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Reflektor Archiv
233 Episoden
1 Stunde 27 Minuten
Es ist wohl recht ungewöhnlich, dass eine Rap-Formation ein 94-jähriges Mitglied hat. In der Band Microphone Mafia singt neben den Rappern Kutlu Yurtseven und Rossi Pennino auch Esther Bejarano, deren Liebe zur Musik und ihr politischer Auftrag stärker s
Es ist wohl recht ungewöhnlich, dass eine Rap-Formation ein 94-jähriges Mitglied hat. In der Band Microphone Mafia singt neben den Rappern Kutlu Yurtseven und Rossi Pennino auch Esther Bejarano, deren Liebe zur Musik und ihr politischer Auftrag stärker sind als irgendwelche Konventionen. Esther Bejarano spielte im Mädchenorchester von Auschwitz und schaffte es, sich ihre Liebe zur Musik zu erhalten. Im Gespräch mit Jan Müller berichtet sie von ihrer Kindheit im Saarland, ihrem Überleben in Auschwitz und von ihrem Leben nach der Naziherrschaft. Aus der Sicht von Jan hat diese Folge gerade im aktuellen politischen Kontext eine besondere Relevanz: „Bis vor einigen Jahren war ich der Ansicht, dass ein Neuer Faschismus in Deutschland nicht möglich ist. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich bitte alle diejenigen, die dieser Tage in einem abgeklärtem Tonfall von Panikmache sprechen, Frau Bejarano in dem Gespräch gut zuzuhören.“
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Es ist wohl recht ungewöhnlich, dass eine Rap-Formation ein 94-jähriges Mitglied hat. In der Band Microphone Mafia singt neben den Rappern Kutlu Yurtseven und Rossi Pennino auch Esther Bejarano, deren Liebe zur Musik und ihr politischer Auftrag stärker sind als irgendwelche Konventionen. Esther Bejarano spielte im Mädchenorchester von Auschwitz und schaffte es, sich ihre Liebe zur Musik zu erhalten. Im Gespräch mit Jan Müller berichtet sie von ihrer Kindheit im Saarland, ihrem Überleben in Auschwitz und von ihrem Leben nach der Naziherrschaft. Aus der Sicht von Jan hat diese Folge gerade im aktuellen politischen Kontext eine besondere Relevanz: „Bis vor einigen Jahren war ich der Ansicht, dass ein Neuer Faschismus in Deutschland nicht möglich ist. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich bitte alle diejenigen, die dieser Tage in einem abgeklärtem Tonfall von Panikmache sprechen, Frau Bejarano in dem Gespräch gut zuzuhören.“
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2 Stunden 34 Minuten
In dieser Folge spricht Jan Müller mit Mille Petrozza von der Band Kreator. Mille Petrozza wurde 1967 als Miland Petrozza in Essen geboren. Aus einem musikbegeisterten Eltenhaus kommend, gründete er 1982 seine erste Band Tyrant, die im Jahr 1985 unter de
In dieser Folge spricht Jan Müller mit Mille Petrozza von der Band Kreator. Mille Petrozza wurde 1967 als Miland Petrozza in Essen geboren. Aus einem musikbegeisterten Eltenhaus kommend, gründete er 1982 seine erste Band Tyrant, die im Jahr 1985 unter dem Namen Kreator ihr Debut-Album „Endless Pain“ veröffentlichte. Kreator zählen neben den amerikanischen Bands Metallica, Slayer, Anthrax und Megadeth zu den Begründern des Thrash-Metal-Genres, das sich durch schnell gespielten Heavy Metal mit Punk- und Hardcore-Einflüssen auszeichnet. Das 1986 veröffentlichte Album „Pleasure to Kill“ gilt als Meilenstein des Thrash-Metal und bringt der Band weltweit Erfolg ein. Es folgen über ein dutzend Alben und nahezu 2000 Konzerte in 65 Ländern. Das aktuelle Album „Gods of Violence“ erreichte sogar den ersten Platz der deutschen Album-Charts. In der Musik von Kreator kann man trotz aller Genre-Formatierungen eine erfrischende Offenheit feststellen, die jenseits der obligatorischen Metal-Vokabeln auf engagierte und politisch aufmerksame Menschen schließen lassen. Diese Zugewandtheit ist es, die Mille neben dem Talent im musikalischen Bereich zu einem interessanten Gesprächspartner machen.
