuten
In dieser Folge sprechen wir darüber, was Hyaluronsäure-Injektionen ins Knie bei Arthrose leisten können: Für manche ist es eine Möglichkeit, Schmerzen zu reduzieren und Bewegung wieder angenehmer zu machen – aber es ist kein „Knorpelaufbau“ und keine Wunderlösung. Wir ordnen ein, wann Hyaluron eventuell Sinn machen kann. Die Wirkung ist individuell, oft zeitlich begrenzt und nicht garantiert. Außerdem teilen wir klar, wie wir dazu stehen: pragmatisch, aber kritisch. Für uns ist Hyaluron eher ein Tool im Werkzeugkasten – entscheidend bleibt langfristig ein Plan aus Bewegung, Kraftaufbau, Belastungssteuerung und realistischen Erwartungen. Und natürlich schweifen wir auch ab, verlieren den Faden und kommen dann aber auch irgendwie wieder zum Thema zurück.
22 Minuten
Kann eine KI Jans Job als Radiologe übernehmen?
Wir klären, ob demnächst ein Algorithmus „Bitte tief einatmen… und nicht bewegen“ sagt und ob Jan dann arbeitslos ist oder endlich mal pünktlich Feierabend hat.
Zwischen MRT, Mustererkennung und menschlichem Bauchgefühl reden wir darüber, was KI wirklich kann, wo sie glänzt und wo sie (noch) komplett danebenliegt. Eure 3 Spezies von der Tanke, Glückauf.
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.
Über diesen Podcast
Evidence in Motion ist der Podcast an der Schnittstelle von
Medizin, Praxis und Realität: drei Perspektiven, ein Ziel –
Beschwerden besser verstehen und Menschen wirksamer unterstützen.
Ein Physiotherapeut/Sportphysiotherapeut (u. a. Osteopathie,
Chiropraktik, sektoraler HP), ein Physiotherapeut (sektoraler HP)
und ein Radiologe (u. a. Chiropraktik) bringen zusammen, was im
Gesundheitswesen oft getrennt gedacht wird: Bildgebung, klinische
Untersuchung, Therapieentscheidungen und der Alltag in Praxis und
Versorgung. Wir sprechen darüber, wie Radiologie und andere
bildgebende Verfahren in der Therapie wirklich helfen können – und
wann sie eher verwirren als klären. Wir diskutieren, was Befunde
bedeuten (und was nicht), warum Menschen trotz „unauffälliger“
Bilder Schmerzen und Einschränkungen haben, und wie man
Unsicherheit in klare, verantwortungsvolle nächste Schritte
übersetzt. Neben Diagnostik und Therapie geht es auch um das, was
selten offen ausgesprochen wird: finanzielle und strukturelle
Herausforderungen im Gesundheitssystem – und wie sie
Entscheidungen, Zeit, Qualität und Versorgung beeinflussen. Und
weil Medizin nicht im Lehrbuch stattfindet, sondern in Menschen:
Wir beleuchten auch unsere eigenen Geschichten – die Wege, Umwege
und Aha-Momente, die uns geprägt haben. Dazu gehören unsere Hobbys,
Vorlieben und Perspektiven außerhalb der Praxis, denn genau dort
entstehen oft die besten Vergleiche, die ehrlichsten Einsichten und
der Blick fürs Wesentliche. Evidence in Motion steht für einen
„richtigen“ Weg, der nicht dogmatisch ist, sondern ehrlich,
evidenzorientiert und menschlich: mit klinischer Erfahrung,
wissenschaftlichem Blick und dem Mut, Grauzonen auszuhalten. Für
Therapeut:innen, Ärzt:innen – und für alle, die verstehen wollen,
was hinter Beschwerden steckt.
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.