BlackBox - Psychologie der Extreme Archiv
292 Episoden
13 Minuten
Heute haben wir unser eigenes Unnormal mitgebracht. Denn eigentlich läuft bei uns beiden gerade alles richtig gut. Trotzdem schleicht sich immer wieder der Gedanke ein: Das kann doch nicht so bleiben. Irgendetwas Schlimmes muss doch bald passieren. In dieser Unnormal-Folge sprechen wir darüber, warum unser Gehirn selbst in glücklichen Phasen nach Gefahren sucht, weshalb sich Sorgen manchmal wie eine Vorbereitung auf schlechte Zeiten anfühlen und warum es uns so schwer fällt, die Ruhe einfach zu genießen.
1 Stunde 9 Minuten
Katherine Knight wächst in einem Umfeld auf, in dem Gewalt, Kontrolle und Alkohol zum Alltag gehören. Später ziehen sich ähnliche Muster durch ihre eigenen Beziehungen: Konflikte eskalieren, Trennungen werden kaum akzeptiert und Nähe scheint immer wieder mit Macht und Kontrolle verknüpft zu sein. In dieser Folge schauen wir uns an, wie sich Vorstellungen darüber entwickeln können, wie Beziehungen und Konflikte „funktionieren“. Was passiert, wenn jemand früh lernt, dass der Stärkere gewinnt, dass Nachgeben Schwäche bedeutet und dass man sich nehmen muss, was man bekommen möchte? Wir sprechen darüber, wie solche Glaubenssätze Wahrnehmung und Verhalten prägen können, warum Menschen immer wieder in ähnliche Beziehungsmuster geraten und welche Rolle Gewalt, Besitzanspruch, Kontrolle und Kränkung dabei spielen können. Am Fall von Katherine Knight schauen wir außerdem darauf, wie sich diese Muster über Jahre zuspitzen - bis hin zu einer Tat, die selbst innerhalb der Kriminalgeschichte Australiens heraussticht. TRIGGERWARNUNG: psychische und physische Gewalt,Gewalt an Tieren, deutliche Beschreibung eines Tötungsdeliktes. Bitte achtet auf euch und eure Gefühle!
14 Minuten
Bleibst du, wenn ich mich zurückziehe? Kämpfst du um mich, wenn ich schwierig werde? Bin ich dir wichtig genug? In dieser Folge "unerhört" sprechen wir darüber, warum manche Menschen Beziehungen testen, obwohl sie genau wissen, dass sie damit etwas kaputtmachen können. Wir schauen darauf, was hinter diesem Bedürfnis nach ständiger Rückversicherung steckt, warum die Beruhigung danach oft nur kurz anhält und wie aus der Angst, verlassen zu werden, am Ende genau das entstehen kann, wovor man sich am meisten fürchtet.
58 Minuten
Fünf Männer vergewaltigen eine junge Frau, filmen Teile der Tat und berichten anschließend lachend davon in einem Gruppenchat. Der Fall La Manada erschütterte Spanien und löste eine landesweite Debatte über sexuelle Gewalt und Zustimmung aus. Angesichts der aktuellen Vorwürfe gegen sieben ehemalige Studenten der Cornell University stellen wir uns die Frage: Wie können mehrere Männer gemeinsam solche Taten begehen? Warum greift niemand ein? Und wie verbreitet sind Einstellungen, die sexuelle Gewalt verharmlosen oder rechtfertigen? Wir sprechen über Gruppendynamiken, moralische Rechtfertigungen und die Psychologie hinter sogenannten rape-supportive norms.
12 Minuten
Manche Menschen können sich stark für jemanden interessieren – bis klar wird, dass das Interesse erwidert wird. Plötzlich stören Eigenschaften, die vorher egal waren, die Anziehung nimmt ab oder Nähe fühlt sich einengend an. Zieht sich die andere Person wieder zurück, wird sie oft erneut interessanter. In dieser Unnormal-Folge geht es darum, warum gegenseitiges Interesse manchmal ausgerechnet dazu führt, dass Anziehung verschwindet. Wir sprechen darüber, welche Rolle Unsicherheit, Idealisierung, Bindungsvermeidung und Selbstwert dabei spielen können, warum unerreichbare Menschen oft besonders spannend wirken – und woran man erkennt, ob eine Person tatsächlich nicht passt oder ob vor allem die entstehende Nähe etwas auslöst.