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1 Stunde 7 Minuten
In dieser Folge spricht Jan Müller mit dem Österreichischen Musiker Marco Wanda, der im Jahr 1987 als Michael Marco Fitzthum in Wien geboren wurde und im Jahr 2012 die Band Wanda gründete, die ihren Namen bei der Wiener Zuhälterin Wanda Kuchwalek entlieh
In dieser Folge spricht Jan Müller mit dem Österreichischen Musiker Marco Wanda, der im Jahr 1987 als Michael Marco Fitzthum in Wien geboren wurde und im Jahr 2012 die Band Wanda gründete, die ihren Namen bei der Wiener Zuhälterin Wanda Kuchwalek entlieh. Die Ambivalenz von Euphorie und Niedergeschlagenheit, von Noblesse und Verletzlichkeit sind Merkmale der Band Wanda. Der Schmäh ihrer Texte, den Marco im charmanten wiener Dialekt vorträgt, verleihen der Gruppe zusätzliche Größe. Marco scheint mit seiner ganzen Person, seinem ganzem Wesen diesem Projekt verhaftet zu sein. Diese Konsequenz und sein Charisma sind es auch, die ihn zu einer besonderen Person im heute oft so stromlinienförmigen Pop-Geschäft machen.
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1 Stunde 54 Minuten
Annette Benjamin ist eine Ikone der deutschsprachigen Punk- und Rockmusik. Mit ihrer Band Hans-A-Plast lieferte sie Ende der 70er Jahre einen Aufschrei und zerriss mit ihrer starken Präsenz und Songs wie „Rock‘n‘Roll Freitag, „Lederhosentyp“ oder „Hau ab
Annette Benjamin ist eine Ikone der deutschsprachigen Punk- und Rockmusik. Mit ihrer Band Hans-A-Plast lieferte sie Ende der 70er Jahre einen Aufschrei und zerriss mit ihrer starken Präsenz und Songs wie „Rock‘n‘Roll Freitag", „Lederhosentyp“ oder „Hau ab, Du stinkst“ das Korsett weiblicher Bravheit. Annette Benjamin gelang es mit Hans-A-Plast, feministische Themen ohne Zeigefinger in ihre Musik zu integrieren. Sexualität war ein wichtiges Sujet für die Band aber sie waren nie sexistisch, sie waren eine Befreiung von Verklemmungen für sich selbst und für ihre Hörerinnen und Hörer. Nach über 35 Jahren blickt Annette Benjamin im persönlichen Gespräch mit Jan Müller zurück auf die Anfänge der Punkbewegung, die sich ändernde Rolle der Frau und die Kraft emanzipatorischer und feministischer Bewegungen in der Musik.
Hörer*innen-Umfrage:
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2 Stunden
Die Sängerin Annett Louisan steht für abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Musik im Grenzbereich zwischen Chanson, Pop und Schlager. Ihre ernsten, bewegenden und mitunter melancholischen sowie auch ihre humoristischen Songs zeichnen sich durch e
Die Sängerin Annett Louisan steht für abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Musik im Grenzbereich zwischen Chanson, Pop und Schlager. Ihre ernsten, bewegenden und mitunter melancholischen sowie auch ihre humoristischen Songs zeichnen sich durch eine sprachliche Genauigkeit aus, die in moderner Popmusik immer seltener zu finden ist. Obwohl Reflektor-Host Jan Müller mit seiner eigenen Band Tocotronic aus einer ganz anderen musikalischen Richtung stammt, empfindet er große Sympathie und Respekt für die Künstlerin und stellte im Gespräch mit ihr fest, dass Annett Louisan ein wunderbarer und kluger Gesprächspartner ist.
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2 Stunden 6 Minuten
Frank Z wurde 1957 in Hamburg geboren. Neben seiner 40-Jährigen Mitgliedschaft in der Band Abwärts war er eine der Schlüsselfiguren der frühen Hamburger Punk-Szene. Z ist seit 1979 Sänger, Texter und Gitarrist von Abwärts und das einzige noch in der Band
Frank Z wurde 1957 in Hamburg geboren. Neben seiner 40-Jährigen Mitgliedschaft in der Band Abwärts war er eine der Schlüsselfiguren der frühen Hamburger Punk-Szene. Z ist seit 1979 Sänger, Texter und Gitarrist von Abwärts und das einzige noch in der Band verbliebene Gründungsmitglied. Schon das erste Album enthielt den hellsichtigen Hit „Computerstaat“. Bis heute folgten 12 weitere reguläre Alben, darunter für die deutsche Populär-Musikgeschichte wichtige Tonträger wie „Amok Koma“ (1980), „Der Westen ist einsam“ (1982) und „Ich sehe die Schiffe den Fluss herunterfahren“ (1990). Das aktuelle Album “Smart Bomb” ist 2018 erschienen. "Mich fasziniert, wie es Frank Z gelang, mit Abwärts ein derart konsequentes Bandprojekt zu kreieren.", sagt Reflektor-Host Jan Müller. Kein anderer deutscher Sänger verstehe es, den Ekel vor den allgemeinen Zuständen vergleichbar prägnant, sarkastisch und sexy auf den Punkt zu bringen. Ebenfalls auffällig: Das bei Abwärts von Beginn an hohe spielerische Niveau. Zunächst Punk- und Wave-Band mit avantgardistischen Einflüssen, berührte Z mit Abwärts über die Jahre auch die Genres Elektropop, Rock, Metal und Industrial.
