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  3. Wechsel Wirkung – Der Podcast für deinen nachhaltigen Apotheken-Erfolg Podcast

Episoden

31 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Pierre Theuerkauf, Apotheker und Inhaber der Egelsbach-Apotheke. Er könnte es sich bequem machen. Die Apotheke gibt es seit 1951, er führt sie in dritter Generation, sie liegt im Ortszentrum und hat treue Stammkundschaft. Stattdessen hat er nacheinander eine NLP-Ausbildung, eine Heilpraktiker-Ausbildung und eine Ausbildung zum Epigenetik-Coach gemacht. Pierre erzählt, wie das kam. Den einen Auslöser gab es nicht, es war ein Prozess. Angefangen hat er 2016 mit NLP und der Frage, wie stark die Psyche auf körperliche Prozesse wirkt. Daraus wurde die Erkenntnis, dass vieles von dem, was er täglich abgibt, Symptome lindert, ohne an die Ursache zu gehen. Wir sprechen über sein Bild vom Werkzeugkoffer und darüber, wie er das im Team umsetzt: fünf Mikronährstofffachberaterinnen, unterschiedliche Spezialisierungen, und die Regel, ohne Eitelkeit an die Kollegin weiterzugeben, die im Einzelfall mehr weiß. Er erklärt, was er unter Longevity versteht, nämlich Healthspan statt Lifespan, und was Epigenetik für ihn mit Eigenverantwortung zu tun hat. An einem Beispiel aus der Praxis zeigt er, wie er mit Krebspatienten arbeitet, die schulmedizinisch behandelt werden: Anamnese, Blutwerte, Vorschläge zu Mikronährstoffen, immer in Absprache mit den behandelnden Ärzten. Pierre ist dabei ausdrücklich vorsichtig. Er will niemandem etwas versprechen, was er nicht halten kann, und er will keinen ganzheitlichen Ansatz überstülpen, weder dem Team noch den Patienten. Zum Schluss geht es um die Kolleginnen und Kollegen, die ihre Apotheke lieber heute als morgen verkaufen würden. Pierres Rat: Diese Entscheidung nicht in der Sinnkrise treffen.
31 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Inka Krude, Apothekerin und Inhaberin der Alten Apotheke 1691 in Bochum, dem ältesten Unternehmen der Stadt. Ihre neuen Auszubildenden bekommen Namensschild und Arbeitskleidung am ersten Tag. Nicht in Woche drei. Ausgelöst hat das ein Kollege aus Inkas Erfa-Gruppe, der auf einer Tagung erzählte, wie er neue Mitarbeitende einführt. Inka nahm die Idee mit ins Team und delegierte die Ausarbeitung an eine Apothekerin und einen Kaufmann im Gesundheitswesen. Herausgekommen ist unter anderem eine Willkommenstüte mit Notizbuch, Stift, Namensschild und einem Kabel-Set mit Apothekenlogo. Dazu bekommen neue Mitarbeitende vorab eine Mail mit den Arbeitszeiten der ersten Woche, zwei feste Mentoren pro neuem Gesicht und einen neu geschriebenen Ausbildungsleitfaden zum Abhaken. Wir sprechen darüber, warum Inka bei Vertragsunterschrift zwei Seiten Werte und Ziele mitgibt und unterschreiben lässt, warum ihre Mentoren an einem freien Samstag zur Arbeit kamen und was das mit den beiden Neuen gemacht hat. Bei 45 Mitarbeitenden kann Inka nicht überall selbst dabei sein, und ihr Team sagt ihr das auch. Außerdem geht es darum, warum ein durchdachtes Onboarding aus ihrer Sicht wichtiger ist als ein hohes Gehalt, wie ihr Team auf die neuen Befugnisse beim Impfen reagiert, und weshalb sie als Nächstes ein ebenso strukturiertes Offboarding aufbaut. Denn wer geht, sagt oft am ehrlichsten, was nicht funktioniert hat.
28 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Katrin Schneider, Apothekerin und Inhaberin der Zornheimer Apotheke, der einzigen Apotheke in Zornheim. Am Kindergarten hörte sie zufällig mit, wie eine Mutter zu einer anderen sagte, für die Apotheke fahre sie in den Nachbarort. Katrin saß daneben und sagte nichts. Sie hatte den Betrieb knapp vier Jahre nach ihrer Approbation übernommen: ein Bungalow aus den siebziger Jahren, dunkles Holz, 140 Quadratmeter. Ihr eigenes Wort dafür ist das hässliche Entlein. Statt nachzufragen, fuhr sie selbst in die Nachbarapotheke und machte einen Testkauf. Katrin erzählt, wie daraus