1 Stunde
Ablösung von den eigenen Eltern gehört zum Erwachsenwerden – ist aber oft deutlich komplizierter, als es von außen wirkt. Besonders dann, wenn Erwartungen, Kontrolle, Schuldgefühle oder Angst vor Enttäuschung eine große Rolle spielen, kann Selbstständigkeit schnell zum Konflikt werden. In dieser Folge sprechen wir darüber, was psychologische Ablösung eigentlich bedeutet, warum sie manchen Menschen schwerer fällt als anderen und welche Rolle familiäre Dynamiken, Leistungserwartungen und Autonomie dabei spielen. Wir schauen darauf, wie sich gesunde Abgrenzung entwickelt, warum Schuldgefühle diesen Prozess erschweren können und was passiert, wenn ein eigenes Leben und die Erwartungen der Familie immer weiter auseinandergehen. Außerdem erzählen wir den Fall Jennifer Pan, die über Jahre ein Doppelleben vor ihren Eltern führte, bis die Situation schließlich eskalierte. An ihrem Fall schauen wir darauf, wie Kontrolle, Abhängigkeit, Täuschung und fehlende Ablösung miteinander verwoben sein können.
15 Minuten
Was, wenn man die eigene Familie liebt – und sich trotzdem für sie schämt? Vielleicht für ihre Art zu reden, ihr Verhalten, ihren sozialen Status oder dafür, wie sie auf andere wirken. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Scham so eng mit Zugehörigkeit und dem eigenen Selbstbild verbunden ist, wie soziale Vergleiche und Erwartungen von außen dieses Gefühl verstärken können und warum man sich manchmal innerlich von der eigenen Herkunft distanziert.
1 Stunde 3 Minuten
"Bulimie bleibt oft lange unsichtbar. Betroffene können nach außen völlig unauffällig wirken, während sich im Hintergrund ein Kreislauf aus Essanfällen, Kontrollverlust, Erbrechen, Scham und dem Versuch entwickelt, wieder Kontrolle zu gewinnen. In dieser Folge sprechen wir darüber, was Bulimie eigentlich ist, wie sie sich zeigt und warum sie körperlich deutlich gefährlicher sein kann, als viele denken. Wir erklären, welche Folgen häufiges Erbrechen für Herz, Elektrolythaushalt, Zähne und Verdauung haben kann, welche psychischen Mechanismen die Erkrankung aufrechterhalten und wie Bulimie heute behandelt wird. Außerdem erzählen wir einen Crime-Fall, in dem eine Essstörung Teil einer deutlich komplexeren psychischen Dynamik wird – und schauen darauf, wie verschiedene Symptome, Impulsivität und Selbstschädigung zusammenwirken können."
16 Minuten
"Unsere Hörerin weiß, dass ihre Mutter gestorben ist. Trotzdem taucht immer wieder der Gedanke auf: Was, wenn sie doch noch lebt? Was, wenn sie gar nicht wirklich tot war und irgendwann wieder vor der Tür steht? In dieser Unnormal-Folge sprechen wir darüber, warum man einen Verlust rational verstanden haben kann, während sich ein Teil von einem trotzdem noch so verhält, als könnte die verstorbene Person zurückkommen. Wir schauen uns an, warum Trauernde Verstorbene manchmal noch innerlich „suchen“, ihre Anwesenheit spüren oder für einen Moment vergessen, dass sie nicht mehr da sind."
1 Stunde 25 Minuten
"Was passiert, wenn BlackBox auf Herz über Kopf trifft? In dieser Crossover-Folge haben wir Mascha zu Gast – und diesmal bringt nicht nur ihr eure Geschichten mit, sondern auch sie. Gemeinsam sprechen wir über eine neue „Unerhört“- und eine „Unnormal“-Nachricht aus der BlackBox-Community und über zwei Geschichten, die Mascha mitgebracht hat. Es geht um Beziehungen, Gefühle, Verhaltensweisen, die man vielleicht nicht sofort versteht - und um die Frage, wer hier eigentlich das ""Arschloch"" ist. Falls euch die Folge gefallen hat, hört gerne auch bei „Herz über Kopf“ rein - dort spricht Mascha über die großen und kleinen Fragen, die uns in unseren Beziehungen zu anderen Menschen beschäftigen – von Liebe und Dating über Freundschaften und Familie bis hin zu Trennungen, Konflikten und allem, was dazwischen so passiert. Hier kommt ihr direkt zu Maschas Podcast: https://open.spotify.com/show/444DTF8Noiebl8Kp64ni7X?si=f7bcc4a924e54205 Und hier gehts zu unserer gemeinsamen (seeehr langen) Folge bei ""Herz über Kopf"": https://open.spotify.com/episode/5NFjayPjOAseIx0bPqfi05?si=c19eb2349a764fb7 "
15 Minuten
Ausgerechnet in der Therapie ehrlich zu sein, fällt vielen Menschen schwer. Manche verschweigen Dinge, beschönigen Situationen oder erzählen Erlebnisse anders, als sie tatsächlich passiert sind. In dieser Unerhört-Folge geht es darum, warum Menschen ihre TherapeutInnen belügen, welche Rolle Emotionen wie Scham oder Angst vor Bewertung und der Wunsch nach Kontrolle spielen und ob wir selbst das auch schon erlebt haben. Außerdem sprechen wir darüber, ob Unehrlichkeit den Therapieerfolg gefährdet – und warum selbst das Verschweigen manchmal schon etwas Wichtiges über die eigene psychische Dynamik verrät.