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1 Stunde 43 Minuten
Alphaville ist der seltene Glücksfall einer Pop-Band aus Deutschland - dem Land wo selbst Punk und Techno-Acts meist mehr nach Schlager als nach Pop klingen. Zwei Jahre nach Bandgründung wurden Alphaville 1984 mit ihrem Debütalbum Forever Young zu Weltst
Alphaville ist der seltene Glücksfall einer Pop-Band aus Deutschland - dem Land wo selbst Punk und Techno-Acts meist mehr nach Schlager als nach Pop klingen. Zwei Jahre nach Bandgründung wurden Alphaville 1984 mit ihrem Debütalbum "Forever Young" zu Weltstars und Songs wie „Big in Japan“ und „Forever Young“ wurden zu Hits und gehören bis heute zu international gefeierten Klassikern. Jan Müller spricht in der ersten Folge von Reflektor mit Marian Gold über die Anfänge der Band, den großen Erfolg und die außergewöhnlichen Wege, die Alphaville und Marian Gold kreativ und menschlich bis heute beschreiten.
Alle Songs, die im Gespräch genannt werden, findet ihr in der Reflektor Playlist.
Schreibt uns gerne eure Meinung zur Playlist unter reflektor@studio-bummens.de
Exklusive Bonusfolgen und alle Folgen werbefrei und früher gibt’s für Mitglieder im Klub Reflektor.
Und hier findet ihr Jan bei Instagram
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Alphaville ist der seltene Glücksfall einer Pop-Band aus Deutschland - dem Land wo selbst Punk und Techno-Acts meist mehr nach Schlager als nach Pop klingen. Zwei Jahre nach Bandgründung wurden Alphaville 1984 mit ihrem Debütalbum "Forever Young" zu Weltstars und Songs wie „Big in Japan“ und „Forever Young“ wurden zu Hits und gehören bis heute zu international gefeierten Klassikern. Jan Müller spricht in der ersten Folge von Reflektor mit Marian Gold über die Anfänge der Band, den großen Erfolg und die außergewöhnlichen Wege, die Alphaville und Marian Gold kreativ und menschlich bis heute beschreiten.
Alle Songs, die im Gespräch genannt werden, findet ihr in der Reflektor Playlist.
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4 Minuten
Darf Punk erfolgreich sein? Wie passen Pop und Wahrhaftigkeit zusammen? Was geschieht nach der Verwandlung zum Weltstar? In „Reflektor“ führt Jan Müller substanzielle Gespräche mit Musiker*innen und reflektiert das Leben und Werk seiner Gäste. Das TalkfoDarf Punk erfolgreich sein? Wie passen Pop und Wahrhaftigkeit zusammen? Was geschieht nach der Verwandlung zum Weltstar? In „Reflektor“ führt Jan Müller substanzielle Gespräche mit Musiker*innen und reflektiert das Leben und Werk seiner Gäste. Das Talkformat setzt sich bewusst von dem üblichen Frage-Antwort-Schema eines Interviews ab und sucht das persönliche Gespräch.
Jan Müller ist seit über 25 Jahren Mitglied der Band Tocotronic. Er ist mit dem Format des Interviews bestens vertraut und kann sich als Fragender gut in die Perspektive seiner Gäste hineinversetzen. Die persönliche Auswahl seiner Gesprächspartner*innen bildet die Grundlage für authentische Gespräche, die stets von Interesse und Respekt geprägt sind. Mit “Reflektor” startet Jan seinen ersten Podcast.
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Jan Müller ist seit über 25 Jahren Mitglied der Band Tocotronic. Er ist mit dem Format des Interviews bestens vertraut und kann sich als Fragender gut in die Perspektive seiner Gäste hineinversetzen. Die persönliche Auswahl seiner Gesprächspartner*innen bildet die Grundlage für authentische Gespräche, die stets von Interesse und Respekt geprägt sind. Mit “Reflektor” startet Jan seinen ersten Podcast.
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