zwei Schritte wurden, erst eine Renovierung mit neuer Farbgebung und eigener Corporate Identity, dann der Neubau mit über 300 Quadratmetern. Die erste Bank lehnte die Finanzierung ab, weil eine Dorfapotheke den prognostizierten Umsatz nie erreichen werde. Sie haben ihn verdoppelt. Außerdem sprechen wir über Mikronährstoffe als gemeinsames Thema des ganzen Teams, über Vitamin-D-Tests als tragfähige Dienstleistung mit Nachkontrolle statt als Einzelverkauf, und darüber, warum Beratung erst dann glaubwürdig wird, wenn man auch abrät. Und Katrin sagt sehr klar, dass man Betriebsblindheit nicht allein loswird: Sie schickt Fachfremde, Freunde und Kolleginnen durch ihre Apotheke und lässt sich sagen, was ihnen auffällt.
25 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Jan Reuter, Apotheker und Inhaber der Central-Apotheke in Walldürn. Angefangen hat alles mit einer verlorenen Wette. Heute stecken 20 Stunden pro Woche in seinen Videos. 2014 verließ ihn eine Top-PTA von heute auf morgen. Das war der Anstoß, Social Media ernst zu nehmen. Zwei Jahre später verlor er eine Wette gegen eine Kollegin und musste zehn Videos drehen. Es wurden dreißig. Seit zweieinhalb Jahren veröffentlicht er zweimal pro Woche auf YouTube und recherchiert dafür 50 bis 100 Fachquellen pro Video. Wir sprechen darüber, was diese Sichtbarkeit tatsächlich einbringt: neue Kunden, Medikationschecks, B2B-Anfragen und Vorträge, deren Honorar er nicht mehr verhandeln muss. Jan sagt auch klar, welche Kanäle sich für ihn nicht rechnen und warum WhatsApp für seine Apotheke wichtiger ist als der nächste Hype. Außerdem zeigt er, wie er KI bei Gentests, Medikationschecks und der Weiterbildung seines Teams einsetzt. Und er benennt den teuersten Fehler bei der Digitalisierung: auf jeden Zug aufzuspringen. Seine Gegenfrage bei jeder neuen Lösung lautet: Spart sie wirklich Geld, bringt sie mehr Kunden oder macht sie die Abläufe einfacher?
26 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Karima Ballout, Apothekerin und Inhaberin von Karimas Apotheken in Bottrop. Ihr Team kennt Umsatz, Kosten und Gewinn. Auch das, was sie selbst entnimmt. Karima erzählt, wie sie ohne den klassischen familiären Apothekenhintergrund ihren eigenen Weg in die Selbstständigkeit gefunden und innerhalb weniger Monate zwei Apotheken übernommen hat. Sie zeigt, warum für sie echte flache Hierarchien weit über ein Schlagwort hinausgehen: Ihr Apothekenrat entscheidet filialübergreifend mit, Mitarbeiter kennen Umsatz, Kosten und Gewinn und übernehmen bewusst Verantwortung für das Unternehmen. Außerdem sprechen wir darüber, warum Vertrauen für Karima wichtiger ist als Kontrolle, weshalb nicht jeder Mitarbeiter zu diesem Führungsmodell passen muss und was Unternehmer aus ihrer Sicht selbst tun können, statt nur über schwierige Rahmenbedingungen zu klagen. Und wir erfahren, warum sie sich auch standespolitisch einmischt und überzeugt ist: Jeder kann etwas bewegen.
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Über diesen Podcast

Wie führst Du Deine Apotheke so, dass sie in fünf Jahren noch erfolgreich ist? Ich bin Florian Giermann, seit über 30 Jahren in der Apothekenbranche und heute als Strategieberater unterwegs. In jeder Folge spreche ich mit einem Gast über das, was zwischen HV-Tisch, Backoffice und Steuerberater wirklich passiert. Konkret, aus der Praxis, ohne Beraterfloskeln. Jede Folge hat drei feste Rubriken: Der Wechsel: Was hat sich verändert? Die Wirkung: Was bedeutet das für Deine Apotheke? Die Wechselwirkung: Wie können andere Apotheken davon profitieren? Und zum Schluss machen wir kurz gemeinsam einen Notdienst. Die Themen: Strategie, Apothekenführung, Personalführung und Teamentwicklung, Betriebswirtschaft und Kennzahlen, Positionierung und authentische Kommunikation. Mehr zu mir und meiner Arbeit: floriangiermann.de
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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