58 Minuten
"1963 beschließt der 17-jährige Randy Gardner für ein Schulprojekt, elf Tage lang nicht zu schlafen. Was zunächst wie ein ziemlich verrücktes Experiment beginnt, verändert nach und nach seine Wahrnehmung: Er wird reizbar, vergesslich, sieht Dinge, die nicht da sind, und irgendwann zerfallen selbst einfache Gedanken. Wir schauen uns an, was Schlafentzug wirklich mit unserem Gehirn macht: Warum entstehen Halluzinationen? Wie verändern sich Gedächtnis, Emotionen und Entscheidungen? Was sind Mikroschlaf-Episoden? Und kann man an Schlafmangel tatsächlich sterben? Außerdem klären wir, ob wenige durchgemachte Nächte bleibende Schäden verursachen können – und warum Schlaf für unseren Körper offenbar so unverzichtbar ist. #schlafentzug #experiment #randygardner #11tagewach"
16 Minuten
"Warum schieben wir selbst Dinge auf, die uns eigentlich wichtig sind? Und warum räumen wir plötzlich die Spülmaschine aus, sortieren Mails oder googeln irgendeinen Quatsch obwohl im Hinterkopf die ganze Zeit die eine Aufgabe wartet, die wir wirklich erledigen müssten? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Prokrastination oft weniger mit Faulheit oder schlechtem Zeitmanagement zu tun hat als mit Emotionsregulation. Wir erklären, wie Aufschieben kurzfristig Stress reduziert, warum Perfektionismus und Angst vor dem Scheitern eine Rolle spielen können und weshalb manche Menschen tatsächlich erst unter massivem Zeitdruck anfangen. Außerdem: Wann ist Prokrastination völlig normal und wann lohnt es sich, genauer hinzuschauen? Und vor allem: Was hilft wirklich dabei, endlich anzufangen?" Hier geht’s zu unserer Unnormal / Unerhört Playlist: https://open.spotify.com/playlist/12gJWVRX2CrtBpRiuaplI6?si=rVH9jgnKRNSPobZ8IQCvww&utm_source=whatsapp&pi=t--uIxx6SiWqI https://open.spotify.com/playlist/5nkxmxLZCItrDD1guJVVHg?si=dbjxLPmJTLyDumNdo59CRg&utm_source=whatsapp&pi=Ulhjhp_-S0KxO
1 Stunde 3 Minuten
"Michael M. ist erst 19 Jahre alt, als er wegen sexueller Übergriffe verurteilt wird. Zwei Jahre später erhält er Hafturlaub und tötet die zehnjährige Doris W. Über Jahrzehnte wird er anschließend behandelt, begutachtet und immer wieder neu eingeschätzt. Trotzdem kommen Experten schließlich zu dem Schluss: Sein Rückfallrisiko ist weiterhin sehr hoch, weitere Therapie verspricht keine ausreichende Veränderung. Wir sprechen darüber, was „austherapiert“ in der Forensik überhaupt bedeutet, warum Therapieteilnahme nicht automatisch Therapieerfolg heißt und welche Faktoren wirklich darüber entscheiden, ob ein Täter weniger gefährlich geworden ist. Außerdem: Was unterscheidet Pädophilie von Kindesmissbrauch? Welche Rolle spielt Impulskontrolle? Und woran erkennt man, ob jemand sich tatsächlich verändert hat oder nur gelernt hat, therapeutisch überzeugend zu wirken? #untherapierbar #kindesmissbrauch #mord #sicherungsverwahrung"
16 Minuten
"Kennt ihr dieses kleine Glücksgefühl, wenn eine Verabredung kurzfristig abgesagt wird – obwohl ihr die Person eigentlich richtig gern habt? Wir sprechen darüber, warum das nichts darüber sagen muss, wie wichtig uns unsere Freunde sind. Stattdessen geht es um Autonomie, mentale Belastung, Gegenwartsbias und die Frage, warum wir vor einem Treffen oft keine Lust haben, obwohl wir uns danach meistens freuen, hingegangen zu sein. Außerdem: Wann ist die Erleichterung über abgesagte Pläne völlig normal und wann kann sozialer Rückzug ein Hinweis darauf sein, dass gerade mehr dahintersteckt?" Hier geht’s zu unserer Unnormal / Unerhört Playlist: https://open.spotify.com/playlist/12gJWVRX2CrtBpRiuaplI6?si=rVH9jgnKRNSPobZ8IQCvww&utm_source=whatsapp&pi=t--uIxx6SiWqI https://open.spotify.com/playlist/5nkxmxLZCItrDD1guJVVHg?si=dbjxLPmJTLyDumNdo59CRg&utm_source=whatsapp&pi=Ulhjhp_-S0KxO